Windeln in der Nachbarschaft

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Windeln in der Nachbarschaft

Beitrag #1 von chimera » 20 Jun 2007 19:55


hallo,mein Name ist Ralf und ich bin 39 Jahre alt. Ich habe eine neurogene Harninkontinenz und trage Windeln. Es ist schon seid meinem 18 Lebensjahr so und ich habe mich auch daran gewöhnt,aber leider keine partnerin gefunden.
Jetzt mal zu meiner Frage an alle.
Ich bin schüchtern und weiß nicht was ich machen soll.
In meinem Haus wohnt eine Frau mitte ende 20 und ich habe gesehen das Sie Windeln oder ähnliches trägt. Um sicher zu gehen habe ich zwei Gratismuster auf die Treppe gelegt und als Sie Heim kam,habe ich Sie beobachtet ( ja ich weiß das macht man nicht ) Sie hat die Windeln mit in Ihre Wohnung genommen. Warum macht Sie das? Ich denke weil Sie ebenfalls Windeln trägt.
Wie soll ich mich jetzt verhalten? Da ich ja schüchtern bin ist das mit dem direkt ansprechen so eine Sache. Soll ich Ihr einen Brief schreiben?
Naja wir Windelträger leben ja im allgemeinen etwas zurückgezogen,was nicht auf alle zutrifft aber auf einige. Bei Ihr ist es ähnlich,Sie hat auch nie Besuch und geht und kommt immer allein nach Hause. Lediglich holt eine Freundin Sie mal ab,aber Besuch hat Sie nie,außer vielleicht Eltern oder so. Wer kann mir helfen oder hatte schon mal so eine Situation? Ich wäre Euch sehr dankbar. Gruß Ralf
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Beitrag #2 von Chris-001 » 21 Jun 2007 00:40


HM, Ralf da hast Du deine Nachbarin ja schon ziemlich genau unter die Lupe genommen. Ich hoffe du interpretierst da nichts falsches in sie hinein aus dem Wunsch heraus das es so wäre.
So wie du Ihre "Gewohnheiten" kennst glaube ich das, deine detektivischen Neigungen nahezu krankhafte Ausmasse haben. Nimm es mir bitte nicht Übel aber wenn du nur einen funken Anstand besitzen würdest, würdest du sie nicht auf schritt und tritt beobachten sonder dir ein herz fassen und sie ansprechen. Ich überings finde gut das meine Frau nicht inkontinent ist, würde sonst ja echt in schlimmen Phasen ein Müllproblem geben... :wink: . Denk mal über Dich und Dein eher ungewöhnliches Verhalten nach. Das ist mit "schüchtern" im alter von 39 Jahren eher schlecht zu begründen!!!

Christoph

P.S. Eine derartige Beobachtung eines Menschen ist schon ein ziemlicher Eingriff in die Privatsphäre, die, würde ich es bemerken,keinesfalls tolerieren würde!
Kein Dichter, aber trotzdem viel Spass am Leben
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Beitrag #3 von Chris00 » 21 Jun 2007 07:30


Hi,

also nichts gegen ein bißchen kennenlernen der Nachbarn, aber das ist ja schon fast pathologisch. Wenn du was von ihr wissen willst, dann frag sie einfach!! Stell dich vor, leite ein, worum es geht und stelle eine präzise Frage. Ohne langes Herumreden oder sonst was. Also bei mir hat das bisher immer geklappt. Dafür braucht es ein einigermaßen festes und sicheres Auftreten. Daran müsstest du also noch üben.

Übrigens: Nur wegen einer Inkontinenz gibt es keinen Grund, schüchtern zu sein. Mach dir klar, wer du als Person bist! Du hast ja nichts falsches getan, oder irgendwelche Schuld auf dich geladen, deren Strafe nun deine Inkontinenz ist. Also, mal keine falsche Scham!!

Übrigens 2: Meine Frau ist ebenfalls inkontinent, und der Müll ist echt enorm. Bei unserer letzten Mietwohnung, wurden wir vom Vermieter aufgefordert, nur für uns eine extra Mülltonne zu bestellt (und zu bezahlen). Ich habe gehört, dass es einigen Gemeinden spezielle Windelmüllüten gibt, die kostengünstiger sind - hier ist das leider nicht der Fall.
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Beitrag #4 von Stefan » 21 Jun 2007 13:54


Hallo Ralf,

na ja wenn Du einen Kontakt zu Ihr willst, dann lade Sie doch mal unverbindlich auf einen Kaffee ein. Ich meine erst mal rein auf die nachbarschaftliche Art und Weise. Ihr habt ja schon was gemeinsam, Ihr seid Nachbarn. Vielleicht wird ja nach einiger Zeit mehr draus.

Meine Freundin ist auch Inko und wir haben uns auf ähnliche Weise kennen gelernt. Wir studieren Beide das selbe und haben uns öfters zum Kaffee getroffen, dann Kino und Weggehen. Mittlerweile sind wir zusammen gezogen und es läuft prima. Das Erste was in unserem neuen Heim mit eingezogen ist, ist eine weitere Mülltonne. Für doppelt Windeln und Katheter hatte ich keine Kapazität.

Liebe Grüße
Stefan Süß
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Beitrag #5 von papa0861 » 21 Jun 2007 22:20


hallo chimera,

ich schließe mich der meinung von chris001 an. deine bemühungen scheinen gelinde gesagt penetrant zu sein.

in diesem zusammenhang möchte ich dich auf den neuen § 238 des stgb aufmerksam machen.

sehr schnell kannst du bei deinen interessebezeugungen dort hineinrutschen.

lg
jürgen
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Beitrag #6 von papa0861 » 21 Jun 2007 22:25


Chris00 hat geschrieben: und der Müll ist echt enorm. Bei unserer letzten Mietwohnung, wurden wir vom Vermieter aufgefordert,



hallo chris00

soweit ich weiß, gibt es doch in jeder stadtverwaltung einen schwerbindertenbeauftragten. sprich diesen doch mal auf das thema an.

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Beitrag #7 von chimera » 21 Jun 2007 23:04


hallo zusammen,sind ja viele antworten gekommen.
aber um eines mal klar zu stellen,ich beobachte sie nicht ständig,mein wohnzimmer ist nach vorne raus und ich sehe halt wer kommt und geht,daher weiß ich es. das ich sie beobachtet habe war nur das eine mal und ich weiß das es sich nicht gehört. aber trotzdem gilt der dank allen die geschrieben haben. kurz um ich hab schon mit ihr geredet und es ist alles ok.
danke euch allen. gruß ralf
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Vergiss es

Beitrag #8 von bert_berlin_2004 » 21 Jun 2007 23:52


Vergiss es.
vergiss es einfach mit ihr.

Du hast alle Fehler gemacht, die man machen kann.

Wenn diese Frau etwas Selbstwürde hat wird sie mit Dir jenseits von Nachbarschaftlichem Umgang nichts näheres machen. und das ist gut so.

Du hast Grenzen verletzt, die man nicht verletzten sollte.

und das weißt du auch.

Lass sie am besten in Ruhe und überleg dir wie du dich menschen näherst ohne sie in ihrer Würde zu verletzen
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Beitrag #9 von Chris00 » 25 Jun 2007 07:45


papa0861 hat geschrieben:soweit ich weiß, gibt es doch in jeder stadtverwaltung einen schwerbindertenbeauftragten. sprich diesen doch mal auf das thema an.


*lol* Naja, ich bin ja nun wahrlich nicht schwerbehindert. Es ist zwar bedauerlich, aber ich denke, für die paar Euro lohnt es sich nicht, die Arbeitszeit eines Beauftragten zu binden, der sich um Leute kümmern sollte, die WIRKLICH Probleme haben.
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Re: Windeln in der Nachbarschaft

Beitrag #10 von melanie_b » 21 Dez 2007 18:06


Hallo chimera,

was ist denn nun daraus geworden mit deiner nachbarin. ich hatte mal eine ähnliche phase, auch mit einer nachbarin. würde mich mal interessieren, ob du sie jetzt kennengelernt hast. kannst ja mal schreiben.

Melanie



chimera hat geschrieben:hallo,mein Name ist Ralf und ich bin 39 Jahre alt. Ich habe eine neurogene Harninkontinenz und trage Windeln. Es ist schon seid meinem 18 Lebensjahr so und ich habe mich auch daran gewöhnt,aber leider keine partnerin gefunden.
Jetzt mal zu meiner Frage an alle.
Ich bin schüchtern und weiß nicht was ich machen soll.
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Wie soll ich mich jetzt verhalten? Da ich ja schüchtern bin ist das mit dem direkt ansprechen so eine Sache. Soll ich Ihr einen Brief schreiben?
Naja wir Windelträger leben ja im allgemeinen etwas zurückgezogen,was nicht auf alle zutrifft aber auf einige. Bei Ihr ist es ähnlich,Sie hat auch nie Besuch und geht und kommt immer allein nach Hause. Lediglich holt eine Freundin Sie mal ab,aber Besuch hat Sie nie,außer vielleicht Eltern oder so. Wer kann mir helfen oder hatte schon mal so eine Situation? Ich wäre Euch sehr dankbar. Gruß Ralf
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