Badumbau auf was muss ich achten?

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Beitrag #11 von Struppi » 06 Sep 2008 10:55


Hallo Tabor,

bin seit 1998 querschnittgelähmt - was möchtest Du denn wissen bzw. in welchem Bereich (Wohnung, Strasse, bestimmte Räumlichkeiten) brauchst Du Tipps?

Wichtig zu wissen wäre, was für einen Rollstuhl du hast? Ist es ein Faltrolli oder einer mit starrem Rahmen?

Ist der Rollstuhl nur ein vorrübergehendes Ärgernis oder tatsächlich eine bleibende Sache?

Grüße

Hannes
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Beitrag #12 von Brandy » 06 Sep 2008 11:30


Hallo Tabor,

deine letzte Frage ist sehr allgemein formuliert. Wenn du sie etwas konkreter formulierst, ist das Antworten einfacher.

lg
Brandy
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Beitrag #13 von Tabor » 06 Sep 2008 13:07


Im Moment habe ich einen Faltrollstuhl, mit dem ich mich auch in der Wohnung "frei" bewegen kann - bis auf die zahlreichen Macken, die inzwischen sämtliche Türen haben.
Frage zum Bett, ich habe ein höheres 140 breites Bett, das ich sehr gerne mag. Die Pfleger in der Klinik raten mir aber zu einem Bett, an dem ich mich auch hochziehen kann, um besser rauszukommen.
Nächste Frage zum Rollstuhl, kann mein linkes Bein nicht mehr selber heben, was manchmal dazu führt, dass es von der Fußstütze fällt - was sehr schmerzhaft werden kann (gibt es da Möglichlichkeiten, damit das Bein bleibt wo es hingehört?).

Kathetern im Rollstuhl nur im Notfall - hat jemand von euch so eine Toilettensitzerhöhung? Bringt das was?
das wärs mal fürs Erste.
Danke und Grüße
Anne
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Beitrag #14 von Brandy » 06 Sep 2008 18:08


Hallo Tabor!

Ich habe bei meinem Rollstuhl ein durchgehendes Fußbrett und fixiere meine Füße mit einem Klettband, damit sie nicht wegrutschen können. Das Klettband wird um die senkrechten Stangen gewickelt, an denen auch das Fußbrett montiert ist.

Ich habe mein WC ohne Sitzerhöhung so einbauen lassen, dass ich vom Rollstuhl direkt dorthin wechseln kann, ohne einen Höhenunterschied zu haben. - Höhe der Oberkante d. WC-Brille ca. 50 cm. Trotzdem katheterisiere ich mich immer im Rollstuhl sitzend. Finde ich praktischer.

Lieben Gruß
Michael
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Beitrag #15 von Helmut » 08 Sep 2008 12:41


Hallo Anne,

bei deinem geplanten Umbau solltest du vielleicht doch einen Architekten zu Rate zeihen, welcher sich mit behindertengerechten Wohnungen auskennt. Wenn du nämlich später dauerhaft auf den Rollstuhl angewiesen bist, dann sollte nicht nur das Bad entsprechend gestaltet sein, sondern auch der Rest der Wohnung. Wichtig ist auch, ob die Wohnung ohne Probleme mit dem Rollstuhl erreichbar ist, oder ob da auch bauliche Maßnahmen wie Rampen, Aufzüge, breitere Türen usw. notwendig sind.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Danke

Beitrag #16 von Tabor » 08 Sep 2008 21:13


Hallo Helmut,
danke aber das mit den Türen habe ich schon bedacht und deshalb bin ich auch in eine neue Wohnung vom DG in ein EG gezogen. Baulich ist das meiste schon bedacht. Außer dass ich auch bei den breiten Türen noch lernen muss mit dem Rollstul umzugehen. Nur meine Inneneinrichtung, Bett, Toilette lassen noch zu wünschen übrig.
Liebe Grüße
Anne
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Beitrag #17 von Struppi » 09 Sep 2008 15:36


Hallo Anne,

entschuldige bitte, dass ich erst jetzt wieder auf Deinen Beitrag antworte.

Nun, mit dem Umbau seit Ihr ja schon auf dem richtigen Weg.

Was das Bett angeht, so kannst Du Dir ggf. von der KK (kein Scherz) statt eines Pflegebettes (was ja gerade bei Partnerschaften nicht wirklich der Hit ist; zudem würdest Du eine Pflegestufe benötigen) einen elektrisch verstellbaren Lattenrost „sponsern“ lassen (bevor ich was falsches sage, lieber konkret bei der eigenen KK anfragen). Dieser kann dann wie der „normale“ Lattenrost ins Bettgestell gelegt werden und hätte z.B. den Vorteil, das er höhenverstellbar wäre und Dir somit ein selbständige Aufsuchen und Verlassen des Bettes ermöglichen würde. Ein Galgen über dem Bett sieht nur am Anfang etwas merkwürdig aus, der verschwindet so schnell wieder aus dem Sichtfeld, wie er da hingelangt ist – wäre auch noch eine Überlegung. Für halbwegs mobile Patienten gibt es auch sog. „Drehscheiben“, die entweder auf dem Boden oder aber als „Sitzfläche“ Hilfestellung geben könnten. Ein Deckenlift wäre auch noch eine Alternative, welche aber sehr genau abgewägt sein will (auch hier gilt meines Wissens nach wieder: Pflegestufe oder nicht).

Was den Toilettensitz angeht, kann ich Dir leider nicht weiterhelfen. Ich mache den ISK wie Michael im Sitzen (also im Rolli) vor der Toilette (normale Standardhöhe, wir wohnen in einer nicht rollstuhlgerecht umgebauten Mietwohnung, ich komme aber sehr gut klar). Bei Frauen müßte das ähnlich gut gehen da meine Exfreundin das damals auch so gehandhabt hatte. Aber das ist ja, wie so vieles, eher Geschmacks- und Gewohnheitsfrage.

Wenn der Rolli für Dich bald unumgänglich ist, dann solltest Du ggf. mal über einen anderen Stuhl nachdenken, z.B. einen Starrahmenstuhl (Aktiv-Rollstuhl). Diesen gibt es u.a. auch in zwei Ausführungen, dem Lang- und dem Kurzrahmenstuhl. Der Kurzrahmenstuhl ist – wie der Name schon sagt – etwas sportlicher, die Beine stehen näher zum Körper (falls das bei Dir geht) und ist aufgrund des kurzen Abstandes zwischen Lenk- und Schubrädern erheblich wendiger, was Dir in der Wohnung mehr Spiel verschaffen würde. Wie Michael schon angeführt hat, fixiere auch ich meine Beine mit einem Wadenband - das mußt Du einfach mal ausprobieren.

Das Verstauen eines solchen Rollis ist nicht schwerer als bei einem Faltstuhl (der schon allein vom Gewicht unhandlicher ist) und ich bin in den Jahren noch nicht auf ein Fahrzeug gestoßen, in den wir den Rollstuhl nicht hineinbekommen hätten.

Grüße – und halt die Ohren steif

Hannes
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