Bauchdeckenkatheter und Harnwegsinfektion

Hier findet ihr alles zu den ableitenden Hilfsmitteln wie zum Beispiel Urinalkondom, Katheter, Beinbeutel, ISK usw...

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Beitrag #1 von MoltoMike » 25 Jan 2010 14:46


Hallo,
ich habe MS und damit ich kein Urinalkondom mehr anlegen muß,
hab ich mir ein SPF Bauchdeckenkatheter legen lassen
nun hab ich aber jetzt öfters eine Harnwegsinfektion und sonst
kommt oft Urin aus der Harnröhre.
Das kann doch nicht normal sein, oder?
Viele haben Anfansschwierigkiten, wie lange können diese dauern?
Vielleicht kann mir jemand Tipps geben,
wie ich mit dem Bauchdeckenkatheter besser umgehen kann.
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MoltoMike
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Beitrag #2 von Ramona » 06 Feb 2010 21:30


Hallo MoltoMike!

Ich habe Deinen Beitrag mal ins Forum "ableitende Hilfsmitte"l geschoben. Dort wird er auch später schneller von anderen gefunden, die eine ähnliche Fragestellung haben. :wink:

Gruß Ramona
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Bauchdeckenkatheter

Beitrag #3 von Hermann » 06 Feb 2010 23:17


Hi, ich selber habe einen seit 10 Jahren und bin sehr zufrieden.
Es gibt einiges zu beachten:
Sauberkeit
Schamhaare ab
jeden zweiten Tag einen neuen Verband
Furantantin 2 Stück am Tag
und du wirst sehen, dass du mit der Zeit auch trockener wirst, weil die Harnröhre ihre Funktion aufgibt. Wenn du Lust hast, können wir uns über Mail austauschen.
Gruss Hermann
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Beitrag #4 von Tom252 » 07 Feb 2010 17:39


Hallo,

ich habe zwar keinen Bauchdeckenkatheter aber einen durch die Harnröhre und habe seit Monaten ständig einen HWI nach dem anderen. Mittlerweile sind sie multiressistent. Meine Ärztin sagt, solange kein Fieber und kein Schüttelfrost kommt kein Problem. Aber wichtig ist dabei, dass der Urin ständig abgeleitet wird und nicht über Ventil selbst gesteuert wird, wenn der Harndrang kommt.

Ferner habe ich seit dem ich die ganze Sche..e habe mich in Sachen Hygiene noch schlimmer verändert wie es früher war. Wie mein Vorredner schreibt, als erstes ist bei mir die Schambehaarung gefallen, damit sich da nichts einnisten kann und ich auch sehr leicht es desinfizieren kann. Ansonsten das was normal sein sollte, die Körperhygiene usw. Im ganzen sind bei mri alle Haare nun bei mir zum Opfer gefallen.

Viele Grüße
Tom
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Beitrag #5 von Struppi » 07 Feb 2010 20:27


Hallo Tom,

ich würde dringend zur Entfernung des transurethal geführten Katheters raten, ansonsten wirst du deine Infektion vermutlich nie los.

Eine dauerhafte Ableitung des Urins verkleinert nur stetig das Blasenvolumen.

Sofern eine ständige natürliche Abflussbehinderung vorliegt, solltest du ggf. auch über einen Bauchdeckenkatheter oder den ISK (die vermtl. beste Lösung) nachdenken.

Gruß

Hannes
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Beitrag #6 von Tom252 » 07 Feb 2010 20:40


Hallo Hannes,

ich habe schon länger eine Schrumpfblase und momentan überlegen die Ärzte nun die Blase zu entfernen. Ein Besprechungstermin habe ich nächste Woche. Den ISK habe ich absetzen müssen, da ich Harndrang bereits bei 50ml habe und somit der ISK nicht mehr durchführbar war. Die Blasenkapazität liegt derzeit bei 110ml.

Einen Bauchdeckenkatehter geht aufgrund meines Bauches nicht, der durch eine OP entstellt ist. Daher bin ich momentan in der Zwickmühle.

Viele Grüße
Tom
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Beitrag #7 von Romabe_m » 07 Feb 2010 22:04


Hallo MoltoMike
Mit Interesse habe ich Deinen Eintrag gelesen, ebenso die bisherigen Antworten. Daraus entnehme ich, dass halt jeder Fall wieder speziell ist und jeder seine eigenen (positiven oder negativen) Erfahrungen mit den unterschiedlichen ableitenden Systemen macht.

Wenn Du ev. meine früheren Eintragungen hier mitverfolgt hast, wurde mir letzten Sommer ein Bauchdauerkatheter entfernt (nach 11 Monaten Tragezeit), weil ich täglich Schmerzen hatte (und auch viele Infektionen....) Mit dem Erlernen des Selbstkatheterismus hat sich eigentlich einiges gebessert. Die Infektionen sind deutlich weniger geworden. Momentan bin ich zwar gerade daran, die letzte zu behandeln..... Eine absolute Sicherheit wird es aber nie geben. Ferner habe ich wieder viel mehr Freiheit ohne permanentes Kathetersystem.

Wenn es Dir irgendwie möglich ist, wechsele zum Selbstkatheterismus. Von allen Systemen ist es sicher das mit den wenigsten Komplikationen.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft. Bei Interesse kannst Du mir gerne auch per Mail schreiben.

Viele Grüsse
romabe_m
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Beitrag #8 von Tom252 » 19 Feb 2010 18:40


Hallo Hannes,

ich war letzte Woche beim Chiurgen und es bleibt momentan alles beim alten. Der Katheter bleibt weiterhin in der Harnröhre.

Viele Grüße
Tom
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Beitrag #9 von Struppi » 20 Feb 2010 09:14


Hallo Tom,

schade, das man dir dort auch nicht wirklich helfen konnte. Die dauerhafte Ableitung scheint zwar bei dir die einzige Möglichkeit zu sein, die ständigen HWI wirst du dadurch allerdings auch nicht los.

Wenn du es noch nicht tust solltest du ggf. den Harn mit Cranberry(-Kapseln) oder vergleichbaren Präparaten ansäuern, das verhindert zumindest ein wenig die explosionsartige Vermehrung der Keime in der Blase.

Warst du mal in einem der größeren Kontinenz-Zentren?

Ansonsten gute Besserung und Grüße

Hannes
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Beitrag #10 von Tom252 » 20 Feb 2010 09:43


Hallo Struppi,

es ist momentan nichts anderes zu machen ausser einer großen OP mit ungewissen Ausgang. Der Prof. war GsD der selben Meinung wie ich, dass wir es erst machen wenn es nicht mehr anders geht, so kann man sich nachher keine Vorwürfe machen.

Ich glaube nicht, dass Cranberry oder so noch helfen könnte, da sich die Blasenschleimhaut komplett löst und mit ausgeschieden wird. Daher ist auch ein ständiger Infekt vorprogrammiert. Wobei er mich zur Zeit nicht großartig stört, da ich ständig ableite. Ich sehe es nur wenn ich wieder leeren muss.

Ich bin seit über 2 Jahren im Kontinenzzentrum, wobei die auch nur begrenzte Möglichkeiten haben und es kaum bis keine vergleichbare Fälle gibt.

Vielen Grüße
Tom
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