Berziehungen und Inkontinenz

Hier geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, Partnerschaft und Sexualität.

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Berziehungen und Inkontinenz

Beitrag #1 von der Blinki » 30 Apr 2003 17:00


hallo.

Nun ist das neue Forum an den Start gegangen, und ich möchte mich nun mal wieder zu Wort melden.

Im alten Forum wurde in letzter zeit immer wieder Leute angegriffen die ihre Mweinung gesagt haben, deswegen habe ich mich ein wenig zurück gezogen, und war nur noch ein stiller Leser.

Aber wie gesagt es ist ein neuer Anfang gemacht worden und ich möchte es auch wieder mal probieren.

Nun zum Thema :

Ich leide schon nun seit 3 jahren an Harn und Stuhl inkontinenz.
Ich habe immer gedacht das ich oder meine Partnerin damit umgehen können.
Aber ich merke nun immer wieder das meine Partnerin und ich diese Inkontinenz als einhe Sperre zwischen uns sehen. SDadurch bekommen wir natührlich immer wieder mal streit.
Da meine Partnerin " NORMAL " ist falle ich dann in einen schwarzen dunklen Loch und brauche tagelang bis ich dann wieder einen Kontakt zur ihr aufbaue.

Habt ihr auch solche Propleme ??????
Wenn Ja , würde es mich intressieren wie ihr damit umgeht.
Wenn ihr nicht in diesen Forum antworten wollt damnnn schreibt mir doch eine Mail-.-

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Beitrag #2 von Denny (+02.05.2003) » 01 Mai 2003 13:59


Hallo Blinki,

schön mal wieder von dir zu hören. Probleme in der Partnerschaft kenne ich leider auch zu genüge. Wie du zu dem Forum schreibst, ist es vielleicht eine Hilfe für euch wenn ihr den Einschnitt in euer Leben auch als einen Neuanfang seht.

Ich habe lange versucht nach meinem bisherigen Leben zu streben, gepaart mit tief depressive Phasen, in der meine Frau mich einfach nicht mehr verstehen konnte. Petra und ich haben einige Zeit gebraucht um zu erkennen und akzeptieren das es eben nicht mehr so wie früher ist. Irgendwann haben wir angefangen unser Zusammenleben gemeinsam neu zu orientieren. Was uns immer noch sehr belastet ist die Ungewissheit wie es mir demnächst geht und ob ich nicht mal wieder im KH lande.

Das ganze ist ein Lernprozess der nicht von heute auf morgen abgeschlossen ist. Ich kann euch nur raten deinen Einschnitt ins Leben als solchen zu akzeptieren und die Unwegsamkeiten der Behinderung gemeinsam zu meistern. Reden und verstehen auf beiden Seiten ist glaube ich die Zauberformel.

Viele Grüße, Dennis.


Ps. ich bin inzwischen auf einen Rolli angewiesen
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Es muss nicht immer Streit sein...

Beitrag #3 von Regenmacher » 02 Mai 2003 12:07


Hallo Blinki,

nun, ich habe meine Frau erst kennengelernt, als ich schon inkontinent war. Insofern kannte sie mich nicht anders. Und sie geht damit sehr locker um. Manchmal natürlich auch zu locker, das merke ich dann immer, wenn sie meine Probleme "vergisst". Dann fühle ich mich manchmal nicht so recht verstanden.

Aber ein Streitthema ist Inkontinenz bei uns nicht. Ich habe es in meinem Leben adaptiert, komme sehr gut klar damit und so kommt es im Alltag nicht zu Reibereien.

Ich denke, du musst selbst erst einmal einen guten Standpunkt zu dir selbst finden. Die Partnerschaft wird dann auf neue Beine gestellt, denn Partnerschaft dreht sich ja kaum um Inkontinenz sondern um viele andere Dinge. Und ich denke, wenn du es schaffst, ein generell positives Verhältnis zu dir und deinem Problem zu bekommen, dann wird das auch kein Thema eines Streits sein.

Manchmal versteckt sich hinter der scheinbaren Ursache eine ganz andere. Vielleicht stimmt auch sonst etwas nicht in der Beziehung, vielleicht hast du dich durch deine Erkrankung verändert, zurückgezogen. All das kann auch Teil des Problems sein. Sprecht darüber und es wird besser werden!

Alles Gute!

Marco
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Beitrag #4 von der Blinki » 03 Mai 2003 09:00


Hallo Marco und Denny.

Ich möchte mich erst mal für eure Antwort bedanken.
Ich denke auch das das Proplem nicht an der Inlontinenz liegt sondern eher in den persöhnlichen Bereich zu suchen ist.
Ich werde mir mal meine Gedanken dazu weitermachen.

Wie gesagt , ich liebe meine Frau von ganzen Herzen , aber es tut weh immer wieder an die Proplematik daran errinnert zu werden.
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Beitrag #5 von Annika » 05 Mai 2003 23:29


hallo blinky,

es war für mich ein sehr schöner satz:
ich liebe meine frau von ganzem herzen.
hast du dass deiner frau in letzter zeit auch mal ganz direkt gesagt?
hast du ihr mal eine kleinigkeit mitgebracht, es muss nix grosses sein,
nur ein kleines dankeschön, dass es sie gibt, dass ihr ein paar seid.
die geste, ihr zu sagen, dass du sie sehr brauchtst und sie sehr liebst.
frauen sind sehr emfindsam und ich glaube auch nach langjähriger be-
ziehung oder ehe sehr empfänglich für ein paar schöne worte, für das
gefühl, was wert zu sein, gebraucht zu sein.
sag ihr mal, wie schön sie ist für dich, männern fällt es oft schwer empfin-
dungen mittzuteilen, aber genau dass ist sehr wichtig, das reelle leben und
auch das liebesleben wieder neu aufzubauen.
kauf ihr ein schönes dessous, zeig ihr, dass sie attraktiv für dich ist und nicht
nur praktiker-partner (ein blödes wort, aber frauen haben sehr viel gefühle).
zeig ihr, dass sie gebraucht wird, in jeder form und zeig ihr auch diese liebe,
die du hier beschreibst, denn sie kann es nicht lesen, aber du kannst es ihr
zeigen, geh auf sie zu.
sag ihr, dass sie eine hübsche frisur hat, dass sie schöne augen hat, sag ihr,
was du an ihr liebst (ausserhalb aller inkoprobs).
sie dich jeden morgen im spiegeln, lächel dich an und sag dir , mensch ich bin
wer, ich bin ich, ich hab eine familie und die hab ich saulieb, knuddel deine lieben,
halt sie fest, ganz fest.
ein auseinanderbrechen ist nur dann möglich, wenn man sich auseinanderlebt,
das hängt nicht mit der inko zusammen.
ich hoffe du hast mich ein klein wenig verstanden und wünsche dir alles liebe der
welt
grüssle
annika
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Beitrag #6 von Matti » 06 Mai 2003 12:11


hallo
da gibt es doch immer wieder das gerücht das man frauen als mann eh nicht verstehen kann.
wenn eine frau aber so schön erklärt, was frauen so denken und was sie für gefühle haben, na dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen.
in diesem sinne vielen dank für deinen beitrag annika.

gruss
matti
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Steter Tropfen höhlt den Stein...

Beitrag #7 von Regenmacher » 22 Mai 2003 10:13


Hallo Matti,

zwar hast du nicht ganz unrecht mit der Aussage, daß Frauen und Männer sich nicht verstehen. Das liegt daran, daß Frauen 100 Prozent ihres Gehirns einsetzen (der aktiven Teile) und wir Männer nur 50 Prozent, sprich, sehr linkshirnlastig.

Deshalb leben Frauen auch länger - die sind einfach besser, obwohl die Männer (ich bin auch einer) immer noch glauben, das "starke" Geschlecht zu sein. Ich glaube ehr, die Frauen lächeln sich eines und lassen uns in dem Glauben, führen aber viel besser das Ruder, als wir glauben.

Naja, egal. Ich sage meiner Frau jeden Tag (bis auf den 13.04.2001), daß ich sie liebe. Und das meine ich auch so. Und wenn ich meine Frau mal nicht verstehe, dann spreche ich mit ihr, bis ich es verstanden habe. Denn eines möchte ich nicht, daß es irgendwann mal eine Menge Missverständnisse gibt, die zwischen uns stehen.

Ich denke, das ist ein guter Ansatz und bis heute hat es funktioniert. So gut, daß ich mich sogar noch heute an den Tag erinnern kann, an dem ich es meiner Frau nicht gesagt habe. Ich sage es ihr nämlich auch, wenn ich mal nicht zu Hause bin - per Telefon.

Es gibt Dinge, die sollte man nie schleifen lassen.

Gruß Marco
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Beitrag #8 von der Blinki » 22 Mai 2003 20:12


Annika hat geschrieben:hallo blinky,

es war für mich ein sehr schöner satz:
ich liebe meine frau von ganzem herzen.
hast du dass deiner frau in letzter zeit auch mal ganz direkt gesagt?
hast du ihr mal eine kleinigkeit mitgebracht, es muss nix grosses sein,
nur ein kleines dankeschön, dass es sie gibt, dass ihr ein paar seid.
die geste, ihr zu sagen, dass du sie sehr brauchtst und sie sehr liebst.
frauen sind sehr emfindsam und ich glaube auch nach langjähriger be-
ziehung oder ehe sehr empfänglich für ein paar schöne worte, für das
gefühl, was wert zu sein, gebraucht zu sein.
sag ihr mal, wie schön sie ist für dich, männern fällt es oft schwer empfin-
dungen mittzuteilen, aber genau dass ist sehr wichtig, das reelle leben und
auch das liebesleben wieder neu aufzubauen.
kauf ihr ein schönes dessous, zeig ihr, dass sie attraktiv für dich ist und nicht
nur praktiker-partner (ein blödes wort, aber frauen haben sehr viel gefühle).
zeig ihr, dass sie gebraucht wird, in jeder form und zeig ihr auch diese liebe,
die du hier beschreibst, denn sie kann es nicht lesen, aber du kannst es ihr
zeigen, geh auf sie zu.
sag ihr, dass sie eine hübsche frisur hat, dass sie schöne augen hat, sag ihr,
was du an ihr liebst (ausserhalb aller inkoprobs).
sie dich jeden morgen im spiegeln, lächel dich an und sag dir , mensch ich bin
wer, ich bin ich, ich hab eine familie und die hab ich saulieb, knuddel deine lieben,
halt sie fest, ganz fest.
ein auseinanderbrechen ist nur dann möglich, wenn man sich auseinanderlebt,
das hängt nicht mit der inko zusammen.
ich hoffe du hast mich ein klein wenig verstanden und wünsche dir alles liebe der
welt
grüssle
annika


Liebe Annika.

Erst einmal einen schönen Dank für deine Ausführungen.

es stimmt . viele Sachen die du aufgelisstet Hasst , habe ich schon lange nicht mehr gemacht
Ich habe mich wohl in einen Schneckenhaus zurück gezogen.

Alles ,liebe
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Beitrag #9 von Annika » 03 Jun 2003 23:36


hallo blinki,
na dann tu mal dein bestes und ich hoffe, dass du retten kannst, was zu retten ist.
man darf den partner niemals vernachlässigen, niemals denken, ich bin ja jetzt
verheiratet ich kann mich ja jetzt gehenlassen, ist das verkehrteste, was man tun
kann, man muss immer arbeiten an jeglicher beziehung, sonst wird sie früher oder
später zugrunde gehen.
dass ist das gleiche, wie wenn du tag für tag trübsinnig durch die gegend rennst,
du hast kein gutes gefühl dabei und die mitmenschen betrachten dich auch komisch.
wenn du aber beim arbeiten, einkaufen, egal bei was die menschen anlächelst (klar
gibt es da auch muffel), aber der grossteil wird dir zurück lächeln und geht es einem
da nicht gleich viel besser? und genauso ist es in einer beziehung, dem partner be-
stätigung zu geben, dass man ihn lieb hat, dass er was wert ist, dass er was leistet
und diese bestätigung wirst du zurückerhalten mit sicherheit.
versucht neu anzufangen, dann wird die inko im hintergrund stehen, wichtig sind
die gefühle, geborgenheit, füreinander da sein, aufeinander zählen können.
einen lieben gruss
annika
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schwule Beziehung und Inkontinenz

Beitrag #10 von dieter » 09 Jul 2003 17:58


Da ich hoffe, dass dieses Forum relativ offen ist, will ich einfach auch mal die Frage nach einer schwulen Beziehung ansprechen. Als Inkontinenter hat man es schon eh schwer eine Partnerschaft zu finden, die das akzeptiert. Aber wie sieht es aus, wenn die Situation wie bei mir noch "gravierender" ist da besonders in der schwulen Szene der Männlichkeitswahn noch etwas mehr ausgeprägter ist und Einnässen dort noch weniger auf Verständnis stösst (wobei ich mit meiner Homosexualität kein Problem habe). Hat da schon jemand eine positive Erfahrung gemacht? Ich jedenfalls habe bis jetzt noch keinen Partner gefunden der damit umgehen kann. Würde über Beiträge sehr freuen und hoffe dass meine Anfrage nicht allzu "exotisch" ist.

Gruss

Dieter
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