Inkontinenz und berufliche Schwierigkeiten

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Inkontinenz und berufliche Schwierigkeiten

Beitrag #1 von OliverDD » 08 Feb 2011 13:45


Hallo,

ich wende mich an euch weil ich viele Probleme habe, die ich zwar schon in einer Psychotherapeutischen Behandlung besprochen habe aber da eher wenig darauf eingegangen wird. Ja es ist für mich nicht gerade einfach darüber mit anderen zu besprechen die ich selbst nicht sehen noch hören kann. Ist halt schon eine Frage des Vertrauens.

Nun ich habe als Kind schon wenig Liebe erfahren, wurde von einem Elternteil zum anderen geschick bis hin zum Einzug in das Leben meiner Oma und Ihrer Wohnung.

Meine Eltern habe sich früh von einander Getrennt und haben sich dann 1996 Scheiden lassen, ich hatte eine sehr schwierige Kindheit und dies zuverarbeiten ist nicht gerade Leicht.

Ich lebte bei meiner liebe Oma bis ich ca 18 Jahre alt war, sie ist für mich das aller wichtigste ich leben gewesen und sie wird es auch immer bleiben doch leider ist sie 2005 von mir gegangen.Mein Vater und ich haben diesen Verlust nie verarbeiten können, daher haben wir uns beide entschlossen jeder zu einer Psychologin/en zugehen.

Bis ende letzten Jahres empfande ich es als sehr wichtig über meine gefühle zusprechen, doch mein Körper zeigte seine Gefühle auch durch nächtliches Einnässen was seit ca. 1 Jahr auch Tagsüber vorkommt so das ich gezwungen bin seit meinem 12 Lebensjahr wieder regelmäßig Windeln zu tragen.

Ich trage die Abena Delta Form M4 und meist wenn ich lange unterwegs bin lege ich mehrer Flockenwindeln mit hinein. Das Paket versehe ich meist noch mit einer PVC Schutzhose. So oder ähnlich bin ich auf Arbeit und zu Hause verpackt und gut geschütz für eventuelle Unfälle. Ich habe mich damit abgefunden das ich die Windeln trage auch meine jetzige Freundin kommt gut mit klar und akzeptiert mich so wie ich bin.

Probleme habe ich mehr auf Arbeit, der Stress, die hohe Belasstung und die verschiedenen Charakteren
machen das Arbeiten für mich nicht gerade einfach und auch für das unkontrollierte Urin ausscheiden.

Ich weiß nicht mal wie ich meine Windeln auf Arbeit wechseln kann, da das WC bei dem Unternehm doch schon immer
gut Besucht wird und ich somit nicht unbeobachtet den Wechsel vornehmen kann. Dies ist für mich eine zusätzliche belasstung die ich nicht haben sollte oder haben muss.

Vielleicht ist es die innerliche Angst zuversagen oder der widerstand den ich gegen Zeitarbeit pflege.
Ich versuche mit meinen Kollegen klar zukommen, einfach meine Arbeit zumachen aber ich schaffe es nicht
es kommen immer selbst zweifel an dem was ich gerade mache oder was mir aufgetragen wird.

Habe mir versucht einzureden das was ich mache richtig ist und ich aber dennoch für kritik offen bin und diese auch akzeptiere. Leichter gesagt al getan.


Nun vielleicht versteht einer von euch was mit mir los ist, freu mich auf liebe Antworten.


Liebe grüße
Oliver :sm13:
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OliverDD
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Beitrag #2 von Wycliffe » 15 Feb 2011 18:22


hallo .. ich verstehe deine Probleme sehr gut .. .. aber bitte warum gehst du nicht zu einem Urologen und läßt dich behandeln ..
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Wycliffe
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Beitrag #3 von Sebald » 17 Feb 2011 18:54


Hallo Oliver,

Du schreibst von einer Vielzahl von Problemen, die eng miteinander verbunden sind, sich aber auf verschiedenen Ebenen befinden.

Die oberste ist sicher die der Inkontinenzversorgung. Hier würde ich beginnen, weil sich diese leicht verändern läßt. Das heißt: Versuche doch einfach mal statt der Windeln ein Kondomurinal zu verwenden. Es gibt viele Anbieter, die Dich mit Mustern versorgen und Dir auch eine Art Schablone schicken, mit der Du die passende Größe heraufindest.

Mit einer solchen Versorgung wirst Du auf der Arbeit und speziell auf dem Klo sicher viel weniger Probleme haben.

Ich denke, die Inkontinenz selbst wird sicher auch Thema Deiner psychotherapeutischen Gespräche sein. Dadurch bist Du bestimmt schon auf dem richtigen Weg - und hast ja auch eine Freundin, die Dich unterstützt.

Beste Grüße,
Sebald
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Sebald
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