Krankenkasse und Windeln

Hier geht es um alle saugenden Hilfsmittel, angefangen von den Einlagen, über Vorlagen und Trainers bis hin zu den Inkontinenzslips.

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Krankenkasse und Windeln

Beitrag #1 von Schmusebaer » 22 Nov 2004 17:58


Hallo,

Ich habe Post von meiner Krankenkasse bekommen. :(
Ich muss mich von meiner Versorgung durch die Apotheke mit Kolibri Comslip supra verabschieden, weil die Krankenkasse ein Vertrag mit der Firma Unizell gemacht hat.
Jetzt soll ich mich wieder durchtesten. :shock:
Vor einen halben Jahr habe ich erst wegen den Kosten von Tena maxi zu Kolibri gewechselt.
Außerdem habe ich von meiner Psychiaterin ein Dauerrezept.

Musss ich diesen Schwachsinn mitmachen ?
Ich zahle ja schon immer 10 EURO zu jeder Packung dazu.

Ich leide wegen meiner psychischen Erkrankung ( Depression und Schizotype Störung )
an Inkontinenz ( Bettnässen).
Leider finde ich im Internet nur wenige Informationen dazu.
Deshalb würde ich mir wünschen, dass vieleicht hier ein Forum für Psycho-Inkos aufgemacht wird.
Aus der Psychiatrie weiß ich, dass ich nicht alleine damit bin.

Alles Gute

Andreas
Ich habe Depression und bin z.T. Tags aber meistens Nachts inkontinent.
MeinArzt sagt, dass ich damit Leben müßte! ?
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Schmusebaer
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Beitrag #2 von Matti » 22 Nov 2004 18:26


Hallo Schmusebär, (hab ich auch noch niemanden genannt der Männlichen Geschlechts war :wink: )

Diese Information gibt das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung heraus:


Hilfsmittel
Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung haben Anspruch auf Versorgung mit Hilfsmitteln wie zum Beispiel Hörhilfen, Körperersatzstücke, Rollstühle oder Gehhilfen. Dieser Anspruch gilt dann, wenn die Hilfsmittel nötig sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen. Eingeschlossen ist auch die notwendige Änderung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung von Hilfsmitteln sowie die Ausbildung in ihrem Gebrauch.

Wenn für ein Hilfsmittel ein Festbetrag festgesetzt ist, trägt die Krankenkasse die Kosten bis zur Höhe dieses Betrages. Für andere Hilfsmittel übernimmt sie die jeweils vertraglich vereinbarten Preise. Die Preise für Hilfsmittel werden zwischen den Krankenkassen oder ihren Verbänden und den [ Leistungserbringern ] beziehungsweise deren Verbänden vereinbart.

Darüber hinaus können Krankenkassen auf der Grundlage von Ausschreibungen Verträge mit einzelnen Leistungserbringern zu niedrigeren Preisen bei gleicher Qualität abschließen. Im Falle derartiger Vertragsabschlüsse wird der Sachleistungsanspruch der Versicherten bei Hilfsmitteln auf die Höhe der Durchschnittspreise des unteren Preisdrittels der auf der Basis von Ausschreibungen vertraglich vereinbarten Preise begrenzt.

Die Begrenzung erfolgt allerdings nur in den Fällen, in denen Versicherten das Hilfsmittel zu diesem Durchschnittspreis in zumutbarer Weise zur Verfügung gestellt werden kann. Die Zumutbarkeit hängt insbesondere von der Art des Hilfsmittels und dem damit verbundenen individuellem Anpassungs- und Beratungsbedarf ab. Bei Hilfsmitteln mit individuellem Anpassungs- und Beratungsbedarf, zum Beispiel Prothesen, ist eine Zumutbarkeit nur bei Wohnortnähe anzunehmen.

Die Wahlfreiheit der Versicherten, auch Leistungserbringer in Anspruch nehmen zu können, die Hilfsmittel oberhalb des Durchschnittspreises des unteren Preisdrittels abgeben, wird - soweit es sich um zugelassene Vertragspartner der Krankenkasse handelt - nicht eingeschränkt.

Der in Anspruch genommene Leistungserbringer kann in diesen Fällen mit der Krankenkasse nur den Durchschnittspreis des unteren Preisdrittels, den die Krankenkasse mit einzelnen Leistungserbringern auf der Basis von Ausschreibungen abgeschlossen hat, abrechnen. Die Differenz zwischen diesem Durchschnittspreis und dem Abgabepreis des Leistungserbringers zahlt der Versicherte als Eigenanteil direkt an den abgebenden Leistungserbringer.

Die Krankenkassen sind verpflichtet, sowohl Versicherte als auch zugelassene Leistungserbringer über die Durchschnittspreise des unteren Preisdrittels der vertraglich auf der Grundlage von Ausschreibung mit einzelnen Leistungserbringern vereinbarten Preise zu unterrichten. Die Informationspflicht gegenüber den Leistungserbringern schafft die Voraussetzung dafür, dass die Versicherten über den Umfang der Kassenleistung sowie über einen gegebenenfalls zu zahlenden Eigenanteil durch die Leistungserbringer vor Inanspruchnahme eines Hilfsmittels informiert werden.

Auf Nachfrage informieren die Kassen Versicherte auch über Leistungserbringer, die Hilfsmittel zum Durchschnittspreis des unteren Preisdrittels der auf der Basis von Ausschreibungen vereinbarten Preise abgeben. Hiermit wird die für die Versicherten erforderliche Transparenz geschaffen, um sich preisgünstig von einem Leistungserbringer, der eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche sowie in der Qualität gesicherte Versorgung gewährleistet, im Rahmen der Sachleistung versorgen zu lassen. Den Versicherten wird damit die Möglichkeit gegeben, Kosten beziehungsweise Zuzahlungen bei gleicher Qualität der Hilfsmittel einzusparen.

Mit der Gesundheitsreform wurde der allgemeine Anspruch auf [ Sehhilfen ] eingeschränkt. Einen Leistungsanspruch haben nur noch Kinder und Jugendliche sowie schwer sehbeeinträchtigte Menschen. Therapeutische Sehhilfen, die der Behandlung von Augenverletzungen oder Augenerkrankungen dienen, werden allerdings weiter von den Kassen für alle Versicherten übernommen.

Darüber hinaus wurden die [ Zuzahlungen ] neu geregelt. Dabei gilt grundsätzlich für Hilfsmittel die generelle Zuzahlungsregelung von zehn Prozent, mindestens fünf Euro und höchstens zehn Euro. Bei den zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln (zum Beispiel Windeln bei Inkontinenz) ist eine Zuzahlung von zehn Prozent, höchstens jedoch zehn Euro für den Monatsbedarf der Indikation zu leisten. In jedem Fall gilt: Die Zuzahlungen müssen nur bis zur Höhe der jährlichen [ Belastungsgrenze ] geleistet werden.









Ein solches Forum ( Psychische Probleme mit oder wegen Inkontinenz ) existiert bereits. Ängste, Sorgen, Nöte ,da sind deine Probleme gut aufgehoben.

Grundsätzlich hast du eine freie Produktwahl. Der einzige Haken liegt in den Festbeträgen der Krankenkassen den sie für ein bestimmtes Versorgungssystem bezahlen. Das heisst das die meisten Qualitativ hochwertigen Produkte mit einer Aufzahlung ( nicht die Gesetzliche Zuzahlung ) verbunden sind.

Ein weg ist die Einzelfallentscheidung und die Einzelfallgenehmigung. Wenn du Plausibel machen kannst warum du gerade dieses Produkt bezorzugst hast du gar nicht so schlechte Chancen.
Der andere Punkt ist der Apotheker oder das Sanitätshaus. Es kommt auch darauf an wieviel Profit diese machen wollen. Wenn du verschiedene Anbieter abklapperst wirst du Erfahrungsgemäss einen finden der bereit dazu ist für den Festbetrag der Krankenkassen dir "dein" Produkt zu Liefern.
Allerdings werden zum 01.01.2005 wohl die Festbeträge erheblich gekürzt, dazu gibt es aber noch keine verbindliche Aussage.

Die Aussage deines Arztes, das du wohl damit Leben müsstest, halte ich für Quatsch.
Ich würde sie nur bei Organichen Ursachen gelten lassen und auch da nur bedingt, wer weiß was in 10 Jahren stand der Medizin ist. Bei einer Psychischen ( nicht Geistigen )Ursache halte ich diese Aussage für Unseriös.

Gruss

Matti[quote][/quote]
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Beitrag #3 von frosch » 22 Nov 2004 19:21


Hallo Andreas, hallo Matti!

Das Thema psychische Inkontinenz ist hier wirklich noch nicht so oft gefallen. Bei meiner Erkrankung gab es zumindest einen psychosomatischen Anteil.

Ich hoffe wir finden die Gelegenheit, uns darüber intensiver zu unterhalten.

Ich glaube Privatmail wäre gut.

Die Ergebnisse können wir dann ja hier veröffentlichen, um alle für das Thema zu sensibilisieren.

Lieber Gruß, René
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Beitrag #4 von Helmut » 22 Nov 2004 21:37


Hallo Andreas,

Matti hat im wesentlichen schon alles gesagt, nur noch eine Ergängung dazu. Du hast natürlich das Recht, das Produkt weiter zu verwenden, das du bis jetzt auch hattest. Nur ist es so, daß die Krankenkassen maximal den Festbetrag für die Windeln zahlen müssen, wenn aber der Apothekeer mehr verlangt, dann mußt du die Differenz zwischen dem Festbetrag und dem Verkaufspreis der Apotheke zusätzlich zur gesetzlichen Zuzahlung selber tragen.

Übrigens muß die Krankenkasse bei reinem Bettnässen die Windeln nicht zahlen, da dann keine der 3 Kriterien wie zum Beispiel "Wegen Inkontinenz zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben" für die Kostenübernahme zutreffen. In der Nacht wenn du schläfst dann nimmst du nicht am Leben der Gesellschaft teil. Was anderes ist es, wenn du zum Beispiel Handelsvertreter bist, dann bist du die Mehrzahl der Nächte in fremden Betten (Hotel) und somit ist ein entsprechender Schutz notwendig, damit du deinen Beruf ausüben kannst. In diesem Fall muß die Krankenkasse auch bei Bettnässen die Kosten der Windeln übernehmen.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #5 von denny16 » 22 Nov 2004 22:09


hallo ihr lieben,

ich bekomm immer meine Windel von meiner Sani-Tante. Ich bekomm da die Tena obwohl keine einzige Apotheke mir die tena geben würde. Als ich aus den Kinderwindeln raus war haben meine Eltern die richtige Windel gesucht und ich hab ganz viele verschiedene Windeln drangehabt. und da die Tena halbwegs dicht waren sind wir dabei geblieben. Aber auch die Sanitätshauser würden die Tena nich rausrücken. Die Sagen immer das die die Tena Slips nich im Sortiment haben und wir die deshalb nich bekommen. Ich bekomme jetzt die Tena von einem Sanitätshandel der keinen Laden hat. Ist nur ein Handel. Die haben nicht die kosten von einem Laden hat die Frau(Cheffin) gesagt. Sollte man kucken ob es das nicht auch in anderen Städten gibt.

aber die tena sind jetzt in kleineren packungen (Trick 17)
Kosten genausoviel und sind weniger. Da stimmt dann die pauschale wieder.

Ich hab ja nich so viel Ahnung weil ich noch nie was bezahlt hab(hab ja auch kein geld :D )
aber ich kann nich verstehen warum die im Preis so verschieden sind.


gruss Denny
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