Acimethin bzw. Methionin

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Acimethin bzw. Methionin

Beitrag #1 von methodiker » 06 Sep 2007 21:59


Hallo,

mir wurde heute Acimethin (Wirkstoff: Methionin) als Mittel gg wiederkehrende HWI empfohlen. Scheint mir mehr als Cranberry-Saft, aber weniger als die gängigen Antibiotika zu sein. Hat damit schon mal jmd Erfahrungen gemacht?

Würde mich sehr interessieren, weil sich langsam eine Antiobiotikaresistenz herstellt; es insofern hilfreich wäre die "aufkeimende" HWI schon vorher auf ein eträgliches Maß zurechtzustuzen bzw. gar nicht erst ausbrechen zu lassen. Allerdings scheint mir Acimethin wg Nebenwirkungen für eine chronische Anwendung ungeeignet. Aber als eine erste Abwehrmaßnahme bei den ersten Anzeichen einer HWI unter Umständen ein recht hilfreiches Mittel?!?

Liebe Grüße
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methodiker
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Beitrag #2 von Brandy » 07 Sep 2007 14:15


Hallo Methodiker,

Ich habe Acimethin vor Jahren einmal kurze Zeit genommen. Wie das bei mir war, kann ich dir nicht mehr sagen.
Mit deiner Einschätzung, dass Acimethin stärker als Preisebeersaft und weniger stark als ein Antibiotikum wirkt, damit hast du sicher recht. Das wurde mir von Ärzten auch so gesagt.

Acimethin säuert den Harn an, dadurch wird die Überlebensmöglichkeit für Bakterien in den Harnwegen herabgesetzt. Was die Nebenwirkungen betrifft weiß ich nicht bescheid, aber anscheinend verursacht Acimethin oft einen schlechten Geschmack im Mund od. sogar Mundgeruch.

Gruß
Michael
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Beitrag #3 von Chris00 » 08 Sep 2007 14:36


Hallo,

sowohl der Saft von dunklen Beeren, als auch Methionin verschieben den pH des Harns in den sauren Bereich. Jedoch wird diese Praxis in letzter Zeit auch kritisch betrachtet. Gerade viele pathogene Pilze fühlen sich in sauren Medien sehr wohl.

Es bleibt noch zu untersuchen, warum Antibiotika bei dir nicht mehr wirken. Vielleicht hast du durch eine falsche oder zu kurze Anwendung eines Antibiotikums in früherer Zeit einen resistenten Stamm geschaffen.

Ich weise deswegen noch einmal auf wichtige Regeln für die Einnahme von Antibiotika hin.

-) immer das Antibiotikum vollständig aufbrauchen, auch wenn die primären Symptome nach wenigen Tagen verschwunden sind. Einige Bakterien überleben länger als andere. Und die Überlebenden sind ausgerechnet jene, die schon ein bisschen resistent sind.

-) absolut penibel die Zeiten der Einnahme einhalten. In dieser Beziehung sind Antibiotika sogar noch empfindlicher als Kontrazeptiva. Das Antibiotikum tötet nach der Einnahme sehr rasch eine bestimmte Menge an Bakterien ab. Doch die verbliebenen Bakterien vermehren sich munter weiter. Nur wenn der Abstand der Einnahmen so gewählt ist, dass in dieser Zeit weniger Bakterien nachwachsen konnten, als zuvor abgetötet wurden, ist eine Therapie erfolgreich.

-) Antibiotika haben mit unter unangenehme Nebenwirkungen. Doch sind diese in den meisten Fällen harmloser als die von den Bakterien erzeugten Symptome. Also: DURCHHALTEN. Sollte es zu gravierenden Nebenwirkungen kommen, ist das Präparat natürlich abzusetzen. Aber es sollte sofort vom Arzt ein Substituat verschrieben werden.

-) Wenn man keine Ahnung hat, glaubt den Fachleuten! (Ärzte, Pharmazeuten) Durch selbst erklärte Alternativmediziner und unbelehrbare Patienten gibt es mittlerweile multiresistente Tbc-Stämme, die eine ernsthafte Gefahr für uns alle darstellen.

Christian
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