Reiseservice für Behinderte

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

Moderatoren: Helmut, Benjamin, MSN, Marco N., Georges

Beitrag #21 von danny » 03 Apr 2006 16:50


Welute, Du bist auch nicht im Rollstuhl, oder?

Leute, ich bin noch keine 30. Mir sieht kein Schwein an, das ich mich da abmühe. Im Prinzip will ich das auch nicht :P . Aber es gibt Situationen, da brauche ich Hilfe. Ich packe mit dem Rücken nicht, den Koffer in den Zug zu heben und ein Auto hab ich nicht. Ok. Mittlerweile bin ich so frei, das ich dann frage. Und da bin ich ja glatt froh, eine Frau zu sein ( :wink: trotz Emanzipation), da einer kleinen Frau Mann doch dann hilft, ohne nachzufragen oder rechtfertigungen, das es gesundheitliche Gründe gibt.

Lucky, ja du machst mir Mut. Trotzdem denke ich ,werde ich abwarten, bis ich im Job bin. Da habe ich doch angst, das ich nicht den Einstieg schaffe.

Erstmal wieder arbeitsfähig werden...

Ihr Männer könnt ja wenigstens einen Dauerkatheter unter ner weiten Badehose gut verstecken, wenn ihr noch ne kleine enganliegende drunter zieht. Frau hats da schwerer.
So, ich hör jetzt auf, sonst fang ich hier noch einen Geschlechterkampf an :P :lol:
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danny
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Beitrag #22 von Lucky » 03 Apr 2006 17:57


Hallo danny,

ich bin natürlich sehr froh, daß man mir meine Behinderung nicht ansieht, aber genau das kann im Ernstfalle der Knackpunkt sein. Die Leute sehen mich, schätzen mich ein und müssen dann feststellen, daß sie ihr Eindruck täuschte. Aus dieser Situation heraus resultieren Schwierigkeiten die ich z.B. lieber umgehe. So blöde es klingt, aber ich bin mit fast 40 Jahren, einer ganz ordentlichen Erscheinung, beweglich und durchaus an sportlichen ASktivitäten interessiert, nicht in der Lage alles so zu machen, wie es ein gesunder Mensch machen könnte. Es geht einfach nicht und ich mußte einfach begreifen lernen, daß hier der Blick in den Spiegel durchaus täuschen kann. Als ich neulich wieder für einige Tage einen Dauerkatheter trug, habe ich mich mal für einige Augenblicke vor den Spiegel gestellt. Es war ein durchaus heilsames Erkennen.

Aber was die Badehose angeht, da würde ich doch schon denken, daß auch Frau diesen ganz gut verstecken könnte, wenn ein Ventil oder ein Stöpsel dran ist. Oder? :D

Bis bald, Lucky
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Beitrag #23 von danny » 03 Apr 2006 20:02


Aber der Schlauch drückt sich doch durch :shock: An einen Beutel habe ich bestimmt nicht gedacht. Bin ich des Wahnsinns. Ich hoffe, das hast Du nicht so verstanden :evil: :wink:
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Beitrag #24 von Lucky » 03 Apr 2006 21:39


:D Nein, nein. War auch nicht ganz ernst gemeint.
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Beitrag #25 von eckhard11 » 03 Apr 2006 22:21


WISO

Auto und Verkehr

Deutsche Zugtoiletten sind verkeimt


Mehr als die Hälfte der WISO-Proben voller Bakterien

Mehr als 30.000 Züge der Deutschen Bahn sind Tag für Tag unterwegs und transportieren fast fünf Millionen Menschen im Nah- und Fernverkehr. Fünf Millionen Menschen, die Bedürfnisse haben. WISO wollte wissen, wie sauber die "rollenden Örtchen" sind. Das Ergebnis: Es mangelt an Reinigung und Hygiene. Und: Hände waschen nützt nicht immer etwas.

Ob man will oder nicht: Manchmal muss man eben - auch in der Bahn. Ein Akt der Erleichterung, den sich die Kundschaft offensichtlich lieber verkneifen würde. Bei einer WISO-Umfrage im Bremer Hauptbahnhof war der Tenor eindeutig: "Besonders im Nahverkehr sind die Zugtoiletten eklig.", "Da kann man doch nicht draufgehen." oder "Nur, wenn's unbedingt sein muss", so die Bahnfahrer.

Sichtbare Spuren
Sind die Toiletten in der Bahn wirklich so unhygienisch? Oder sind sie doch besser als ihr Ruf ? WISO unternahm gemeinsam mit dem Hygieneexperten Hans-Jürgen Iben eine Reise quer durch Deutschland. In 17 Zügen der Deutsche Bahn (DB) sollte er stichprobenartig herausfinden, welche Spuren große und kleine Geschäfte im Zug hinterlassen. Positive Überraschung bei der optischen Kontrolle: Viele Toiletten sahen sauber aus.

Täglich Fahren Millionen Menschen mit der Deutschen Bahn.
Es gab aber auch schlechte Beispiele: Im ICE von Dortmund nach Köln etwa fand man am Boden Dreckspuren und in der Kloschüssel Kotreste. Im Nahverkehrszug von Bingen nach Mainz war eine Zugtoilette vollkommen mit Urin und Papier verdreckt. Die Bilanz nach der Untersuchung von 17 Zugtoiletten: Sieben Mal hat Hans-Jürgen Iben Kotreste gefunden, elf Mal Urin oder Urinstein, vier Mal gab der Seifenspender keine Seife und in einem Fall war der Wasserhahn defekt.

Reichlich Keime
Der optische Eindruck ist das eine, handfeste Laborergebnisse sind das andere. Hans-Jürgen Iben nahm in jeder der 17 Toiletten 51 "Abklatschproben", mit denen lästige und gefährliche Bakterien nachgewiesen werden können. Die 51 Proben stammten von den Oberseiten der Toilettensitze, von Druckknöpfen für die Klospülung, von Türöffnern und Türklinken.

Die Proben wurden im Bremerhavener Labor Iben bei 35 Grad Celsius "bebrütet" und anschließend auf Keime untersucht. In jeder der 51 Proben hat das Labor Bakterien nachgewiesen. Bei 30 Proben war die Gesamtkeimzahl stark erhöht, ( Anm.: Bis zu 30-fach ), in der Abklatschprobe wurden mehr als 20 keimbildende Einheiten (KBE) pro neun Quadratzentimeter nachgewiesen. In drei Proben fanden die Tester Darmbakterien, in 13 stellten sie Staphylokokken (Wund- und Eiterbakterien) fest.

"Mangel an Reinigung und Hygiene"
Die Bewertung des Experten: "Alle diese Keime gehören - vor allem in dieser Menge - nicht dort hin. Das ist ein Mangel an Reinigung und Hygiene." Besonders bittere Erkenntnis für alle Zugfahrer. Hände waschen nützt nicht immer etwas. Denn auch an den Türgriffen, die man beim Verlassen der Zugtoilette zwangsläufig anfassen muss, fand das Labor in einigen Fällen Staphylokokken und Darmbakterien. Der WISO-Tipp: Wer auf Nummer "sauber" gehen will, der sollte nach dem Verlassen der Toilette die Hände mit einem Hygienetuch abwischen.

Die Deutsche Bahn sieht die WISO-Ergebnisse gelassen: Schließlich werden die Toiletten vor der Bereitstellung eines Zuges und in vielen Fällen auch während der Fahrt gereinigt, so ein Bahnsprecher.

Fazit:
Sich auf der Zugtoilette Erleichterung zu verschaffen, macht zwar nicht krank, ist aber eine eklige Angelegenheit. Der WISO-Test hat die Vorurteile der Bahnfahrer bestätigt. Und der Börsenkandidat Deutsche Bahn könnte sein Image mit einem besseren Hygienemanagement in den Zügen noch ein wenig "aufpolieren".


Aus : WISO, heute abend, 19:25 Uhr, ZDF

Anm.: Dieser Bericht gibt nicht den negativen Tenor wieder, der die Sendung durchzog.
Alle befragten Bahnfahrer äusserten sich negativ über die Toilettenanlagen in den Zügen und in den Bahnhöfen.



Ich leg mich jetzt in mein sauberes Bett .sleep:
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Beitrag #26 von danny » 03 Apr 2006 23:08


:shock: Ich weiß wieso ich immer Sakrotan dabei habe, wenn ich nicht zu hause auf die Toilette gehe. Hygienetücher für die Hände habe ich auch immer da. Aber beim Katheterisieren ist das ja nochmal was anderes. So kann man sich da echt ne Krankheit holen.

ABER. Grund für Bakterien an Türgriffen sind auch die vielen Menschen, die sich leider nicht die Hände nach dem Toilettengang waschen. :wink:
Wie oft erlebe ich auch, das gar nicht abgezogen wird. Oder Leute ihren Dreck nicht weggewischt haben...nicht die Verwendung einer Klobürste kennen... :roll:

Zug ist extrem ekelig. Aber andere öffentliche Toiletten sind auch nicht unbedingt so viel besser. Selbst wenn es sauber aussieht heißt das nicht so viel. Wie man auch in dem Artikel sieht. Bakterien sehen unsere Augen nicht.
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Beitrag #27 von Lucky » 03 Apr 2006 23:15


In meiner Kosmetiktasche finden sich neben den benötigten Kathetern ein ganzes Arsenal an unterschiedlichen Reinigungsmitteln. Die Sagrotantücher sind absolute Spitze, die kleinen Alkoholtupfer für die Fingerspitzen - manchmal habe ich den Keimhorror :D - und natürlich Octenisept. Mehrere Haken, damit ich meine Sachen nicht abstellen muß, Tüten und noch viel mehr. Ich bin ein wandelndes Desinfektionslabor und bis jetzt hat sich der Aufwand gelohnt.
Ich habe sogar eine kleine Lampe in meiner Kosmetiktasche. Nachdem in einer Toilette mal das Licht ausging und ich den Katheter gerade einen cm weit drin hatte, gehört die Lampe mit dazu. Keine Panik, alles wird gut. :mrgreen:
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Beitrag #28 von danny » 04 Apr 2006 03:00


:shock: Alkoholtupfer im Schleimhautbereich - da würden sich bei mir nicht nur die Keime verkrümeln, sondern auch die SChleimhaut.

Es gibt auch Tücher von Sterillium für die Hände für unterwegs. Die sind auch gut.
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Beitrag #29 von Lucky » 04 Apr 2006 08:16


Ja, ja, ich weiß. Ich und meine Alkoholtupfer. Ich nehme sie aber wirklich fast nur für die Fiungerspitzen und nur in seltenen Fällen wische ich damit einmal von außen über die Öffnung der Harnröhre.

Da wir ja auch schon über das Pflegepersonal und seine Kenntnisse gesprochen haben, fällt mir ein, daß ich schon mal eine Ärztin hatte die ohne zu Zögern zu einer ganz normalen Desinfektion griff und mich damit einsprühte - das habe sogar ich gemerkt. Die hat sich da gar keine Gedanken gemacht.

So, jetzt wünsche ich einen schönen Tag in die Runde,
Gruß Lucky
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sichtbar oder unsichtbar verkeimt??

Beitrag #30 von klaro (+16.05.2008) » 04 Apr 2006 10:14


Hygiene auf Klo s / Zügen

Na ja, da widerspricht sich eins dem anderen. Mein Beitrag kommt wohl daher, weil ich einiges mitnadner verbinde. Bakterien und Desinfektionsfimmel, ja „gelernt hab“ . grins.

Also. Das wegen nicht Hände waschen z.B. auch meist gar nichts bringt oder nicht viel, weil ja meist auch DA Bakterien wimmeln oder dann an der Türklinke… etc.

So Staphylokokken , ist schon happig, dass die gefunden wurden. Jedoch, man sich mal vorstelle, wie SCHNELL Keime abgesetzt werden.

Ein „Sauberes *Klo ist angenehmer anzutreffen und zu benutzen, jedoch möchte ich mal so sagen..

Sauber ist NICHT gleich sauber. Und da denk ich, lassen sich sehr viele Menschen täuschen, die das ganze Bakterienzeugs „zuwenig „ kennen. Setzten sich bestimmt gemütlich hin, „nur „ weil’s eben sauber aussah… (ätsch)

Kürzlich hab ich Bahnpersonal gesehen, am Klo putzen und nach Kloputzen. Soll mir aber „keiner „ sagen, dass der 100 % sicher fürs weitere Klo andere Lappen und etc benutzt.

Die Keime werden so toll weitertransportiert, dass eben auch sauber, nicht gleich sauber ist.

Denke man auch mal an Mütter mit Kindern. Früher hatte ich immer nasse Lappen dabei, in Pastiksack.. Feuchtüchlein auch. Man ist sich heute gar zu wenig bewusst, wo überall Keime und Bakerien lauern und sind.

Man darf sich das auch gern mal überlegen, wenn man bloss ans „eigene Zuhause „denkt.

Wenn ich Zugpersonal mit Spital personal vergleich, wird’s meiner Meinung nach „gar nie möglich „ sein, diese Sauberkeit.. die zulässlich wäre, zu gewährleisten.

Sidn wiedermal meine eigenen Gedanken. Eigentlich wollte ich damit u.a sagen.

Bei einem Verschmutzten Klo, passt man mind. Besser auf.
Bei einem sauberen Klo.. sind oft nicht weniger Bakterien anwesend…Man kommt ja noch fast mit mehr in Berührung, weil man ja der Meinung ist. … „WOW SAUBER!!!“

Wie heftig liege ich da danneben mit meinen Aussagen?? klaro :roll:
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