Permanenter Harndrang trotz Katheter

Hier findet ihr alles zu den ableitenden Hilfsmitteln wie zum Beispiel Urinalkondom, Katheter, Beinbeutel, ISK usw...

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Beitrag #11 von Olivia » 17 Mär 2006 13:43


Hallo miteinander,

ich danke Euch für die noch vielen wichtigen zusätzlichen Aspekte, die Ihr ins Gespräch gebracht habt. Auch die Warnung, den Katheter lieber nicht selbst zu ziehen, ist bei mir angekommen, denn es scheint ein nicht unbeträchtliches Risiko damit verbunden zu sein, auch wenn die meisten offensichtlich eher Glück hatten. Und klar, Du hast Recht, Matti, dass es natürlich auch Fälle gibt, in denen ein Katheter Leben retten kann.

Früher gab es mal Zeiten, in denen ich dachte, ein Katheter sei für einen Patienten, der nicht aufstehen darf, die bequemste Lösung (noch dazu für eine Frau, die nicht einfach zur Bettflasche greifen kann) ...

Als Konsequenz habe ich mir heute gleich den Uribag "Pinkie" bestellt, der aufgrund seiner anatomischen Form im Klinikbett auch von Frauen benützt werden kann, denn ich stelle mir nichts grässlicher vor, als ständig für die Erledigung dieser kleinen Geschäfte auf eine Krankenschwester angewiesen zu sein - natürlich nur für die Situationen, wo medizinisch ein Katheter nicht unbedingt erforderlich ist.

Herzliche Grüße Euch allen

Olivia
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Beitrag #12 von Lucky » 17 Mär 2006 23:04


Nur damit ich es richtig verstehe! Da ist ein Mann im Krankenhaus, der hatte für eine OP einen Katheter, das war nicht ganz angenehm, er hat ihn rausgezogen, nichts weiter passiert (Glückwunsch), und nun legt auch Frau sich einen Urinbeutel für alle Fälle zu Haus hin.
Warum?
Warum einen Katheter für Notfälle, wenn man sonst ohne auskommt? Habe ich da etwas überlesen?
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Beitrag #13 von Olivia » 18 Mär 2006 15:54


Hallo Lucky,

mit dem "Katheter für Notfälle" meinte ich die Situationen, in denen er unabdingbar ist, z. B. während Operationen oder im Anschluss daran, wenn z. B. aus medizinischen Gründen die Urinmenge kontrolliert werden muss.

Viele Grüße

Olivia
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Beitrag #14 von Gulliam » 18 Mär 2006 16:39


Also, nach meiner Prostataoperation hatte ich wieder einen Peniskatheter, der Bauchkatheter war weg. Der Professor hatte schon gesagt, ich müßte 14 Tage warten, zur Dichtigkeitsprobe. ich bin also nach 14 Tagen wieder zum Klinikum, Prüfung ergab, es ist noch ein bischen undicht. Also sollte ich in einer Woche wiederkommen. Was jetzt kommt ist kein Witz, sondern wirklich passiert.
Ich bin also Samstags mit meinen Sohn zum Getränkemarkt gefahren, und dann auf der Rücktour,och was ist das denn, ich wurde ganz nass. Schnell nach Hause, da lief der Urin am Rohr des Katheters vorbei raus.
Och sage ich an meine Frau heute machen die eh nichts im Klinikum, und am Dienstag muß ich wieder hin, also versuche ich selbst etwas.
Ich also eine Kordel genommen, und den Penis vorne wie eine Wurst zugebunden. Oh, das tat aber sehr weh, war es also nicht.
Dann wollte ich ein Band haben, aber immer wenn man sowas braucht ist es nicht vorhanden. Also mußte ein Geschirrtuch dran glauben, den umgesäumten Rand habe ich abgerissen, vorne drumgewickelt, und das Ende mit Klebestreifen fixiert. Hat auch alles sehr gut gehalten.
Ich Dienstag zum Klinikum, die Oberärztin sagt, Sie kennen das ja schon, ziehen sich alles bis zum Gürtel aus, und legen sich auf den Tisch.
Ich habe das gemacht, sie kommt rein schaut, fängt an zu lachen, was haben Sie denn da?
Oh Frau Doktor, habe ich ganz vergessen das war undicht, und ich wollte am Samstag nicht kommen.
Sagt sie, wissen Sie den nicht wie das funktioniert? und dann hat sie mir alles erklärt, das hätte jeder Pfleger machen können.
Und ich hatte zwei Effekte erreicht, einmal war es dicht, und ich hatte die Oberärztin zum lachen gebracht.
Viele Grüsse
Gulliam
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Beitrag #15 von Lucky » 18 Mär 2006 21:10


Liebe Olivia,

aber solche Sachen entscheidet doch eine Ärztin oder ein Arzt. Arbeitest Du im Krankenhaus.
Egal, ich muß nicht alles verstehen.
Ein schönes Wochenende,
Gruß Lucky
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Beitrag #16 von danny » 24 Mär 2006 06:41


Leute, mir ist tatsächlich ein geblockter Katheter durch die Harnröhre rausgerutscht. Fragt mich nicht wieso, ich weiß es nicht. Ja es hat wehgetan, aber der Ballon war nicht wirklich hochgeblockt. Vereltzt wurde nichts.

Ein Patient, der in die Funktionsweise des Katheters eingewiesen ist, der kann auch einen Katheter selbst ziehen. Ich lege mir immer selbst einen Dauerkatheter und entferne ihn auch selbst. Aber, man hat es mir auch beigebracht, wie es fachgerecht gemacht wird.
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Beitrag #17 von Lucky » 24 Mär 2006 07:23


Hallo Danny,

wie geht`s? Ich denke, daß wir alle solche Erlebnisse schon einmal hatten und schließlich sind dies ja auch die Gründe, warum wir uns hier im Forum austauschen.
Ich selbst habe auch gerade einen Dauerkatheter, er wird wohl auch einige Zeit in mir bleiben, und bin inzwischen ganz zufrieden mit dem Zustand. Jedenfalls ist es für mich auch mal ganz angenehm, nicht alle drei-vier Stunden einen Katheter schieben zu müssen.

Für das Einführen des Dauerkatheters habe ich mir allerdings fachliche Hilfe organisiert - die Fummelei war mir doch etwas zu kompliziert und deshalb bitte ich dann immer eine befreundete Krankenschwester um eine kleine Hilfestellung. Es geht einfach besser mir drei Händen :-) Im Moment trage ich ihn ohne Beutel und da bin ich immer besonders vorsichtig - der Stöpsel wird immer gewechselt. Ohne Beutel schläft es sich besser.

Das komische Gefühl in der Harnröhre, was hier auch beschrieben wurde - oder besser den Harndrang - das kenne ich noch von früher. Heute merke ich davon nichts mehr.

Gruß Erik
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Beitrag #18 von danny » 25 Mär 2006 04:03


Hast Du gesehen, das es Katheterventile gibt? Die sind deutlich hygienischer als Stöpsel .

Ich bin momentan ziemlich am Ende mit meinen Nerven. Ich war in einer Fachklinik, die mir auch ne Diagnose gegeben hat, von der ich aber nicht weiß, was ich halten soll. Noch niemand hat das je gehört und es ist auch quasi unmöglich Informationen dazu zu finden - es sei denn ich hocke mich in eine Unibibliothek. Was ich gefunden habe, ist, das die Patientinnen damit ihr leben lang katheterisieren. Gut, das schockt mich jetzt nicht. Aber meine Infekte sind nicht gelöst und die ständigen Infekte werden langsam richtig gefährlich. Ein Urologe hat mir neulich an den Kopf geknallt, wenn es so weiter ginge, dann würde ich in absehbarer Zeit ein Dialysepatient. :shock:
Irgendwie fällt keinem eine Lösung wegen der Infekt ein :cry: und bitte postet jetzt nicht, trinkst Du genug usw. Ich kann das alles nicht hören und außerdem kenne ich mittlerweile alle Maßnahmen von hinten bis vorne und umgekehrt :aerger:
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Beitrag #19 von Lucky » 25 Mär 2006 08:06


Hallo, hallo,

das sind ja keine guten Nachrichten.

Die Ventile kenne ich und finde sie auch ganz praktisch. Nur bevor die Kasse über mehrere Wochen hinweg den Anspruch prüft, kaufe ich mir lieber einen Sack voller Stöpsel und da ich absolut sauber arbeite, wenn ich die Blase leerlaufen lasse - immer ein neuer Stöpsel - bin ich bis jetzt ganz gut gefahren und ab morgen kommt auch wieder ein Beutel dran.

Was die Dauerkatheter angeht, bin ich wirklich froh, eine Krankenschwester gefunden zu haben, die mir hilft - bzw. sie mich katherisiert und ich ihr dabei helfe. Es macht sich zu zweit einfach besser. Die nötigen Handgriffe habe ich ihr schnell beigebracht, es hat sie wohl auch fachlich interessiert, und ich finde es sehr beruhigend, über diese Hilfestellung zu verfügen.

Ein schönes Wochenende,
Lucky
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Beitrag #20 von danny » 25 Mär 2006 09:23


Eigentlich sollte jede Krankenschwester das sowieso in ihrer Ausbildung gelernt haben. Aber die meisten machen es einfach zu selten.
Mhh, ich habe keine Probleme, den Katheter selbst zu legen. Mir ist es mittlerweile auch lieber, ich mache es ganz alleine.

Mein Urologe hat mir die Ventile einfach verschrieben. Ich hatte immer die Flip Flo - eines kostet 4 Euro und kann drei Wochen verwendet werden. Danach sollte es ausgetauscht werden.
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