Keine Angst vor einer Beziehung!

Hier geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, Partnerschaft und Sexualität.

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Keine Angst vor einer Beziehung!

Beitrag #1 von Regenmacher » 02 Jun 2003 14:43


Lieber Leser des Forums!

Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die nach einer Inkontinenz allein leben und sich nicht mehr trauen, eine Beziehung einzugehen. Nun, ich war selbst mal so. Als ich mit 23 Jahren meinen Unfall hatte, da war ich der Meinung, es würde nie wieder eine Beziehung in meinem Leben geben. Vor allem, weil ich der Meinung war, Inkontinenz ist schlecht und das dürfte niemand wissen.

Heute bin ich glücklich verheiratet und meine Frau hat nie damit Probleme gehabt, daß ich komplett harninkontinent bin, also keinerlei Blasenkontrolle habe.

Wie ich das geschafft habe? Nun, ich habe mein Leben nicht mehr nach meiner Inkontinenz gerichtet. Heute lebe ich sehr offen und jeder, der es wissen kann, wird von mir auch erfahren, daß ich inkontinent bin - ich lebe nicht mehr geheim.

Klar, ich renne nicht mit einem Zettel rum "Ich bin inkontinent". Und ich achte heute noch auch passende Kleidung, wenngleich ich nicht an die gängigen Regeln halte. Ich trage auch helle Kleidung und zu 99 Prozent Anzüge aus dünnen Stoffen. Trotzdem merkt man es nicht, wenn der Schnitt stimmt, darauf achte ich schon. Es wäre nicht nett im Geschäftsleben, wenn ich ständig auf meine Unterkleidung angesprochen würde.

Aber sonst lebe ich eben einfach mein Leben. Inkontinenz gehört genauso dazu, wie ein schönes Essen mit meiner Frau.

Traut euch einfach mal raus aus der Isolation und Selbstbestrafung und fangt an, endlich wieder zu leben. Und ein freundliches Lächeln in Richtung der oder des Angebeteten kann so manche Tür öffnen, die heute noch verschlossen scheint.

Gruß Marco
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Beitrag #2 von wiebke46 » 05 Jun 2003 23:03


Hallo Marco und alle anderen!

Marco, Dein Aufruf klingt unwahrscheinlich negativ; ich glaube nicht, dass das der "Allgemeinheit" der inkontinenten Menschen gerecht wird. Außer mir selbst kenne ich zwar nur eine sehr überschaubare Zahl Inkontinenter, aber diejenigen, die ich im Blick habe, die haben Partnerschaften, Ehen, Freundschaften, die (so mein Eindruck) nicht mehr und nicht weniger problematisch sind, als das bei der Allgemeinbevölkerung der Fall ist.
Wir wissen alle, dass wir letztenendes nichts für unsere Inkontinenz können. Wir wissen alle, dass wir deshalb irgendwelche Hilfsmittel brauchen. Wir wissen alle, dass "man" natürlich niemals in die Hose macht. Aber wir sind trotz allem einfach wir, sind (fast) die Persönlichkeiten, die wir auch ohne Inkontinenz wären. Und deshalb leben wir und arbeiten wir und lieben wir doch auch, oder?????
Wenn wir lieben können, dann können wir auch geliebt werden. Davon bin ich zutieftst überzeugt. Damit will ich meine Ehe nicht in himmlische Höhen heben, aber wunderbar gut ist sie doch, und Liebe gibt's in ihr, und einfach Spaß.
Bei dem Thema Inko&Partnerschaft denkt man sicherlich schnell an Sex. Ja um Gottes Willen, wo ist das Problem? Hierzu kann ich nur für meine eigene Beziehung sprechen, in der meine Inkontinenz (hierbei) kein Thema ist. Na gut, wir haben halt eine Unterlage drunterliegen, aber was bedeutet denn das???
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Du hast (fast) Recht, Wiebke!

Beitrag #3 von Regenmacher » 06 Jun 2003 08:57


Liebe Wiebke,

je älter man wird, um so mehr reift man auch in der Persönlichkeit. Das merke ich an dir und ich freue mich, so eine offene Meinung auch von anderer Seite gehört zu haben.

Ich selbst bin erst seit zwei Jahren verheiratet, habe aber meine Partnerin erst lange nach meiner Inkontinenz kennengelernt. Wenn du gängige Foren (vor diesem hier) besucht hast, dann weißt du, daß die Frage nach Partnerschaft immer wieder auftaucht.

Es ist nicht unbedingt einfach, über den eigenen Schatten, die eigene Scham zu springen und einfach normal zu leben. Für mich würde ich sogar behaupten, daß die Inkontinenz mich zu einem besseren Menschen gemacht hat, weil ich endlich mal gemerkt habe, wie toll es ist, nicht ganz perfekt zu sein.

Jeder muß für sich einen Weg finden, daß du ihn gefunden hast und ich auch, finde ich toll. Nun gilt es, den vielen Betroffenen zu helfen, die sich zu Hause verschanzen und denken, das Leben nach der Inkontinenz ist vorbei.

Liebe Grüße sendet

Marco
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Partnerschaft?

Beitrag #4 von Harald1969 » 04 Aug 2003 23:26


Also, ich will ja meinen Vorschreibern nicht widersprechen und akzeptiere und respektiere Eure Meinungen, aber meine Erfahrung ist eine andere.

Ich bin heute 34, und habe schon so manche Beziehung hinter mir. Ich habe wohl das "Glück" nicht allzu schlecht auszusehen und mein Auftreten ist generell recht normal (auch wenn ich oft ein verrücktes Huhn sein kann :lach: ).

Was ich in der Vergangenheit von Frauen schon zu hören bekam und was ich vor allem zu FÜHLEN bekam an Ablehnung, Verachtung, Ekel oder sonstigem passt auf keine Kuhhaut. Ich glaube Euch durchaus, dass es auch andere Frauen gibt, aber wahrscheinlich hab ich halt keine getroffen.
Entweder sie seilen sich mehr oder weniger elegant ab, sobald sie die Inko erkennen bzw. ich ihnen davon erzähle, oder sie versuchen diese Sache dazu verwenden, Macht auszuspielen. Machtspiele sind vielen Frauen generell sehr geläufig. Die Selbstverständlichkeit, Selbstgefälligkeit und Selbstgerechtigkeit mit der viele Frauen Männer demütigen ist teilweise frappierend. Meist sind sie dabei sehr raffiniert und unscheinbar, manchmal ist es aber auch allzu deutlich.

Die Loblieder die uns heute von allen Medien über die Frauen vorgesungen werden (dass sie alles besser können und sowieso die besseren Menschen sind, etc.) gehen für mich schon hart an die Grenze von Faschismus. :aerger:

Um es deutlicher zu sagen: Frauen sind genauso gut und schlecht wie Männer. Wenn uns die Emanzipation etwas gezeigt hat, dann, dass die schlimmen Dinge, die Männer in der Vergangenheit getan haben keine männlichen, sondern MENSCHLICHE Fehler sind.

Die Gelegenheit macht Diebe. Frauen verfallen der Macht genauso leicht wie Männer.

ABER: ich bin überzeugt, dass es gute, aufrichtige, tolerante und warmherzige Menschen gibt. Und das gilt ebenso für beide Geschlechter! Und das sind keine leeren Worte. Ich kenne eine Frau, die so ist, nur dass leider kein Funke springt (wahrscheinlich, weil ich sie schon so lange kenne).

Jetzt höre ich schon die Stimmen, die hier schreiben werden: "Naja, Du ziehst halt immer solche Frauen an."
Glaubt mir, das stimmt nicht. Ich habe von Jung bis Alt, von Hilfskraft bis Akademikerin alle sozialen Schattierungen an Frauen kennengelernt und oft Beziehungen eingegangen (von mehreren Jahren bis zu ein paar Wochen). Ich hab, glaube ich, einen ganz guten Überblick über das weibliche Profil (soll jetzt nicht angeberisch wirken).
Es ist ja auch so, dass ich genug Männer kenne, die Ar***.... (eh schon wissen) sind. Gibts auch wie Sand am Meer. Nur suche ich halt zu Männern keine intimen Beziehungen, daher fehlt mir der Vergleich ein bisserl. Aber ich kann mir gut vorstellen dass sich die Geschlechter in dieser Hinsicht nicht viel schuldig bleiben.

Ich bin also eher den MENSCHEN gegenüber sehr vorsichtig eingestellt.

Wenn ihr (Männer so wie Frauen) einen liebevollen, herzlichen und verlässlichen Menschen gefunden habt, der euch so nimmt, wie ihr seid, dann ist das ein Lotto-Sechser!! Ich kann jedem dazu nur gratulieren und das meine ich nicht sarkastisch oder neidisch! Mir, so wie allen anderen, kann dies ein Beispiel sein, dass sowas grundsätzlich möglich ist. Aber wie gesagt, ein Lotto-Sechser ist auch grundsätzlich möglich ... :?

Ich habe seit ein paar Jahren aufgehört, zu suchen. Ich glaube nicht mehr, dass ich meinen Traum von Familie noch erfüllen kann. Ich richte mich halt darauf ein und bisher gelingt mir das sehr gut. Auf die meisten Annäherungsversuche von Frauen reagiere ich eigentlich nicht mehr. Selber setze ich auch keine Signale mehr. Interessant ist, dass ich in den letzten zwei Jahren fast trocken geworden bin. Meine sonst nur im Sommer nachlassende Inko ist nun auch im Winter oft wochenlang weg. Ich habe inzwischen meiner Krankenkasse bescheid gesagt, dass ich keine Windeln mehr brauche und muss nur sehr selten mal (so drei-vier mal im Jahr) ein Päckchen kaufen, was ich nun von meinem eigenen Geld mache. Damit habe ich selber auch ein besseres Gefühl, weil ich niemandem mehr auf der Tasche liege.

Eine Sache, die mich an manchen AB und DL stört: manche lassen sich Windeln verschreiben und schädigen damit die Betroffenen... aber das gehört nicht zu diesem Thema. Grundsätzlich habe ich gar nichts gegen sie. Wer Offenheit und Toleranz verlangt, der muss sie auch zu geben bereit sein. Und damit schließe ich den Kreis wieder, und zwar mit einem Rat, wie man gute von schlechten Menschen leicht unterscheiden kann:
1) Wer A sagt und B tut ist entweder zu sich selbst oder zu Dir unehrlich und
2) Wer von Dir Dinge verlangt, die er/sie selbst nicht geben will ist ein Machtmensch und sollte gemieden werden.

Zwei ganz kleine Tipps die oft viele Schmerzen verhindern können.

So und jetzt hüpfe ich in meinen Asbestanzug, nachdem ich erwarte, extrem ge-flamed zu werden... :twisted:
Das Bewusstsein ist wie ein Fallschirm. Es funktioniert nur, wenn es offen ist.
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Man, ein Megabeitrag...

Beitrag #5 von Regenmacher » 05 Aug 2003 00:12


Hallo Helmut,

das war aber ein Hammerbeitrag... Ich will versuche, mich kürzer zu fassen...

Klar, Frauen wie Männer haben Fehler - jeder so seine Artspezifischen. Und durch die Emanzipation ist es eigentlich fast ein ausgewogenes Verhältsnis. Mit nur einem Unterschied - da Männer häufiger gewalttätig sind und Frauen in der Opferrolle offener, hört man diese Fälle häufiger, als anders herum.

Aber so wie Menschen verschieden sind, sind auch die Erfahrungen. Klar, jeder zieht einen bestimmten Typ an - in deinem Fall scheint das nicht so perfekt zu sein. Ich habe damals auch nicht mehr gesucht - mit meiner Frau das hat sich spontan ergeben und war ein wirklicher Glücksgriff. Immerhin mußte meine Frau bei mir gesundheitlich einiges durchmachen. Ich war so oft im Krankenhaus in den letzten zwei Jahren - zweimal davon lebensbedrohlich - daß ich mir ihrer Liebe sicher sein kann - viele hätten das nicht mitgemacht.

Das mit Faschismus zu vergleichen, das hinkt glaube ich etwas. Faschismus war eine Gesinnung mit dem Effekt der Gruppendynamik - das läßt sich hier nicht drauflegen. Aber sicher, manchmal ist es schon hart.

Vorsicht Menschen gegenüber allgemein ist heute ein sehr wichtiger Schritt. Sonst wird man zu schnell ausgenutzt oder über den Tisch gezogen. Wenn man aber einen solchen Weg gemeinsam gehen kann, dann ist das nicht so schlimm, als wenn man ein Einzelkämpfer ist.

Windeln selbst zu kaufen, finde ich nett für das Sozialsystem - aber du zahlst ja auch ein - dann steht dir die Leistung zu. Wieso mehr Geld ausgeben für etwas, was du zahlst. Wenn du einen Unfall hast (unverschuldet), wirst du ja auch nicht hingehen und den Schaden selbst tragen, damit du die Versicherungen und damit die Beiträge aller entlastest.

Was ich natürlich auch nicht billigen kann sind Leute, die versuche, ihren Spaß über die Kassen laufen zu lassen. Das finde ich verboten und so gesehen ist es auch kriminell. Solche Sachen sollten hart bestraft werden.

Alles in allem wünsche ich dir viel Glück bei deiner Partnersuche oder dem Leben allein - und vor allem viel Gesundheit. Halte uns mal auf dem Laufenden, was deine Inkontinenz angeht, mich würde mal interessieren, wieso die auf einmal verschwindet - vielleicht habe ich ja auch noch Hoffnung.

Gruß Marco
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Inkontinenz und Partnerschaft

Beitrag #6 von Harald1969 » 05 Aug 2003 15:57


Marco, ich glaube Dir gerne, dass Deine Frau außergewöhnlich ist. Und wenn sie so ist, wie Du sie beschreibst, dann kann ich nur eines dazu sagen: FESTHALTEN :-)

Was die Gewalt in Geschlechtern betrifft, so muss ich Dir leider widersprechen. Langzeitstudien haben ergeben, dass Männer und Frauen tendenziell anders mit Gewalt umgehen.
Männer tendieren zu explosiver, extrovertierter, heißer Gewalt. Sie fluchen mehr, toben und manche schlagen sogar zu.
Frauen neigen zu introvertierter, kalter Gewalt. Ist eine Frau verletzt, so meidet sie die offene Konfrontation, sondern wartet auf ihre Chance sozusagen der Zielperson "die Hacke ins Kreuz zu hauen". Frauen führen meist die feinere Klinge, verletzen psychisch und verursachen somit Wunden, die meistens nie behandelt werden können.

Dies sind natürlich nur Tendenzen. Einzelpersonen reagieren natürlich oft anders. Ich bin z.B. zwar durchaus sehr explosiv, aber war noch nie gewalttätig *klopfklopfklopf auf Holz*. Meist ists nur ein Sturm im Wasserglas und gleich vorbei.

Aber es stimmt. Eine verletzte Frau geht offener mit ihrer Rolle als Opfer um. Sie ist eher bereit die Verletzung zu gestehen und stehen dadurch viel öfter als Opfer da => Männer stehen dadurch natürlich auch öfter als Täter da.

Klar, wie Wahrnehmung funktioniert?

Die Gewalttätigkeit von Frauen nimmt übrigens in demselben Maße zu, in dem sie eigenständig im Berufleben stehen und arbeiten müssen. Seit jeher ist die Gewalttätigkeit von Frauen die in sozialen Berufen arbeiten am höchsten. Vor kurzem lief ein Bericht im Fernsehen über Krankenschwestern, Kindermädchen, Altenheimpflegerinnen etc. die sich an ihren (vor allem männlichen!!) Schützlingen vergingen. Der Bericht ging mit ziemlich an die Nieren, da ich selber als Fünfjähriger von einer Kinderkrankenschwester misbraucht wurde.

Weiters ist es ein Faktum, dass Frauen nicht gerne Frauen als Chef haben. Denn eine Frau als Chef geift öfter zu intrigantem Verhalten, speziell gegen andere Frauen.

In unserer Firma mussten die reinen Frauenbüros zergliedert werden. Es wurden nicht mehr nur Frauen zusammengesetzt, sondern Frauen und Männer in Büros gemischt, weil in reinen Frauenbüros die sozialen Spannungen durch Mobbing und Intrigen so hoch wurden, dass die Arbeit teilweise zum Erliegen kam.

Soviel zu weiblicher Gewalt. Wie gesagt, sie ist vielleicht dezenter, mehr unter der Oberfläche, aber ganz sicher nicht weniger gefährlich oder schädlich. Männer gehen nur leider nicht so offen mit Verletzungen um, die sie von Frauen erhalten. Männerhaus gibts ja auch keines, nicht war?

Es ist sicher auch so, dass Frauen in der Vergangenheit bei weitem nicht so gewalttätig waren wie Männer, aber seit sie immer mehr dem sozialen Druck der Selbstständigkeit ausgesetzt sind (selber Knete heimbringen müssen und für die Zukunft Sorge tragen) geht es mit den Statistiken aufwärts. Das Problem tritt in Bevölkerungsballungszentren interessanterweise stärker auf.

Übrigens ein Verhalten, das man bei Tieren mit komplexen sozialen Strukturen (vom Primaten bis zu Ratten) ebenfalls beobachten kann. Sperrt man viele auf engem Raum zusammen wächst die Agression ins unermessliche und all die kranken Sachen, vom Vergewaltigen von Nachwuchs bis zu Mord und Totschlag tritt 1:1 wie bei uns an die Oberfläche.

Kurz gesagt: es ist der Stress, der uns krank macht. Da sind Frauen nicht ausgeschlossen.

So genug geschwafelt.

Ich glaube, dass sich die Geschlechter nichts schuldig bleiben, drum verärgert mich das "in den Himmel loben" der Frauenschaft immer wieder. Bleibt auf der Erde, Leute! Wir sind alle nur Menschen! :roll:
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Jaja, die Frauen...

Beitrag #7 von Regenmacher » 05 Aug 2003 21:19


Also, dem ist nichts hinzuzufügen - ich wollte es nur nicht so lang machen. Was Männer mit der Faust regeln machen Frauen eben mehr intrigant über das Gefühl - das kann viel schmerzhafter sein.

Fakt ist, nicht jeder kann der Chef sein - die Rollen müssen verteilt sein. Deshalb funktioniert das in christlichen Familien, wo die Rolle klar verteilt ist, viel besser, als in offenen Beziehungen, wo jeder sein Stimmrecht ausüben möchte. Jemand muß das letzte Wort haben.

Naja, WEr auch immer - man sollte einfach locker miteinander umgehen und die Liebe an erste Stelle legen, dann klappt das auch.


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Beitrag #8 von Clahan » 31 Aug 2004 17:49


Hallo Harald,

ich konnte kaum glauben was "wir" Frauen (mit wenigen Ausnahmen) da von dir alles auf das "feministische Wurstbrot" geschmiert bekamen...
Wenn ein Beitrag schon nach wenigen Sätzen damit beginnt (...) ich sehe wohl nicht ganz schlecht aus (...) und (...) ich habe schon jede Menge Beziehungen hinter mir (...) dann kann ich persönlich dir zu dieser grandiosen "Oberflächlichkeit" nur gratulieren...
Eine Beziehung besteht aus weitaus mehr als 4 Beinen in einem Bett und sowas muss wachsen und gepflegt werden. Und da hilft weder gutes Aussehen noch ne Menge Erfahrung. Da hilft nur Mut und innere Grösse.
An dieser Stelle eine Diskussion über den "besseren" Menschen, bzw das "bessere" Geschlecht zu entfachen ist Blödsinnig und gräbt uns nur das Wasser der Gemeinsamkeit ab.
Als feministisch angehauchte Frau lade ich dich gerne zu einem privat Chat dazu ein.
Liebe Grüsse und nichts ist wirklich "böse" gemeint
Claudia
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