Warum "textile Oberfläche" totaler Blödsinn ist

Hier geht es um alle saugenden Hilfsmittel, angefangen von den Einlagen, über Vorlagen und Trainers bis hin zu den Inkontinenzslips.

Moderatoren: Helmut, Benjamin, MSN, Marco N., Georges

Warum "textile Oberfläche" totaler Blödsinn ist

Beitrag #1 von matis » 06 Feb 2011 11:53


Auch wenn das Thema schon x-fach durchgekaut wurde und somit andere Threads existieren, möchte ich es nochmal aufgreifen.

In der High-Tech-Stoffindustrie gibt es bereits länger Systeme wie Goretex, Sympatex usw.
Das Besondere an diesen Stoffen ist, dass sie besonders luftdurchlässig sind, aber absolut Spritzwasserdicht bleiben sollen.
Tauchen gehen würde ich auch mit denen nicht^^ :D

Solche HiTech-Stoffe sind erheblich teurer als Baumwolle, die wiederrum teurer ist, als Synthetic/Flies.

Wer glaubt solch hochwertige HiTech-Stoffe lassen sich in annährend gleicher Qualität in einen Inkoslip einbauen, der nur 30 bis 60ct kostet, der muss ziemlich naiv sein.

Manch ein Hersteller versucht es wenigstens nachzubilden, viele täuschen lieber.

Bei vielen Inkoslips steckt unter dem textilartigen Außenflies immer noch eine normale Folie oder es ist eine Folie, die technisch so verändert (aufgeraut, gesprenkelt und aufgesprüht) wird, dass außen der textilartige Eindruck entsteht. Ein Flies-Pullover besteht ja auch nur aus Plastik.

Im Prinzip kann man ganz grob alles Folie nennen, was wir außen bei einem Inkoslip über dem Saugkissen sehen, bei dem einen ist sie überzogen, beim nächsten bespränkelt, beim nächsten mit Zellstoff besprüht usw.

Ob die Folie atmungsaktiv ist oder nicht, das sieht und fühlt man dem Slip zunächst nicht an.
Oft ist sie es nicht, dann sind nur die Außenflügel atmungsaktiv!
Das reicht anscheinend schon für den Werbespruch "atmungsaktiv" aus.

Manchmal weißt sie Microporen auf, durch die Luftmolekühle passen, Wassermolekühle jedoch nicht. Das ist das ideale Ziel, welches bei Inkoslips nie hundertprozentig erreicht wird.

Ich habe im Internet schon Berichte gefunden, dass sich auf der Folie eines übervollen Tena Slips Tropfen bilden. Ich wechsel sie vorher, hatte das aber mal in einen Experiment im Waschbecken nachstellen können.
Das zeigt mir, dass die Tena Slip Folie atmungsaktiver ist, als die meisten denken.

Richtig Atmungsaktiv ist das Material neben dem Saugkissen einer Tena Pants.
Genau da wird es bei mir jedoch immer nass. Genau da wo das Saugkissen endet, wird es richtig nass!
Wobei ich so eine Pants noch nie zerpflückt habe. Auch hier wäre interessant, wie die Außenhaut zusammengesetzt ist.

Dann gibt es Inkoslips wie Euron. Auch diese werden als atmungsaktiv beworben.
Atmungsaktiv ist aber auch wieder nur der Seitenflügel, der das Vorderteil mit dem Hinterteil verbinden soll. Der eigentliche Teil des Slips und damit der Hauptteil jedoch nicht.
Trotz dass sie außen komplett nach "Stoff" aussieht und sich stoffähnlich anfühlt, fühlt sie sich weniger atmungsaktiv als der Tena Slip an, knistert genauso und damit mehr als ein Attends Slip!

Dem wollte ich auf dem Grund gehen.
Meine Vermutung wurde wieder mal bestätigt. Ich konnte das Außenflies ablösen.
Und was ist darunter? Genau, eine ganz einfache, sehr klassische Plastikfolie,
definitiv weniger atmungsaktiv als bei vielen Inkoslips, die ehrlich nicht verblenden und das auch zeigen. Ich würde hier sogar vermuten, zu 0% Atmungsaktiv, also weniger als beim Tena Slip.
Ich habe auch Beweis-Fotos davon gemacht. Wer will, kann eines per PM anfordern.
(Oder gebt mir einen Link, wo ich Fotos hochladen kann, um sie hier zu verankern).

Da ist doch meine Frage "Was soll der Quatsch" tatsächlich berechtigt, oder etwa nicht?
Dann könnte man dieses Geflecht außen drüber weg lassen, und die Klebestreifen würden besser halten!

Genau das, was ich in der Vergangenheit schon einmal bei anderen Slips festgestellt hatte (ich weiß nicht mehr, welche das waren), aber auch schon mal bei DryNites vor einigen Jahren gezeigt wurde, hat sich hier erneut bestätigt. Oft ist die gleiche Folie vorhanden, wie früher, sie wird nur beklebt.

Wenn also einige Leute behaupten, das ein oder andere "atmungsaktive" Hilfsmittel kann tatsächlich mal eher riechen, mal eher Nässe durchlassen und was alles so gesagt wird, dann kann das wirklich stimmen, bei Produkten, die tatsächlich versuchen, atmungsaktiv zu sein, atmungsaktiv nicht nur im Sinne von "seitlich kommt Luft rein", die versuchen, sowas wie die HiTech-Stoffe nachzuahmen, wo sie aber so günstig nie ganz rankommen.

Dazu würde wie gehabt die einfache Folie ausreichen. Gut abgestimmte Microperforationen im richtigen Material funktionieren dort genauso. Da braucht der Slip nicht versuchen, optisch was anderes darzustellen.

Es sind hautpsächlich Placebo-Effekte und Werbe-Psychologie, warum über die Jahre immer mehr Windeln versuchen, äußerlich Stoff zu immitieren und die Leute sich gutgläubig verblendet darauf stürzen.

Das nutzt das Produktionsgewerbe gnadenlos aus.
"Überziehen wir doch die Windel mit dem Flies, welches wir auch außen verwenden."
Das kostet zwar 2ct mehr, aber dafür können wir dann beim Endverbraucher 5ct mehr kassieren.

Und jetzt gehe ich noch einen Schritt weiter.
Nehmen wir an, wir haben einen super-atmungsaktiven Inkoslip nach Goretex-Art.
Jetzt ist zwischen dem Außenstoff und der Haut das dicke Saugpolster, zumindest bei den Inkoslips, die über die einfachste Saugstufe hinaus gehen.
Klar wird es da zunächst genauso warm.
Wieviel Kubikcentimenter Luft pro Minute soll denn da durchgehen?
Wieviel Grad soll es so kühler bleiben?
So lange der Inkoslip noch trocken ist, würde ich sagen, Unterschiede sind allenfalls messbar, sonst viel zu gering, um etwas zu merken.

Ohne Frage, ist dieser Slip nass, beginnt nach Außen hin eine Auslüftung, Verdunstungskälte entsteht.
Jetzt kommt es drauf an, ob der Träger Probleme mit Pilzen hatte und ob dieses Problem aufgrund des 1 Grad wärmen Klimas (größere Keimvermehrung) oder eher aufgrund zu großer anhaltener Nässe (falsche Saugstärke, zu lange Tragezeiten, mangelnde Hygiene) entstanden waren.
War wirklich das etwas wärmere Klima der Grund (eher unwahrscheinlich), dann kann dieses HiTech-System helfen.

Während im Sommer Verdunstungskälte noch ein sehr wünschenswertiger Effekt ist, könnte sich im Winter draußen jemand sogar die Blase verkühlen.
Man sollte den Effekt nicht unterschätzen.

Wie gesagt, alles Theorie. Ich habe es noch nicht erlebt, dass der Idealismus dahinter von einem Produkt fehlerfrei umgesetzt wurde und dass sich so ein System auf mich positiv geäußert hätte.
Also lasst euch nicht veräppeln, nicht täuschen.

Ich glaube aber auch, dass viele Diskussionen um "Folie" oder "stoffartiger Flies" viel mehr Abbilden, dass die persönlichen Empfindungen variieren - dass es eine "Geschmacksfrage" ist, so wie einer lieber Seide trägt, der Andere lieber Baumwolle, der Nächste eine Kordhose.
So findet Person A Folie unangenehmer und Person B Flies unangenehmer.

Ich selber habe jedenfalls selbst bei den Hilfsmitteln, von denen ich auch heute noch glaube, dass sie atmungsaktiv waren/sind, keine gefühlte, gesichtete oder erlebte Verbesserung (subjektiv, objektiv, gesundheitlich) erlebt.

Persönlich empfinde ich die glatte, weiche Folie als seidiger, ein kleines bisschen angenehmer, als das, was gerne Stoff sein möchte, für mich sich aber min. genauso künstlich anfühlt.

Letztlich ist es geschmacklich oder gefühlt eigentlich total egal, man kommt ja mit dem Außenmaterial kaum in Kontakt.
Hauptsache das Hilfsmittel erfüllt seine Aufgabe.

Wenn ihr aber auch ein Argument pro Folie contra Flies braucht, welches für mich echt ein Argument darstellt, dann aufgepasst:
Ich erlebe es so: Je mehr sich ein Hilfsmittel (egal welches) bewegt und somit reibt, desto mehr Probleme bekomme ich im Schritt, insbesondere bei viel Bewegung, z.B. schnelleres Wandern.
Eine Lösung zumindest beim Inkoslip kann sein, diesen enger/fester zu zumachen.
In der Regel erreicht man damit, dass er ziemlich starr anliegt, sich kaum bewegt, eigentlich alles recht starr bleibt.

Auf der Außenfolie würde sich nun die darüber liegende Kleidung frei bewegen. Der Slip und die Haut sowie die Genitalien darunter jedoch nicht (kaum).

Auf dem rauheren Flies (hat ja quasi microskopisch kleine Haken) kann die darüber liegende Kleidung gut "anpacken".
Jetzt bewegt sich und reibt der Inkoslip (insbesondere auch Tena Pants) deutlich mehr.
Da das Innenleben eines Inkoslips ja doch keine weiche glatte Baumwollunterhose ist, ist es eine Frage der Zeit, bis es ziept und beißt.

Eine immer vorhandene bzw. kleine bleibende Starre eines solchen Hilfsmittels macht es möglich, den "Kleidung kann dann anpacken-Effekt" nach einigen Stunden sichtbar zu machen:
Man sieht dann Abrieb des Kleidungsstoffes am Inkoslips.
Jeans-Stoff, Baumwollunterhosenstoff, die Partikel blieben am Inkoslip hängen.

Wie so oft im Leben kann man am Ende nur sagen, alle Ausführungen, alle Varianten haben ihre Daseins-Berechtigung.
Es ist richtig, dass es sowohl Folienvarianten als auch Fliesvarianten gibt.

"Alle nur noch Flies oder alle nur Folie" - das wäre ja so, als wenn VW nur noch den Golf herstellt, nur weil sie von dem Modell über die Jahre die meisten Autos verkauft haben.
Manch einer freut sich auch über die Neuauflage des Sciroccos oder will seinen Passat nicht mehr hergeben.

Die Ansichten, Meinungen, Erfahrungen und Geschmäcker gehen bei den Menschen weit auseinander. Das gilt für alles im Leben, auch für Hilfsmittel.

Wenn die Einheits-Windel kommt, fordere ich auch das Einheits-Auto.
Sowas gab es im Osten schon mal, fragen wir doch mal jene, die heute dieses Auto nicht mehr fahren, wie sie es finden würden ;-)


P.S.:
Ich habe jetzt zwei Fotos ins Fotoalbum "Fotos von Forenbenutzern" gestellt.
Benutzeravatar
matis
(Themenstarter)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 47
Bilder: 4
Alter: 41
Registriert: 21 Jan 2011 17:30
Wohnort: Velbert / NRW Bergisch-Land
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Dranginkontinenz
Hilfsmittel: Tena Slip (Alternativ o. erg.: Attends Slip Active, Tena Men Level 4)

Beitrag #2 von Stefan » 06 Feb 2011 13:55


Hallo Matis,

Im Grunde gibt es drei Systeme:

System 1 - PE-Folie:

Vorteile:
- günstiges Material
- bewährte Technik, billig zu verarbeiten
- keine Hautirritationen durch Reibung an den Beinen
- Folie hält auch bei Druck dicht

Nachteile:
- keine Klettverschlüsse möglich, daher nur bedingt Wiederverschließbar
- Produkt wirkt durch Folie unmodern und billig
- es können Pin-Holes durch durchgedrückte SAP-Körner entstehen
- nicht atmungsaktiv


System 2 - PE/Vlies Compound-Folie

Vorteile:
- Material mit dem Besten Preis/Leistungsverhältins
- wird als fertige Folie geliefert
- Verwendung von Klettverschlüssen möglich, daher wieder verschließbar
- Folie hält auch bei Druck dicht
- Produkt wirkt modern und hochwertig

Nachteile:
- nur langfaseriges, teueres Vlies lässt Klett gut halten
- hoher Abrieb und Auffaserung in Kleidung bei langfaseriges Vlies
- bei kürzerem Vlies Hautirritationen durch Reibung an den Beinen
- bei Hautproblemen sehr schlechte Akzeptanz
- es können Pin-Holes durch durchgedrückte SAP-Körner entstehen
- nicht atmungsaktiv


System 2 - Teflon/Vlies Compound-Folie

Vorteile:
- wird als fertige Folie geliefert
- Verwendung von Klettverschlüssen möglich, daher wieder verschließbar
- atmungsaktiv, jedoch nur im trockenen Zustand
- Produkt wirkt modern und hochwertig

Nachteile:
- nur langfaseriges, teueres Vlies lässt Klett gut halten
- hoher Abrieb und Auffaserung in Kleidung bei langfaseriges Vlies
- bei kürzerem Vlies Hautirritationen durch Reibung an den Beinen
- bei Hautproblemen sehr schlechte Akzeptanz
- Material ist teuer
- Bei "Beladung" im nassen Bereich keine atmungsaktivität wegen sog Gel.-Block
- Entstehung von Wasserdampf an der Vlies-Aussenseite, ggf. hier Feuchtegefühl und dadurch mangelnde Akzeptanz.
- Folie hält bei Druck nicht 100% dicht
- bei kürzerem Vlies Hautirritationen durch Reibung an den Beinen


Nach meiner Meinung ist eine gute PE/Vlies Compound-Folie die beste Lösung, vor der klassischen Folie. Die Teflon/Vlies Compound-Folie lehne ich ab, da Sie im Alltag nie ganz dicht ist.

Liebe Grüße

Stefan
Stefan Süß
(SVI e.V. - Vorstand)

Telefon: 0941 / 46 18 38 06
Brief: Stefan Süß, Tulpenstraße 5, 93161 Sinzing
Benutzeravatar
Stefan
Admin
Admin
 
Beiträge: 425
Bilder: 13
Alter: 42
Registriert: 05 Jan 2003 23:56
Wohnort: Sinzing / Oberpfalz
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Partner: verheiratet
Art der Inkontinenz: Reflexinkontinenz
Hilfsmittel: Inkontinenzslips

Beitrag #3 von Martin83 » 06 Feb 2011 15:26


Ist der Textil-Hype nicht nur in der Diskretion der Slips zu begründen?
Benutzeravatar
Martin83
Megaautor (min. 100 Beiträge)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
 
Beiträge: 123
Alter: 35
Registriert: 12 Dez 2004 17:19
Wohnort: Bayern / Schwaben
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Bettnässer

Beitrag #4 von Tom252 » 06 Feb 2011 15:56


Ich habe auch bei den "neuen" Produkten feststellen können, dass diese irgendwie hart und starr sind was auch unbequem ist.
Benutzeravatar
Tom252
Profiautor (min. 150 Beiträge)
Profiautor (min. 150 Beiträge)
 
Beiträge: 154
Alter: 48
Registriert: 21 Dez 2009 17:52
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: keine - andere Blasenerkrankung
Hilfsmittel: ISK, DK, Vorlagen und Windeln

Beitrag #5 von matis » 07 Feb 2011 18:40


Auch die Folien der verschiedenen Inkoslips waren und sind nie gleich.
Die eine knistert mehr, die andere weniger. Die eine ist weicher, die andere härter.
Aber alle Folien sind zu einem gewissen Grad dehnfähig.
Das macht sie zum Teil flexibler und besser anpassbar.
Das bringt am Ende sogar wesentlich mehr, als irgendein eingearbeiteter Gummzug o.ä.!

Ein (beidseitiger) Verbund aus Folie+Fließ, Teflon+Fließ or whatever verringert so diese positive Eigeschaft.

@Stefan: Du schreibst, Du bevorzugst eine mit Flies beklebte Folie wegen den Klettverschlüssen.
Der Witz bei der einfachen Euron ist ja, dass sie trotz der Stoffstruktur normale Klebestreifen zum befestigen bieten.
Diese halten natürlich auf den Fasern schlechter, als auf der reinen Folie.

Und anders herum:
Klettverschlüsse könnte man auch auf Folienslips einführen. Nehmen wir wieder Tena Slip als Beispiel. Dort müsste man nur die aufgeklebte Zusatzfolie, auf denen man die Klebenstreifen sonst aufbringen und sogar korrigieren kann, durch einen stoffähnlichen Streifen ersetzen.
Dann könnten sie Klettverschlüsse statt Klebestreifen einführen.

Ich meine mich zu erinnern, sowas auch bei den Babies im Bekannten- und Verwandtenkreis vor einigen Jahren gesehen zu haben, also die Kombi Folie+Klett, noch bevor die meisten Kinderwindeln auf eine komplette stoffähnliche Außenhaut umgestellt wurden.
Benutzeravatar
matis
(Themenstarter)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 47
Bilder: 4
Alter: 41
Registriert: 21 Jan 2011 17:30
Wohnort: Velbert / NRW Bergisch-Land
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Dranginkontinenz
Hilfsmittel: Tena Slip (Alternativ o. erg.: Attends Slip Active, Tena Men Level 4)

Beitrag #6 von matis » 07 Feb 2011 18:52


Ist der Textil-Hype nicht nur in der Diskretion der Slips zu begründen?


Oft geht es ja den Leuten kopfmäßig darum, das Hilfsmittel nicht als Windel zu erkennen und nicht mit dem zu verwechseln, das für Babies und Kleinkinder gedacht ist.

Ganz logisch und nüchtern betrachtet, geht das natürlich nicht.
Zumal die Kinderwindeln heute auch alle "stoffig" sind.
Vielleicht eine Ausnahme: Wenn die Blasenschwäche sehr leicht ist. Dann betuppen sich vor allem Frauen innerlich damit, eine Damenbinde oder Slipeinlage zu tragen, auch wenn es eine Tena Lady ist.

Ganz rein auf die Diskretion bezogen kann da ein Fließ über der Folie keinen Unterschied machen.
Ein Inkoslip ist fühlbar keine Unterhose, auch wenn man sich irgendwann daran gewöhnt und sogar mal vergessen kann, dass man sie trägt.
Nackig nur mit Inkoslip rennt keiner rum.

Wenn ich da meine normale Unterhose + Jeans drüber trage, hört man auch das stärkere Knistern eines Tena Slips nicht mehr. Attends Slip ist sogar ohne Zusatzflies ruhiger als der Euron Slip mit Außenflies.

Diskretion heißt hier, dass man sie unter der Kleidung nur wenig bis gar nicht wahrnehmen kann.
Ist die Form falsch (im Bezug zum tragenden Körper), generell zu dick, zu gradlinig oder wird apprubt dicker/dünner, zeichnet sich der Inkoslip unter der Kleidung zu deutlich ab.

Meine Frau, die weiß, worauf sie gucken muss, sieht zum Beispiel bei mir eine Tena Pants Super unter der Kleidung eher, als den Tena Slip Super.
Ganz einfach, weil das Saugkissen vorne schmaler aber dicker und hinten quadratisch ist.
Wird der Körperform gefolgt (hinten Po), wie beim Tena Slip, sieht es über der Kleidung natürlicher aus.
"Man hat der am Arsch zugenommen", könnten einige Leute denken.
Aber was Quadratisches hat man normalerweise nicht in der Hose ;-)
Benutzeravatar
matis
(Themenstarter)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 47
Bilder: 4
Alter: 41
Registriert: 21 Jan 2011 17:30
Wohnort: Velbert / NRW Bergisch-Land
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Dranginkontinenz
Hilfsmittel: Tena Slip (Alternativ o. erg.: Attends Slip Active, Tena Men Level 4)


Zurück zu saugende Hilfsmittel

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron