Reiseservice für Behinderte

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

Moderatoren: Helmut, Georges, Benjamin

Beitrag #11 von danny » 02 Apr 2006 14:26


Danke für die Nachricht - ich bin auch oft eingeloggt und gar nicht in der Wohnung :wink:

Finde es auch besser im Forum zu bleiben, da es auch andere betreffen und interessieren zu können. Aber es ist immer die Frage, in wie weit jemand so öffentlich erzählen mag. Daher die Bemerkung.
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danny
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Beitrag #12 von Lucky » 02 Apr 2006 19:16


Hallo, hallo,

ich habe meinen Antrag auf Schwerbehinderung am 11. 3. 04 beim Landesamt für Gesundheit und Soziales - Versorgungsamt - in Berlin eingereicht; zusammen mit einem Schreiben meiner Urologin und weiteren ärztlichen Dokumenten (die kann man gleich mitschicken, weil die Unterlagen sonst erst angefordert werden müssen und noch mehr Zeit vergeht).

Am 28. 06. 04 kam der Bescheid über die Feststellung meiner Behinderung. Es ging also relativ schnell.

Dann habe ich eine Kopie des neu erhaltenen Ausweises an den Sozialverband VDK Berlin - Brandenburg geschickt und nachdem ich 16.44 Euro überwiesen hatte, kam mein Schlüssel für die Behinderten Toiletten (war wohl sogar auf Rechnung?).

Ich habe es auch schon erlebt, daß man mich an der Benutzung der Toilette hindern wollte (obwohl ich einen Schlüssel hatte) und das war auch einer der wenigen Momente, in denen ich meinen Ausweis vorgezeigt habe.

Ob mir die festgestellte Behinderung beruflich Hindernisse in den Weg gestellt hat, vermag ich nicht zu sagen; der Verdacht bleibt und dies war auch mit ein Grund, warum ich lange zögerte, bevor ich mich entschloß, den Schwerbehinderten-Ausweis zu beantragen.

Bis später,
Gruß Lucky
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Noch mal zurück zur Bahn

Beitrag #13 von welute » 03 Apr 2006 09:09


Der Ausdruck von Eckhard ist ja interessant.
Aber die WC Situation ist absolut unbefiedigend:

In vielen S-Bahnen gibt es gar keine Toiletten mehr. Der Behindertenklo, wenn es ihn gibt, ist verschlossen und NICHT mit den Behindertenschlüssel zu öffnen. Man muss durch den Zug um den Zugführer zu finden, der schliesst dann das WC auf!!

Wie das gehen soll kann ich mir mit Rolli nicht vorstellen. Mittlerweile sind, sofern vorhanden, leider auch sehr häufig abgeschlossen.

Und im Kölner Hauptbahnhof kostet pinkeln richtig Geld. Nicht nur die obligatorischen 50 Cent.

Ob die Bahn sich mit diesem Mißstand wirklich Behindertenfreundlich nennen kann?

Gruß
Elisabeth
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abgeschossene Behinderten WCs

Beitrag #14 von klaro (+16.05.2008) » 03 Apr 2006 09:23


hallo Welute

ich red mal von den Zeiten, wo ich noch ganz im Rollstuhl war. Also das mit den abgesclhossenen WCs , die NICHT mit dem Eurokey zu öffnen sind,

da fragt man das nächte Bahnpersonal, das einem das immer sehr zuvorkommend und "gern" öffnete.

Als Rollstuhlfahrer ist man es gewöhnt, dass gewisse Dinge, eine gewisse Abhandlung bedürfen. Oft etwas mehr Zeit und Geduld brauch, aber machbar ist.

Wir /Ich rechnete dann solche Umstände gar nicht mehr als Umstand, sonder für mich war es
ein :"SO IST ES!"

Wenn ich bedekn, dass ich mit Fragen, dann gezielt Zutritt zu diesem Klo bekam, und dann Raum und Möglichkeit geöffnet wurd.. dies zu Benutzen.So bleiben sie auch sauberer im Allgemeinen. Und wird wirklich von denen benutzt, die sie brauchen.

denn auch die, die nen Zutritt zugut haben, und laufen können. Acuh die, können reden und können frgen. Somit seh ich das Problem als weniger gross.

Generft hab ich mich früher ab den Behinderten Klos auf Autobahnraststätten, wo niemand da war, zum öffnen, aber.. ich eben nicht über einen Eurokey verfügte.

da wr meine Bildungslücke in dem Thema leider da.

Also ich schätze diesen Dienst sehr. An den Bahnhöfen. aber es sind zum Teil heute einiger Orts, mit dem Allgemein Schlüssel zu öffnen.

WEnns bloss ums Bezahlen oder nihcht bezahlen geht, fürs "Klo", da hab ich meine Einstellung selber. WEr auf anderem klo es erledigen kann der soll bezahlen. Wer es aber braucht und will und fragt, der kommt zum Ziel.

Also. Mal lernen zu fragen.. da kommt man auc zum Ziel. ist effektiver als sich zu ärgern.

Gruss klaro
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Beitrag #15 von welute » 03 Apr 2006 12:36


Es geht nicht ums fragen wollen - Wenn in einem Zug keine Toiletten mehr sind nutzt alles Fragen nichts.
Wenn Du in einem Zug erst den Zugführer suchen musst ... Also ich stelle es mir nicht so toll vor in einem Rollstuhl durch einen ganzen Zug zu fahren, nur um dann zu sehen, dass in diesem Zug leider gar kein Zugführer ist!

Und wenn Du für den Klo 3,50 Euro bezahlen musst, ist das für viele nicht sehr einfach.

Früher konnte man mit dem Eurokey den Behindertenklo öffnen - warum ist das geändert?
Die geschlossenen "Normal"toiletten werden nicht geöffnet, auch wenn man fragt.

Vielleicht ist das in der Schweiz ja anders. Bei uns war das vor ein, zwei Jahren ja auch noch nicht so krass!

Gruß
Elisabeth
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sorry

Beitrag #16 von klaro (+16.05.2008) » 03 Apr 2006 14:04


Welute, tschuldige

hab nicht gemeint IM Zug, man könnte auch vorher auf Klo, mindestens bei uns.

Wir/ich kenn das Problem auch, auch Rollifahrere und andere Behinderte sind oft gezwungen aus solchen Gründen, InkoEinlagen o.a zu tragen.

Auch Züge mit Rolli WC da gibts nie ne Garantie, dass die dann nicht per Zufall defekt sind.

also deinen fast Frust, kann ich durchaus verstehen.Irgendwie hab ich mir aber gesagt, dass es eben heute dazugehört... dass das Klo Problem oft gar nicht merh eingerechnet wird.

ZEiterscheinung?? klaro

Rollifahrer haben eh nicht "zu müssen"... die können froh sein, wenn sie überhaupt transportiert werden.. das kriget man etwa mal zu spüren, doch das lent man zu akzeptiern, ferkraften und sucht sich seine Lösungen.
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Beitrag #17 von danny » 03 Apr 2006 14:08


Hallo welute,

was Du beschreibst ist in der Tat nicht schön. Ich habe es zum Glück noch nie erlebt, das im Zug die Toilette verschlossen war.Mein Problem ist eher, das man im Bahnhof nicht gehen darf und ich im fahrenden Zug nicht in der Lage bin zu katheterisieren (ähm, wackelt mir zu viel). Früher habe ich mir Dauerkatheter gelegt und jetzt nehme ich Katheter mit Beutel - aber auf die Idee bin ich nicht so schnell gekommen. Normalos machen sich ja über die Probleme keine Gedanken. Mein Urologe hat nicht verstanden, wo das Problem lag :roll:
Naja, da ich Fußgänger bin habe ich nicht das Problem, nicht auf normale Toiletten gehen zu können. Daher habe ich auch gezögert, mir diesen Schlüssel zu ordern, obwohl mein Urologe es mir angeboten hat.

Schöne Grüße
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Re: sorry

Beitrag #18 von danny » 03 Apr 2006 14:12


klaro hat geschrieben:Rollifahrer haben eh nicht "zu müssen"... die können froh sein, wenn sie überhaupt transportiert werden.. das kriget man etwa mal zu spüren, doch das lent man zu akzeptiern, ferkraften und sucht sich seine Lösungen.


Du hast einen schönen Humor.
Was ich momentan eine schlimme Entwicklung finde, ist das in vielen Bahnhöfen nur noch Treppen zu manchen Gleisen sind. Auch keine Laufbänder mehr für Gepäck.
Da ich Bandscheibengeschädigt bin und manchmal doch recht starke Schmerzen habe, hatte ich damit schon zu kämpfen und den ein oder anderen Zug verpaßt. Oft habe ich auch gedacht. Was würde nun die alte Oma machen, die durch Arthrose noch viel mehr geschädigt ist oder der Rollifahrer?!
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Beitrag #19 von welute » 03 Apr 2006 15:19


Ja, Danny, da geht es mir genauso. Meine Familie und ich fahren immer noch häufig mit dem Zug. Selbst meine Family, mit "ganz normalen" Bedürfnissen, kommen oft im "Letzten" Moment zu Hause an.
Da können und dürfen Windeln keine Alternative sein!! :oops:

Die Bahn ist nicht behindertenfreundlich! :?

Aber vielleicht sind wir auch nicht die finanzielle Schicht, die sie mit ihren neuen Preisen ansprechen wil! :wink:

Liebe Grüße
Elisabeth
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Beitrag #20 von Lucky » 03 Apr 2006 16:12


Hallo, hallo,

ich will mal schnell eine Situation schildern, die aus meiner Sich deutlich macht, warum man (ich), auch wenn man voll beweglich ist, durchaus einen Schwerbehindertenausweis beantragen sollte und diesen dann ja auch ausgestellt bekommt.

Eine Situation, die mir früher sofort heftigste Bauchschmerzen gemacht hätte.
Sommer, Sonne und einen Tag frei. Die Freunde kündigen sich an und wollen mit dem Fahrrad aus der Stadt, zum See und baden. Ich muß mich alle drei Stunden katheterisieren, alles klar? Geht so nicht, jedenfalls nicht ohne Bedenken. Inzwischen mache ich solche Aktionen auch mit, ich habe mich auch schon im Wald katheterisiert, im Auto, am Strand, versteckt zwischen Freunden und vielen Handtüchern (schön war das nicht). So, aber der Tag ist ja noch nicht zu Ende. Man könnte ja am Abend noch ins Kino gehen. Vorher noch eine große Schorle? Nur wohin damit (3 Stunden später)? Oder man fährt zu Freunden auf`s Land. Kleinstadt, Behinderten-Toiletten Fehlanzeige, die Bedingungen auf der Bahn wurden schon beschrieben.
Im letzteren Fall greife ich heute lieber zum Dauerkatheter, bzw. rufe meine Bekannte an und frage, ob sie mir einen Tag vorher helfen kann.

Manches geht einfach nicht, oder es geht nur unter sehr erschwerten Bedingungen, die die Nerven aufreiben, durchaus auch peinlich sind - da hilft es auch nichts, daß alle Freunde und Freundinnen um die Erkrankung wissen. Es ist eine wirkliche Einschränkung, aus der auch erhöhte Kosten für die Gesundheit resultieren und auch auf dem Arbeitsmarkt ist sicher nicht alles möglich. Es dauert nun doch mal etwas länger als bei gesunden Menschen und auf meiner letzten Arbeitsstelle waren die Toiletten für meine Bedürfnisse hart an der Grenze.
Ich habe mich dort 1 1/2 Jahre stehend katheterisier.

danny, hole Dir so einen Behinderten Ausweis (also denk noch mal drüber nach :wink: ).
Du bist mit Deiner Erkrankung wirklich auch behindert und es kann auch sein, daß man Dich bevorzugt einstellt - auch das gibt es.
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