Krebsrisiko bei suprapubischem Katheter?

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Krebsrisiko bei suprapubischem Katheter?

Beitrag #1 von StefanR » 07 Dez 2006 12:01


Hallo,

ich habe seit ca. einem halben Jahr einen suprapubischen Katheter. Ich bin 25 Jahre, habe MS und werde den Katheter für den Rest meines Lebens tragen müssen.
In letzter Zeit mache ich mir Gedanken darüber, was für Folgen das Jahrzehntelange tragen eines K. haben wird.
Ich habe oft Entzündungen in der Harnröhre weil ich diese natürlich nicht durchspülen kann. Die ständige gabe von Antibiotika kommt nicht in Frage.

Hat jemand Informationen über das Krebsrisiko bei einem Dauerkatheter?

Ich ernähre mich schon sehr Gesund der MS wegen und denke das das natürlch auch dazu beitragen kann das Krebsrisiko zu senken.


Viele Grüße,
stefan
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StefanR
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Beitrag #2 von Jens Schriever » 07 Dez 2006 17:26


Hallo StefanR

Auch ich habe MS und seit April diesen Jahres einen Bauchdeckenkatheter. Der Katheter macht mir aber im Gegensatz zu deinen keine Probleme. Ich habe bis jetzt noch keine Harnwegsinfektion gehabt, und nehme auch keine Medikamente zur Harnansäuerung.
Ab und an merke ich ihn schon aber nur sehr selten. Das Krebsrisiko ist bei einem Bauchdeckenkatheter geringer als bei einen durch die Harnröhre. Warum hast du den Bauchdeckenkatheter? Kannst du nicht ISK wegen der Motorik?
Ich habe über Jahre den ISK gemacht, bis ich den Bauchdeckenkatheter bekam weil ich nicht mehr ISK machen darf wegen einer Harnröhrenverengung.
Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft und hoffe dass du bald besser mit dem Katheter zurecht kommst.


Gruß Jens
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Bauchdeckenkatheter

Beitrag #3 von Hermann » 07 Dez 2006 19:13


Hallo, Stefan und Jens, auch ich habe seit fast 6 Jahren einen Bauchdeckenkatheter und möchte ihn nicht mehr missen. Hatte zwar auch Anfangsschwierigkeiten, die aber mit der Zeit immer mehr vergingen. Nun ist es so, dass ich kein Urinal mehr brauche und ich mich wieder freier bewegen kann. Das mit der Harnröhre (Ausfluss) habe ich ab und an auch, und ich habe mit meinem Urologen darüber gesprochen, der aber meinte, das sei nicht so schlimm den mit den Jahren kann es sein, dass die Harnröhre trocken wird und ihre Funktion aufgibt, praktisch alles über den Bauchdeckenkatheter abgeht. Mir wurde gesagt ein erhöhtes Krebsrisiko besteht nicht. Gruss Hermann
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Beitrag #4 von Hans » 08 Dez 2006 10:41


Hallo!

Auch ich habe MS und einen Bauchdeckenkatheter. Von einem erhöhten Krebsrisiko habe ich noch nichts gehört oder gelesen. Das was mir Sorgen macht ist, dass es evtl. zu einer „Schrumpfblase“ kommen kann, da ja der Urin dauernd abgeleitet wird und somit sich die Blasenkapazität ständig verringert.

Viele Grüße
Hans
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Beitrag #5 von Jens Schriever » 08 Dez 2006 12:15


Hallo Hans/ Hermann und StefanR

Ich habe bei einer Informationsveranstaltung bekommen gesagt, dass durch die ständige Reizung des Katheters ein gewisses Krebsrisiko so wie ein Risiko für Blasensteine besteht. Dieses bezieht sich aber meistens auf den Harnröhrenkatheter. Das die Speicherfunktion der Blase nachlässt ist doch ganz normal, und sollte uns MS Patienten auch nicht stören, da der Katheter ja eine Dauerlösung ist und nicht auf Zeit. Das wichtigste ist doch der Schutz der Nieren. Wenn du Hans die Speicherfunktion der Blase erhalten willst, kannst du ja auch den Katheter abstöpseln und nur alle 2-3 Std. den Restharn ablassen. Wie Hermann möchte auch ich den Katheter nicht mehr missen, da er mir fast unbekannte Freiheiten zurückgegeben hat.


Gruß Jens
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