Inkontinenz nach OP zur Harnleiterumlegung

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Inkontinenz nach OP zur Harnleiterumlegung

Beitrag #1 von 2radgustl » 30 Jan 2006 14:43


Hallo,
Meine 71jährige Frau hatte vor 15 Jahren eine Total-OP an der Gebärmutter.
Seit ca. 10 Jahren leidet sie zunehmend unter Inkontinenz.
Im vorigen Jahr musste sie sich einer schwierigen OP (wegen einer gutartigen Wucherung an einem Harnleiter wurde dieser in den Bauchraum verlegt) unterziehen. Danach wurde die Inkontinenz immer schlimmer; inzwischen muss sie Slipeinlagen der dicksten Sorte tragen, um einigermaßen mobil zu bleiben.
Von einer erneuten OP zur Schadensbegrenzung wird sowohl vom behandelnden Urologen als auch von befragten Leidgenossinnen strikt abgeraten.
Geschlechtsverkehr ist zu meinem Leidwesen (ich bin "erst 72"!) ein absolutes Tabu, weil sich meine Frau "unsauber" fühlt und deshalb einfach schämt. Mein Zureden hilft dabei überhaupt nicht!
Kann uns jemand mit Ratschlägen, Erfahrungsberichten o.ä. wieder zu einem normalen Eheleben verhelfen?
Wir wären unendlich dankbar!
Marianne und Gustav
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2radgustl
 
 

Beitrag #2 von eckhard11 » 30 Jan 2006 21:37


Guten Abend, Gustav,

also, die Verlegung eines Harnleiters in den Bauchraum kann eigentlich nicht zu einer vermehrten Inkontinenz führen.
Die Harnleiter führen von den Nieren in die Blase und haben daher auf die Blasenentleerung keinen Einfluss.

Ich vermute eher, dass Deine Frau unter einem zu schwachen Beckenbodenmuskel leidet.
Sie sollte einmal einen erfahrenen Physioterapheuten aufsuchen und mit diesem über das Problem sprechen.
Ein vernünftig durchgeführtes Beckenboden-Muskeltraining kann Wunder wirken.

Und der Urologe sollte einmal alle Test´s durchführen, welche geeignet sind, die Ursache der Inkontinenz einzugrenzen.
Bei Deiner Frau sind sicherlich körperliche Ursachen für die Inko verantwortlich, also kann man diese auch körperlich bekämpfen.
Dies ist gar nicht so schwer, man muss es nur durchhalten.

Hinsichtlich einer "begrenzten Trockenheit" sollte Marianne ebenfalls mit dem Urologen sprechen. Es gibt Medikamente, welche hier helfen können.
Aber nur eben eine begrenzte Zeit, vielleicht so 2 - 3 Stunden.
Aber für Deine 72 Jahre wird dieser Zeitraum wohl ausreichen, hi, hi, hi.....

Ich wünsche Marianne und Dir viel Erfolg.


Jetzt lege ich mich erst einmal wieder hin .sleep:
Eckhard
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eckhard11
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