Wer weiß von Eurem Leiden?

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Beitrag #11 von olaf-uwe » 13 Jul 2010 16:48


Hallo,

also von mir erfährt nur, wer es wissen muss. Und wissen muss es, wer es möglicherweise selbst entdecken könnte. Aber so pauschal kann man da auch nicht sagen. Irgendwie merkt man wer echtes Interesse hat und wer abgestoßen ist von solcher Diagnose. Ich versuche nicht es zu verheimlichen aber auch nicht jedem mein Leiden zu berichten.
Gruß Olaf
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Beitrag #12 von xja » 17 Jul 2010 08:49


Hallo,
Ich selber habe das Problem bereits 26 Jahre lang.
Früher als Jugendlicher wussten praktisch alle meine Freunde und Kollegen vom Problem. Das waren recht viele
Unterdessen halte ich es so das nur noch die Familie und die Leute welche ich nähere Beziehungen habe davon wissen. Das klappt recht gut. Ich denke das die Leute welche im gleichen Haushalt leben. Darüber orientiert sein müssen. Dort kannst Du es am schlechtesten verheimlichen.
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Beitrag #13 von Mullemaus1911 » 17 Jul 2010 15:18


Ich danke euch sehr für eure lieben Antworten.
Werde es auch nicht jedem unter die Nase binden, aber ich denke auch, dass es wohl einfacher ist, wenn die "wichtigsten" Leute Bescheid wissen. Dann kann man wenigstens in seinen eigenen vier Wänden bzw. bei seinen Eltern etc. gelassen sein.

Ich bin so froh, dass es dieses Forum gibt. Es hilft mir momentan sehr, mich mit meinem Problem zu arrangieren. DANKE
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Beitrag #14 von Psycho » 17 Jul 2010 15:32


Hallo Hannes,
deine Interpretationen finde ich immer lustig, kann sie aber trotzdem gut verstehen. Jede muss erst mit der gegebenen Situation (auch andere in die Persönlichkeit eingreifenden Situationen) fertig werden. Es ist nicht einfach die Inkontinenz zu akzeptieren. Entsprechend deinem Zitat von dir, schrieb ich auch: „Ich habe mich dann extrem mit diesem Thema auseinandergesetzt und den Schritt ins Leben wieder geschafft.“ Ich glaube, dass ist die wichtigste Aussage gewesen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema hat mir geholfen zu akzeptieren. So rate ich es auch jedem, der von der Inkontinenz oder anderen Problemen betroffen ist. Bei der Auseinandersetzung mit einer Krankheit oder anderen Problemen kann ein Psychologe mit seinen Möglichkeiten helfen. Welche Methoden er erwendet ist vom Klienten abhängig und der schwere und Art des „Falles“. Man kann Betroffene nicht nur auf Literatur verweisen, die dann vielleicht falsch interpretiert wird, weil ganz einfach die Ausbildung und damit auch das Verständnis dazu fehlen. Die Tiefenpsychologie ist diesbezüglich ein ganz heißes Thema.
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Beitrag #15 von Struppi » 17 Jul 2010 20:59


Hallo Psycho,

nun, um diesen Thread nicht auch noch zu verwässern nur die folgende, kurz und knappe Antwort: Ich amüsiere dich immer wieder gern... und ach, was bin ich nur beruhigt, dass du mich verstehen kannst!!!

Zudem: Literaturnachweise in welcher Form auch immer bist du uns ja bislang schuldig geblieben - Fachwissen hin oder her...

Gruß

Hannes
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Beitrag #16 von Werner Holmans » 19 Jul 2010 12:14


Guten Tag Psycho und Hannes,
ich bewundere deinen Umgang mit Hannes (Besserwisser). Sicherlich liegt dies an deinem Beruf begründet, denke ich. Als Erzieher weiß ich, dass dies nicht immer leicht ist (bei mir sind es oft die Eltern und Behörden).
An Hannes: Es gibt wohl kaum noch eine Institution oder Lehranstalt (auch nicht in den höheren Klassen der Schulen), die auf bestimmte Literatur verweist. Jeder Herausgeber hat oft eine andere Meinung und man muss sich aus diesen seine eigene Meinung bilden. Wichtig ist doch der Kerngedanke, denke ich. Das ist schon bei den Klassikern so gewesen.
Ich bin auch der Meinung, dass Akzeptanz der eigenen Krankheit (egal welche) nicht immer leicht fällt. Hat man dies aber erst erreicht und akzeptiert man seine Krankheit, Behinderung usw. kann man auch über diese reden und sollte es auch tun. Ich bin immer für Ehrlichkeit und Offenheit gegenüber meiner Mitmenschen. Wer mich fragt, bekommt auch eine ehrlich Antwort. Damit es nicht zu Problemen kommt sind auch die Kinder bei uns in der Wohngruppe über mein Problem informiert worden. Vorbeugung hilft oft vor unerwünschten Problemen, denke ich.
Werner
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Beitrag #17 von Sebald » 19 Jul 2010 16:38


Hallo Psycho, Hannes und Werner

ich sehe sie da gerade wieder: die Reibungsfunken! Aber mit der Frage nach der Fachliteratur verstehe ich Hannes schon. Klar gibt es die Theorie, und es gibt die alltäglichen Bewertungen und die daraus resultierenden Entscheidung der Praxis. Genau nach dieser Gelenkstelle fragt aber Hannes! Aufgrund welcher Literatur, Lernerfahrung usf. entscheidet Ihr - als Psychologen - so und nicht anders? Diese Frage ist bei einer Lenkungs- und Beobachtungsdisziplin wie der Pädagogik ja auch nicht ganz unberechtigt...

Zu den von Hannes genannten Titeln: Zumindest Albert Bandura sagte mir hier etwas. Die Frage ist aber in der Tat, ob man sich diesen Sachen wirklich theoretisch näheren will, oder eben nicht. Im übrigen: Ich habe einen Ausweis für die Uni-Bibliothek, und ich traue mir zu, Schriften verschiedener Fachkulturen zu lesen

Ob ich die dann wirklich korrekt verstehe? Wer will das je herausfinden? Vorgeblich richtiges Verstehen kann auch auf Lehrtraditionen und damit letzlich doch auf beruflicher Verformung beruhen...

Schönste Grüße,
Sebald
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Beitrag #18 von Struppi » 19 Jul 2010 22:17


Hallo Psycho/Werner,

war ja im Grunde nur eine Frage der Zeit, bis auch du dich wieder zu Wort melden mußt um die arme Psycho (so es sie denn gibt???) ritterlich zu beschützen und ihr nach dem Mund zu reden bzw. schreiben... es ist soooooo ermüdend und ernüchternd.

Eine wie auch immer geartete Diskussionsgrundlage sehe ich damit nicht gegeben.

Gruß

Hanes
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Beitrag #19 von holla-die-waldfee » 02 Aug 2010 01:54


also bei mir weiß es mein Freund, er hat selbst Inko, und meine beste Freundin diese hat ebenfalls Probleme mit der Blase. Ansonsten meine Mutter, weil wir halt damit groß geworden sind und mien Vater halt auch.
Aber sonst würde ich behaupten weiß es niemand und das soll auch so bleiben ichfinde das ist einfach ein Stück weit Privatsphäre, es würde ja auch von uns Mädels niemand her gehn und an die Fahne hängen das wir unsere Tage haben.

Und solange es keine Einschränkungen im Alltag bzw. Auswirkungen für andere leute hat finde ich muss man das auch nich toffenbaren
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Beitrag #20 von matis » 23 Jan 2011 11:28


Wissen es zu viele Leute, weiß es irgendwann jeder, der von Deinen Namen jemals was gehört hat.
So weiß es bei mir "nur" meine Frau, meine Schwester, mein bester Freund und ein Arbeitskollege, der still bleiben kann.

Es ist gut, wenn man nicht alleine mit dem Thema da steht.
Es gibt aber selbst Leute im engen Familienumfeld, die es nicht wissen müssen.
Ich brauche weder Vorwürfe noch Mitleid.
Beides würde bei manchen Verwandten/Bekannten immer wieder auf den Tisch kommen.

Ebenso muss ich nicht ständig mit jeden darüber diskuttieren ;-)
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