Waschbare Inko-Hosen / Unterwäsche. Weshalb nicht etabliert?

Hier geht es um alle saugenden Hilfsmittel, angefangen von den Einlagen, über Vorlagen und Trainers bis hin zu den Inkontinenzslips.

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Re: Waschbare Inko-Hosen / Unterwäsche. Weshalb nicht etabliert?

Beitrag #11 von Frankfurter » 04 Jun 2017 17:31


Naja, da haben wir ja wieder eines der ewig diskutierten Themen.
Was mich allerdings verwundert sind immer wieder solche Aussagen, wie "man sollte sie aus dem Verzeichniss streichen".
Es gibt sicher für alles Vor- und Nachteile. Auch sind die individuellen Anforderungen, Schwere und Ausprägung der Inkontinenz und so weiter durchaus verschieden, so das es niemals DAS passende Produkt für alle geben kann.
Mir sind häufiger Kondomurinale angeraten worden. Ich mag diese Versorung aber nicht. Der Gedanke an die Schläuche und Beutel finde ich persönlich schrecklich. Einweg ist natürlich einfacher im Handling und punktet wohl auch bei sehr schwerer Inkontinenz, da waschbare Produkte in der Tat nicht so schnell saugen wie chemische Zusatzstoffe in den Einwegslips und Einlagen.
Ich persönlich mag aber Einwegprodukte aus Überzeugung (egal für welche Anwendung, also auch bei Verpackungen und sonstigen Gebrauchsgegenständen) überhaupt nicht. Schon daher benutze ich waschbare Inkontinenzslips.
Obendrein sind die atmungsaktiven Einwegprodukte aus meiner Erfahrung zwar innen trockener, dafür fühlt sich die Außenseite oft klamm an.
Ich denke da muss jeder das für sich passende Produkt finden.
Allerdings würde ich es befremdlich finden, aus meiner Sicht heraus ein Streichen der Einwegprodukte aus dem Hilfsmittelverzeichniss zu fordern.
Das klingt schon ein wenig bevormundend oder gar oberlehrerhaft.
Ich persönlich finde es erheblich fortschrittlicher, Produkte, soweit möglich, zum Mehrfachgebrauch herzustellen und zu verwenden.
Da würde die Industrie nur weniger dran verdienen, weshalb es den Lobbyisten, die ständig heimlich unserer Politiker umschwärmen, wohl nicht in den Kram passen würde.
Klingt jetzt auch etwas stärker formuliert, ich würde allerdings dafür werben wollen, alle Meinungen respektvoll zu achten um sich dann seinen eigenen, individuell passenden Weg zu suchen.
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Re: Waschbare Inko-Hosen / Unterwäsche. Weshalb nicht etabliert?

Beitrag #12 von Greg O » 10 Jun 2017 09:56


xja hat geschrieben: Leider musste ich feststellen, dass nach 1 - 1,5 Jahre bei den Windeln die Klettverschlüssse nicht mehr halteten. Tja. Wenn man dann ausrechnet wie viele Waschgänge eine Windel hatte. Kam ich auf etwa 40 - 60 Waschgänge.


Es gibt ja glücklicherweise auch Stoff-Windelsysteme zum Knöpfen oder zum nur hineinschlüpfen.
Die halten ewig.

Ich habe die Waschgänge des letzten Modells nicht gezählt aber eine davon hielt Jahrelang und die andere hatte an einer Stelle wohl einen Teil der Beschichtung verloren, weil wir das falsche Waschmittel verwendet hatten.

Und das waren Modelle die wir online bestellt hatten!

Die "Inko-Unterhosen" aus Supermarkt oder Sanihaus waren meist unbrauchbar.
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Re: Waschbare Inko-Hosen / Unterwäsche. Weshalb nicht etabliert?

Beitrag #13 von Greg O » 10 Jun 2017 10:07


Frankfurter hat geschrieben:Mir sind häufiger Kondomurinale angeraten worden. Ich mag diese Versorung aber nicht. Der Gedanke an die Schläuche und Beutel finde ich persönlich schrecklich.
Ich persönlich finde es erheblich fortschrittlicher, Produkte, soweit möglich, zum Mehrfachgebrauch herzustellen und zu verwenden.
.


Auch weil das Sexualleben extrem leiden würde, wenn wir an den Kondom-Urinalen herumfrickeln müssten.
Und das ankleben... *uärks!*

Aber zurück zum eigentlichen Thema:
Genau dies war mein Gedanke!
Eine ausgewogene Versorgung, vielleicht ein gutes Mittelmaß an Einweg- und Mehrweg-Versorgung würde viel Erleichterung und Komfort bieten!

Weniger überquellende Hausmülltonnen, weniger Geruchsbelastung und auf Dauer deutlich kostengünstiger.


Ich muss auch sagen:
Die Kombination aus (mittelmäßig guter) Inko-Unterwäsche und Saugeinlagen hat insofern gut funktioniert, dass ich gemerkt habe dass nur einpaar Ecken und Kanten ausgebessert werden müssten und es wäre ideal und alltagstauglich!
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Re: Waschbare Inko-Hosen / Unterwäsche. Weshalb nicht etabliert?

Beitrag #14 von Christian Albrecht » 27 Dez 2017 10:05


Greg O hat geschrieben:Etwas das mich sehr wundert ist:
Weshalb gibt es keine wirklich guten Inko-Hosen aus Baumwolle (o.ä.) mit einem waschbaren Saugkern?
Oder einem austauschbaren Stoffkern?


Gibt es, wenn man etwas mehr investieren will als Spezialanfertigungen.

Ich kann mich manchen Kommentaren hier ganz und garnicht anschliessen,
wir nutzen "Billig"-Stoffwindelhosen-Systeme (China-Import) und sind absolut zufrieden mit der Saugleistung.

Manchmal müssen die öfters gewechselt werden,
aber öfters wechseln nehmen wir für ein besseres Hautbild und weniger Verbrauch in Kauf!
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