Windeln im Job

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

Moderatoren: Helmut, Marco N., Georges, Benjamin

Windeln im Job

Beitrag #1 von Sabse » 30 Sep 2008 15:48


Hallo zusammen,

wie geht Ihr mit diesem (Heiklen) Thema um??

Ich bin Krankenschwester, also das Thema Windeln und Einlagen gewöhnt, was meine Inkontinenz sicher etwas erleichtert.

gemerkt hat bisher niemand etwas, ich finde es manchmal selbst komisch wenn ich Patienten wickle und selbst mit einer Windel unterwegs bin.

Das Thema Windeln wird hier unter den Angestellten eher unspektakulär gehandhabt, hatte sogar eine Kollegin erwischt wie sie sich zwei Vlieswindeln in den Slip legte, auf meine Frage ob sie Probleme mit Inkontinenz hätte lachte sie und sagte das sie ihre Tage hätte und es sich bequem machen möchte.

Liebe Grüße

Sabrina
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PAMPERS BEI DER ARBEIT

Beitrag #2 von Stefan_CH » 30 Sep 2008 22:00


hallo zusammen

da ich auch tag und nacht pampers tragen muss, muss ich ja logischerweise auch bei der arbeit pampers tragen. ich kleide mich entsprechend das man icht sehen kann das um mein ärschli.

im büro wissen es aber eh alle da sie mich besuchten im spital und da ist ein verstecken eher schwer da es immer so heiss ist im bett im spital hatte ich meistens unterrum keine hosen an nur die pampers oder im sommer habe ich meistens gar nix an.

also ich habe absolut keine probleme mit den pampers bei der arbeit, aber ohne hätte ich eins
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Windeln bei der Arbeit

Beitrag #3 von Mayrakis » 02 Okt 2008 20:01


Hallo auch ich bin seit vielen Jahren Inkontinent,und musste Auf der Arbeit mit dem heiklen
Thema umgehen lernen,sicherlich habe ich mich so gekleidet,das es nimandem auffiel.
Soweit so gut.Ich habe mir für die Arbeit,dann Vorlagen,selber gekauft,die von der Folie
her nicht.geknistert haben.da ich auch in der Dienstleistung tätig war,und ständig den Beinen
war,musste ich,dafür sorgen,das es niemand mitbekam.Nun da ich aber nicht mehr Im
beruf tätig bin,kann ich,die mir Verordneten auf rezept,wieder leisten.Soweit zum Thema
Windeln auf der Arbeit.Ich bin dann zur Selbsthilfegruppe gegangen,um damit umgehen
zu lernen.Ich habe es geschafft,dieses Thema nicht mehr zu tabusieren.in zwischen habe ich
die Gruppe übernommen,Und gehe also ganz offen,mit der Inkontinenz um.
Lg mayrakis :sm13:
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Pampers und Job...

Beitrag #4 von Hansi » 05 Okt 2008 10:36


ich gehe mit dem Thema Windeln auf Arbeit eher locker um sicherlich bemühe ich mich daß es niemand merkt, bzw. mitbekommt... In der Pause wechsle ich meine Windeln auf der Toilette. Bei der Arbeit hab ich immer ne Molicare SuperPlus drin mit 2 Einlagen und ne Strumpfhose drüber. Mein dicker Hintern iss noch nie so richtig jemand aufgefallen da ich über der Windel und Strumpfhose meist Jeans trage (zuhause Leggings oder Sporthosen)
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Windeln im Job

Beitrag #5 von Mayrakis » 05 Okt 2008 16:27


Hallo alle zusammen,möchte gerne zu diesem Thema noch etwas hinzufügenIch habe heute
Vormittag einen Anruf von jemanden aus meiner Gruppe erhalten. auf iherem Arbeitsplatz
wurde nun entdeckt,das sie Inkontinent ist.Ihr Arbeitgeber hat ihr nun eine Kündigung aus-gesprochen.Die Begründung liegt darin,das sei für Ihren Arbeitgeber ein hygienisches Problem darstellen würde.Was ich mir zwar nicht vorstellen kann.Immerhin arbeitet sie irgend
wo als Reinigerin.Mir selbst ist dies erspart geblieben,da ich es gut verstecken konnte.Da kann man doch sehen wie Intollerant unsere gesellschaft mit dem Thema inkonitinenz um geht.Meine frage an euch alle,ist dies tatsächlich ein Kündigungsgrund? Ich selber denke nicht,aber es hat sich in den letzten Jahren viel geändert,was den Kündigungsgrund bzw.Kündigungsschutz an geht.Bin halt schon,einige Jahre Aus dem Arbeitsleben ausgeschieden,und kenne mich daher nicht mehr so richtig aus damit.Kann mir jemand,helfen
und mir Infos darüber geben?All die jenigen die Tollerante Arbeitgeber und Kollegen haben,können wirklich froh und glücklich darüber sein.

LG.mayrakis :?: :?:
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Inko ein Kündigungsgrund ??

Beitrag #6 von Chris » 05 Okt 2008 17:39


Hallo Mayrakis,

ich bin nicht sicher, genaue Auskunft kann aber ein Rechtsanwalt geben, der auf Arbeitsrecht spezialisiert ist. Den solltest ihr auf jeden Falle befragen. Oftmals hilft auch der Vdk - Verband der Kriegsopfer und Versehrten - so etwas wie ein Sprachrohr der Behinderten. Die sind oftmals ganz scharf auf solche "Entgleisungen" von Arbeitgebern.

Was auf alle Fälle hilft ist, es nicht zu verschweigen - Öffentlichkeit ist oftmals das Einzige, was solche Leute schreckt und auch wenn eine Wiedereinstellung dann recht unwahrscheinlich ist, ergeben sich so doch oft neue Perspektiven und / oder Anstellungen.

Ich finde es gut, dass du so nachfragst, nur so kann es gelingen, dass sicj etwas in den Köpfen verändert!!!

Jeder der heute am Straßenverkehr teilnimmt, ist näher an einer Inko als er denkt.

Machs gut

Chris
Kinder sind uns als Lehen gegeben, wir müssen sie sorgfältig behandeln
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Windeln im Job

Beitrag #7 von Mayrakis » 05 Okt 2008 18:40


Hallo Chris,vielen lieben dank für deine schnelle Antwort.Sicherlich gibt es den Vdk,ich selbst
bin dort,Mitglied,ich war so zornig über,die Situtation,das ich garnicht daran gedacht habe.
Ich werde mich morgen damit beschäftigen,mal beim Vdk anzurufen.Und nich genauesten,darüber Informieren.Werde auch mit der dame aus meiner Gruppe sprechen,ob
es nicht sinnvoller wäre,sich beim Vdk anzumelden.Den der Vdk hilft ja nur seinen Mitgliedern.Ich denke es wäre,das beste.Kostet nicht so viel. Selbst wenn es zu einer wieder-einstellung käme.ich würde dort selbst nicht wieder arbeiten.
Noch mals recht herzlichsten dank,für deine schnelle antwort.
Ich wünsche dir noch eine schöne Zeit.
LG.Mayrakis :P :P
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Beitrag #8 von rode » 08 Dez 2008 08:58


Hallo an alle!
Ja ja Windeln im alltäglichen, besonders Arbeitsleben sind ein seltsames Thema.
Der eine hat die Kraft ganz offen damit umzugehen und kriegt dann eine gewischt, weil er gefeuert wird und der andere verheimlicht die ganze Zeit und hat deswegen unheimlich viel Stress.
Ich selber bin 14 Jahre neben "normalen" gesunden Menschen zur Schule gegangen. Und ehrlich gesagt hab ich es immer verheimlicht. Kinder können halt auch ziemlich fieß sein. Und es ist schon was anderes, ob sich so eine Nachricht bei 700 Halbstarken wie ein Lauffeuer verbreitet, oder ob nur der Kollegenkreis auf Arbeit bescheid weiß.
Ich hatte die Möglicheit nach Absprache mit dem Hausmeister und ein paar Lehrern eine Tolette als "meinen Raum" umzufunktionieren, zu der dann nur ich und die Lehrer nen Schlüssel hatten. Aber selbst das war komplizert, weil die Toilette war mitten im Treppenhaus des Gymnasiums gelegen, wo in den Pausen immer alle durchströmen bzw. sich vor den Lehrern verstecken. Und wenn dann plötzlich einer mit Schlüssel in einem sonst abgeschlossenen Raum verschwindet, dann ist sein "Todesurteil" besiegelt. Also ich hatte auch ohne, dass jmd etwas von meiner Inko wusste ziemlich viele Probleme mit anderen Mitschülern. Zumal ich ja auch nen sichtbaren Gehfehler hab und deutlich kleiner bin als alle anderen Jungs in meinem Alter. Die Kommentare wurden zwar mit dem Alter weniger, aber es gibt immer schwarze Schafe.

Hab allerdings auch sehr sehr enge Freunde gehabt, für die das alles überhaupt kein Thema war und die sogar JEDEN VERDAMMTEN TAG ihre Pause geopfert haben, um mich zu meinem Raum zu geleiten und aufzupassen, dass nicht grad Mr Cool und seine Gang da rum lungert.
Schwere aber schöne Zeit die Schule.
Ich wollte niemals mehr "Aufsehen" als Nötig. Und damit hatte ichs mit Sicherheit schwerer als es hätte sein müssen. Es wussten ja nicht mal alle meine Lehrer bescheid, so dass ich da noch diskutieren musste, wenn ich mal zu spät aus der Pause oder so kam, weil meine Inko mir nen Streich gespielt hat.
Aber trotzdem empfehle ich allen: Offener und vor allem furchtloser Umgang mit dem Thema auf der Arbeit sind wichtig, aber macht euch nicht kleiner oder hilfebedürftiger als ihr seid! Denn oft kriegen wir betroffenen starken Leute bestimmte Dinge viel besser hin! Wie gesagt, Hilfe ist immer wilkommen, aber ich brauche keinen Behinderten-Bonus!
Da gibt es diesen tollen Spruch aus dem Ray-Charles-Film:
"Lass Dich nicht zum Krüppel machen!"
Und dabei geht es meiner Meinung keineswegs ums physiologische. Ich sage mir diesen Spruch oft, wenn ich ab und zu zu wehleidig bin oder jammere " öhh, dann kann ich ja das und das wieder nicht machen" usw.

Man selber ist die oberste Instanz!!!

in diesem Sinne
lg
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Inkontinenz und Arbeit

Beitrag #9 von muecke76 » 05 Jan 2009 11:08


Hallo,
auch ich möchte mich noch zu diesem Thema einmal äußern.
Ich geh im Job sehr verschwiegen mit meiner Inkontinenz um da ich schon einen Job deswegen verloren hab (die offizielle Begründung war eine andere, damit es keinen allzu großen Ärger vor dem Arbeitsgericht gab, mein ehemaliger Chef musste trotzdem zahlen aber das ist eine andere Geschichte). Nun arbeite ich um nicht unnötig arbeitslos zu sein in einer großen Fabrik in der es Sammelumkleiden gibt. Das ist nicht immer einfach, aber bis jetzt hat es niemand gemerkt das ich mich in der dazugehörigen Toilette umziehe. Ein Vorteil sind auch die Masse an Leuten die sich auf einmal umziehen, da achtet eigentlich keiner wirklich auf den anderen Ich kleide mich dementsprechend, das es niemandem auffällt. Ich mache das jetzt seit fast einen halben Jahr und fahre recht gut damit.
Privat handhabe ich das anders da gehe ich offen damit um. Ich sage mir wenn es in meiner Freizeit einem nicht passt ist es nicht mein Problem. In dem Aikidoverein in dem ich bin wissen es alle und man respektiert es und freut sich das ich überhaupt Sport mache. Tagsüber komme ich Gott sei dank fast immer mit Pants aus nur nachts muss ich Windeln tragen. Ich hoffe das sich das auch mal wieder alles ändern wird.

Lieben Gruß
fress2

Achso, ein verspätetes frohes neues Jahr für alle
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Beitrag #10 von mehlbox2001 » 10 Jan 2009 03:10


Hallo zusammen,

bin ich eigentlich im falschen Film gelandet? Den Rode und Fress2 kann ich ja noch supergut verstehen, wenn da gemobbt wurde (oder werden könnte), aber ansonsten gilt ja wohl:

Eine gute Versorgung auf der Arbeit ist wohl eher eine große Erleichterung, weil niemand was merkt, und kein Problem!

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