ein schwieriges Thema

Hier geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, Partnerschaft und Sexualität.

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ein schwieriges Thema

Beitrag #1 von denker » 15 Okt 2003 20:35


Hallo zusammen!

ich habe eine in meinen Augen doch eher heikle Frage an euch zu richten. Hoffentlich ist das so in Ordnung, denn bisher waren die Beiträge hier meines Erachtens nach noch nicht in dieser Form....aber ich versuche es einfach mal.
Mein Freund ist querschnittgelähmt (inkomplett) und dadurch auch inkontinent. Die genaue Bezeichnung für diese Form der Inko ist mir allerdings nicht bekannt. Auf jeden Fall benötigt er im Alltag keine Hilfsmittel dafür/dagegen. In letzter Zeit haben wir uns mal ausführlicher über das Thema Sex unterhalten. Er hat sehr viel Angst davor, dass er dabei inkontinent werden könnte, und meinte, er würde dabei lieber eine Windel tragen, zumal er ja eh impotent sei. Mich würde interessieren, wie ihr mit dem Problem der Inko während des Sexes umgeht, was ihr für Vorkehrungen trefft usw.
Mir persönlich gefällt die Idee mit der Windel nicht so gut, weil ich finde sie gehört in dem Moment einfach nicht dort hin. Auch wnen ich ihn irgendwie verstehen kann...

Vielen Dank für eure Meinungen oder Tipps!
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Beitrag #2 von der Blinki » 16 Okt 2003 08:23


hallo Denker.

ich denke das Themea Partnerschaft und inkontinenz hat wohl jeder mitgemacht der sich mit dieser Proplematik beschäftigen muss.

Auch ich hatte mit der Proplematik "Sex und Inkontinenz" so meine Schwierigkeiten.
Ich hatte mir mein Leben von der Inkontinenz vor schreiben lassen.
dadurch hatte ich natührlich meine Frau und meine Familie aus den Augen verloren, so das der nächste Streit vor programiert war.

Letzendlich hatten meine Frau und ich ein sehr langes Gespräch, und wir beschlossen das meine Frau an mein Leben als Inkontinenter teilhaben sollte.
Sie kamm mit mir zum Arzt, besorgte mir Proben von irgendwelcher Hilfsmittel unsw.

Nun kam das Thema Sex offen zu Sprache und wir beschlossen damit einmal bei meinen Urologen vor zu sprechen.
Da ich mich sowieso alle 4 Stunden katheriesieren muss , dürfte es eigentlich unmöglich sein , wenn die Blasse leer ist , das dort noch etwas passiert. Also bis es zur Sache geht, gehe ich halt noch einmal ins Wc und mache die ISK.
Darm : wenn ich morgens einen Einlauf mache , dann habe ich ca . 24 Stunden Ruhe , und habe davor auch keine Angst.

Alles in allen :
LEBT EUER LEBEN AUCH MIT DER INKONTINENZ UND DER QUERSCHNITTSLÄHMUNG DEINES FREUNDES: BEHINDERT ZU SEINB HEISST DOCH NICHT DAS MANN AUF ALLES VERZICHTEN MUSS:

Ich denke das dein Freund " Er sei sowieso impotent " eine Schutzbehauptung ist die er immer wieder vor schiebt wenn er sich in einer Ecke gedrängt fühlt, in der er sich nicht wohl fühlt.
Spreche ganz offen mit ihn, und wenn er nichts dagegen hat dann sprecht mit einen "Proffessionellen" darüber.

DER MENSCH KANN MIT JEDER BEHINDERUNG LEBEN; ABER WENN DIE LIEBE AUF DER STRECKE BLEIBT DANN WIRD ES KALT IN UNSERER WELT:
Zwei Dinge im Leben bedenke :
WOHER
WOHIN
dann hat dein Leben den rechten Sinn
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Inkontinenz ist kein Hindernis für Sex

Beitrag #3 von Chris » 16 Okt 2003 21:32


Hallo Denker (in),

erst mal finde ich es großartig, dass du dich in dieser Form umschaust um damit etwas für eure Beziehung zu tun.

Aber zum Thema - ich kann die Bedenken deines Freundes gut nachvollziehen, da es mir nach meinem Unfall ähnlich ging. Die Impotenz war anfänglich da, ließ sich aber durch Akupunktur gut behandeln, so dass von dieser Seite heute keine Einschränkungen mehr bestehen. Was die Inko anlangt (ich bin Harn und Stuhinko) so haben meine Partnerin und ich einiges probiert, bis wir zur heute praktizierten Regelung gekommen sind. Ich gehe vorher nochmal zur Toilette und versuche Blase und Darm zu leeren und dann haben wir eine Krankenunterlage im Bett, für den Fall, dass doch etwas passiert. Das ist aber zum Glück selten und da wir beide um die Dinge wissen, ist das nicht wirklich ein Problem.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann ist die Inko bei deinem Freund nicht so sehr stark, wenn er tagsüber ohne Hilfsmittel auskommt, dann sollte eine Schutzunterlage oder zunächst nur ein Handtuch ausreichen.

Ganz wichtig ist aber, dass du ganz ruhig an die Sache gehst und ihr nichts überstürzt. Mit gegenseitigem Vertrauen und Geduld solltet ihr gemeinsam die Dinge diskutieren und lösen können.

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