Arbeit die man möchte trotz inkontinenz

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Beitrag #11 von Cveta » 18 Feb 2013 19:38


Es sind eben die Grunderkrankungen, die weniger belastbar machen können, habe selber auch ADS, neurologische Probleme im Rücken mit Lähmungserscheinungen in Arm/Händen und Hormonstörung.
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Beitrag #12 von Sebald » 19 Feb 2013 07:45


Hallo,

...deswegen heißen Behinderungen halt Behinderungen. Aber mit einer Leistungsminderung haben die zunächst einmal nicht zwingend was zu tun.

Auch ich bin im übrigen im Orgelspielen, in der Ausführung minimalinversiver Operationen und im Monitoring des Flugverkehrs leistungsvermindert. Ob das nun an meiner Blasenentleerungsstörung liegt, oder an fehlender Begabung/Ausbildung habe ich noch nicht so ganz heraus bekommen...

Aber Ernst beiseite. Die Äußerung wurde ja nun relativiert.

Zwei Fragen bleiben:

a) wieso verhindert Harninkontinenz den Umgang mit Lebensmitteln?

b) wieso, lieber Adrian, muß es bei Dir stets die Gummihose als Schutz sein? Das wirkt etwas, sagen wir mal, old fashioned.

Beste Grüße,
Sebald
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Beitrag #13 von adrian82 » 19 Feb 2013 08:54


Salü Sebald
b) wieso, lieber Adrian, muß es bei Dir stets die Gummihose als Schutz sein? Das wirkt etwas, sagen wir mal, old fashioned.


Ich kenne halt nichts anderes, wovon ich aus Erfahrung sprechen könnte. Habe aber der Jana geschrieben, es könne auch was anderes sein. Und xia schreibt in seiner Kostenstatistik, dass herkömmliche G langsam zu teuer werden.

Ja, wenn es pampers zu diesen Preisen in den Läden auch für Erwachsene gäbe, könnte ich mir vorstellen, darauf umzusteigen oder sie zu empfehlen. Aber eben, ich sehe vom Angebot her nicht viele Alternativen zu G. Ein so kompliziert aufgebautes HiMi hat ja auch erheblich Kunststoff drin, derweil eine Baumwollwindel gewaschen und 100x benutzt werden kann.
Die Windel, die squareLoop zum Testen verschickt hat, ist zumindest für mich keine Alternative, trägt zu dick auf und ist im Gebrauch nicht so praktisch (wie andere auch).

So bleibe ich halt bei den GG, weil sie angenehm im Tragen sind und keinen Abfall produzieren. Und für leichte Fälle sehe ich das immer noch als das beste an.

a) wieso verhindert Harninkontinenz den Umgang mit Lebensmitteln?

Ich könnte mir vorstellen, dass im heutigen hysterischen Umfeld was medizinische Sicherheit anbelangt, eben die Befürchtung besteht, dass jemand der inko ist immer Harn- oder Fäkalspuren an den Händen hat, was für - offene - Lebensmittel zugegebenermassen nicht der Hit ist. Also ein Koch, der regelmässig auf die Toilette muss, oder eine Serviertochter, ich kann schon nachvollziehen, dass dies schlecht angeht.
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Arbeiten mit Inko

Beitrag #14 von Marilee » 20 Feb 2013 13:17


Also mal erhrlich Leute, das ist schon eine ganz schön krasse Diskussion.
Wieso soll den jemand mit einer Inko nicht als Koch arbeiten oder an einer Fleichtheke oder sonstwo im Umgang mit Lebensmitteln?
Schließlich gibt es ja sowas wie Wasser und Seife und gute Hilfsmittel!
Wahrscheinlich achten da inkontinente Menschen sogar wesentlich mehr auf die eigene Hygiene als so manch gesunder Mitbürger.
Ich seh das jedenfalls alles nach wie vor als eine Frage des Wollens und der persönlichen Einstellung.
:mrgreen: :twisted:
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Beitrag #15 von adrian82 » 20 Feb 2013 14:25


Da hast du Marilee ganz recht, ich habe ja geschrieben im heutigen hysterischen Umfeld: man macht ein grosses Geschrei um ein kleines Risiko, das vielleicht gar keine Folgen zeitigt.

Genau wie in der jetzigen Aufregung um ein wenig Pferdefleisch in Lasagne....

:lach:

aber eben....
Adrian
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Re: Arbeiten mit Inko

Beitrag #16 von Liliane » 20 Feb 2013 15:39


Marilee hat geschrieben:Also mal erhrlich Leute, das ist schon eine ganz schön krasse Diskussion.
Wieso soll den jemand mit einer Inko nicht als Koch arbeiten oder an einer Fleichtheke oder sonstwo im Umgang mit Lebensmitteln?
Schließlich gibt es ja sowas wie Wasser und Seife und gute Hilfsmittel!
Wahrscheinlich achten da inkontinente Menschen sogar wesentlich mehr auf die eigene Hygiene als so manch gesunder Mitbürger.
Ich seh das jedenfalls alles nach wie vor als eine Frage des Wollens und der persönlichen Einstellung.
:mrgreen: :twisted:


Das kann gut sein und ich gebe dir da auch Recht, jedoch interessiert es den Gesetzgeber weder was du, noch was ich denke. Vielleicht hat es ja was mit dem Umstand zu tun, das man sich als inkontinenter Mensch nicht in einem Akt seiner Fäkalien entledigt, sondern sie mehr oder weniger in der Schutzhose, wie auf einem Präsentierteller umher trägt. Sorry, für den krassen und unschönen Vergleich, will damit niemandem zu Nahe treten, jedoch war es der einzige der mir einfiel.
Ich kenne es nur aus dem Bekanntenkreis, wenn man in der Pflege z.B. arbeitet und Durchfall hat, darf man rein nach der Vorschrifft auch nicht arbeiten, besonders dann, wenn man mit der Zuebreitung und Handhabung von Nahrung arbeitet. Es geht dabei zum einen um den vermehrten Kontakt mit der Toilette usw., zum andern kann ja nicht ausgeschlossen werden, das es eine virale Ursache hat. So weit zumindest, was ich bei Bekannten und Freunden aus der Praxis kenne...

Ich finde die Diskusion recht überflüssig, da sie nichts an dem Umstand ändert. Wenn man hier Infos zusammentragen würde was kann man machen und welche Berufe sind z.B. Tabu, wäre den Betroffenen mehr geholfen.

Ich wusste zum Beispiel nicht, bis ich mich damit befasst habe, was für krasse Anforderungen der ehemalige Bundesgranzschutz an seine Beamten hat. So hatte man schlechte Karten, wenn man einen starken Sprachfehler hatte, wie heftiges Stottern oder sehr starkes Lispeln. Kann mir auch gut vorstellen, dass auch Inkontinenz ein Kritärium gewesen wäre, mit dem die Ablehnung gesichert gewesen wäre.
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Beitrag #17 von Sebald » 21 Feb 2013 07:27


Also,

ich glaube nicht, dass sich der Gesetzesgeber über den Inhalt von Windeln nähere Gedanken gemacht hat. Ganz ehrlich. Es gibt für die unterschiedlichen Bereiche, in denen Lebensmittel bereit gestellt und verkauft werden, unterschiedliche Hygiene-Vorschriften. Ihr gemeinsames Gebot ist der Austausch der Straßen- gegen Arbeitskleidung, die Desinfektion der Hände, das Berühren der Waren nicht mit den bloßen Händen usf.; besonders, wenn es um Fleisch geht.

Sehen wir mal von der Harninkontinenz ab (ist ja nun gewiß unproblematisch), dann gibt es für die Stuhlinkontinenz auch durchaus noch andere Hilfsmittel als nur Windeln. Erinnert sei an Analtampons. Und selbst wenn: Dieser Denkart folgend, könnten Mütter/Väter von kleinen Kindern ihren Job in der Branche erstmal an den Nagel hängen, weil sie ja wickeln.

Ich kann verstehen, dass man über die Kombination Inkontinenz-Lebensmittel vielleicht ins Nachdenken kommt, und auch erwarten darf, dass die Erkrankten sich an Hygieneregeln halten. Aber ein grundsätzliches Ausschlussverhältnis sehe ich nicht.

Beste Grüße,
Sebald
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Beitrag #18 von potako » 15 Mär 2013 10:04


das problem liegt darin wenn ein zukünftiger arbeitgeber von der inko erfährt blockt er oder sie jedes weitere gespräch mit floskeln wie es tut uns leid aber die stelle ist nichts für sie ab
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Beitrag #19 von Struppi » 16 Mär 2013 02:31


Hallo,

wenn die Inkontinenz Dich nicht in der Ausübung der Tätigkeit (jaaa, es gibt Ausnahmen, z.B. in der Lebensmittelhygiene; im Büro ist das z.B. aber völlig "wurscht") beeinträchtigt, dann ist der Mitarbeiter auch nicht verpflichtet, dies seinem Arbeitgeber zu "beichten".

Bei einem Bewerbungsgespräch auf eine Stelle, bei welcher ich weiß, das meine Inko vollkommen irrelevant ist, würde ich davon überhaupt nicht anfangen, von Interesse ist ggf. nur der Grad der Behinderung und/oder Krankheiten, die mich tatsächlich an der Ausübgung der ausgeschriebenen Stelle hindern könnten.

Gruß

Hannes
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Beitrag #20 von potako » 08 Dez 2013 22:06


liebe admins diesen beitrag bitte löschen

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