Bauchdeckenkatheter raus!

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Bauchdeckenkatheter raus!

Beitrag #1 von Simone » 23 Jul 2009 08:19


Hallo,
habe nun seit 14 Tagen diesen blöden Cystofix oder auch Bauchdeckenkatheter (Subrapubische Blasenfistel) drin. Mir macht das Ding nur Probleme, weil es wohl an der Blasenwand scheuert, heute Nacht hätte ich es schon selber rausgezogen, wenn ich es könnte. Werde heute beim Uro darauf bestehen, dass das Ding sofort rauskommt. Habe aber Angst davor, dass ich dann wieder einen Reflux in die Niere bekomme. Aber mein Pflegedienst müßte es doch schaffen trotz der Spastik einen Einmalkatheter bei mir zu legen. Bin gefrustet.
Gruß
simone
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Simone
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Beitrag #2 von Romabe_m » 24 Jul 2009 18:55


Hallo Simone
Ich verstehe Deine Sorgen wegen des Bauchkatheters nur zu gut, da ich seit ca 11 Monaten einen Bauchkatheter trage. Während dieser Zeit hatte ich eigentlich täglich Beschwerden im Bauchbereich. Als Alternative werde ich nun den ISK (Selbstkatheterisums) künftig anwenden, um ein besseres soziales Leben führen zu können (Schwimmen, Sportstudio usw.) Ich war diese Woche im Krankenhaus und konnte die Handhabung des Einmalkatheters dort erlernen. Es ist eigentlich viel einfacher, als ich mir gedacht habe. Der Dauerkatheter wird am 31.7. entfernt. Freue mich total auf diesen Tag....

Ich vermute dass man gegen die Beschwerden nicht viel tun kann. Es ist nun halt mal ein Fremdkörper, der da durch die Bauchwand in die Blase führt....

Auf jeden Fall möchte ich Dir dringend davon abraten, denn Katheter aus Frust selber zu entfernen. Ich bin zwar nicht Arzt, aber ich könnte mir vorstellen, dass dies Komplikationen nach sich zieht.

In diesem Sinne trotzdem alle Gute für Dich. Es kommen auch wieder bessere Tage...

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Beitrag #3 von Struppi » 24 Jul 2009 22:19


Hallo Simone,

ich selbst kam mit der Blasenfistel zwar gut klar, das kann aber auch daran gelegen haben, dass ich von der Blase selbst nichts spüre... nach einer relativ kurzen Eingewöhnungszeit habe ich mich recht wohl damit gefühlt. Wenn die Schmerzen nicht zu unangenehm/groß sind, würde ich versuchen, noch etwas durchzuhalten. Die Schmerzen können allerdings auch durch ein stark spastisches Verhalten der Blase begünstigt werden.

Es kann in diesem Falle helfen, ein Anticholinerika auszuprobieren.

Was deinen Pflegedienst anbelangt, so finde ich es auch recht seltsam, dass man dort nicht in der Lage ist, den ISK durchzuführen. Meine Blase ist ebenfalls mit relativ starker spastischer Aktivität "gesegnet", dennoch ist und war es nie ein Problem mit dem ISK; aber ich will natürlich nichts verallgemeinern.

Ansonsten kann ich mir nur den Worten von Romabe anschließen und dringend von Selbstversuchen absehen, die das Ziehen oder sonstige Manipulation an der Fistel beinhalten.

Gute Besserung wünscht

Struppi
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Antwort

Beitrag #4 von Simone » 27 Jul 2009 07:14


Hallo ihr zwei,
danke für eure Antwort, das mit dem Bauchkatheter wird einfach nicht besser im Gegenteil ich halte es kaum mehr aus. Den ISK kann ich leider nicht mehr selber machen und mein Urologe meint auch dass es sehr schwierig ist bei mir (Spastik und Vernarbungen).
Ich werde wohl einer transurethrale Sphinkterotomie zustimmen und hoffe, dass ich dann keine Probleme mehr mit den Nieren bekomme.
Drückt mir die Daumen, dass es das Richtige für mich ist.
Grüße
Siomone
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Bauchdeckenkatheter raus

Beitrag #5 von Gabi » 30 Jul 2009 12:08


Hallo Simone

Ich hoffe für dich, dass du eine richtige Entscheidung getroffen hast. Ich drücke dir ganz fest beide Daumen und gute Besserung

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Beitrag #6 von Romabe_m » 30 Jul 2009 21:12


Hallo Simone

Wollte mich mal erkundigen, wie es Dir zwischenzeitlich ergangen ist. Konnte Dir der Arzt helfen? Ist es evtl. besser geworden mit den Schmerzen?

Ich habe morgen Freitag 31.7. meinen "grosen" Tag, an welchem mir im Spital der Dauerkatheter (11 Monate getragen) endlich entfernt wird. Zu verdanken habe ich dies sicher dem mittlerweile erlernten ISK (Selbstkatheterismus). Ich habe nach dem Erlernen der Handhabung im Krankenhaus mitterweile täglich "geübt" und bin eigentlich recht zufrieden. Es geht doch besser als ich zuerst befürchtet hatte und die unangenehmen Empfindungen sind erträglich. Natürlich hat der Selbstkatheterismus auch seinen "Schattenseiten". Aber summa summarum überwiegen für mich die Vorteile im Moment. Bin einfach nur gespannt, wie sich dies auf die Dauer auswirkt. Ich hoffe, dass ich keine grösseren Komplikationen davontragen werde (Harnröhrenverletzungen usw.). Der mir vom Arzt verschriebene Kathetertyp LoFric ist einfach klasse.

Bitte gib doch wieder Bescheid, wie es Dir heute geht. Würde mich freuen.

Trag Sorge zu Dir und herzliche Grüsse

Romabe_m
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bin wieder da

Beitrag #7 von Simone » 10 Aug 2009 08:35


Hallo,
war jetzt bis Freitag in der Klinik. Man hat eine kleine Kerbung des Schließmuskels vorgenommen und nochmals Botox gepritzt. Zum Glück habe ich jetzt den Katheter draußen das ist das einzigst Positive an dem ganzen.
Meine Nierenwerte sind im Moment ziemlich mies. Und die Spastik in Beinen und Händen wird auch eher schlimmer als besser, wahrscheinlich bekomme ich so eine Baclofen Pumpe.
Bin insgesamt etwas deprimiert, da auch die Windel sich gerade ziemlich schnell füllt und auch der anale Schließmuskel macht was er will.
Liebe Grüße
Simone :sm12:
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Beitrag #8 von Helmut » 16 Aug 2009 17:04


Hallo Simone,

das glaube ich dir gerne, dass dir die Spastik und auch deine Harn- und Stuhlinkontinenz zu schaffen machen. Wenigstens hast du jetzt den Katheter los, auch wenn durch die Schlitzung sich die Harninkontinenz nicht bessert sondern eher noch verschlimmert weil der Urin ja jetzt praktisch ungehindert in die Windel ablaufen kann. :troest:

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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