beim einkaufen...

Hier geht es um alle saugenden Hilfsmittel, angefangen von den Einlagen, über Vorlagen und Trainers bis hin zu den Inkontinenzslips.

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beim einkaufen...

Beitrag #1 von tanja74 » 29 Sep 2004 15:37


hallo,

ich habe heute festgestellt, daß ich nicht alleine bin!

ich war einkaufen in der stadt und wie ich an der kasse stehe, kruschtelt eine frau vielleicht meines alters mit kinderwagen in ihrer tasche nach der geldbörse. und was seh ich in der tasche? eindeutig zwei tena-slips! um die hüfte hatte sie eine strickjacke gebunden, so daß ich nichts erkennen konnte.

ich hab mir echt gedanken gemacht und war kurz davor, sie anzusprechen, bin ihr auch ein kleines stück hinterhergelaufen. aber was hätte ich sagen sollen? das wäre sicher peinlich geworden, für uns beide. aber ein bissel ärger’ ich mich schon über mich...

habt ihr schon was ähnliches erlebt?

liebe grüße von
tanja
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Beitrag #2 von Ramona » 29 Sep 2004 19:14


Erlebt habe ich so etwas noch nicht. Ich glaube aber, daß ich die Frau angesprochen hätte. Zuerst hätte ich sie wissen, daß ich auch betroffen bin. Dann hätte ich sie darauf aufmerksam gemacht, daß man die Windeln trotz Vorsicht sehen konnte. Manchmal bekommt man das ja selber nicht so mit. Daher habe ich mittlerweile ein Beutel mit Reißverschluß, wo ich meinen Ersatz drin habe für unterwegs.

Gruß Ramona
GESTERN ist vorbei,
MORGEN ist noch nicht da
und HEUTE hilft der Herr.

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tenas in tasche

Beitrag #3 von klaro (+16.05.2008) » 29 Sep 2004 19:35


halo Tanja
na, also ich versteh dich, dass du sie am liebsten angesprochen hättest. Hätte unter Umständen interessantes Gespräch werden können. Aber herje, warum solte sie tena pants verstecken in der Tasche.WEr Tena pants kent, weiss, dass die zimlich neutral aussehen. Das erkennt nru jemand, der sie kennt. Und eben, wer sie kennt, braucht es entweder selber auch oder hat mindesdens verständnis dafür.

Muss ich jetzt meine Tasche so Blick - Sciher machen?? Nur weil jemand es gukken könnte??
Ne, das wäre mir also echt zu blöd. Ich verpack dasa >zeug schon, aber nciht ganz immer. UNd über diese schamgrenze , bin ich mindestens drüberweg.

Aber das mit der Jacke, um die Hüfte gebunden, sit doch ne gute Idee. Damit erübrigt sich der blöde Kontrollgriff anch hinten, :lol:

klaro :fleissig:
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Windeln entdeckt...

Beitrag #4 von Hansi » 09 Jan 2005 09:30


ich habe schon öfter mal bei Frauen Windeln entdeckt, wenn ich mir dessen auch nicht immer ganz sicher war.
Schließlich will, wer Windeln trägt, das ganze auch kaschieren und verhindern, daß es andere mitbekommen. Ich persönlich würde mich auch schämen, wenn mich jemand drauf ansprechen würde.
Leider gibt es aber Situationen (z.B. Fitness), wo man die Windeln nicht verstecken kann.
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Beitrag #5 von mehlbox2001 » 09 Jan 2005 16:31


Hallo zusammen,

vielleicht bin ich ja zu sehr Hanseat, aber spricht man Leute darauf an, wenn man was in ihrer Tasche sieht? Ich fänd das ja ausgesprochen indiskret ...

Ich seh bei uns in der wärmeren Jahreshälfte öfter mal offene Windeltüten -- aber dazu muss man wissen, dass ich direkt neben einem Seniorenheim wohne, die Lieben manchmal für den einen Kilometer zum Supermarkt eine Stunde brauchen mit der Gehhilfe, und da halt manchmal eine Tüte im Körbchen liegt. Ob aus Schusseligkeit oder als "Entschuldigung", wenn mal was danebengeht, kann ich nicht sagen und würd ich auch nie fragen.

Andreas
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Beitrag #6 von der Blinki » 09 Jan 2005 18:34


Moin,Moin.

ich kann andreas nur zustimmen.

ich denke man kann über solche sachen einfach hinweg sehen.
Die betroffenen von inkontinenz wissen warum man immer eine in reserve dabei haben sollte. :mrgreen: :mrgreen:

Aber ich kann den anderen usern nur zustimmen . wenn man jemanden darauf anspricht , kommt man sehr schnell an die schamgrenze.
die frage wäre nur ob man dann eine richtige und ehrliche antwort bekommen würde.

Marco
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Beitrag #7 von Helmut » 10 Jan 2005 23:59


Hallo tanja,

also mal ehrlich, ein Inko würde unter normalen Umständen keinen anderen Inko darauf in der Öffentlichkeit ansprechen, nur weil er vielleicht entsprechende Hilfsmittel in seiner Tasche gesehen hat. Selbst im Sommer zum Beispiel wenn einem die Windel etwas unter dem T-Shirt rausschaut, würde ich die betreffende Person sicher nicht darauf ansprechen, es sei denn, die Hose hätte verdächtig nasse Flecken. Aber in diesem Fall würde ich vielleicht auch nur sagen, daß die Hose hinten einen Fleck hat und nicht weiter darauf eingehen.

Für uns Inko's ist die Privatsphäre genauso wichtig, wie für jeden anderen Menschen auch. Mir währe es schon sehr peinlich, wenn mich jemand Fremder auf der Straße anspricht und mir sagt, daß meine Windel hinten aus dem T-Shirt rausschaut.

Gruß Helmut :wink:
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Beitrag #8 von eckhard11 » 11 Jan 2005 08:56


Für uns Inko's ist die Privatsphäre genauso wichtig wie für jeden anderen Menschen auch. Mir wäre es schon sehr peinlich, wenn mich jemand Fremder auf der Straße anspricht und mir sagt, daß meine Windel hinten aus dem T-Shirt rausschaut.


Also diese Einstellung verstehe ich nun gar nicht :

Gesetzt den Fall, ich hätte nach dem Pinkeln vergessen, meinen Hosenstall zu schließen.
( Und eine unter dem T-Shirt herauschauende Windel ist sicherlich nicht peinlicher... )

Da wäre es mir viel, viel lieber, jemand machte mich darauf aufmerksam und ich würde nicht noch länger mit offener Hose herumlaufen, als daß es mir zu peinlich wäre, daß es mir gesagt würde...
Anstatt froh zu sein, daß es Leute gibt, die einen aufmerksam machen, ( was für den Betreffenden sicherlich auch nicht einfach ist ), wird hier von "Peinlichkeit" geschrieben.
Geradeso, als würden manche lieber weiterhin mit herausschauender Windel herumlaufen als die "Peinlichkeit" zu erleben, darauf aufmerksam gemacht zu werden.

Mann-o-Mann, es fehlt bei Einigen doch eine gehörige Portion Selbstvertrauen.

Ich leg mich wieder hin .sleep:
Eckhard
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Beitrag #9 von Helmut » 11 Jan 2005 10:07


Hallo Eckhard,

ich hab mich wohl etwas falsch ausgedrückt, ich wollte damit nur sagen, daß es mir Peinlich währe, wenn jemand mich auf die Windel anspricht. Wenn jemand sagt, daß mein T-Shirt hinten aus der Hose rausschaut dann ist das ok für mich und micht daß die Windel rausschaut .....

Das wollte ich damit eigentlich zum Ausdruck bringen.

Gruß Helmut :oops:
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Brecht euer eigenes Tabu !

Beitrag #10 von Matti » 11 Jan 2005 15:30


Hallo,

Also, die Beiträge haben mich ein wenig nachdenklich gemacht. Auf der einen Seite kann ich gut verstehen das es den meisten hier peinlich ist das sie Inkontinenzhilfsmittel tragen, auf der anderen Seite ist doch genau dies der Ansatz des ganzen Bemühens des Vereins und dieses Forums: Raus aus dem Tabu Inkontinenz, Öffentlichkeitsaufklärung, Selbsthilfe.
Natürlich sind das große Ziele und die Überwindung dazu mit seiner Inkontinenz "öffentlich" umzugehen bedarf sicher viel Mut.
Als Rollstuhlfahrer habe ich es bestimmt einfacher mit der Akzeptanz meiner Inkontinenzprobleme als jemand der dem Anschein nach mitten im Leben steht ( sitze mitten im Leben).
Ich habe eine Selbsthilfegruppe gegründet und die einzige Möglichkeit das ich nicht alleine dasitze ist die Öffentlichkeitsarbeit. Das heißt ich muss mich OUTEN um anderen die Selbsthilfegruppe vorzustellen. Das geschieht z.b. durch Presseartikel oder Publikationen wo eine breite Masse quasi mitgeteilt bekommt das ich Inkontinent bin und ich muss euch sagen ich habe soviele positive Rückmeldungen bekommen.
Neulich im Supermarkt bin ich darauf angesprochen worden von einer mit völlig unbekannten Person. Es stellte sich heraus das es der Städtische Behindertenbeauftragte war (ohne Inkontinenz) der mein Engagement sehr gelobt hat.
Was ich eigentlich sagen will ist: Brecht euer eigenes Tabu im Kopf.
Wer hat den wirklich schon einmal erlebt das ihn jemand negativ auf seine Inkontinenzproblematik angesprochen hat. Wahrscheinlich die wenigsten. Und wie viele positive Rückmeldungen haben viele bekommen wenn sie sich jemanden Anvertraut haben? Sicher die meisten.
Inkontinenz ist ein Tabu, aber das tabu spielt sich auch in den Köpfen der Betroffenen ab, die Öffentlichkeit sieht das meist viel lockerer.
Ich war am 2. Januar Gast in einer Selbsthilfegruppe von MS Erkrankten. Nach gar nicht langer zeit wusste der halbe Saal das ich Inkontinent bin und keine einzige negative Reaktion habe ich erlebt, ganz im Gegenteil. Viele wollte Informationen und haben sich wirklich dafür Interessiert. Nicht weil sie selbst betroffenen waren sondern weil ich mich geöffnet habe. Lebensgeschichten können auch Interessant sein.


Gruß

Matti
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