Verreisen?

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Verreisen?

Beitrag #1 von Tom252 » 03 Aug 2010 17:01


Hallo,
wie verreist Ihr? Wie macht Ihr das wenn Ihr mal ins Ausland wollt oder ist das einfach tabu? Verreist Ihr nur per Auto? Schildert einfach mal bitte. Ich spiele nämlich mal mit dem Gedanken zu verreisen, weiß aber nicht wie ich es mit meinen vielen Utensilien tun soll.

Viele Grüße
Tom
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Tom252
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Beitrag #2 von hajoe » 03 Aug 2010 21:17


Hallo Tom,
Der Begriff verreisen ist etwas allgemein. Je nach Reiseziel- und Dauer, verwendetem Transportmittel und Heftigkeit der Inkontinenz sind verschiedene Vorkehrungen zu treffen.

Ich bin Urininkontinent und trage dauernd Windeln und Gummihosen. Trotzdem bin ich schon sehr oft und fast in allen Kontinenten vielen verschiedenen Ländern rumgereist, vielfach mit Flugzeug, Reisebus und mit dem eigenen Auto.

Grundsätzlich ist zu sagen dass ich immer Gelegenheit hatte mir Windeln zu beschaffen. Für mindestens 3 bis 4 Tage, in meinem Fall also 12 bis 20 Windeln habe ich in meinem Gepäck einen Notvorrat der sobald als möglich ergänzt wird. 20 Windeln brauchen wohl ziemlich viel Platz, ihr Gewicht ist aber max. 200 g pro Stück (Abriform X-Plus). Für eine Kreuzfahrt in die Antarktis mit einem kleinen aber feinen Schiff konnte ich bei der Reederei im voraus Windeln bestellen die ich dann beim Einschiffen in meiner Kabine vorfand.

Bei Hotels melde ich jeweilen schon bei der Reservation den Wunsch nach einem Bettschutz an, oder spätestens dann beim Einchecken an dere Reception.

Wichtig ist: mache aus Deiner Inkontinenz kein Geheimnis. Auch gegenüber Personen die mit Dir reisen. Inkontinenz ist keine Krankheit und nicht ansteckend!!!

Schöne Reise(n) wünscht Dir
hajoe
und wenn Du bestimmte Fragen hast .... nur los, hier im Forum oder mit PN
Auch mit Inkontinenzkann man leben!
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Beitrag #3 von olaf-uwe » 04 Aug 2010 08:30


Hi,

ähm Inkontinenz ist sehr wohl eine Krankheit, aber eben nicht ansteckend.
Gruß Olaf
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Beitrag #4 von Tom252 » 04 Aug 2010 08:32


Hallo Hajoe,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ich habe bisher es als schwierig erachtet zu verreisen, da ich eben Einlagen benötige, evtl. wenn ich schwimmen gehe dann Windeln und vor allem meine Beutel, wobei die letzteren sich in Grenzen halten.
Das heißt, ich spreche dies mit dem Hotel oder dergleichen durch und schicke es selbst per Post im vorraus hin oder lasse es eben hin schicken?
Viele Grüße
Tom
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Beitrag #5 von Brandy » 04 Aug 2010 19:59


Hallo Tom252,

Auf Reisen habe ich mir bis jetzt noch immer alle benötigten Inko-Hilfsmittel von zuhause mitgenommen. Das hat zwar den Nachteil, dass man relativ viel Gepäck hat. Andererseits erspart man sich auf diese Weise evtl. Ärger mit unbekannten Produkten.

Gruß
Brandy
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Beitrag #6 von Tom252 » 05 Aug 2010 09:04


Hallo Brandy,
das ist eben die Frage. Solange ich mit dem Auto verreise ist das kein Problem, da ein Beutel Einlagen mehr oder weniger keine Rolle spielen. Aber wenn man mal wegfliegen möchte spielt es eben doch eine Rolle oder verreist Du hauptsächlich mit dem Autò?

Viele Grüße
Tom
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Beitrag #7 von Struppi » 05 Aug 2010 16:03


Hallo Tom,

beim Fliegen ist es ebenfalls sehr einfach. Die meisten Fluggesellschaften transportieren medizinische Hilfsmittel kostenfrei (also nicht die übliche 20-kg-Beschränkung) an den Urlaubsort. Einfach vom Arzt eine Bescheingung über die Notwendigkeit der Hilfsmittel ausstellen und die Sachen gesondert einchecken, fertig.

Wenn du hauptsächlich Beutel benötigst, ist das Problem eh nur halb so groß, die passen ja auch bequem ins Handgepäck.

Gruß

Hannes
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Beitrag #8 von Tom252 » 05 Aug 2010 18:11


Hallo Struppi,

es sind nicht nur Beutel sondern eben Windeleinlagen, teilweise auch Windeln, dann dazu Beutel und ein Antiseptikum. Die muss ich dann in einen separaten Koffer plus diesen Nachweis oder wie muss man sich das vorstellen? Ich bin da völlig unbedarft, da ich das alles nicht so lange habe, wie Ihr wisst.

Vielen Dank und viele Grüße
Tom
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Beitrag #9 von matis » 23 Jan 2011 13:51


Mit Antiseptikum oder speziellen Medikamenten kenne ich mich nicht aus.
Aber grundsätzlich ist das Reisen mit Inkontinenz eigentlich kein Problem.

Jetzt lagen bei mir Reisezeiten und starke Inkontinenz am Tage zeitlich selten übereinander.
So hab ich meist nur Inkoslips für die Nacht mit in den Koffer gepackt (mache überwiegend Flugreisen).
Auf einer Flugreise damals war der halbe Koffer voll mit Slips, da es ein Zeitraum war, wo ich keinesfalls auf Hilfsmittel verzichten konnte, zu keiner Zeit, also auch am Tage nicht.
Unangenehm war es, als der Sicherheitsbeamte meinen Schritt abgetastet hatte und kurz das Fragezeichen auf seiner Stirn geschrieben stand, aber mehr passierte nicht.
Alles i.O.

Bei fast allen Reisen wurde mein Koffer vom Zoll geöffnet.
Vermutlich haben sie immer Angst, die Slips könnten Sprengstoff oder Drogen sein.
Keine Ahnung, wie das durch die Scanner aussieht.
Aber es fehlte nichts und ging auch nichts kaputt.

Beim Badeurlaub kann es natürlich blöd sein, wenn man tagsüber Hilfsmittel benötigt.
Auch wenn jetzt einige auf mich schimpfen werden - zum Strand hin hab ich entweder Pants getragen und sie unter nen Handtuch gegen ne Badehose ausgetauscht oder bin ganz ohne los...
...und direkt ins Wasser.
Wenn man häufiger im Wasser ist, als "am Land", werden Urinverluste mit allergrößter Wahrscheinlichkeit darin passieren.

Das mag einige von euch, die es jetzt wissen verärgern oder ekeln,
aber ich sehe es nüchtern, logisch, sachlich:
Wenn am Strandabschnitt 1000 Erwachsene rumlungern plus 300 Kinder, von denen min. 100 gelegentlich ins Meer urinieren, kommt es auf einen erwachsenen Inkontinenten auch nicht mehr an.
Erst recht nicht, wenn man weiß, das 500 Meter weiter draußen das Abwasserrohr im Meer endet.
Ich möchte natürlich nicht wissen, wieviele 16-99 jährige so oder so absichtlich ins Wasser machen.
Winzigste Mengen Urin verliert übrigens fast jeder (kontinente) Mensch, wenn er ins kalte Wasser geht, das erzählte mir mal ein Bademeister im Schwimmbad.
Sie könnten es manchmal auch an den Messwerten der Wasserprüfung erkennen.
Aber durch die Filterung und Chlorung sei das überhaupt kein Ding.

Mit Stuhlinkontinenz sehe das natürlich anders aus, ohne Spezialunterwäsche/Schwimmwindel wäre wohl nichts zu machen.

Also wie geschrieben, habe ich alles nötige von zu Hause mitgenommen und in den Koffer gepackt.
Ich hörte jedoch auch davon, dass man Hilfsmittel gesondert und kostenfrei oder günstig mitführen kann.
Eine nackte Packung mit Aufkleber möchte ich jedoch nicht vom Kofferband heben (schon mal bei jemanden gesehen).
Umverpacken sollte aber kein Problem sein.

Ob man im Urlaubsort Hilfsmittel nachkaufen kann, kommt ganz auf den Ort an.
In Spanien, Frankreich und sogar in Thailand bekommt man Hilfsmittel aller Klassen im größeren Supermarkt.
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Beitrag #10 von Annabell » 17 Aug 2011 21:57


Hallo,

ich bin ganz neu hier & mische mich hier mal unters Forum. Ich persönlich leide nicht an einer Inkontinenz - aber mein Mann.
Über das Thema Reisen haben mein Mann und ich schon häufig gesprochen. Ich hatte meinen Reiseveranstalter mal gefragt, wie ich seine Utensilien denn am besten mit auf die Reise nehmen kann. Ich meine schließlich nehmen Mütter für ihre Kleinen auch einen Kinderwagen mit. Mein Reiseveranstalter war so freundlich und hat uns eine Berechtigung dafür gegeben, das wir die besagten Utensilien abgesehen von unserem Reisegepäck mitnehmen können. Kostenlos!
Vielleicht auch ein Zufall - aber nachfragen kostet ja nichts.

Ich wünsche einen schönen Urlaub!

Liebe Grüße,

Neuzugang Anni.
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