Mögliche Hilfen

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Mögliche Hilfen

Beitrag #1 von Tabor » 18 Jan 2009 20:33


Hallo
ich bin es mal wieder, habe zur Zeit wieder ziemlich mit meiner Inko zu kämpfen und bin auch so nicht so toll drauf. (Lähmung am rechten Bein, Ausfälle in der Hand und einen Bandscheibenvorfall an der HWS) - sprich Rollstuhl ist angesagt.
Bekomme da ich allein lebe gerade über KK Unterstützung von einer Sozialstation. Da ich aber nie kontinuierlich soviel Hilfe wie jetzt benötige (waschen, anziehen) hat wohl auch der Antrag auf Pflegestufe keinen Sinn oder?
Wer kann mir da einen Rat geben?
Danke Grüße
Anne
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Tabor
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Beitrag #2 von Werner Holmans » 20 Jan 2009 11:33


Hallo Anne,
ich würde einen Antrag auf eine Pflegestufe unbedingt stellen (ganz schnell). Mich wundert, dass es dazu bisher noch keine Beratung gab. Es werden dann Leute (war es macht ist sicherlich abhängig vom Land und Kreis) zu dir kommen und sich die gesamte Situation ansehen und ein Gespräch führen. Dabei muss man ruhig etwas schwindeln und die Sache etwas schlimmer (nicht unbedingt zeigen, was man wirklich alles kann, eher alles aufzeigen was man nicht kann) machen, als sie in Wirklichkeit ist.
Viel Erfolg wünscht Werner
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Beitrag #3 von Nautilus » 20 Jan 2009 22:56


....ein weiser Rat von Werner Holmans,
welchen Du beherzigen solltest.

Gruß
Nautilus
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Hey

Beitrag #4 von Tabor » 21 Jan 2009 15:58


Hallo,
danke für die bisherige Antwort, mir wurde bisher gesagt, dass es diese 90min in der Grundpflege pro Tag sein müssen. Und an "guten Tagen" schaffe ich ja auch vieles alleine und bin auch super froh darüber. Nur es gibt eben auch leider schlechte Tage, an denen ich nicht alleine aus dem Bett komme und mich nicht selber waschen, anziehen kann . Was aber machen, wenn jemand an einem "guten Tag" kommt. Simulieren? finde ich schwer.
Grüße Anne
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Beitrag #5 von Ramona » 24 Jan 2009 19:49


Hallo Anne!

Hast Du Dich schon von der Sozialstation zum Thema Pflegestufe beraten lassen? Wenn diese eine Chance sieht, würde ich es auf jeden Fall probieren.

Bei Pflegestufe 1 müssen mindestens 90 Minuten Hilfsbedarf pro Tag bestehen. 46 Minuten davon müssen auf die Grundpflege (Körperpflege, Ernährung und Mobilität) fallen. Diese jetzt muss Hilfe im Haushalt sein.

Übrigens, man sollte nie bei den Begutachtungen für eine Pflegestufe schwindeln oder etwas dazu erfinden. Wichtig ist aber, dass man den Pflegebedarf angibt, der an schlechten Tagen entsteht. Wenn man Angaben darüber hinaus macht, bekommen die Gutachter das sehr schnell mit und es kann nach hinten los gehen.

Gruß Ramona
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Beitrag #6 von mehlbox2001 » 05 Feb 2009 02:20


Hallo Anne,

es ist ein mir unerforschliches Phänomen, dass viele Senioren sich immer dann, wenn die Einstufung der Pflegeversicherung ansteht, sehr gut fühlen und simulieren, sie hätten keine Beschwerden. Vielleicht zu viel Stolz?

Nein, dazu erfinden sollst du nichts, aber realistisch berichten. Die andern oben haben Recht. Und probieren und einstufen lassen kostst nichts ;-)

Andreas
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