Auslaufen der Windeln nachts

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

Moderatoren: Helmut, Marco N., Georges, Benjamin

Re: Vielen Dank

Beitrag #11 von mehlbox2001 » 26 Aug 2003 04:10


rolfi hat geschrieben:Das einzige was dicht ist war eine Molicare, 2 Einlagen und eine weite Gummihose, dies hat wieder den nachteil es ist eben DICK, und stört beim schlafen.
So nun schlaft schön dicht. :lach:


Also nee, Rolfi, von der Physik her ist so eine Packung bestimmt ähnlich dicht wie meine, aber viel dicker ... Die würd mich auch beim Schlafen stören ...

Andreas
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mehlbox2001
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Man kann sich an alles gewöhnen...

Beitrag #12 von Regenmacher » 27 Aug 2003 21:19


Ich glaube, die Dicke des Paketes spielt nur in den ersten Tagen eine Rolle. Wer zum ersten Mal INkontinenzhilfsmittel benutzt, der ist selbst schon ziemlich fertig, weil es so ungewohnt ist. Nach einiger Zeit hat man sich daran gewöhnt... Ich denke, das ist auch bei den hier geschriebenen Vorschlägen so...

Gruß Marco
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Zu "nachts gibts Stoff"

Beitrag #13 von Jonas » 08 Okt 2003 21:44


Hi!
Nachdem ich schon alles mögliche an Stoffteilen ausprobiert habe, so die Aicher (oder heißen sie Aichner), bei denen mir immer die Druckknöpfe ausreißen, die unsägliche Hof :evil: und die Joschi, bei der ich es schon zwei mal fertiggebracht habe, entweder das Teil selber, oder die Einlage irgendwie zu heiß zu baden (jedenfalls waren sie dann hart und verschrumpelt), bin ich zurückgekommen auf die Windelart, mit der ich angefangen habe.
Als das losging, damals, mit ins Bett machen, gabs noch keine Pampers oder ähnliches. Und als meine Eltern dann endlich, endlich kapiert hatten, dass es Windeln nicht nur für Babys gibt, hat man halt Moltonwindeln genommen. "Patentfaltungen" funktionierten irgendwann nicht mehr und, da bin ich immer noch stolz drauf, ich selber bin im zarten Alter von 7 auf die Idee gekommen, eine alte Unterhose auseinander zu schneiden, zu meiner Mutter zu gehen, und ihr zu sagen, so will ich die Windel geformt haben :idea: . Nach einigen Fehlversuchen kam dann eine simple Windel in breiter Uhrglasform heraus, die lediglich mit der Zeit größer geschneidert wurde. Nach Versuchen mit Klettband bin ich zurückgekehrt zu einfachen Bändchen, um sie zu fixieren. Zwei von diesen Windeln, höchstens drei und eine stinknormale gefaltete 80 x 80 Molton als Einlage, darüber eine Suprima und es passt. Ich hab nur ganz selten minimale Flecken. Mit nur zwei Sätzen dieser Kombination war ich letztes Jahr sechs Monate in Thailand und Indien unterwegs und es hat toll funktioniert, wie auch schon auf anderen Reisen.Cool, oder? :lol:
Nebenbei ist es die billigste Methode, mit Stoffwindeln zu leben, die ich kenne, und umständlicher zum Anlegen ists auch nicht.

Greez
J.
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Beitrag #14 von Helmut » 09 Okt 2003 11:34


Hallo Jonas,

nun die Mehrwegsysteme von Tex-a-med, Aichner usw. sind sicherlich nicht schlecht und fehler beim waschen können immer mal vorkommen, selbst die Moltontücher kannst du mit nen falschen Waschmittel ruinieren. Ob Einweg- oder Mehrwegsysteme, beide haben ihre Vor- und Nachteile, aber bei reinem Bettnässen finde ich die Mehrwegsysteme zuhause auch nicht schlecht.

Die klassische Art der Wickeltechnik mit den Mullwindeln, Flanellwindeln oder Moltontüchern zusammen mit einer Gummihose kenne ich auch noch. Diese Windelversorgung kann schon eine ganze Menge aufnehmen, nur wenn sie dann sehr nass sind, dann ist halt der Schutz vor Rücknässung zur Haut hin gleich Null. Wer hier eine empfindliche Haut hat, der wird schnell mit roten oder wunden Stellen zu kämpfen haben.

Wie hast du es eigentlich mit dem waschen der Windeln gemacht, wo du solange unterwegs warst?

Ich könnte mir das schon etwas problematisch Vorstellen. Ich war selber einige Jahre immer wieder für einige Wochen im Ausland auf Montage und da würde ich meine Windeln und Gummihosen nicht so einfach in die Gemeinschaftswaschmaschine stecken, in der auch 500 andere Bauarbeiter ihre Wäsche waschen. Da müßtest dich dann als Bettnässer oder Inko outen, was manchmal nich so gut ist.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #15 von Jonas » 10 Okt 2003 13:42


Hallo Helmut!

Also von den fertigen Teilen ist mir die Joschi am Liebsten. Passt gut, funktioniert gut. Und für meine Waschtalente kann der Hersteller ja nix. Vielleicht halten sie auch den Trockner auf "Vollgas" nicht aus??.
Bloß "Hof" finde ich, zumal vom Preis-Leistungsverhältnis her, wirklich bescheiden.

Zum Waschen: In den Absteigen, in denen ich als Rucksacktourist in diesen Ländern absteige, hat man eine Waschmaschine noch nie gesehen. Ich hatte z. B. in McLeod Ganj (Dharamsala) in Nordindien ein Guesthouse-Zimmer für 60 Rupies, das sind knapp 1,50€. Da gibts nur eines: In der Früh gleich mal den Eimer nehmen, nach dem ersten Ausspülen die Windeln gut auswaschen, denn das Wasser ist bestenfalls lauwarm, und dann ab über die Wäscheleine. Und Du wirst lachen, bis jetzt hat nur eine einzige Person gemerkt, dass da keine Handtücher oder T-Shirts im Wind flattern. Ab und zu ließ ich mir einen Eimer mit heißem Wasser bringen, um sie mal "auszukochen". Als Hautschutz ein gutes Körperöl oder eine fette Creme als Schranke gegen die Feuchtigkeit. Zur Not auch Penatenöl, bzw. Johnson o.ä. Das kriegt man auch in Indien. Mit dem Duft muß man halt dann leben :? . Bis jetzt -toitoitoi- hatte ich keine Hautprobleme und keinen "Schwammerl".

Bis demnächst

J.
:elefant:
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Beitrag #16 von Werner Holmans » 27 Okt 2003 23:09


Hallo,
ich habe ja schon geschrieben, dass ich schon in der DDR an Inkontinenz erkrankt bin. Da gab es nur Stoffwindeln und Gummihosen (PVC) als Hilfmittel. Wurden auch im Krankenhaus benutzt. Die Baumwollwindeln in der Größe 160 X 160 (früher wurden sie aus 4 Babywindeln genäht) verwende ich noch heute in der Nacht. Eine wird als Dreickwindel verwendet und eine wird zu einer Einlage gefaltet. Damit komme ich über Nacht gut klar. Eine Gummihose muss aber sein. Etwas dick ist es schon, man gewöhnt sich aber an diesen Zustand.

Werner
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Stoffwindel/Dreieckswindel und "Auslaufsicherheit"

Beitrag #17 von Jonas » 28 Okt 2003 16:19


Hallo!
Was mich an den Dreieckswindeln stört ist, dass sie eine Menge Material um die Hüfte bieten, aber eher wenig da, wo ich es eigentlich brauche.Sie sind mir zu üppig. Meine Mutter hat das damals auch immer mit dieser Technik gemacht. Aber, wie gesagt, irgendwann war ich einfach zu groß für Dreieckswindeln 80x80. Damals kam dann eben die Idee. sie so zurechtzuschneiden, wie eine seitlich aufgeschnittene und flach hingelegte Unterhose. Die ersten Versuche waren in der Mitte zu schmal, aber irgendwann hatten wir den für mich idealen Schnitt heraus. So kann ich bis heute bei meiner Körpergröße (169, 64 kg)ganz normale 80x80 Molton verwenden. Die krieg ich überall und sie kosten nicht die Welt. Das Ganze ähnelt in der Art den "kalifornischen Windeln", dennoch beanspruche ich die "Erfindung" für mich. Damals wusste bei uns noch kein Mensch was von einer "kalifornischen W." :roll: . Es sind auch viele andere Stoffsorten geeignet: weiche Baumwolle, Frottee oder Leinen als Meterware. :mrgreen:
Bei den Schutzhosen lebe ich "doppelt". Mit einer hatte ich immer irgendwo was nasses. Also: Normale Schutzhose, darüber die mit den ganz breiten Gummis von Suprima. inzwischenbin ich luxuriös geworden. Die Falten der PVc-Hosen haben so gedrückt, dass ich dauernd rote Flecken im Gummibereich hatte. Mit den PE/Pu Teilen von Suprima habe ich das Problem nicht. Also: Selbstbauwindel mit Einlage (gefaltete Molton)-PE-Hose -PVC-Hose. Klingt aufwändig, isses aber nicht. Ist relativ dünn komfortabel und sehr sicher.

Ciao
J.
Enuresis: gut gewickelt heißt gut geschlafen.
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