Zwang inkontient zu sein und damit zu leben

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Zwang inkontient zu sein und damit zu leben

Beitrag #1 von thmey » 20 Mär 2012 18:25


Hallo zu zusammen.

Ich weiss, dass wirklkich inkontinente Menschen meinen Zwang inkontinet zu sein nicht verstehen können oder absurd finden. Es ist nun mal so.

Seit ich vor 2 Jahren wegen einer sehr schweren Blasen- und Harnleiterenzündung aus Sicherheitsgründen, da ich Angst hatte in die Hosen zumachen, gab mein Arzt den Ratschlag "Erwachsenen Pampers" also Windeln zu kaufen und sie anzulegen wen ich fort gehe und zum Schlafen. Bei mir war es so, dass der Drang da war und ich unmitelbar pinkeln musste, keine Zeit um zum WC zu gehen.

Als die Enzündung nach 3-4 Wochen vollständig gehilt war, hatte ich den Zwang weiterhin Windeln zu tragen und mein Gehirn war gegen den Verstand und unterdrükte beim Harndrang den Verklemmmechanismus und hatte bei jeder Blasenenleerung in die Windel ein Glücksgefühl. Ich konnte nur noch das Pinkeln verklemmen, wenn es unbedingt nötig war.

Dann hatte ich psychische Probleme wegen Arbeitsplatzverlust. Dies hatte die Folge, dass mir die Blase auf einmal in die Windel zu entleeren nicht mehr reichte und ich wollte den Urin tröpfchenweise in die "Erwachsenen Pampers" ablassen. Als dann kam mir die Idee mittels Dauerkatheter und Urinbeutel meine Blase schrumpfen zu lassen. Nach 12 Wochen war es soweit und konnte den Urin nicht mehr behalten. Für mich war es den glücklisten Moment seit langem. Alle 3 Wochen lege ich mir wieder für einen DK und Beutel für eine Woche, damit die Blase schön klein bleibt.

Inzwischen ist diese Prozedur ganz sebstverständlich für mich und finde es ganz normal IK zu sein.

Ich such in diesem Forum um gute Tips, um diesem Zwang ohne Psychaterzu besiegen.
Mit Grüssen

Thomas
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Beitrag #2 von Helmut » 20 Mär 2012 21:20


Hallo thmey,

also ohne Psychiater geht da garnichts so wie ich deine Situation einschätze. Du solltest das so bald als Möglich in Angriff nehmen, denn bei dir scheint das schon zwanghaft zu sein, du gefährdest damit deine Gesundheit und damit ist nicht zu spaßen.

Einen besseren Rat kann ich dir nicht geben, also auf zum Doc ...

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Beitrag #3 von Struppi » 21 Mär 2012 00:46


Hallo thmey,

ohne psychiatrische/psychologische Unterstützung wirst Du von diesem Zwang nicht loskommen, ich schließe mich da vollständig Helmuts Beitrag an.

Mit dem eigenständigen Legen eines DK zur bewussten Verkleinerung der Blase begehst Du im Grunde ein selbstverletzendes/verstümmelndes Verhalten - versuche mal, dieses Verhalten bei Dir selbst ganz nüchtern zu betrachten... allein dieser Grund sollte Dich schleunigst dazu bewegen, eine Therapie in Angriff zu nehmen bevor irreversible Schäden auftreten.

Gruß

Hannes
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Beitrag #4 von Stefan » 21 Mär 2012 10:12


Hallo thmey,

ich stimme Helmut und Struppi voll und ganz zu. Du solltest schnellst möglichst professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Leider können wir Dir hier nicht wirklich helfen. Alles was von unserer Seite gesagt werden kann haben wir gesagt. Aus diesem Grund schließe ich das Thema.

Lg

Stefan
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