Umfrage zur Hilfsmittel-Versorgung über GKK

Hier geht es um alle saugenden Hilfsmittel, angefangen von den Einlagen, über Vorlagen und Trainers bis hin zu den Inkontinenzslips.

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Umfrage zur Hilfsmittel-Versorgung über GKK

Beitrag #1 von Siggi » 20 Feb 2009 18:08


Hallo,

seit dem 1.1.09 sind alle Gesetzlichen Krankenkassen nach einer Ausschreibung verpflichtet, ihre Mitglieder über eine von der jeweiligen Kasse benannte Firma mit Inkontinenz-Hilfsmitteln zu beliefern. Die bisherige freie Lieferantenwahl ist passe.

Wie läuft das in den einzelnen Bundesländern?

Wie verhalten sich die einzelnen Kassen?

Ist die verpflichtete Lieferfirma in der Lage, den Anforderungen der Patienten - vor allem qualitativ! - zu genügen?

Ist die Belieferung fristgerecht?

Werden von den Lieferanten neben der gesetzlichen Zuzahlung noch Aufschläge ("Aufzahlungen") von den Patienten verlangt?


Äussert Euch bitte über Eure Erfahrungen!


MfG
Siggi
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Umfrage zur Hilfsmittel-Versorgung

Beitrag #2 von Rolli 115 » 22 Feb 2009 14:37


Hallo Siggi.

Ich gehöre auch zu den Inko-Patienten,die über eine Lieferfirma ihre Hilfsmittel, seit dem 01.01.09,beziehen.Die Ausschreibung der AOK Sachsen hat die Firma Abena gewonnen.Die AOK Sachsen und Vertreter der Lieferfirma hatten uns anfang Dezember 2008,zu einer Info-Veranstaltung am Wohnort eingeladen.Ich muß sagen,alles was uns auf dieser Veranstaltung versprochen wurde,ist bis zum heutigen Tag auch eingehalten worden.
Zur Qualität der angebotenen Produkte kann ich nur dazu sagen das es geringfügige Qualitätsverluste gegenüber den vorher erhaltenen Windeln, von mir festgestellt wurden.Die von mir benötigten Slips sind aus der Serie Delta Line (Saugstärke i.O. aber manchmal Probleme mit dem halten der Verschlüsse).Ich bekomme 80 Stück im Monat ohne Aufzahlung.Von den Pants Abri-Flex Extra bekomme ich 42 Stück im Monat mit Aufzahlung von 50.-Cent pro Stück.Diese Pants haben bei mir eine leichte Hautreizung hervorgerufen,die ich mit Creme zwar im Griff habe aber sicherheitshalber noch mein Unterhemd in die Pants reinziehen muß.Was die pünktliche Lieferung betrifft, habe ich bis jetzt keine Probleme.Ich brauche nur am Monatsende eine kostenlose Telefonnummer anrufen und meine Bestellung abgeben.In der Firma liegt das Quartalsrezept und in 3-4 Tagen habe ich die Monatslieferung.Ich denke das es nicht bei jedem Patienten so problemlos klappt wie bei mir.Wenn du noch mehr wissen willst,dann melde dich.Bin gerne bereit meine gesammelten Erfahrungen weiter zu geben.

MfG Rolf
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Re: Umfrage zur Hilfsmittel-Versorgung über GKK

Beitrag #3 von wernermeurer » 22 Feb 2009 18:25


Siggi hat geschrieben:Hallo,

seit dem 1.1.09 sind alle Gesetzlichen Krankenkassen nach einer Ausschreibung verpflichtet, ihre Mitglieder über eine von der jeweiligen Kasse benannte Firma mit Inkontinenz-Hilfsmitteln zu beliefern. Die bisherige freie Lieferantenwahl ist passe.

Wie läuft das in den einzelnen Bundesländern?

Wie verhalten sich die einzelnen Kassen?

Ist die verpflichtete Lieferfirma in der Lage, den Anforderungen der Patienten - vor allem qualitativ! - zu genügen?

Ist die Belieferung fristgerecht?

Werden von den Lieferanten neben der gesetzlichen Zuzahlung noch Aufschläge ("Aufzahlungen") von den Patienten verlangt?


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MfG
Siggi


Ich war der Meinung, dass diese Regelung um ein Jahr auf 2010 verschoben wurde?!
Bisher keine Änderungen bemerkt, habe deswegen auch entsprechende Befürchtungen....

MfG
Rolli
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Sachsen im Vorteil

Beitrag #4 von Siggi » 22 Feb 2009 18:38


Hallo Rolf,

das ist ja mal eine erfreuliche Nachricht. Wenn das alles so klappt, wie du schreibst, dann ist Sachsen zweifellos im Vorteil.

Es gibt auch andere - problematischere -Erfahrungen wie ich inzwischen weiß. Das betrifft sowohl Schleswig-Holstein als auch Bayern.

Auch in Berlin und im Berliner Umland (Teile von Brandenburg) gibt es bei einer Menge Betroffener Unzufriedenheit und Probleme. Das betrifft sowohl die Qualität der Produkte als auch die Lieferpünktlichkeit. Vorgegebene Liefertermine werden oft nicht eingehalten. Hauptlieferant mit wohl ca. 15 000 GKK-Versicherten ist eine Firma namens MOHAGE. Sie liefert auch vornehmlich Erzeugnisse von Abena.

Ich selbst werde auch von dieser Firma als BARMER-Versicherter beliefert. Mit der Qualität der Slips und der Vorlagen bin ich soweit zufrieden. Allerdings werden meine monatlichen Bestellungen (brieflich) nur sehr unzureichend berücksichtigt. Entweder ich bekomme zuviel oder zuwenig.

Auch der persönliche Kontakt zu der Lieferfirma fehlt. Alles läuft über ein Callcenter; ist also sehr unpersönlich und die Telefonisten sind weitestgehend nicht auskunftsfähig.

Grüße nach Sachsen
Siggi
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Sachsen im Vorteil

Beitrag #5 von Rolli 115 » 22 Feb 2009 20:29


Hallo Siggi.

Also ich glaube nicht, das es bei allen anderen Patienten in Sachsen genau so gut klappt. wie bei mir.Ich habe schon gehört,das es in Pflege-Einrichtungen mit der Pünktlichkeit der Lieferungen Schwierigkeiten gegeben hat.Aber auch mit der Belieferung von Einzelpatienten kann ich mir vorstellen das es bestimmt Anlaufschwierigkeiten gibt.Zu deinen Fehllieferungen würde ich an deiner Stelle Rücksprache mit Barmer halten und vielleicht um einen Einzelvertrag mit Abena bitten,da du über eine 0800-Nummer persönlichen Kontakt für eine Korrekte Bestellung hast.Ist sicherlich möglich,da du ja Produkte von dieser Firma erhälst.

MfG Rolf
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Beitrag #6 von Stefan » 23 Feb 2009 12:50


Hallo Rolf,

so einfach ist das nicht, den Leistungserbringer abzuwählen. Da musst Du schon "berechtigtes Interesse" haben. Ein brerechtigtes Interesse von Abena beliefert zu werden und nicht die Produkte von Mohage (in dem Fall Abena) zu bekommen liegt nicht vor. Auf keinen Fall wird eine Krankenkasse einen Wechsel des Leitungserbringers in dem Fall genehmigen.

Wie berechtigtes Interesse geht, haben ich schon oft hier geschrieben! Bitte in anderen Beiträgen nachlesen

Nun zu Dir. Das Du nur 80 Slips und 42 Trainers bekommst ist schon sehr wenig, das sind 4,06 Windeln pro Tag. Wenn Du mehr brauchst musst Du die zu gleichen Konditionen bekommen. Man geht davon aus, dass bis zu 6 Stück in ausreichender Saugstärke ohne Aufzahlung normal sind. Was Ausreichend ist wird vom Versichteren nach eingehender persönlicher Beratung durch einen fachlich geschulten Berater des Leistungserbinger festgelegt. Hier kann man davon ausgehen, dass im Bedarfsfall ein Besuch eines Beraters beim Versichterten erfolgen muss.

Aber bei Dir hast Du doch einen Schaden durch die Umstellung. Pants die Hautprobleme verursachen dürfen eigentlich nicht ausgeliefert werden. Wenn Du die Creme selbst bezahlst und nicht Abena in Rechnung stellst bist Du schon etwas weltfremd. Außerdem würde ich das Produkt nicht mehr verwenden.


lg

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Umfrage zur Hilfsmittelversorgung über die KK

Beitrag #7 von Rolli 115 » 01 Mär 2009 17:23


Hallo Stefan.

Das Du schon sehr oft und ausführlich über das berechtigte Interesse geschrieben hast,ist mir nicht entgangen.Vielen Dank dafür.Doch meiner Meinung nach ist für mich eine pünktliche und vollzählige Lieferung (was beim Siggi wohl nicht so funktioniert hat ),ein doch sehr wichtiger Aspekt,um eine ordentliche Versorgung der Patienten,zu gewährleisten.Wenn dann die Lieferfirma auf Kritiken bzw.Hinweise nicht oder nur bedingt reagiert,dann sollte man meiner Meinung nach mal höflich bei der KK vorstellig werden, um nach einer für den Patienten akzeptablen Lösung zu suchen.Wenn die KK es schaffen sollte ,mit dem Lieferanten eine Patientenfreundliche Lösung zu finden,ist ja OK.Nur wenn absolut keine Besserung der Belieferung eintreten sollte,würde ich mich für einen Lieferantenwechsel stark machen.Bitte Korrigiere mich wenn ich falsch liege.
Übrigens, das mit dem Berater des Leistungserbringers,werde ich in Angriff nehmen.Es ist eine sehr gute Idee von Dir.Danke.Werde ggf.weiter darüber berichten.

MfG Rolf
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Re: Umfrage

Beitrag #8 von Siggi » 02 Mär 2009 11:22


Hallo Stefan,

die Sache mit dem Berater des Leistungserbringers, der den Versicherten aufsuchen soll, ist doch sehr akademisch. In der Praxis funktioniert es gar nicht. Nicht einmal ein Fragebogen, der mir von der GKK angekündigt wurde, um meinen Bedarf zu formulieren, hat mich in dem mehr als einem halben Jahr erreicht. Der Lieferant sendet nach Gusto.

Ein Versuch, einen Berater zu erbitten, scheiterte. Vom Callcenter wurde lediglich erklärt, dass das schwierig sei, weil rund 15 000 Neukunden beliefert werden müssten und nicht jeder einzelne aufgesucht werden könne.

So ist die Realität.

MfG
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Beitrag #9 von Stefan » 02 Mär 2009 12:31


Hallo Siggi,

genau das ist das Problem. Wenn der Lieferant nicht in der Lage ist Deinen Bedarf zu ermitteln und dann einfach was liefert, dann hast du ein berechtigtes Interesse einen anderen Lieferanten zu wählen.

Das kann die Apotheke sein oder ein anderer Lieferant, den Dir die Krankenkasse (z.B. hat die Techniker Krankenkasse mehrere) anbietet. Wichtig ist, dass Du in diesem Fall nicht einen weiteren Lieferanten der Kasse nehmen musst, sondern frei wählen kannst.

... die Sache mit dem Berater des Leistungserbringers, der den Versicherten aufsuchen soll, ist doch sehr akademisch. In der Praxis funktioniert es gar nicht. ...


Das Hauptproblem liegt in der Natur der Sache. Wenn Krankenkassen nach dem Preis ausschreiben, mehr gibt das Hilfsmittelverzeichnis einfach nicht her, dann bleibt der Service auf der Strecke. Auch wen die Krankenkassen angeben, dass die Versorgung durch eine individuelle, persönliche Beratung vor Ort durch qualifzierte Fachkräfte (O-Ton: Barmer Ersatzkasse) erfolgt. Deshalb sollte man nicht bei Firmen kaufen, die zwar die Ausschreibung gewonnen haben, aber Ihren Verpflichtungen nicht nachkommen.

Nun nicht alle Gewinner sind hier schlecht. Einige kleine Firmen schaffen es in regionalen Losgebieten sehr gut und sehr zuverlässig. Auch bei großen Losgebieten gibt es gute Firmen. Es fällt auf, dass hier die Hersteller und Großhändler recht gut abschneiden (z.B. Abena GmbH, Paul Hartmann AG, Attends GmbH, Igefa GmbH). Ob man deren Produkte dann haben will steht auf einem Blatt, ggf. auch hier §33 anmelden. Wo es Probleme gibt ist ausschließlich bei kleineren, mittleren Firmen, die sich mit einer Ausschreibung übernommen haben. Immer wieder tauchen hier Medimarkt und Mohage als Schlusslichter auf, das Problem betrifft aber eine ganze Reihe mehr Unternehmen. Ich persönlich warte bei diesen Kandiaten darauf, bis die ersten in Insolvenz gehen und dann neu ausgeschrieben werden kann.

Nun die Verträge laufen 2 Jahre. Ob dann nochmals ausgeschrieben wird, dass steht in den Sternen. Einige Krankenkassen planen wohl keine weiteren Ausschreibuungen. Auf jeden Fall, da bin ich mir sicher, werden sehr viele Bewerber sich an neuen Auschreibungen nicht mehr Beteiligen. Entweder das Sie nicht mehr im Markt sind, oder das Sie merken, dass es sich finanziell nicht lohnt.



lg


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Re: Umfrage zur Hilfsmittel-Versorgung über GKK

Beitrag #10 von StomaJens » 26 Apr 2009 04:15


wernermeurer hat geschrieben:Ich war der Meinung, dass diese Regelung um ein Jahr auf 2010 verschoben wurde?!
Bisher keine Änderungen bemerkt, habe deswegen auch entsprechende Befürchtungen....

MfG
Rolli


Das ist richtig, doch derzeit gibt es eine Übergangsregelung, denn die Krankenkassen müssen sich darauf erst mal einstellen und entsprechende Ausschreibungen machen. Sollte es Krankenkassen oder Versorger geben, die eine Zuzahlung (außer den gesetzlich geregelten) verlangen, kann man sich vom Arzt eine Bescheinigung über den notwendigen Mehrbedarf ausstellen lassen. Der Regelbedarf wird an einem Durchschnittsverbraucher gemessen. Es können jedoch Abweichungen auftreten, in meinem Fall z.B. bei Hautunverträglichkeiten muss die Stoma-Versorgung öfter gewechselt werden - im Fall eines inkontinenten ist ein Mehrbedarf gegeben, wenn z.B. häufiger Durchfälle oder erhöhtem Harndrang - aber auch Hautunverträglichkeiten, die ein häufigeres Wechseln der Windeln erfordern.

Ich z.B. bestelle meine Versorgungsprodukte bei einem HomeCare Unternehmen, das neben Stoma-Artikeln auch Inkontinenz- oder Wundbehandlungs-Produkte führt. In meinem Fall habe ich dort eine Stomatherapeutin, der ich eine eMail schicke mit einer Liste, was ich brauche, diese schreibt das Rezept, lässt es vom Hausarzt unterschreiben und 2-3 Tage später kommt das Paket per DHL-Express.

Auf keinen Fall darf der Versorger oder die Krankenkasse vorschreiben, dass der Versicherte den Hersteller wechseln muss, denn die gewohnte Qualität muss weiterhin gegeben sein. Manche Versorger probieren es trotzdem und schreiben dem Verbraucher auch Mengen vor, wenn man die überschreitet, muss zugezahlt werden. Es ist aber so, dass bei den Ausschreibungen Pauschalen ausgemacht werden, die wie gesagt am Durchschnitt bemessen sind. Der Versorger bekommt diese Pauschale für jeden Betroffenen, was für den Versorger gut ist, wenn dieser weniger als den Durchschnitt benötigt, aber schlecht ist, wenn jemand mehr benötigt.

Einen entsprechenden Artikel kann man auch auf www.stoma-welt.de finden. Dort geht es nicht nur um Stoma-Artikel, sondern um Hilfsmittel allgemein!

In diesem Jahr dürfte also nichts zu befürchten sein, was die Versorgungen betrifft. Kommt es im nächsten Jahr zu Problemen, kann man ja zur Not die Krankenkasse wechseln zu einer, die entsprechend andere Verträge hat. Da ja nun alle Krankenkassen den Regelsatz von 15% haben, dürfte das kein Problem mehr sein, denn es gibt keine billigen oder teuren Krankenkassen mehr, jedoch unterscheiden sich einige in den Leistungen.

Gruß
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