Schrumpfblase

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Schrumpfblase

Beitrag #1 von Tom252 » 21 Dez 2009 17:58


Hallo allerseits,

ich bin seit heute neu hier und würde mich gerne informieren. Ich bin in das Thema hineingeschlittert, da ich Medikamente eingenommen habe wovon ich lieber die Finger gelassen hätte. Auf jeden Fall bin ich seit Oktober 2008 dicht und zwar richtig so dass die Blase sich verabschiedet hat.

Von Oktober bis etwa vor zwei Monaten habe ich den ISK angewandt, was aber aufgrund der Häufigkeiten für mich untragbar wurde da nicht nur alles entzündet war sondern auch schmerzhaft. Nun habe ich seit zwei Monaten den DK und bin eigentlich recht zufrieden damit, da ich wieder Lebensqualität erhalten habe, was ich vorher nicht mehr hatte. Meine Ärztin würde mir am liebsten den DK wegnehmen und mich wieder auf den ISK setzen. Nun habe ich vor etwas länger wie eine Woche wieder Botox gespritzt bekommen und darauf dann wieder den DK. An dem DK habe ich ein Ventil womit ich den Urinfluss steuern kann oder aber auch mal abstöpseln kann um unter die Dusche zu gehen. Nun habe ich versucht mal zu sehen wieviel Urin in die Blase geht und musste feststellen, dass der Harndrang schon bei geringsten Mengen einsetzt. Daher die Frage kann die Blase innerhalb von 6-8 Wochen mit DK und Urinableitung so schnell weiter schrumpfen???

Viele Grüße
Tom
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Tom252
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Beitrag #2 von Struppi » 22 Dez 2009 14:58


Hallo Tom,

zunächst einmal herzlich willkommen hier im Forum.

Um deine Frage gleich zu beantworten: Die Dauerversorgung mit einem DK kann sehr schnell das Blasenvolumen negativ beeinflussen - schon daher ist es für mich nicht verwunderlich, dass deine Urologin dich möglichst schnell wieder auf den ISK zurück haben möchte.

Zudem ist - und hier täuscht das Wort - die permanente Versorgung mit einem Dauerkatheter zur Urinableitung nicht geeignet. Es sollte möglichst schnell eine andere Lösung gefunden werden; diesen Weg möchte deine Urologin ja auch mit dir gehen.

Endzündungen oder Schmerzen sollten beim ISK nicht auftreten. Hier stellt sich die Frage, wie und ob es dir richtig gezeigt wurde bzw. ob du dieses Wissen auch korrekt umgesetzt hast. Das Problem dann mit einem DK anzugehen mag zwar auf den ersten Blick gut aussehen, hat aber unter anderem die Folgen, mit denen du zur Zeit Schwierigkeiten hast.

Alternativ bliebe dir noch der suprapubische Katheter, welcher durch die Bauchdecke geführt wird und ebenfalls permanent liegen bleibt; dieser muss allerdings alle 4 - 6 Wochen vom Urologen gewechselt werden.

Gruß

Hannes
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Struppi
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Beitrag #3 von Tom252 » 22 Dez 2009 17:36


Hallo Hannes,

vielen Dank für das Willkommen.

Meine Blasengeschichte ist ein wenig Komplex. Ich habe schon seit geraumer Zeit eine Schrumpfblase, die man versucht hat zu dehnen, was aber nicht funktioniert. Ferner habe ich ein Blasendrangsympthome während die Blase nichts heraus lässt, was zur Folge eben hat das ich entsprechend viel katheterisieren muss. Zum Schluss waren es bis zu 25 mal am Tag wodurch die Schmerzen und Entzündungen entstanden sind. Ansonsten, so denke ich, dass ich den ISK sehr gut kann.

Den DK habe ich eben bekommen um erst einmal Ruhe in die Sache zu bekommen und vor allem die Entzündungen weg zu bekommen. Nun habe ich vor etwa zwei Wochen wieder Botox gespritzt bekommen und glaube fast, dass es weder geholfen hat noch das es wirkt so wie das zuvor schon der Fall war.

Meine Urologin ist eben der Meinung, dass wir uns den DK aufheben müssen um noch eine andere Möglichkeit in der Hand zu halten und gleichzeitig denkt sie, dass es eine Einbahnstraße ohne Wiederkehr sein wird.

Der TSK ist bei mir auch nicht möglich, da ich noch weitere Probleme mit dem Bauch habe, so dass auch eine Blasenentfernung, an die schon letztes Jahr gedacht wurde, ebenso nicht durchführbar ist. Der nächste Schritt für mich wären zwei Urostomas.

Nur was mir momentan eben Kopfzerbrechen bereitet ob das wirklich sein kann, dass eine Blase nochmals innerhalb von nur 6 Wochen weiter schrumpft.

Viele Grüße
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Tom252
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