Die Wahl des geeigneten Hilfsmittels...

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Beitrag #11 von xja » 19 Nov 2005 00:56


Hallo Blinki,
Ja die Slips gibt es bei mir auf Rezept.
Bei mir ist es ein Muskelproblem. Tagsüber hab ich nicht so starken verlust. Es gibt auch sehr viele Tage, wo ich tagsüber trocken bin. Dann lässt sich der Slip auch noch in der Nacht tragen.
In der Nacht ist bei mir das grössere Problem, da bin ich selten trocken.

Ueber Tags muss ich den Slip praktisch nie wechseln. Meistens wechsle ich ihm am Abend wenn ich zu hause bin. Das reicht volkommen. Vor allem, da ich nicht all zu viel Urin verliere.
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xja
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Beitrag #12 von mehlbox2001 » 22 Nov 2005 00:59


... kenn ich auch, oft hab ich bis zum Abend sehr wenig oder auch mal nichts verloren, dann spar ich halt das Wechseln bis morgens ... Vermutlich wär ich tagsüber ein hervorragender Kandidat für Vorlagen, wenn die nicht immer "zur Seite abhauen" würden ...

Andreas
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Vorfahrt für Slips

Beitrag #13 von Siggi » 24 Nov 2005 18:02


Hallo,

auch ich habe meine Erfahrungen mit Vorlagen und Slips gemacht. Und ich kann nur das wiederholen, was auch einige Vor-Poster sagten: Slips geben die beste Sicherheit! Mir scheint, dass die männliche Anatomie und Vorlagen sich konträr zueinander verhalten. Jedenfalls trifft das auf mich zu, der bei Vorlagen-Gebrauch stets links und rechts Feuchte in der Unterhose spürte.

Das war's.

Tschüss! Siggi[/u]
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Beitrag #14 von Helmut » 25 Nov 2005 11:26


Hallo,

also ich kann auch bestätigen, dass Vorlagen und Netzhosen für aktive und mobile Betroffene wirklich nur brauchbar sind, wenn die Inkontinenz nicht sehr stark ausgeprägt ist. Das Problem des Systems mit Vorlagen und Netzhosen zeigt sich sobald die Vorlage einen gewissen "Füllungsgrad" erreicht hat, da aufgrund der des Gewichtes und der fehlenden seitlichen Fixierung die Vorlage zwangsläufig nach unten zieht. Dadurch ist eine sichere und enge Anlage der Vorlage am Körper nicht mehr gegeben, was zu undichtigkeiten führen kann. Ähnliche aber wietaus geringere Probleme haben auch die Flexwindeln wie etwa Tena Flex® u.a. da sie nur an der Hüfte fixiert sind. Bei richtigen Windeln ist eine sichere Fixierung durch jeweils zwei Klebestreifen gegeben, welche auch im nassen Zustand des Produktes einen sicheren Halt bieten.

Vorlagen und Netzthosen bieten häufig auch den gleichen Komfort was die Aufnahmekapazität betrifft, daher sind sie durchaus für immobile Patienten geeignet. Der zweite Vorteil liegt darin, dass eine Vorlage mit Netzhose schnell heruntergezogen werden kann, wenn dringen eine Toilette benötigt wird. Besonders bei Belastungs- und Dranginkontinenz bieten sie Vorteile, wenn die Vorwarnzeit häufig noch ausreicht, um eine Toilette noch rechtzeitig erreicht werden kann.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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wirklich völlig subjektiv

Beitrag #15 von dieter » 26 Nov 2005 08:05


Ich sehe es auch so dass die Wahl der Hilfsmittel bis zu einem gewissen Umfang von dem persönlichen Sicherheitsempfinden abhängt. Bei mir ist die Inkontinenz tag und nacht stark ausgeprägt so dass ich mich nur wirklich sicher mit einem Windelslip fühle und zur Sicherheit noch eine Suprima Schutzhose drüber ziehe. Damit bin ich dann aber auch gut versorgt. Wenn man noch ganz im Berufsleben steht und mobil bzw. viel unterwegs ist ist es immer etwas anderes als z.B. in den Fällen wo man zu Hause schnell mal eine Einlage wechseln kann und ein Unfall nicht so auffällt. Mich hat der Arzt auch noch nie zu anderen Hilfsmitteln überreden wollen, wobei ich manche Dinge wie die Schutzhose auch selbst zahle.
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Beitrag #16 von Honk » 27 Nov 2005 17:39


Hallo an alle,

@ Helmut:

Ich gehe mit Dir nicht ganz überein, dass Vorlagen sich für immobile Patienten besonders gut eignen. Ich bin Rollifahrer bzw. zur Zeit beinahe völlig bewegungsunfähig. Trotzdem würde ich sagen, dass Vorlagen - egal, ob Super, Ultra oder was auch immer - nicht mit einem geschlossenen System wie einer Windel konkurrieren können.

Selbst wenn Vorlagen lt. Verpackung das selbe Fassungs- bzw. Aufnahmevermögen wie eine Windel haben sollte, so hat dies bei mir nie funktioniert. Am Anfang meiner Erkrankung hatte ich da noch einige Versuche (wg. vermeintlicher Diskretion; ging eher nach hinten los, das Experiment) gestartet, diese aber schnell wieder verworfen.

Wie in einem vorangegangen Beitrag schon gepostet wurde: Männl. Anatomie und Vorlage wollen offenbar nicht recht harmonieren.

Wie auch immer...

Es grüßt alle

Honk
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Beitrag #17 von eckhard11 » 27 Nov 2005 18:19


Honk, alter Rollstuhlrambo,

ich wünsche Dir - ab morgen für die nächsten 8 bis 10 Tage - besonders viel Glück.

Und melde Dich, wenn Du wieder draussen bist.


Ich leg mich jetzt wieder hin .sleep:
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Beitrag #18 von mehlbox2001 » 29 Nov 2005 01:44


Hallo Helmut,

der folgenden Anmerkung, die sich ja wohl durch tausende Broschüren zieht, muss ich für meinen Teil energisch wiedersprechen:

Helmut hat geschrieben:Der zweite Vorteil liegt darin, dass eine Vorlage mit Netzhose schnell heruntergezogen werden kann, wenn dringen eine Toilette benötigt wird. Besonders bei Belastungs- und Dranginkontinenz bieten sie Vorteile, wenn die Vorwarnzeit häufig noch ausreicht, um eine Toilette noch rechtzeitig erreicht werden kann.


Mag's an meinem konischen Körperbau liegen? Ich schaff's noch immer, den Slip soweit runterzubringen, dass ich wie gewohnt pinkeln kann ... Und hinterher wieder hochzuziehen ... Handelt es sich am Ende um eine missglückte "Sales Story" von unerfahrenen Produktmanagern? ...

Andreas
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Beitrag #19 von Matti » 29 Nov 2005 10:09


Hallo Mehlbox,

du wirst es nicht glauben, aber es gibt auf dieser Welt zwei unterschiedliche Geschlechter. Dem einen fehlt diese "Harnröhrenverlängerung". Beim Mann stimme ich dir allerdings zu.

Gruß

Matti
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mobil, immobil? Einlagen?

Beitrag #20 von klaro (+16.05.2008) » 30 Nov 2005 18:52


hallo @Honk

guter Beitrag. Von dir wieder. Ich als EX-Rollifahrerin, musste eben grinsen.

ne, die anatomie tut da bei frauen mit Rolli und Vorlage nicht besser als bei euch.

nur wegen dem Wort was mobil angeht, das verstht jeder.

das wort immobil... kannn aber 2 Sorten Menschen beinhalten.

bettlägerig... da behält Helmut recht, wenn er für Immobile die Vorlagen bevorzieht.

Rollifahrer sind aber auch immobil, zum Teil ganz, jedoch ist die Ausgangslage im Sitzen dann für die Inkoversorgung total anders als wie im Liegen.

jedoch bei Rolli Fahrern, druchs druerend sitzen, die Saugmende durschs sitzten drastisch eingesdchränkt ist . Dazu Rolli fahrer -Mann (oder Frau) halt eben besser ein geschlossenes system vorzieht.


grüss dich klaro :?
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