Hilfsmittel bei Analatresie

Hier geht es um alle saugenden Hilfsmittel, angefangen von den Einlagen, über Vorlagen und Trainers bis hin zu den Inkontinenzslips.

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Hilfsmittel bei Analatresie

Beitrag #1 von Kartenlegerin » 30 Jan 2012 13:55


Hallo,
ich würde gerne wissen ob es hier jemanden mit Analatresie gibt und wenn ja welche Hilfsmittel er/sie bekommt.

Ich habe seit Jahren Streitereien mit meiner Krankenkasse und deren Hilfsmittelfirma.

Man genehmigt mir Paristeen anale Irrigation und früher auch Binden.

Die Binden halten nicht genug ab und da ich dies bemängelt habe bekomme ich eben gar keine saugenden Hilfsmittel.

Wenn ich die anale Irrigation durchführen will benötige ich leider auch eine Vorlage da bei mir der Rest des Stuhls im Darm durchs Laufen entleert.
Die anale Irrigation soll 48 Stunden vorhalten ... leider traue ich mich nicht auf die Straße denn bei mir hält das nur 3- 12 Stunden vor. Mich nehmen wenn ich eingemacht habe öffentliche Verkehrsmittel nicht mit.

Obwohl ich in meinem Haus einkaufen kann pro Monat.
Meine Krankenkasse begründet jedoch, dass die Binden ausreichen müssen da es für mich keinen Grund gäbe die Wohnung zu verlassen.

Ich lebe jedoch allein und würde auch gerne arbeiten.

Danke im voraus.
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Beitrag #2 von Helmut » 30 Jan 2012 14:11


Hallo Kartenlegerin,

erst mal herzlich willkommen bei uns hier im Forum, ich wünsche dir viel Spass beim durchstöbern unserer Seiten und Foren. :sm13:

Ja es gibt hier einige mit Analatresie und soweit mit bekannt ist, machen fast alle die Irrigation und verwenden zusätzlich Windeln oder Pants.

Du solltest vielleicht etwas an deiner Irrigationstechnik arbeiten, normal sollte es schon 24-30 Stunden reichen. Probiere mal andere Wassermengen und/oder mehr Spülzyklen, das sollte helfen. Du kannst den Stuhl auch mit indischen Flohsamenschalen andicken, dann ist er leichter kontrollierbar. Ich selber mache auch die Irrigation, bei mir reicht es den ganzen Tag, nur selten mal Unfälle und wenn dann kommt nur etwas Flüssigkeit.

Das verstehe ich nicht warum du keine passenden Einlagen oder Windeln von deiner Kasse bekommst, du hast bei deiner Diagnose einen Anspruch darauf, oder bist du privat Versichert?

Die gesetzlichen Krankenkassen müssen dir die entsprechenden Hilfsmittel genehmigen damit du am gesellschaftlichen Leben teilhaben kannst! Lasse dir von deinem Proktologen ein Rezept für stärkere Einlagen oder Windeln mit entsprechender Diagnose ausstellen, dann muss die Kasse zahlen. Wenn nicht, dann lege schriftlich Widerspruch ein, dann müssen sie es begründen.


Viele Grüße Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #3 von Kartenlegerin » 30 Jan 2012 16:04


Hallo Helmut,
danke für die schnelle Antwort.

Mir wurden Pants verschrieben.
Ich hatte bereits ein Gespräch mit einem Mitarbeiter der Krankenkasse und einer Mitarbeiterin der Hilfsmittelfirma sowie meiner Freundin.
In diesem Gespräch wurde mir mitgeteilt, dass ich keinen Anspruch auf Hilfsmittel habe da es keinen Grund gibt meine Wohnung zu verlassen.
Ich kämpfe nun schon seit Jahren und bin kraftmäßig am Ende.

Die Irrigation bringt mir nicht viel denn ohne Hilfsmittel kann ich sie ja nicht anwenden.
Seit einiger Zeit pfeift die Flasche und ich kann nur noch 200 ml einlaufen lassen.

Es ist mir ein Rätsel wie das Ergebnis so lange anhalten soll! Bei mir wird die Darmentleerung durchs Laufen aktiviert.
Auch wenn ich die Darmentleerung mache muss ich noch eine Weile Zuhause bleiben weil immer noch etwas nach kommt.
Wenn ich dann loslaufe kommt oftmals noch ein Rest Stuhl der leider nicht nur aus ein wenig Flüssigkeit besteht.

Wenn ich dann unterwegs etwas esse und weiterlaufe habe ich wenn ich Pech habe 1 Stunde später wieder Stuhl.
An Wassermengen habe ich alles bi 1l ausprobiert aber länger als 12 Stunden hat es nie gehalten. Verlassen kann ich mich aber nicht darauf.

Gruß
Martina
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Beitrag #4 von Helmut » 30 Jan 2012 16:50


Hallo Martina,


Kartenlegerin hat geschrieben:Ich hatte bereits ein Gespräch mit einem Mitarbeiter der Krankenkasse und einer Mitarbeiterin der Hilfsmittelfirma sowie meiner Freundin.
In diesem Gespräch wurde mir mitgeteilt, dass ich keinen Anspruch auf Hilfsmittel habe da es keinen Grund gibt meine Wohnung zu verlassen.

Also wenn ich sowas schon höre dann geht mit der Hut hoch. :aerger:

Darf ich fragen welche Kasse und welche Hilfsmittelfirma das war?

Es kann dir keine Kasse oder Lieferant von Hilfsmitteln verbieten deine Wohnung zu verlassen, du hast bei den gesetzlichen Kassen auf alle Fälle einen Anspruch auf Einlagen und Windeln, bedingt auch Pants (ggf. mit Aufzahlung). Schon deswegen weil du nur mit entsprechenden Hilfsmitteln am gesellschaftlichen Leben teilhaben kannst, hast du Anspruch. Das geht schon los wenn du zum einkaufen gehst oder du ins Kino willst, gehört alles dazu.

SGB V §33 Hilfsmittel
(1) Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit Hörhilfen, Körperersatzstücken, orthopädischen und anderen Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen oder nach § 34 Abs. 4 ausgeschlossen sind. Der Anspruch auf Versorgung mit Hilfsmitteln zum Behinderungsausgleich hängt bei stationärer Pflege nicht davon ab, in welchem Umfang eine Teilhabe am Leben der Gemeinschaft noch möglich ist; die Pflicht der stationären Pflegeeinrichtungen zur Vorhaltung von Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln, die für den üblichen Pflegebetrieb jeweils notwendig sind, bleibt hiervon unberührt. Für nicht durch Satz 1 ausgeschlossene Hilfsmittel bleibt § 92 Abs. 1 unberührt. Der Anspruch umfasst auch die notwendige Änderung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung von Hilfsmitteln, die Ausbildung in ihrem Gebrauch und, soweit zum Schutz der Versicherten vor unvertretbaren gesundheitlichen Risiken erforderlich, die nach dem Stand der Technik zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit und der technischen Sicherheit notwendigen Wartungen und technischen Kontrollen. Wählen Versicherte Hilfsmittel oder zusätzliche Leistungen, die über das Maß des Notwendigen hinausgehen, haben sie die Mehrkosten und dadurch bedingte höhere Folgekosten selbst zu tragen.
(2) Versicherte haben bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres Anspruch auf Versorgung mit Sehhilfen entsprechend den Voraussetzungen nach Absatz 1. Für Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, besteht der Anspruch auf Sehhilfen, wenn sie auf Grund ihrer Sehschwäche oder Blindheit, entsprechend der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Klassifikation des Schweregrades der Sehbeeinträchtigung, auf beiden Augen eine schwere Sehbeeinträchtigung mindestens der Stufe 1 aufweisen; Anspruch auf therapeutische Sehhilfen besteht, wenn diese der Behandlung von Augenverletzungen oder Augenerkrankungen dienen. Der Gemeinsame Bundesausschuss bestimmt in Richtlinien nach § 92, bei welchen Indikationen therapeutische Sehhilfen verordnet werden. Der Anspruch auf Versorgung mit Sehhilfen umfaßt nicht die Kosten des Brillengestells.
(3) Anspruch auf Versorgung mit Kontaktlinsen besteht für anspruchsberechtigte Versicherte nach Absatz 2 nur in medizinisch zwingend erforderlichen Ausnahmefällen. Der Gemeinsame Bundesausschuss bestimmt in den Richtlinien nach § 92, bei welchen Indikationen Kontaktlinsen verordnet werden. Wählen Versicherte statt einer erforderlichen Brille Kontaktlinsen und liegen die Voraussetzungen des Satzes 1 nicht vor, zahlt die Krankenkasse als Zuschuß zu den Kosten von Kontaktlinsen höchstens den Betrag, den sie für eine erforderliche Brille aufzuwenden hätte. Die Kosten für Pflegemittel werden nicht übernommen.
(4) Ein erneuter Anspruch auf Versorgung mit Sehhilfen nach Absatz 2 besteht für Versicherte, die das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben, nur bei einer Änderung der Sehfähigkeit um mindestens 0,5 Dioptrien; für medizinisch zwingend erforderliche Fälle kann der Gemeinsame Bundesausschuss in den Richtlinien nach § 92 Ausnahmen zulassen.
(5) Die Krankenkasse kann den Versicherten die erforderlichen Hilfsmittel auch leihweise überlassen. Sie kann die Bewilligung von Hilfsmitteln davon abhängig machen, daß die Versicherten sich das Hilfsmittel anpassen oder sich in seinem Gebrauch ausbilden lassen.
(6) Die Versicherten können alle Leistungserbringer in Anspruch nehmen, die Vertragspartner ihrer Krankenkasse sind. Hat die Krankenkasse Verträge nach § 127 Abs. 1 über die Versorgung mit bestimmten Hilfsmitteln geschlossen, erfolgt die Versorgung durch einen Vertragspartner, der den Versicherten von der Krankenkasse zu benennen ist. Abweichend von Satz 2 können Versicherte ausnahmsweise einen anderen Leistungserbringer wählen, wenn ein berechtigtes Interesse besteht; dadurch entstehende Mehrkosten haben sie selbst zu tragen.
(7) Die Krankenkasse übernimmt die jeweils vertraglich vereinbarten Preise.
(8.) Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, leisten zu jedem zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgegebenen Hilfsmittel als Zuzahlung den sich nach § 61 Satz 1 ergebenden Betrag zu dem von der Krankenkasse zu übernehmenden Betrag an die abgebende Stelle. Der Vergütungsanspruch nach Absatz 7 verringert sich um die Zuzahlung; § 43b Abs. 1 Satz 2 findet keine Anwendung. Die Zuzahlung bei zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln beträgt 10 vom Hundert des insgesamt von der Krankenkasse zu übernehmenden Betrags, jedoch höchstens 10 Euro für den gesamten Monatsbedarf.
(9) Absatz 1 Satz 5 gilt entsprechend für Intraokularlinsen beschränkt auf die Kosten der Linsen.



Ich hoffe du hast vom Arzt ein Rezept für die Hilfsmittel und notfalls auch ein Attest vom Arzt wo er begründet dass du die Hilfsmittel brauchst. Und noch ein Tipp, mache alles nur in Schriftform, dann kann sich hinterher keiner raus reden er hätte das so nie gesagt! :fleissig:


Hast du es bei der Irrigation schon mit mehreren Spülzyklen hintereinander versucht, das bringt meistens deutlich mehr als einmal mit größerer Wassermenge?

Seit einiger Zeit pfeift die Flasche und ich kann nur noch 200 ml einlaufen lassen.

Wie meinst du das, ist dein Irrigationsgerät defekt?


Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #5 von Kartenlegerin » 30 Jan 2012 19:08


Es handelt sich um die Barmer und Mohage.

Einlagen reichen bei mir leider nicht aus und Windeln kann ich nicht nehmen.
Also bleiben nur noch Pants. Ich habe aber keine 60 € die ich dazuzahlen kann!!!
Deshalb kam die Antwort, dass es keinen Grund gibt, dass ich meine Wohnung verlasse.

Ich habe eine entsprechende Dauerverordnung und meine Ärztin selbst hat sich mit meiner Krankenkasse in Verbindung gesetzt.
Sie hat wohl ähnlich dumme Antworten bekommen.
Ausserdem habe ich mich mit schriftlich Beschwerde beim Vorstand der Barmer eingereicht und mich mit der BVA in Verbindng gesetzt welche Einsicht in meine Akte bei der Barmer nehmen will.

Man hat mir angeboten mir anstatt der Hilfsmittel etwas mehr als 20 € monatlich auszuzahlen. Dies sei der Betrag der zur Verfügung stände.

Man hat mir versichert, dass man mich gar nicht mehr beliefert wenn ich bei der Lieferung nicht anwesend bin. Einen Termin wann Hilfsmittel geliefert werden kann man mir nicht nennen.


Ich habe also einiges durch!


Nein habe ich nicht. Das Ding pfeift ja schon eine Weile und ich sitze dann ewig auf der Toilette.
Wenn ich dann aufstehe und ins Wohnzimmer gehe geht es prompt los egal ...wielange ich gewartet habe. Ich kann mir nicht meine Auslegware versauen! Ich lasse mir die Irrigation frühesstens dann verschreiben wenn ich wieder Vorlagen habe.

Mir ist nicht klar wie ihr die Aufpreise bezahlen könnt! Ich müßte mehr als 60 € zahlen!
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Beitrag #6 von Sarah » 30 Jan 2012 22:05


Indem wir die Schweinerei mit den Ausschreibungen nicht mitmachen höhö ;)

Du hast im Endeffekt 2 Möglichkeiten um dich durchzusetzen.
1. Du gehst zu deiner/m Hausarzt/ärztin oder Urologe/in und holst dir ein haargenaues Rezept mit dem Hilfsmitteln die du benötigst.
z.b. auf meinem steht:
-Wegen Harninkontinenz - Zur Ermöglichung
der Teilnahme am gesellschaftichen Leben
-Attends Slip Active 10M 112 Stück = 1 OP
Jahresbedarf ca. 16 OP*
-15.25.03.1217


Erklärung dazu:
-Grund
-Hilfsmittel + Menge
-Jahresbedarf
-Hilfsmittelnummer

aut idem muss durchgestrichen sein.

Damit muss dir der Lieferant dieses Hilfsmittel liefern, wenn er es nicht kann, kannst du dir eine andere Firma suchen.

Unter Umständen kann sich das ganze aber recht lange ziehen, bzw die KK stellt sich dann wieder quer mit den Kosten, etc.

2. Möglichkeit wäre die KK zu wechseln. Da musst du dich nur kurz schlaumachen, welche in der Hinsicht im Moment am besten ist, ich weiss es selbst nicht.


Bezüglich der Irrigation, lass es dir notfalls nochmal genau erklären, bzw schreibs dir auf, so schwer ist das ja nicht ;)
Im Endeffekt müsstest du mit mehreren Spülzyklen eine Kontinenz von mind. 12-24 Std erreichen.
Die paar Minuten "extra" auf der Toilette sind wohl wesentlich erträglicher als die Alternative, oder nicht *hust* ?


lg sarah
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Beitrag #7 von Struppi » 31 Jan 2012 00:55


Hallo Kartenlegerin,

Sarah hat ja schon alles Wichtige gesagt; auf das Rezept kommt es an und darauf, sich vom Lieranten nicht alles bieten zu lassen. Ggf. und wenn die Einkommenslage schwach ist, gibt es bei einem Anwalt (am besten spezialisiert auf Sozialrecht) eine Beratungs- und auch Prozeßkostenhilfe - hier anwaltliche oder die Hilfe von den Sozialverbänden in Anspruch nehmen kann Dich enorm entlasten und die Sache erheblich beschleunigen.

Einlagen reichen bei mir leider nicht aus und Windeln kann ich nicht nehmen.


Klar, Einlagen sind ungeeignet bei Stuhlinko... warum kannst Du dann keine Inkoslips nehmen? Sind es die Kosten (Pants sind ja erheblich teuerer in der Aufzahlung) oder gibt es noch andere Gründe?

Zur Irrigation kann ich nur sagen: Die Kosten für ein neues Gerät sind für Dich zuzahlungsfrei und belasten auch nicht das Budget des Arztes - es gibt keinen Grund für Dich, Dir nicht eine neue Pumpe verordnen zu lassen.

Zur Irrigation selbst: Du solltest unbedingt an der Sache dranbleiben, dauerhafte Erfolge stellen sich erst nach ca. 4 Wochen konsequenter Anwendung ein. Dazu gehört auch, dass man mit der Abführzeit, der Wassermenge und der Temperatur "herumprobieren" muss, bis man "sein Ding" dabei gefunden hat. Wenn das allerdings erstmal geklappt hat, gibt es kein besseres Mittel zur Herstellung einer Stuhlkontinenz.

Gruß

Hannes
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Beitrag #8 von Kartenlegerin » 04 Feb 2012 09:31


Danke ihr Beiden!

Meine Hausärztin hat mir eine Dauerverordnung ausgeschrieben wie Sarah es geschrieben hat, jedoch mit der täglichen Bedarfsmenge.
Mohage hat diese Hilfsmittel, sieht aber keinen Bedarf da ich ja meine Wohnung nicht verlassen muss ... das sagt jedenfalls der Herr von der Barmer.

Man wollte bis zum vergangenen Dienstag eine Entscheidung getroffen und sich bei meiner Ärztin gemeldet haben. Dies ist auch wieder nicht geschehen. Ich gehe also davon aus, dass weiterhin nichts passiert.

Mit der Irrigation komme ich nicht klar und finde auch keinen Arzt der sie mir erklären kann.

Die Ärztin eines Krankenhauses hat sie mir ohne Darmuntersuchung verschrieben.
Eine Krankenschwester hat es mir Wochen später erklärt. Dabei hat sie vergessen mir zu erklären, dass der Ballon nass gemacht werden muss, hat mir jedoch die Irrigation mit Wasser und Öl empfohlen. Mit dieser Ölmioschung ging es gar nicht.

Ich habe mir dann eine Proktologin gesucht die mir gesagt hat, dass die Irrigation immer weh tun muss. Als ich ihr dann gesagt habe, dass sie wohl keine Ahung hat war sie beleidigt.
Hat mich später jedoch angerufen und mir gesagt, dass es etwas ganz neues gibt bei dem ich 2 Monate keinen Stuhlgang hätte und dass ich dazu zur Beratung in ein anderes Krankenhaus solle. Dass ist viel zu weit weg. Da komme ich nicht hin ohne Hilfsmittel.

Dann habe ich eine Beraterin gefunden die es mir richtig erklärt hat.

Eine regelmäßige Entleerung kann bei mir wegen der häufigen Entzündungen nicht geben.
Entweder habe ich Schmerzen oder der Ballon rutscht einfach wieder raus, was auch nicht angenehm ist.

Ich sitze zur Darmentleerung ca. 1,5 Stunden auf der Toilette um mir dann die Wohnung zu versauen weil bei mir die Darmtätigkeit durchs Laufen angeregt wird.
Von ein paar Minuten kann also keine Rede sein und da meine Kunden ja zu mir kommen müssen geht das nicht ohne saugenden Hilfsmittel.

Wie meint ihr das mit den mehreren Spülzyklen? Benutzt ihr einen Katheder mehrfach? Mir ist mal einer im Darm geplatzt. Das möchte ich nicht noch einmal erleben!

Bei mir kennen die Ärzte die sich angeblich auskennen nur die Möglichkeit der wiederholten Operation, sagen aber gleich, dass es mir dann nicht besser sondern anders geht.
DIe neuen Problematiken die dann auftreten würden kann mir mir nicht nennen. Ich soll also wieder Versuchskaninchen sein, was ich ablehne.

Inkontinenzslips hat mir niemand angeraten ... kenne ich mich nicht mit aus.

Gruß
M.
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Beitrag #9 von Kartenlegerin » 04 Feb 2012 09:39


Da fällt mir ein, dass mir Netzschlüpfer mit großen Einlagen angeboten wurden.
Da ist mir der Stuhl hinten den Rücken hochgekrochen bis in den Pullover.
Beim Ausziehen des Netzschlüpfers ist mir der Inhalt der Einlage auf den Boden gefallen.
Das war mehr als daneben.
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Beitrag #10 von Sebald » 04 Feb 2012 12:53


Hallo!

Mir ist völlig schleierhaft, wie die Kasse als auch Mohage auf die Begründung kommen, Du müßtest ja nicht das Haus/die Wohnung verlassen. Jeder muß das! Schon allein diese Aussage, auf der ja eine ganze Ablehnungstaktik begründet, würde ich nie (!) so hinnehmen.

Deine Ärztin hat dir etwas verordnet - das ist bindend. Da kann der Sachbearbeiter sonstwas erzählen und Mohage erst recht.

Bist Du eventuell im VDK? Vielleicht solltest Du dort einmal einen Beratungstermin ausmachen. (Zur not besorgst Du Dir vorher per Bemusterung durch die Firmen ein paar größere Slips...)

Beste Grüße,
Sebald
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