Bauchkatheter oder Selbstkatheterismus

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Bauchkatheter oder Selbstkatheterismus

Beitrag #1 von Romabe_m » 22 Feb 2009 20:49


Guten Tag an alle

Ich bin durch Zufall auf dieses interessante Forum gestossen und bitte um Auskunft:

Vorgeschichte: Aufgrund einer (vermutlich langen Zeit) vergrösserten Harnblase mit sehr grossem Resturin wurde im Herbst 08 eine Prostataoperation durchgeführt. Seither trage ich einen Bauchkatheter, da die Blasenentleerung noch nicht richtig funktioniert. Es verbleibt immer noch zuviel Resturin in der Blase. Wie lange der Heilungsprozess dauern wird, bis die Blase (hoffentlich) wieder normal funktioniert, ist schwer vorauszusagen. Ich bekomme auch entsprechende Medikamente.

Nun meine Frage dazu:

> Ich erwäge das Erlernen des Selbstkatherismus um nicht ständig mit einem Dauerkatheter leben zu müssen. Aufgrund des Dauerkatheters hatte ich schon 3x Blasenentzündungen. Auch leide ich oft unter (unklaren) Unterleibsschmerzen. Ob diese vom Katheter oder anderweitig (psychisch) herkommen, ist bis jetzt nicht restlos geklärt.

> Hat jemand von Euch Erfahrung mit Selbstkatherismus?

Ich bin für jede Antwort sehr dankbar und grüsse alle im Forum!

Romabe_m
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Beitrag #2 von Gabi » 23 Feb 2009 13:26


Hallo Romabe-m

Ich mache seit 3 Jahren ISK und würde es einem Dauerkath. vorziehen. Das ISK ist leicht zu erlernen. Spreche mit deinem Urol. darüber. Die HWI sind allerdings auch beim ISK häufig. Du kannst allerdings mit Cranberry oder Preiselbeer deinen Harn ansäuern, das lieben die Bakterien nicht so sehr. Diese Produkte gibt es als Saft(ist sehr sauer) oder als Kapseln.

Ich hoffe, dass ich dir etwas geholfen habe und wünsche dir viel Glück

Gabi
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Beitrag #3 von der Blinki » 23 Feb 2009 21:32


hallo romabe m

ich habe 2 Jahre isk gemacht und durch seelische probleme mußte ich einen SPF ( bauchdeckenkatheder - Suprabubische Blasen Fistel "kann sein das es zusammen geschrieben werden muß" )

den spf habe ich über drei jahre im meinen bauch gehabt.
der wechselrythmus wurde von 8 auf 6 auf 4 wochen immer weiter reduziert.
leider habe ich seelisch so eine abneigung entwickelt das der wechsel nur unter größten schmerzen vonstatten gegangen ist.
2 mal habe ich durch die schmerzen einen epileptischen anfall bekommen, 3 mal entfernung im krankenhaus mit einen draht ( 1mal materialfehler " ließ sich nicht mehr entblocken" , 2 mal war er so verkrustet das der Urologe nichts mehr machen konnte.)
Nun bin ich wieder im fernverkehr ( schwer- und Krantransporte ) und so wurde es immer schwieriger einen passenden arzt zu finden der mir den spf wechseln konnte.
irgendwann habe ich ihn dann selber gezogen und habe mit meinen urologen vereinbart das ich erst einmal wieder die isk mache.


roman
ich möchte dir keine angst machen, es war nur ein kleiner bericht wie es mir ergangen ist mit einen bauchdeckenkatheder.

ich hoffe das du eine richtige entscheidung triffst.

lieben gruß

marco
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Beitrag #4 von Romabe_m » 23 Feb 2009 22:36


Hallo Blinki
vielen Dank für Deine Antworten. Wie ergeht es Dir heute mit dem ISK. Du hast geschrieben, dass Du es wieder so machst. Kannst Du das ohne grössere Probleme wenn Du unterwegs bist machen? Gibt es da aus hygienischen Gründen nie Schwierigkeiten?

Wünsche Dir alles Gute und freue mich wieder von Dir zu lesen.
Grüsse aus der Schweiz.
Romabe_m

Hallo Gabi
da ich noch kein geübter Forumschreiben bin :-) habe ich Dir per "pn" geschrieben. Hast Du meine Antwort erhalten?
Auch Dir alles Gute und bis bald wieder einmal!
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Beitrag #5 von Brandy » 24 Feb 2009 17:26


Hallo Romabe_m,

Ich führe den ISK seit 1998 durch. Seit 2005 katheterisiere ich ich 5 - 6 Mal pro Tag. Wie Gabi schon schrieb, ist der ISK relativ leicht zu erlernen. Ich war dafür ein paar Tage stationär im Krankenhaus.

Wenn man die notwendige Hygiene einhält, kann man tatsächlich überall katheterisieren. Die HWI, die immer wieder auftreten können, sind natürlich unangenehm, aber sie bleiben leider nie völlig aus.

Wenn du möchtest, kannst du dich auch gerne bei mir melden.

Gruß
Michael
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Beitrag #6 von Romabe_m » 24 Feb 2009 19:36


Hallo Brandy
Vielen Dank für Deinen Beitrag. Dankend nehme ich Dein Angebot an und mal privat (Chat?) darüber zu schreiben/lesen.
In 3 Wochen macht das behandelnde Spital nochmals einen Versuch, eine Blasendruckmessung durchzuführen, nachdem der erste Versuch gar nicht geklappt hat. Vermutlich war ich viel zu verkrampft und man konnte die Instrumente gar nicht bis in die Blase einführen über die Harnröhre...
Ich hoffe, dass der nächste Versuch besser klappt und die Aerzte sich ein Bild vom effektiven Zustand der Blase machen können. Dann könnten die Aerzte sicher auch die geeigneten Massnahmen treffen, wie z.B. medikamentöse Weiterbehandlung oder ISK...
Bin einfach nur noch froh, wenn sich Lösungen abzeichnen....
Viele Grüsse aus der Schweiz
Romabe_m
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