Ich hasse meinen Zustand ....

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Ich hasse meinen Zustand ....

Beitrag #1 von hansdpr » 14 Okt 2003 10:22


Ich bin froh, dass ich heute zu meiner Psychologin gehen darf ....
Ich hasse meinen Zustand, meine Krankheit. Ich will wieder was vernüftiges tun oder denken können .....
Ich will mich nicht mehr wickeln, will gesund sein. Und morgen will ich wieder arbeiten gehen ....
Und ich will wieder den Respekt der Menschen zurück erhalten.

Hanspeter
Ich dachte früher immer, egal was mir passiert, solange ich meinen Kopf habe kann ich etwas tun. Heute sind der Kopf und der Körper eingeschränkt. - Suche trotzdem Lebensqualität.
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Beitrag #2 von Reinhard » 14 Okt 2003 11:33


Hallo Hanspeter ich würde den kopf nicht hangen lassen immer positief Denken den im chat was doch anders es giebt Leute den es noch beschissener geht bis dann :fleissig:
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Reinhard
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Beitrag #3 von Harald1969 » 15 Okt 2003 18:47


Hallp HP!

Ganz wichtig ist, dass Du Dich selbst respektierst. Nur dann werden Dich auch andere respektieren!
Manche Formen der Inko kann man noch nicht wegbekommen. In diesem Falle hilft nur die eigene Akzeptanz der Situation. Sich dauernd selber fertig deswegen zu machen hilft niemandem etwas.

Du bist Du, und das ist gut so!
Das Bewusstsein ist wie ein Fallschirm. Es funktioniert nur, wenn es offen ist.
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Beitrag #4 von Ramona » 20 Okt 2003 11:06


Hallo Hanspeter!

Ich kann schon sehr gut verstehen, wie es Dir geht. Aber laß Dir sagen, Du mußt Deine Behinderung anfangen zu akzeptieren. Denn wenn nicht, geht so viel an Lebensqualität verloren. Klar ist das nicht leicht und es ist auch wichtig, über den Verlust zu trauern. Aber man muß ein JA finden. Klar geht das nicht von heute auf morgen. Dafür habe auch ich Jahre gebraucht. Du weißt ja, daß ich schwer seh- und körperbehindert bin. Es ist auch völlig okay, wenn man mal wütend ist auf seine Behinderung. Das ist auch bei mir so. Nur muß man aufpassen, daß es kein Dauerzustand wird.

Es ist gut, daß Du bei einer Psychologin in Behandlung bit. Das wir Dir auch lange Sicht sicher auch helfen ein JA zu finden. Auch ich habe eine Therapie gemacht und durch die hat sich vieles geändert zum positiven. Auch, wenn die Therapie manchmal hart ist, gibt nicht auf und laß Dich weiterhin darauf ein.

Und es ist ja auch gut, daß es hier einen Raum gibt, wo man auch offen darüber reden kann und das hilft auf lange Sicht auch weiter. :wink:

Gruß Ramona
GESTERN ist vorbei,
MORGEN ist noch nicht da
und HEUTE hilft der Herr.

Hermann Bezzel
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Ich fühle mit dir

Beitrag #5 von Stutzer » 21 Okt 2003 09:25


Hallo Hans-Peter

Ich kann deinen Zustand und deine Denkweise nachvollziehen, denn auch ich erliege das eine oder andere mal der Versuchung diesen Gedanken freien Lauf zu gewähren.

Auch ich suche einen Psychologen auf. Dieser sollte mir helfen mit der Situation fertig zu werden, Pech gehabt, denn er kann mir nicht helfen. Ja du hast richtig gelesen, ich bin es der mir helfen muss, nur durch die Tatsache das ich meine Situation erkennen und angemessen handeln kann ist es möglich wieder der zu sein der man vor der Inko war.

Sicherlich hört sich das ganz toll an, :aerger: Aber nur dadurch das ich gelernt habe mit der Inko umzugehen bin ich jetzt in der Lage an meiner Situation aktiv eine Veränderung vorzunehmen.

Was ich dir damit sagen möchte ist, das es Menschen gibt und auch weiter geben wird die eine Behinderung erleiden, und nur durch die Bewahrung ihres Selbstwertgefühl ist es Ihnen möglich Mensch zu sein. Alle werden einmal den Tag verfluchen an dem die Symptomatik das erste mal auftrat, nur sollte man deswegen nicht dem alten hinterher trauern sondern vielmehr das beste daraus machen.

Ich habe es immer wieder geschafft mich zu isolieren, aber wenn ich heute rausfahre und in einem Stau stehen bleibe so bin ich einer der wenigen die keinen roten Kopf bekommen, ich kann darüber hinaus noch wie gewohnt lächeln.

Versuche deine Situation relativ objektiv einzuordnen und gehe mit deinem Körper kleine Kompromisse ein, dann wird es dir sicherlich etwas leichter fallen die Situation akzeptieren und dein Leben wieder zu genießen.

In diesem Sinne wünsche ich dir alles Gute für die Zukunft und verbleibe,

immer freundlich lächelnd

der Lutz
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