Spastik beim ISK

Hier findet ihr alles zu den ableitenden Hilfsmitteln wie zum Beispiel Urinalkondom, Katheter, Beinbeutel, ISK usw...

Moderatoren: Helmut, Benjamin, Marco N., Georges

Spastik beim ISK

Beitrag #1 von Gabi » 13 Sep 2008 18:02


Hallo

Hat auch jemand beim kathteterisieren eine Spastik?

Es wird bei mir immer schlimmer. Es kommt nur sehr wenig, dafür muss ich dann ohne Kath, jede halbe Stunde auf Toilette. Der Drang ist dann auch ein wenig schmerzhaft, das ich gar nicht kenne, da ich wegen meiner Nervenschädigung fast keinen Drang hatte, sondern nur ein Spannungsgefühl. Habe ich jetzt einen Drang sollte ich auch gleich auf die Toilette, denn sonst wirds nass. Bin ich dann endlich auf dem WC ist der Druck vorbei und es kommt nichts mehr. So geht es noch ca. zwei-drei mal weiter, dann habe ich Erfolg und die Blase entleert sich mit einer großen Menge. Ich hatte auch schon Emselex, aber die halfen nicht.

Eine Möglichkeit wäre auch noch Botoxinjektion in der Blase, hat jemand damit Erfahrung?

Nach einer Katheterpause beruhigt sich der ganze Spuk wieder und ich habe dann ca. 500ml Restharn.

Diese Situation nervt mich ziemlich, ich weiß nicht was ich noch machen soll. Ist das ISK überhaupt nötig, wenn die Blase doch so stark reagiert?

Mein Neuro-Urologe ist 2 Autostunden von mir entfernt, ich gehe nur zu
Kontrolluntersuchungen zu ihm .

Ich freue mich auf eine Antwort

Grüße

Gabi
Benutzeravatar
Gabi
(Themenstarter)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
 
Beiträge: 107
Alter: 62
Registriert: 01 Aug 2008 18:24
Wohnort: Baden-Württemberg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Partner: verheiratet
Art der Inkontinenz: neurogene Blasenentleerungsstörung
Hilfsmittel: Katheter

Beitrag #2 von fiat08 » 20 Sep 2008 12:59


Hallo :D ,
ich nehme spastikhemmende Medikamente und habe
beim ISK keine Spastik.
Botox ist ein Nervengift und wirkt nicht direkt nach
der OP, man muss Geduld haben. Ich persönlich
würde diese OP nicht machen lassen. Meine
Freundin hatte starke Nebenwirkungen.

LG
fiat08 :D
Wünsche mir Erfahrungsaustausch mit Betroffenen, die ihre Inkontinenz einer Querschnittslähmung verdanken.
Benutzeravatar
fiat08
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 41
Alter: 51
Registriert: 28 Jul 2006 10:56
Wohnort: Saarland
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Harn-und Stuhlinkontinenz
Hilfsmittel: Tena Lady

Spastik beim ISK

Beitrag #3 von Gabi » 22 Sep 2008 13:21


Hallo fiat08


Danke für deine Antwort. Ich habe noch ein paar Fragen: Hattest du früher auch eine Spastik beim ISK? Welches Medikament nimmst du? Ich nahm Emselex, aber das half überhaupt nichts.
Mein Uro. sagt, es sei eine Spastik, dies käme bei dieser Schädigung vor. Ich weiß nicht was ich glauben soll. Bei der Uroflow-Unters. war alles ruhig bei 850ml brach man die Untersuchung ab, ich hatte keinen Harndrang obwohl er die Blase durch einen schnelleren Durchlauf gerreizt hat.

Bei der letzten Uroflow.Unters. hatte ich allerdings leichtere Kurven und bei 600ml einen sehr starken schmerzhaften Drang. Ich glaubte an einer Besserung, aber ich hatte doch noch 300ml Restharn. Waren diese Kurven vielleicht Anzeichen der Spastik? Wenn ich regelmäßig kathetere steigert sich alles, in Kath. pausen denke ich es, beruhigt sich wieder oder ich spüre nicht ob voll oder Resturin. Das kommt mir alles so komisch vor. Ich habe Tage da muss ich oft, dann wieder Tage da muss ich selten auf die Toilette.

Zur Zeit denke ich allerdings, ob mein jetziger Drang ohne Kath. auch eine Spastik ist, denn es kommen entweder Tropfen in die Hose oder auf der Toilette geht wenig oder garnichts

Sind diese Anzeichen auf eine Spastik zu deuten?

Viele Grüsse

Gabi
Benutzeravatar
Gabi
(Themenstarter)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
 
Beiträge: 107
Alter: 62
Registriert: 01 Aug 2008 18:24
Wohnort: Baden-Württemberg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Partner: verheiratet
Art der Inkontinenz: neurogene Blasenentleerungsstörung
Hilfsmittel: Katheter

Beitrag #4 von fiat08 » 22 Sep 2008 16:29


Hallo Gabi,
wegen einer Querschnittlähmung muss ich kathetern und
ich nehme zur Beruhigung der Blase Lyrinel. Ohne dieses
Medikament würde meine Blase spastisch und Urin ablaufen
lassen.
Welche Krankheit oder Verletztung hast Du denn ?
Deine Blase ist sehr unruhig und spastisch, mal hat sie ein gr.
Fassungsvermögen, dann hast Du Harndrang bei kl.
Mengen, die Kurven deuten auf eine Spastik hin.

Hast Du schon eine Urodynamik-Untersuchung gemacht
bekommen ?

Probiere doch mal einen regelmässigen Katheterrythmus
aus, alle 3 Stunden und, wenn der Katheter sich an der
Blasenwand festsaugt, den Katheter leicht raus ziehen,
dann kommt der Restharn raus.

Alles Gute
fiat08
:D
Wünsche mir Erfahrungsaustausch mit Betroffenen, die ihre Inkontinenz einer Querschnittslähmung verdanken.
Benutzeravatar
fiat08
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 41
Alter: 51
Registriert: 28 Jul 2006 10:56
Wohnort: Saarland
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Harn-und Stuhlinkontinenz
Hilfsmittel: Tena Lady

Spastik beim ISK

Beitrag #5 von Gabi » 22 Sep 2008 20:05


Hallo Fiat08

Meine Grunderkrankung ist eine Spinalkanalstenose, dadurch habe ich eine unvollständige Lähmung im linken Bein und diese neurologische Blasenentleerungsstörung. Uroflow-Untersuchungen hat man schon 5mal gemacht, es war immer ein großes Fassungsverm. der Blase mit viel Restharn, außer beim letzten mal, da waren es nur 600ml.

Was mich beschäftigt ist, dass sich diese Spastik beim kathetern verstärkt. Manchmal denke ich, der Nerv arbeitet doch, weil ich ja öfter auf die Toilette muss. Urin läuft nicht immer raus. Dieses Hin und Her verunsichert mich. Ich habe schon 2Jahre regelmäßig alle 4Std. kathetert, in der Hoffnung die Blase gewöhnt sich daran. Aber es wurde in letzter Zeit schlimmer. Ich hoffe, dass dies keine Verschlechterung ist. Wie oft man normalerweise auf die Toilette muss weiss ich schon gar nicht mehr.

Dein Medikament, welche Nebenwirkungen hat es? Ich bin vorsichtig, weil ich schon eine angegriffene Leber durch Medikamente habe. Deshalb bin ich auf Botox gekommen, weil man das nicht schlucken muss. Ich habe mich aber noch nicht viel damit beschäftigt. Mein Urol. hat es nur einmal angesprochen. Mit welchen Nebenwirkungen hatte deine Freundin zu kämpfen?

Ich freue mich, dass endlich jemand auf mein Problem geantwortet hat.

Viele Grüsse

Gabi
Benutzeravatar
Gabi
(Themenstarter)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
 
Beiträge: 107
Alter: 62
Registriert: 01 Aug 2008 18:24
Wohnort: Baden-Württemberg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Partner: verheiratet
Art der Inkontinenz: neurogene Blasenentleerungsstörung
Hilfsmittel: Katheter

Beitrag #6 von fiat08 » 23 Sep 2008 13:01


Hallo Gabi,
leider war ich im Urlaub, sonst hätte ich Dir schon eher
geeschrieben.
Mit der Zeit verändern sich die Lähmungerscheinungen
und vermutlich hast Du recht, dass der Nerv manchmal
reagiert, aber wahrscheinlich wird er wohl nie mehr
seine Funktion übernehmen.
Lyrinel ist ein Mittel gegen die Spastik, was natürlich
ein Problem für die Leber ist, aber besprich das
mit Deinem Urologe, es gibt ja auch schwächere
Medikamente. Nebenwirkungen sind bei mir Müdigkeit,
Mundtrockenheit und Kreislaufprobleme.
Bei einer Botox-OP wird mehrmals Botox in die
Blasenwand gespritzt und da Botox ein Nervengift ist,
und damit gefährlich ist, muss man 5 Tage im
Krankenhaus bleiben.
Meine Frendin hatte Vergiftungserscheinungen, stell
Dir vor, Du wirst von einer giftigen Schlange gebissen
und Du bekommst kein Gegengift.
Der Urologe kann Dich darüber bestimmt noch
besser informieren.
LG
fat08 :lach:
Wünsche mir Erfahrungsaustausch mit Betroffenen, die ihre Inkontinenz einer Querschnittslähmung verdanken.
Benutzeravatar
fiat08
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 41
Alter: 51
Registriert: 28 Jul 2006 10:56
Wohnort: Saarland
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Harn-und Stuhlinkontinenz
Hilfsmittel: Tena Lady

Beitrag #7 von Struppi » 23 Sep 2008 17:32


Hallo Gabi,
hallo fiat08,

bei einer Veränderung des ansonsten konstanten Entleerungsverhaltens der Blase kann auch eine Veränderung/ggf. Verschlimmerung der auslösenden Ursache gegeben sein (bei Dir also ein Voranschreiten der Spinalstenose).

Ich würde an Deiner Stelle noch mal den Neurologen aufsuchen und auf eine weitere Messung der Nervenfunktionen drängen - wenn da nichts ist, gut; falls doch, dann können weitere Maßnahmen zeitnah erfolgen.

Leider kann ich Dir keine weiteren Tipps geben, da Du ja urologisch in guten Händen bist und dort auch regelmäßig untersucht wirst.

Grüße - und gute Besserung!

Hannes
Benutzeravatar
Struppi
Profiautor (min. 150 Beiträge)
Profiautor (min. 150 Beiträge)
 
Beiträge: 407
Alter: 42
Registriert: 18 Nov 2006 17:58
Land: Germany (de)
Geschlecht: Männlich
 
Art der Inkontinenz: Reflexinko Grad III
Hilfsmittel: Katheter/Kondomurinal/Inkoslip

Spastik bei ISK

Beitrag #8 von Gabi » 24 Sep 2008 18:09


Hallo fiat08

Ich hoffe, du hattest ein paar schöne Urlaubstage. Danke für deine Antwort und die Erklärungen.

Hallo Struppi und fiat08

Meine Stenose hat sich im letzten Jahr tatsächlich gravierend verschlechtert. Die letzte Uroflow-Unters. war dieses Jahr im Mai, da hatte ich ein paar leichte Kurven und den Drang bei 600ml. Der Neurourol. hoffte auf eine Besserung

Im November werde ich wieder zum Neurourol. gehen, solange brauche ich eine Pause. Was das kathetern angeht, bin ich z.Zt. schlecht drauf, es macht mich fertig, wenn ich nicht weiß was los ist. Ich brauche einfach Abstand von Allem. Hin und wieder werde ich Stichproben machen( wegen Restharn) und die ganze Sache beobachten. Es beruhigt mich aber, dass ihr meint, dass diese ganzen Anzeichen sein können.

Über die weitere Entwicklung und neue Ergebnisse werde ich mich wieder melden.


Ich wünsche euch alles Gute und viel Glück
bis später

Gabi
Benutzeravatar
Gabi
(Themenstarter)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
 
Beiträge: 107
Alter: 62
Registriert: 01 Aug 2008 18:24
Wohnort: Baden-Württemberg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Partner: verheiratet
Art der Inkontinenz: neurogene Blasenentleerungsstörung
Hilfsmittel: Katheter

Spastik beim ISK

Beitrag #9 von claudia07 » 25 Sep 2008 07:18


Hallo Gabi,

bist du eigentlich schon mal bei einem >Neuro-Urologen gewesen, ich habe nach langer Odysee dort Hilfe gefunden.

Ich habe seid Januar einen Blasenschrittmacher, und es geht mit um einiges besser.

Die Blasenentleerung ist deutlich besser und da ich nicht mehr so häufig kathetern muss, und die Blase sich viel besser entleert, sind auch die Infekte deutlich besser geworden.

Wünsche dir gute Besserung

claudia
Benutzeravatar
claudia07
Standardautor (min. 15 Beiträge)
Standardautor (min. 15 Beiträge)
 
Beiträge: 21
Alter: 60
Registriert: 30 Dez 2007 17:24
Wohnort: Kreis Mettman / Rheinland
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Art der Inkontinenz: Blasenentleerungsstörung, Überlaufinkontinenz
Hilfsmittel: Katheter, Blasenschrittmacher

Spastik beim ISK

Beitrag #10 von Gabi » 26 Sep 2008 08:47


Hallo Claudia

Mein behandelnder Arzt ist ein Neuro-Urologe, den ich allerdings bis jetzt nur 4x mal besucht habe. Ursprünglich wollte ich seine 2.Meinung hören. Ich hatte sofort viel Vertrauen zu ihm. Seine Praxis liegt allerdings 2 Autostunden von meinem Wohnort entfernt, deshalb besuche ich ihn nur zu den Kontrolluntersuchungen. Bei den Urologen im näheren Umkreis (Klinik) hatte ich auch schon Enttäuschungen. Sie sagten nur ich muss kathetern es bleibt mir keine andere Wahl. So muss ich allein zurecht kommen. Ich denke, ich muss mir doch einen Urol. in meiner Nähe suchen, wenn ich mit dem kathetern nicht zurecht komme. Zu neuen Ärzten gehe ich sehr ungern. Ich warte aber jetzt erst nocheinmal die Kontrolle ab, was der Neurouro. sagt.

Zum Blasenschrittmacher: Davon hat er mir abgeraten, da der Nerv noch etwas funktioniert und der Grund meiner Erkrankung (Stenose)auch in diesem Segment liegt, in der der Schrittmacher eingesetzt wird. Das gäbe für mich noch mehr Probleme.

Ich Danke dir für deinen Tipp und wünsche dir alles Gute.

Grüße Gabi
Benutzeravatar
Gabi
(Themenstarter)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
Megaautor (min. 100 Beiträge)
 
Beiträge: 107
Alter: 62
Registriert: 01 Aug 2008 18:24
Wohnort: Baden-Württemberg
Land: Germany (de)
Geschlecht: Weiblich
 
Partner: verheiratet
Art der Inkontinenz: neurogene Blasenentleerungsstörung
Hilfsmittel: Katheter

Nächste

Zurück zu ableitende Hilfsmittel

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron