Inkontinenz bei Sex

Hier geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, Partnerschaft und Sexualität.

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Inkontinenz bei Sex

Beitrag #1 von Indianer » 15 Dez 2008 18:28


Hallo..bin ganz neu hier...ich bin ja sowas von positiv überrascht dass ich hier hoffentlich ein Forum gefunden habe, wo ich ungeniert mein Problem öffentlich machen darf und evtl. Hilfe oder Menschen treffe, die dasselbe Problem haben.
Ich hab seit der Geburt meiner Zwillinge (1991) eine Verletzung im Analbereich...wurde vor 2 Jahren bei meiner Gebärmutter-OP festgestellt und eine Sphinkter-OP gleich mitgemacht. Hatte davor manchmal und auch jetzt ab und zu festgestellt dass beim Sex, speziell beim Orgasmus manchmal etwas Stuhl abgeht, da sich der Darm auch nicht richtig entleert (mein Gefühl) und ich auch dünneren Stuhlgang habe..also nicht so gefestigt ist, wie er sein sollte...wer hat ähnliche Probleme oder kann mir da weiterhelfen...da ich keinen festen Partner habe und mein letzter der erste war, der das mitbekommen hat...sonst konnte ich es immer irgendwie vertuschen...nicht lange danach hat er sich von mir getrennt und hatte mich als es passierte gefragt ob andere Männer mich deswegen verlassen hätten...seitdem plagen mich Zweifel ob das wirklich der wahre Grund für die Trennung war...ich bin seitdem total verunsichert und hab jetzt totale Angst mich jemandem anzuvertrauen und dass das mit dem nächsten Mann wieder mal passiert...was kann ich tun?
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Mut

Beitrag #2 von Yvonna » 16 Dez 2008 19:26


Hallo Indianer,

auch ich hatte ein ähnliches Erlebnis - mein damaliger Freund verließ mich "wegen der Inko".
Ich bin auch noch nicht lange hier drin, habe aber inzwischen viel Mut zugesprochen bekommen von Betroffenen.
Inzwischen bin ich nun zu der Auffassung gekommen, dass die Liebe - und damit meine ich auch LIEBE (und nicht nur so ein Gefühl) - solchen Krankheiten standhalten sollte. Für Dich ist es natürlich besonders schlimm, wenn es im intimen Bereich solch drastische Auswirkungen hat (bei mir war es stets die Scham des "Windeltragens" und das auch damit verbundene "unerotische" Gefühl), deshalb glaube ich persönlich, dass es ZEIT braucht. Wenn Du einen Partner hast, laß Dir viel Zeit - wenn er drängelt, ist er AUCH nicht der "Richtige" -, denn ein Gespräch zu Deiner Problematik braucht dringend eins: VERTRAUEN. Das baut sich doch erst im Laufe einer gewissen Zeit auf, ist nicht von Anfang an da. Wenn DAS dann da ist, so denke ich, und sich die (wahre) Liebe einstellt, dann dürfte es kein Problem mehr sein.
Medizinisch kann ich Dir leider bei Deiner Problematik nicht weiterhelfen, da gibt es - wie ich im Forum sah - andere, die da gut Bescheid wissen.

Und denke bitte immer daran:
Nobody is perfekt... :lach: , vielleicht ist ja auch an dem Mann nicht alles SO in Ordnung...? Jeder hat doch seine Schwachstellen, ist es nicht so?!

Also, Kopf hoch (ich tu es auch... jetzt endlich)
LIebe Grüße und viel, viel Glück
Yvonna
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Beitrag #3 von Indianer » 16 Dez 2008 20:08


Liebe Yvonna,

vielen Dank für deine aufmunternden Zeilen..ich denke du hast recht...er wars nicht wert...beim nächsten Mann wird alles anders... 8) ich wünsche dir eine schöne Weihnachtszeit
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Indianer
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Beitrag #4 von Yvonna » 17 Dez 2008 09:14


Hallo Indianer,

danke für die Wünsche. Auch ich wünsche Dir eine besinnliche, frohe Weihnachtszeit und einen fleißigen Weihnachtsmann.

Viele Grüße
Yvonna 8)
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Beitrag #5 von rode » 18 Dez 2008 21:12


Hallo,
ich denke, dass zwei Dinge am wichtigsten sind für ein Leben und vor allem für eine Partnerschaft mit der Inko. Das ist zum ersten das Selbstvertrauen. Wer von sich selber überzeugt ist, wirkt viel interessanter und mitreißender auf andere. Das gilt besonders für eine Partnerschaft.
Ich selber bin 20 Jahre, komplett inkontinent und leide an Erektiler Dysfunktion (alles aufgrund Krebs blablabla, siehe Vorstellforum). Und ich hatte eine zwei Jahre währende Beziehung mit einem wunderbaren Mädchen und - man glaubt es kaum - ein sehr gutes Sexleben. Wie genau das aussah werde ich erstmal nicht erläutern, aber gelernt habe ich folgendes:

Wie ihr auch schon oben geschrieben habt, kommt es auf wahre Liebe und auf Vertrauen an, und eben auf Mut! Man muss den Mut aufbringen, seinem Problem ins Gesicht zu sehen und eine Lösung zu finden. Verheimlichen und so weiter bringt einen nicht weiter.
Fasziniert andere Leute von euch, statt sie auf eure "Schwächen" aufmerksam zu machen! Seid mutig, seid stark, seid anziehend - das geht auch mit Inko!

viele grüße
codename rode
Liebe und lebe!
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Beitrag #6 von schierwolf » 26 Dez 2009 16:34


Hallo Indianerin!
Alles Gute zum Neuen Jahr!
Es kann hoffentlich auch für Dich nur besser werden! Ich kann's Dir gut nachfühlen, habe ich doch dieselbe ERfahrung gemacht . Operationen im Analbereich können bisweilen das Problem noch verschlechtern. Ich war gerade auf einem Seminar, das auch dieses Thema behandelte: Und wenn ein namhafter Proktologe, ein Chirurg, der sich viel damit beschäftigt, dazu rät, mit den operativen Korrekturen zurückhaltend zu sein, dann ist das für mich ein ernstzunehmendes Argument.
Hilft in Deinem Fall nicht mehr, weil bereits geschehen. Aber lass Dir ja nicht gleich wieder eine Operation einreden mit dem Versprechen, dass dann alles besser wird.
Jedenfalls ich hätte keine Berührungsängste bei Dir und es gibt ja vielleicht doch noch andere Männer, die ebenso empfinden!
Liebe Grüsse aus Salzburg!
Wolfgang.
Nach Bergunfall inkontinent geworden. Habe gelernt, damit zu leben. Und heute sehe ich meine Inkontinenz sogar als Bereicherung meiner Sexualität, wenngleich die Scham nach aussen bleibt....
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