längerer USA-Aufenthalt: Wie bekomme ich Katheter+ Windeln ?

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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längerer USA-Aufenthalt: Wie bekomme ich Katheter+ Windeln ?

Beitrag #1 von Solalia1 » 21 Mär 2008 02:00


Hallo,
ich bin gerade erst in dieses Forum eingestiegen, weil mir ein Problem ziemlich unter den Nägeln brennt.
Ich bin Studentin und habe mich erfolgreich um ein Studienjahr in den USA beworben. Ich wurde für Atlanta für 10 Monate genommen.
Das ist natürlich eine tolle Sache, weil die USA so behindertenfreundlich sein soll.

RIESEN PROBLEM: Ich habe bisher nur negative Antworten von den Stellen bekommen, die ich wegen meiner Inkontinenzversorgung befragen muss.

Das man sich als chronisch Kranker nicht in den USA für die gesundheitlichen Probleme versichern kann, die direkt aus der chronischen Erkrankung resultieren, wurde bald klar.
D.h. Eine auslandskrankenversicherung übernimmt nicht die Kosten für die Inkontinenzversorgung.

Ich hatte immer gedacht, wenn das eintritt, dann werde ich mir eben die Katheter und Windeln etc. von Deutschland aus immer wieder in die USA schicken lassen.

Ich habe nämlich gehört, dass die Preise für VERGLEICHBAR GUTE Produkte dort um 100-200 % höher seien. :|

die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt es nicht, wenn ich mir dort für 10 Monate die Produkte verschreiben lasse oder kaufe, weil es ein AuslandsJAHR ist und damit die Krankenkasse nicht mehr verpflichtet ist zu zahlen

Die Variante: alles schicken droht jetzt aber auch total zu kippen, weil die USA laut der Katheterfirma Medical Service u.U. die Einfuhr von solchen Produkten nicht erlauben, schon gar nicht in der Menge wie sie für 10 Monate anfällt....

Jetzt weiß ich langsam nicht mehr weiter.
Ich habe aus Termingründen meine ZUsage der Uni schon geben müssen..
Aber jetzt sieht es so aus, als würde es daran scheitern........... :(

Das wäre eine arge Diskriminierung, wo die USA doch sonst den Anschein erwecken political correctness groß zu schreiben. :aerger:

BITTE BITTE BITTE helft mir!!!!!!
Wer war schon mal LÄNGER in den USA.... wie habt ihr das gemeistert, wenn ihr keine Millionäre seid?

Wäre echt wichtig für mich, wenn ihr eure Ideen beisteuert.

LG
Solalia1
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Beitrag #2 von stefano » 21 Mär 2008 06:10


Hallo
Ich war schon X mal in den USA.
Mache dir keine sorgen, Inkontinenzartikel kannste in jedem Supermarkt Kaufen.
Und die Marken Artikel in jedem Sanigeschäft. Preise so wie hier ( Meine CH)
Gruss
Stefano
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Beitrag #3 von Kathrin1506 » 21 Mär 2008 16:22


Hallo
Ich habe war keine erfahrung mit den USA und war auch noch nie dort, aber ich denke mal das mit dem Schicken lassen wäre ein guter Ansatz.
Du kannst dir ja den 14 tägigen oder Monatlichen Bedarf zuschicken lassen, das ist dann lange nicht so viel wie der 10 Monatige.

LG Kathrin
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Beitrag #4 von Martin83 » 21 Mär 2008 23:51


Ähm, das wird bestimmt nicht billig mit dem Versenden.
Da wäre der Versuch sich in Amiland zu versorgen günstiger.
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Beitrag #5 von Struppi » 22 Mär 2008 00:30


Hallo Solalia1,

ich selbst habe es leider noch nicht in die USA geschafft, ein guter Freund von mir allerdings hat dort - wie Du - ein Jahr als Student verbracht. Aufgrund einer Querschnittlähmung benötigt er ebenso wie Du Katheter und Windeln als dauerhafte Hilfsmittel.

Ich werde ihn morgen gleich anrufen und fragen, wie er das Problem damals gelöst hat bzw. ob es nicht doch eine Krankenversicherung gibt oder ob er es über seine deutsche KV abgewickelt hat usw.

Verzweifel also nicht, wenn er das geschafft hat, dann packst Du das auch.

Grüße - und ich drück' Dir die Daumen

Struppi
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Beitrag #6 von Struppi » 26 Mär 2008 15:31


Hallo Solalia1,

ich hab das nicht vergessen, es dauerte über die Feiertage leider etwas länger, meinen Freund zu erreichen.

Er hat das damals folgendermaßen gehandhabt: Da die Krankenkassen in den USA vor Ort auch bei ihm nicht bereit waren, ihn als Mitglied aufzunehmen, hat er sich hier in Deutschland privat versichert - dies mag allerdings im Einzelfall eine Kostenfrage sein (für Studenten bieten div. Privatversicherungen allerdings schon "Sondertarife" an).

Mit der Verordung im Ausland hatte die KK keine Probleme, für ihn lief alles wie gehabt.

Sollten Deine Eltern ggf. Akademiker sein, gäbe es noch die Möglichkeit, dass z.B. dein Vater Dich bei ihm als Mitglied in seiner privaten KV während Deines USA-Aufenthaltes versichert.

Ich hoffe, das hilft Dir ein wenig weiter...

Grüße

Struppi
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Dein Inko-Problem in den USA

Beitrag #7 von Pierre » 26 Mär 2008 19:20


Hallo Solalia

Ich selbst habe jahrelang in Washington DC gearbeitet für die Schweiz.
Nun, es gibt in jedem Supermarkt, Drugstore oder Apotheke eine Abteilung für Seniorenbedarf.
Die Auswahl an Windeln ist wie bei uns in einem Sanitätshaus.
Die Windelhersteller für Erwachsene sind in gleicher Konkurrenz wie für Kleinkinder.
Am Besten Du nimmst einen Wochenbedarf an Plastikwindelslips (von SUPRIMA) mit sowie von Deinen bevorzugten Einlagen. Den Rest kannst Du Dir dann vor Ort kaufen.
Also sorge Dich nicht und mache Deinen Aufenthalt nicht von WIndeln abhängig.

Lieber Gruss

Pierre
Ich versuche auf diesem Weg, eine nette, jüngere Partnerin für die Zukunft zu finden, welche unter ähnlichen Problemen leidet.
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Beitrag #8 von Siggi » 27 Mär 2008 18:34


Hallo Solalia,

wirklich: deine Sorgen sind absolut unberechtigt. Die USA sind ein hochzivilisiertes Land, wo es neben Weltraumfahrzeugen natürlich auch die für die Inko-Versorgung notwendigen Dinge in größerer Auswahl als in Deutschland gibt. Die Vorlagen und Windelslips für Inkontinente wie auch die Pampers sind - nebenbei bemerkt - ein "Abfallprodukt" der Weltraumfahrt; d.h.sie wurden speziell für die Versorgung der Astronauten entwickelt, die doch einst viele Tage in engen Kapseln verbringen mussten und auch ihre "Bedürfnisse" hatten. Bei meinen Reisen in den USA habe ich mich zu günstigen Preisen in den Supermärkten versorgen können, die alle eine Ecke für Apotheken-und Sanitätsartikel mit diskreter und fachgerechter Bedienung haben.Das war in Großstädten wie L.A. so und auch in kleineren Orten des Wilden Westens wie Cody oder Sioux Falls.

Gute Reise und tolle Erlebnisse

Siggi :lach:
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