EURE MEINUNG BITTE!

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Beitrag #1 von john » 12 Aug 2011 22:04


Mit meiner Urologin habe ich seit einiger Zeit etwas Zoff.

Bevor ich jetzt mir ne neue suche - oder einen Urologen suche - wollte ich mal hier so rumfragen, ob ich mich wirklich zu kindisch benehme oder ob meine Urologin eher Metzgerin werden sollte.

Hier die Story:
Für Flugreisen - beruflich und nicht privat - sollte ich einen Dauerkather mit Ventil nehmen, da die Kontrollen nerven und es nicht immer sinnvoll ist, mit einer Tasche in die Bordtoilette zu gehen. Den Flugbegleitern kann man ja noch vorher Bescheid sagen, nur die Mitfliegenden und ggf. mitfliegenden Sicherheitsleute sind da manchmal etwas spassbefreit.

Bei Hinflügen legt sie mir den DK mit Ventil und gibt mir entsprechendes Material (DK, Ventil, Wechselset, Kurzanleitung mit Bildern) mit.
Beim Rückflug habe ich mich bisher darauf verlassen, dass man ja spätestens am Flughafen ISK machen kann...

Meine Urologin meint, da ich ISK mache könnte ich mir auch einen DK legen. Man müsste ihn halt nur weiter reinschieben, damit der Ballon nicht in der Harnröhre aufgeblasen wird.

Infektionsgefahr sei, da er nur 24 bis 48 Stunden liegen würde, vernachlässigbar gering.

Ich sei kindisch, dass ich es nicht machen würde und das Risiko mit "ISK erst wieder am Flughafen" eingehe... Bei Flugzeiten von bis zu 9 Stunden sei dieses einfach nur dämlich...

Ein schreiben für einen ausländischen Arzt - damit dieser den DK legt - will Sie mir auch nicht geben, da diese ausserhalb der EU eh nicht beachtet werden würden und die chance einen Arzt hierfür zu finden seien eh sehr gering lt. ihrer Erfahrungen.

Im Dezember hatte ich hier zwar schon einmal so allgemein gefragt, da ich aber im Moment sehr oft Fliegen muss/darf nerft langsam auch meine Urologin...

Was haltet Ihr von den Aussagen der Urologin? Ist DK legen einfach und problemlos, wenn man sich an einige Regeln hält oder ist meine Urologin zu lasch?

Danke für jede Art von Kommentar und Hinweisen, etc.

Grüsse von John, der jetzt ersteinmal die letzten Reisespesen in Kino- und Restaurantbesuchen "sinnvoll" investiert... :mrgreen:
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john
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Beitrag #2 von Sebald » 13 Aug 2011 20:02


Hallo John,

da haste aber eine sehr zupackende Urologin!

Ich selber mache ISK und habe natürlich auch mal einen DK gelegt bekommen - so riesig fand ich da die Unterschiede nicht. Jedenfalls was die grobe Richtung angeht. Eine Gefahr besteht sicher in der Blockierung, die eben nur dann erfolgen darf, wenn Harn fließt. Aber auch das ist ja geklärt bzw. erläutert worden.

Ich sehe da im Grunde keine Probleme. Sich im Ausland einen Arzt zu suchen, der einem auf Wunsch einen Katheter legt erscheint mir da weit schwieriger - schon abrechnungstechnisch.

Im Grunde traut dir deine Urologin doch enorm viel zu!

Mir sind allerdings Grund und Ablauf des ganzen Prozedere nicht ganz klar: Fährst Du vor jedem Flug zu Deiner Ärztin? Nimmst du den DK nach dem Flug direkt wieder raus und machst dann normal ISK? Also auch kurz vor dem Rückflug? Dann könntest Du das auf dem Hinflug doch genauso tun.

Wird man von den anderen Passagieren da wirklich so bedrängt? Ich mein, da ist doch oft jemand dabei, der insulinpflichtig ist, sich spritzen muß und daher auch Sachen mit aufs Klo nimmt und dort länger braucht...

Beste Grüße,
Sebald
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Beitrag #3 von john » 13 Aug 2011 22:49


Fährst Du vor jedem Flug zu Deiner Ärztin? Nimmst du den DK nach dem Flug direkt wieder raus und machst dann normal ISK? Also auch kurz vor dem Rückflug? Dann könntest Du das auf dem Hinflug doch genauso tun.

Im Moment mache ich das genau so, bzw. lasse es sein, wenn ich selbst die Flugdaten erst kurz vorher erhalte. Dieses "vorbeisehen" nerft meine Urologin...

Wird man von den anderen Passagieren da wirklich so bedrängt?

Flieg mal Richtung USA, Kanada, Japan...

Ich mein, da ist doch oft jemand dabei, der insulinpflichtig ist, sich spritzen muß und daher auch Sachen mit aufs Klo nimmt und dort länger braucht...

Insulininjektoren sind um einiges kleiner und eine steriler Einweg Tupfer zur Desinfektion passt in die Hosentasche. Da ist leider nicht so das Problem mit der etwas grösseren Tasche. Was auch gerne gemacht wird ist, dass man eine Insulinpumpe hat. Die fällt dann gar nicht mehr auf.

Im Grunde traut dir deine Urologin doch enorm viel zu!

Danke. Ich habe früher in einem Umfeld gearbeitet, in dem es auf Hygiene etc. angekomment ist.
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john
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Beitrag #4 von Sebald » 14 Aug 2011 15:49


Hallo John,

okay, ich gebe zu: Mir fehlt tatsächlich Flugroutine. An zwei kritischen Punkten könnte man aber ansetzen, wenn es denn doch nicht der vorübergehende Dauerkatheter sein soll.

Entweder an der Größe: Dann wäre der neue SpeedieCath compact von Coloplast gut. Der ist nicht größer als Kugelschreiber und verlängert sich teleskopartig beim Herausziehen. Zur Desinfektion reicht ja eine Sprühflasche Octinesept. Auch die sollte nicht weiter auffallen.

Wenn man Probleme beim Einführen hat, dann kann man alternativ auch von Hollister den VaPrpo nutzen. Tue ich selbst gerade. Der ist ebenfalls hydrophil beschichtet, hat eine Einführspitze und ist insgesamt sehr beweglich. Läßt sich bspw. auch 'knicken'. Die Verpackung könnte aber kleiner sein.

Bei mir dauert das Kathetern nur unwesentlich länger als bei 'normalen Menschen' das Wasserlassen. Jedenfalls, wenn ich auf Reisen mal so beobachte, wie häufig und lange die Leute 'weg bleiben'. Bei Männern, die eine Prostatvergrößerung haben, dauert es ja auch länger. Und da wird kaum nach anderthalb Minuten Verweilzeit die Klotür aufgebrochen.

Aber wie gesagt, mir fehlt die Langstreckenerfahrung - und ich desinfiziere inzwischen jetzt zwar wieder, aber auch das dauert als Schritt nicht ewig bei mir.

Wäre eigentlich eine Sakralnervstimulation was für Dich? Dann würden diese Probleme im Grunde entfallen. Ist aber nicht jedermanns Sache und auch nicht bei jedem möglich. Ich kam wegen der Insulinpumpe drauf.

Beste Grüße,
Sebald
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