Dauerkatheter .

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Dauerkatheter .

Beitrag #1 von gosch » 02 Jan 2013 11:30


Hallo ich habe eine überaktive Blase und bin dadurch inkontinent , vorher habe ich von meinem Urologen immer Windeln verschrieben bekommen , und 1-2 mal im Jahr Botox in die Blase gesprizt , da ich aber einfach nicht mit den Windeln zurecht komme habe ich nun erstmal einen Dauerkatheter 14CH bekommen , wie wirkt sich das auf dauer auf meine Blase aus ? wird es dadurch noch schlimmer ? ich habe wirklich Panik . gruss
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gosch
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Beitrag #2 von Struppi » 03 Jan 2013 02:42


Hallo Gosch,

ein transurethal geführter Katheter ist eigentlich nicht zur dauerhaften Lösung bei Inkontinenz gedacht bzw. gemacht worden, sondern nur bei aktuen Ereinissen, so z.B. bei einer Operation oder akutem Harnverhalt. Längerfristig ist ein Harninfekt fast unvermeidbar.

Ob ein DK bei Deiner Symptomatik indiziert ist, wird sich Dein Arzt schon überlegt haben; allerdings verkleinert sich bei längerer Tragezeit das Blasenvolumen deutlich, was bei Deiner überaktiven Blase sicherlich nicht so klasse ist.

Alternativ zu "Windeln" gibt es das Kondomurinal, Anticholinerika (anstatt Botox) und wenn es ableitend längerfristig sein sollte, wäre ein Cystofix (suprapubische Blasenfistel) sicherlich besser; dies ließe sich - wie das Kondomurnial im Übrigen auch - diskret mit einem Bein- oder Bauchbeutel tragen.

Gruß

Hannes
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Struppi
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Beitrag #3 von Tom252 » 07 Jan 2013 10:38


Hallo Gosch,

ich hatte über etwas über 3 Jahre einen TSK und kam mit diesem im Alltag gut zu recht, hatte aber auch die Probleme, die Struppi schon nannte.

Ich bin von einem zum anderen Infekt geschlittert und hatte ständig mit Keimen zu kämpfen und das obwohl ich wirklich penibel auf Hygiene geachtet habe. Doch ist es fast unmöglich keinen Infekt zu bekommen. Erst seitdem ich vom Katheter weg bin habe ich weniger HWIs und wenn nicht mehr gar so ausgeprägt wie zuvor.

Mein Urologe und mein Klinikarzt haben mir immer wieder von dem Katheter abgeraten, doch solange ich kein Wasserlassen konnte gab es für mich keine Alternative dazu, da ich einfach zu oft mit dem Kathetern unterwegs war. Erst nachdem ich nach meiner OP im Juni plötzlich wieder Wasserlassen konnte gab es auch von der Seite keinen Anlass mehr für einen TSK und somit musste ich mich erst wieder daran gewöhnen "normal" auf Toilette zu gehen. Leider hat jede Medaille zwei Seiten und es spricht vieles für aber genauso vieles gegen einen DK, wobei ich mehr dahin tendiere, dass mehr gegen den DK spricht, vor allem die heftigen HWIs, die wirklich nicht ohne waren.

Viele Grüße
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Tom252
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DK

Beitrag #4 von Marilee » 10 Feb 2013 20:59


Ich sehe das auch so wie Struppi. Ein transuretraler DK ist lediglich für den kurzzeitigen Gebrauch gedacht. Die Infektgefahr ist hier einfach viel zu hoch. Bei längerer Liegedauer würde hier jeder verantwortungsvolle Mediziner zu einem Cystofix raten.
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