Arbeit die man möchte trotz inkontinenz

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Arbeit die man möchte trotz inkontinenz

Beitrag #1 von potako » 08 Feb 2013 22:05


finde ich jedenfalls man ist doch nicht weniger leistungsfähig als jeder andere auch
wir brauchen halt nur ein paa toilettengänge mehr am tag oder eine möglichkeit das inkontinenz mittel zu entsorgen was meint ihr
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Beitrag #2 von adrian82 » 09 Feb 2013 21:48


Sorry, aber ich merke beim besten Willen nicht was Du mit dieser Zeile sagen willst. Auf was bezieht sich das?

Im übrigen kann eine Inkontinenz schon die Leistung schmälern, weil es ja nicht die paar Toilettengänge sind, sondern der logistische (und zeitliche) Aufwand.
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Beitrag #3 von Liliane » 10 Feb 2013 06:47


Auch wenn ich Adrian zustimmen muss was wie Unklarheit betrifft, bezüglich deines Anliegens, muss ich ihn schon im nächsten Statz wiedersprechen, oder es zumindest differenzieren.

Sicher kann ich nicht sagen wie bei anderen ist, da es sicher eh bei jedem anders ist, aber bei mir verhält es sich so, das ich nicht mehr Toilettengänge benötige und in der Regel ohne oder wenn dann nur mit einem Wechsel des Hilfsmittels auskomme Aber auch der ist flott erledigt, so das letztlich nur das Problem mit der Entsorgung bleibt

Sicher ist es abhänhig von der jeweiligen Tätigkeit die man ausübt. Sitze ich zum Beispiel viel und lange, muss ich eher mal wechseln als wenn ich im Stehen arbeite.

Ich habe im vergangenem Jahr auf einer Baustelle bei der Restauration mitgeholfen und kam ohne größere Probleme über einen 8 Stunden Arbeitstag inkl. Hin- und Heimweg ohne Wechsel. Jetzt mache ich ein Fachabitur und habe schon an einigen Tagen zu tun das ich über die Runden komme. Es ist also sehr unterschiedlich und hängt letztlich von der Form der Inko ab und der Person sowie der verwendeten Hilfmittel ab.

Alles in allem würde ich mich nicht als vermindert Leistungsfähig bezeichnen, zumindest nicht wegen meiner Inko.
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Arbeit mit Inko

Beitrag #4 von Marilee » 10 Feb 2013 20:36


Wieso sollte man denn mit Inko nicht leistungs-oder arbeitsfähig sein?? Ich arbeite in Vollzeit und das mit Inko. Wo is denn da bitte das Problem? Normlos gehen doch auf mal aufs Klo oder machen mal ne Raucher oder Kaffeepause. Das is alles ne Frage der Organisation und Disziplin! Dann geht alles![/img]
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Beitrag #5 von xja » 16 Feb 2013 07:02


Ich finde auch das muss man differenziert anschauen.
Ich selber leide schon seit der Jugend daran. Unterdessen machte ich eine Lehre und arbeite auch vollzeit. Bei mir ist es so dass ich etwa alle 2 Stunden mal auf die Toilette gehen muss. Andere machen das auch. Klar bei mir ist der Toilettengang auch die Kontrolle der Vorlagen/Windeln gegebenfalls tausch.
Mehr pausen habe ich nicht. Es kommt sicherlich auch darauf an wie ausgeprägt die Inko ist.
Das einzige an was ich mich erinnen kann ist das ich nicht alle Berufe auswählen kann. Alle Berufe die mit Lebensmittel zu tun hatten waren für mich tabu.
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Beitrag #6 von adrian82 » 16 Feb 2013 10:48


In diesem Sinn ist eben die Leistungsfähigkeit eingeschränkt, dass man nicht alles oder so viel machen kann wie man will.
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Beitrag #7 von Sebald » 17 Feb 2013 12:37


Hallo,

...also den Punkt mit den Lebensmitteln kapiere ich jetzt nicht ganz. Wieso sollte eine Harninkontinenz eine Beruf in diese Richtung ausschließen? Wozu gibt es Hilfsmittel?

Kann es sein, dass die 'eingeschränkte Leistungsfähigkeit' ein Schweizer Problem ist?

Nur mal so gefragt...

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Beitrag #8 von adrian82 » 17 Feb 2013 14:40


Ich weiss hingegen nicht, warum plötzlich von Lebensmitteln die Rede ist. War etwa Hilfsmittel gemeint?

Wie im thread der Jana aber angedeutet ist, kommt die Inkontinenz oft nicht allein, und die eingeschränkte Leistungsfähigkeit ist auch anderweitig bedingt, eben z.B. durch mangelnde Aufmerksamkeit, dass man im Studieren nicht so ausdauernd ist oder mit den praktischen Verrichtungen nicht der Schnellste. Davon habe ich selber meine Erfahrungen.

:oops:

Also nicht ein schweizerisches Problem.

Wenn man unter dem Stichwort ADS recherchiert, kommt man schnell darauf, dass diese Patienten auch Retinenzprobleme haben, es ist also ein "vernetztes" neurologisches Phänomen (Problem). Früher wurde das ADS auch als POS behandelt / bezeichnet, aber die Symptome waren ähnlich oder gleich. Dass Menschen mit POS leistungsmässig eingeschränkt sind, liegt auf der Hand. Ich selber könnte / kann z.B. keine Berufe ausüben, die Geschicklichkeit erheischen, wie autofahren (professionell), schreinern, kunstturnen oder klavierspielen und dgl. Das hat effektiv mit Inkontinenz nichts zu tun, liegt aber in der gleichen Person.
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Beitrag #9 von Sebald » 17 Feb 2013 17:43


Hallo Adrian,

also: deine Ausgangsthese war, dass man mit einer Inkontinenz leistungseingeschränkt ist. Eben dies scheint mir fragwürdig. Dass eine Grunderkrankung vorlegen kann, die zu Einschränkungen führt und auch eine Inkontinenz als Folge hat, glaube ich gerne bzw. ist irgendwie logisch.

Im übrigen wehren sich alle Verbände, die die Rechte von behinderten Menschen vertreten, vehement gegen den Glauben behindert = nicht belastbar. Meiner bescheidenen Meinung nach, sind Behinderte vielmehr ganz schön hart im Nehmen und lassen sich durch manches Zipperlein, was 'Gesunden' ein Drama wäre, erst gar nicht aus der Ruhe bringen.

Die Sache mit den Lebensmitteln meinte übrigens xja. Und, nein, es waren nicht Hilfsmittel gemeint.

Beste Grüße,
Sebald
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halb richtig

Beitrag #10 von adrian82 » 17 Feb 2013 21:55


@ Sebald

Die These von inko = leistungseingeschränkt kam nicht von mir, ich habe nur versucht, sie zu stützen. Wie Du schreibst, und mir auf dem Spaziergang nachher auch klarer wurde, liegt ein Grundproblem vor das verschiedene Phänomene zeigt.

Sagen wir z.B. ein neurologischer Defekt, der Konzentrationsstörung, Kontrollverlust und Ungeschicklichkeit mit sich bringen kann. Natürlich macht nicht die Inko die Leistungsbeschränkung aus, aber vielleicht ist eine unbekannte Ursache verantwortlich für beides. Ich selber kam 3 Wochen zu spät zur Welt und letzthin sagte mir eine Psychiaterin, dass ich wahrscheinlich ein POS habe / hatte, darüber hinaus ein Schilddrüsenunterfunktion. Es ging eine Weile bis die Ärzte wussten, was es war.) Ich weiss nun nicht wie weit die beiden Defekte "zusammenspielen" - wenn überhaupt - aber Tatsache ist doch, dass sie da sind. Die Stressinkontinenz denke ich ist Resultat der allgemeinen Nervosität, oder innere Unruhe.

Die Behindertenorganisationen können sich schon wehren gegen den Eindruck, dass z.B. Inkontinente weniger belastbar wären. Tatsächlich sehe ich viele Behinderte die moralisch sehr gut drauf sind, d.h. immer mit guter Laune und gewillt ihre Situation zu packen. Wie mein Bruder der viel mehr behindert ist als ich. Da kann ich nur den Hut lüften. Aber die Defekte sind halt doch da und man diskutiert darüber, was es wohl sein könnte, wo Zusammenhänge bestehen oder nicht.

Darum bin ich skeptisch, mit jedem Urinproblem sofort zum Urologen zu springen, weil eben oft andere Ursachen da sind, die man entweder nie findet oder wenn man sie auch weiss gar nicht wegmachen kann. Auch wenn ich Hormonersatz nehme, bleibe ich ein Gstabi und ein linkischer Mensch. Das ist aber keine Wertaussage, einfach ein physiologischer Befund.

Als ich knapp vier Jahre alt war musste ich bei meiner Tante Gummihosen tragen was mir gar nicht passte, aber ich denke sie hatte ihre Gründe. Damit meine ich: wir sehen nicht alles und mssen vieles akzeptieren, und je weniger wir uns auflehnen (= grübeln, verbessern wollen), umso besser geht es. Auch die Lebenserfahrung und der Austausch helfen viel. :lach:
Adrian
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