Perversling wider Willen

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Perversling wider Willen

Beitrag #1 von seewolf » 23 Feb 2011 19:16


Als Newcomer im Selbsthilfeverband habe ich mir einige Beiträge angesehen und nicht schlecht gestaunt, da wird viel darüber diskutiert, ob Träger von Windel Pants und Gummihosen etwa verkappte Fetischisten sind, die ihre perversen Gelüste in unseren Kreisen klammheimlich ausleben.
Den Mitgliedern, die auf selbige Ideen kommen kann ich nur raten, einmal 14 Stunden am Tag mit einem PKW von Termin zu Termin zu rasen und dabei ausnahmsweise nicht auf die Fließgeschwindigkeit der Flüssigkeit in den Windeln, sondern auf die Fliehkräfte zu achten, die bei schneller Fahrt in den Kurven auftreten.
Wenn das Fahrzeug nicht mit einem Schalensitz nebst "6 Punkt Gurten" ausgestattet ist, (dies ist bei herkömmlichen PKW`s nicht der Fall) geraten der Fahrer nebst Windel auf dem Sitz trotz 3 Punkt Sicherheitsgurt ganz schön in`s Schlingern, Austritte von Feuchtigkeit sind bei längeren Fahrten quasi vorprogrammiert.
Je voller die Windel, umso mehr unterliegt auch die darin enthaltene Flüssigkeit den Fliehkräften und umso größer ist die Gefahr, daß sich seitlich an den Oberschenkeln mehr und mehr Feuchtigkeit heraus drängt.
Ein eng anliegender Plastik- oder Gummischlüpfer mit festen Beinabschlüssen fixiert nicht nur die Windel, bzw. die Inko Pants, sie sorgt auch dafür, daß an den Oberschenkeln keine Flüssigkeit austritt.

Ich gehe seit fast 2 Jahrzehnten lieber auf "Nummer sicher" und sichere die Inko Pants so gut wie möglich, (wie beschrieben) mich stört es auch nicht weiter, wenn mich deshalb einige Mitglieder für einen "rasenden Perversling" halten.

der "olle" Seewolf
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Beitrag #2 von matis » 24 Feb 2011 07:25


Am Lagerfeuer hört man dollere Geschichten, sorry ;-)

Wenn ich auf meiner v8-Rakete fliege, bleibt die Folie meines Slips immer hinten am Triebwerk kleben, weil es dort zu heiß wird...

Es ist auch so real wie die Explosionsszenen in Cobra 11, dass die Windel explodieren kann, wenn man am Tag vorher einen Liter Vodka getrunken hat. :D

Mal ernsthaft, wenn ich von 0 auf 100 in 10 Sekunden beschleunige, ist der Gurt egal.
Bei einer Vollbremsung von 100 auf 0 in 5 Sekunden, hält der mich genauso fest.
Und gebundendes Urin (Gel) im Slip bewegt sich dann nicht mehr, es sei denn, es ist zu viel im Slip, also auch schlecht oder nicht gebundenes.
Und da macht es auch nicht viel Unterschied, ob man schnelles Beschleunigen oder Bremsen in 20 oder 3 Sekunden schafft und die Kurven dabei eng nimmt.

Theoretisch kann natürlich Urin aufgrund von Fliehkräften austreten, aber nur, wenn der Inkoslip völlig überladen ist.
Mir scheint es so, als würden manche Leute Gummihosen u.ä. über dem Hilfsmittel tragen, um genau das zu erreichen -> den Slip erst zu wechseln, wenn er so kletschnass ist, dass es gleich kommt, mit dem Po in der vollen Badewanne zu sitzen.
Urin was der Haut enlang kriecht, weil es nicht mehr vom Slip aufgenommen und gebunden werden kann, kriecht an den Auslaufbarrieren des Inkoslips vorbei... ...und auch irgendwann an denen einer Gummihose, die noch weniger Luft in den Intimbereich lässt und für mehr Hautirritation sorgt.

Wenn so etwas also passiert, ist das saugende Hilfsmittel zu schwach gewählt und/oder wird viel zu selten gewechselt.
Wollte ich mit Tena Pants klarkommen und sie nicht nur für bestimmte Situationen tragen, sondern den Alltag damit bestreiten, müsste ich wohl auch Gummihosen darüber tragen, um 50% der angegebenen Saugeistung erreichen können.
Für mich ist die Sache klar, dass ich dann lieber ein geeigneteres Hilfsmittel benutze, als so einen antiquierten Zusatz.

Wenn man liest, wie jemand so seine Haut quält und täglich indirekt badet, dann liegen die Gedanken einfach nicht fern, dass die Person damit ihre Perversionen ausleben will.
Und während es normalerweise den meisten Lesern egal ist, wer irgendwas schräges ausleben will - "er tut mir und den Menschen ja nichts", kommt hier eine Sache hinzu, die niemanden egal ist - Rennfahrer am Limit auf unseren Straßen.
Da wird dann Cobra 11 ein Stück weit Realität und so manch einer hat seine Kontinenz oder gar Mitmenschen bei einem Autounfall verloren - da wird es bitterer Ernst.
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Perversling wieder Willen

Beitrag #3 von seewolf » 24 Feb 2011 08:33


Kompliment, die Antwort ist richtig gut, ich wollte schon immer mal einen Schriftsteller aus dem Satirebereich kennen lernen.
Doch Spaß beiseite, ich bin tatsächlich täglich 14 Stunden auf überwiegend kurvenreichen Landstraßen unterwegs, um (je nach Entfernung) 7 - 10 Kunden zu besuchen.
Um sämtlichen Mißverständnissen vorzubeugen, ich betätige das Gaspedal nur dort, wo es gefahrlos möglich ist, nach 45 Jahren unfallfreier Fahrten, (früher zu Wasser, heute auf Straßen) kann ich wohl mit Fug und Recht von mir behaupten, daß ich ein sicherer und verantwortungsbewußter Fahrer bin.
10 x raus aus dem Auto, Treppen rauf, Treppen runter, 10 x wieder rein in`s Auto und weiter, da ist bei allen mir bekannten Windeln am späten Nachmittag die Aufnahmekapazität erreicht, deshalb trage ich zwecks Fixierung und zur Verhinderung eines Austretens der Feuchtigkeit einen Schutzschlüpfer mit engen Beinabschlüssen über der Windel.
Aufgrund Deiner Antwort gehe ich davon aus, daß Du viele Dinge im Leben nur hypothetisch kennst, doch Theorie und Praxis gehen nicht selten verschiedene Wege

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Beitrag #4 von matis » 24 Feb 2011 21:49


Jain, würde ich so auch nicht sagen.
Ich bin auch manchmal den ganzen Tag unterwegs, auch mal länger im Auto, mehr zum Reisen oder für Ausflüge, statt als Arbeit.
Dennoch wechsel ich mein Hilfsmittel, bevor es sich richtig nass anfühlt.

Raststätten und WCs sind natürlich nur auf Autobahnen häufiger zu finden, weniger auf Landstraßen.
Und auf meinen Reisen mit den regelmäßigen Wechseln hat es "Fliehkraftunfälle" einfach nicht gegeben ;-)
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Perversling wider Willen

Beitrag #5 von seewolf » 25 Feb 2011 14:44


Hallo Buddy,

aufgrund Deiner Kommentare gehe ich davon aus, daß Du entweder so gut situiert bist, daß Du nicht arbeiten mußt, oder in der sozialen Hängematte schaukelst, aus der heraus man natürlich sehr gute Ratschläge an die berufstätige Bevölkerung erteilen kann.

Laut Deinen Angaben benutzt Du Dein Auto lediglich zu Urlaubs- und Spazierfahrten, hierbei kann man jederzeit eine Pause einlegen, um die feuchte Windel zu wechseln.

Etwas anders sieht die Sache allerdings aus, wenn man selbstständig ist und pro Tag in einem Umkreis von ca. 250 KM bis zu zehn Kunden besuchen muß, die alle von Dir erwarten, daß Du pünktlich zum vereinbarten Termin erscheinst.

Du kannst auf Deinen Urlaubsfahrten problemlos einige Stunden im Stau verbringen und längere Umleitungen gemütlich ausfahren, ich hingegen muß zusehen, daß ich die im Stau, oder in der Umleitung verlorene Zeit wieder herein hole, um pünktlich beim nächsten Kunden zu sein.

Ich könnte wahrscheinlich bei einem Kunden die Toilette benutzen, doch der würde sich sicherlich wundern, wenn ich mit einer Plastiktüte zur Toilette gehe, in der sich auf dem Hinweg die frische und auf dem Rückweg die nasse Windel befindet, deshalb verzichte ich lieber darauf, bei Kunden eine Toilette zu benutzen.

Als Selbstständiger muß ich zusehen, daß ich größtmögliche Umsätze einfahre, damit ich die mit der selbstständigen Tätigkeit verbundenen Kosten (Steuern, Gebühren für Steuerberater und Berufsgenossenschaft, Löhne für Mitarbeiter im Büro und im Lager, Miete für Büro und Lagerräume, etc.) pünktlich zahlen kann.

Du solltest einmal mit einem Beamten vom Finanzamt darüber diskutieren, daß die Steuern für Selbstständige die unter Inkontinenz leiden, verringert werden, damit sie genug Zeit haben, ihre Windeln mehrmals täglich zu wechseln, ich bin mir ganz sicher, daß Du damit ungeahnte Heiterkeiterfolge erzielen würdest.

Dir ist aus der Praxis her wohl auch nicht bekannt, daß der Auslaufschutz bei Windeln nur Wirkung zeigt, wenn selbige nicht über das Fassungsvermögen hinaus strapaziert werden, dies passiert bei mir allerdings häufiger, weil kaum eine Windel dazu geeignet ist, über 14 und mehr Stunden benutzt zu werden.

Ich habe vor langer Zeit einmal probiert, ob es nicht auch ohne eine, an den Oberschenkeln dicht abschließende Schutzhose geht und mußte anschließend die Sitzfläche des Fahrersitzes einer Generalreinigung unterziehen, weil dunkle Urinkringel auf hellem Polster nicht sehr gut aussehen.

Meiner Überzeugung nach werden Schutzschlüpfer aus Plastik, oder Gummi nicht deshalb produziert, damit "Babys" im Rentenalter ihre perversen Gelüste ausleben können, sondern weil viele Windelträger die Erfahrung gemacht haben, daß Personen, die aus beruflichen Gründen bis an die Grenze der Belastbarkeit von Mensch und Windel gehen, durch das Tragen von Schutzschlüpfern getreu dem Motto: "Safety first" besser mit der Inko leben können.

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Beitrag #6 von Martin83 » 25 Feb 2011 20:08


Sorry, aber auch ein Selbstständiger sollte für gewisse menschliche Bedürfnisse Zeit haben. Sollte dies nicht der Fall sein, würde ich an seiner Stelle, mal überdenken ob die Branche und die damit verbundene Selbstständigkeit überhaupt gewinnbringend bzw. rentabel ist.

Ich bin selbst beruflich viel unterwegs und selbst bei einem Stau habe ich die Möglichkeit einem Kunden die Verspätung telefonisch u. rechtzeitig mitzuteilen. Bei den Wenigsten ist das ein Problem. Und selbst wenn, gibts halt nen neuen Termin.
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Perversling wider Willen

Beitrag #7 von seewolf » 26 Feb 2011 06:46


Hallo Martin,

ich beneide Dich um Deine verständnisvollen Kunden und die Branche, in der Du tätig bist, ich bin in einer Branche tätig, in der WETTBEWERB groß geschrieben wird, wenn ich nicht pünktlich bei den Kunden bin, dann verzichten sie auf weitere Geschäfte mit mir und gehen zur pünktlich erscheinenden Konkurrenz.

Da in der Branche nicht schlecht verdient wird, wenn man(n) Power macht, werde ich keinen Branchenwechsel vornehmen, sondern auch weiterhin darin bleiben.

Da ich von Natur aus ein "Workaholic" und Single bin, macht es mir nicht aus, wenn ich täglich bis zu 14 Stunden unterwegs bin.

So, jetzt reicht es mir mit der Diskussion, ob jeder Träger eines Schutzschlüpfers ein Perversling ist, ich werde zu diesem Thema keine weiteren Stellungnahmen abgeben, sondern die dafür aufgewandte Zeit effektiver einsetzen.

der "olle" Seewolf
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