Inkontinenz/ Nachwuchs

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Inkontinenz/ Nachwuchs

Beitrag #1 von Frank » 29 Jan 2004 18:41


Hallo zusammen,

meine Freundin und ich hatten uns kürzlich mal über Nachwuchs unterhalten,
wobei dann folgende Frage aufkam : Wie verbindet man die eigene Inkontinenz
(Bei mir in diesem Fall nur nachts) mit der Familie, insbesondere mit den Kindern ?

Ich hätte da so meine Sorgen das Kinder in einem gewissen Alter vielleicht solche
Dinge an andere Spielkameraden/Klassenfreunde etc. weitererzählen. Und ich bin da nicht
so scharf drauf, das sämtliche Leute darüber bescheid wissen.
Wie sind Eure Erfahungen, bzw. wie habt Ihr das geregelt ?

Mfg
Frank
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Inkontinenz und Kinder

Beitrag #2 von Chris » 30 Jan 2004 02:49


Hallo Frank,

seit einem Unfall vor 3 Jahren bin ich voll inko und wir haben hier 4 Kinder im Haus im Alter von 12 bis 18 Jahren. Meine Inko läßt sich nicht verbergen und die Kinder erleben es als einen selbverständlichen Teil, dass es bei mir eben so ist. Darüber, dass sie etwas weitersagen könnten habe ich mir auch schon mal Gedanken gemacht und dann haben wir - meine Partnerin und ich - das eben ganz offen angesprochen und haben den Kindern auch gesagt, warum wir nicht möchten, das das an die große Glocke kommt. Es ist bisher nichts passiert, mal abgesehen von einigen Fastoutings bei ganz enger Verwandschaft - die hatte ich aber vorher schon informiert.

Es geht nach meiner Erfahrung ganz gut, hängt aber sehr davon ab, wie offen du selber damit umgehst. Ich habe nur gute Erfahrungen gemacht und das obwohl ja nächtliches Einnässen und eine Vollinko noch ein bißchen unterschiedlich in der Bewertung der Leute sind.

In diesem Sinne wünsche ich dir und deiner Frau/Partnerin viel Glück bei eurem Kinderwunsch und laßt die Sachen in Ruhe auf euch zukommen - es findet sich immer ein Weg und je selbverständlicher die Kinder damit groß werden - um so besser.

Bis denne

Chris

P.s. kannst mich gern über PM erreichen
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Beitrag #3 von mike7 » 30 Jan 2004 15:58


Hallo Frank.

Ich selber habe auch Kinder, der grosse ist jetzt sechs Jahre alt und hat noch nichts von meinem Problem bemerkt. Mein kleinerer, 4 Jahre alt, ist behindert (Autismus) und wird auch selber noch lange, wenn nicht für immer Windeln tragen müssen. Ich laufe nicht gerade öffen mit Windeln durch die Wohnung und wechsle meine Windeln auf dem WC/Bad. Natürlich wird er es eines Tages entdecken, aber dann werde ich es ihm erklären müssen. Ich glaube aber, das er es versteht und es nicht an die grosse Glocke hängen wird.

Grüssli Michel
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Beitrag #4 von Frank » 31 Jan 2004 12:53


Vielen lieben Dank für Eure Antworten !

Aber wollen kleine Kinder nicht auch mal bei den Eltern im Bett schlafen ?
Hier noch eine Frage an "Mike7": Wie hast Du es geschafft, das Deine
sechsjährige Tochter bis jetzt noch nichts bemerkt hat ?

.....Fragen über Fragen....

MfG

Frank
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Beitrag #5 von Frank » 31 Jan 2004 12:55


Entschuldigung !

war eine verwechslung,nicht sechsjährige Tochter sondern Sohn !
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Windeln geheim halten

Beitrag #6 von Chris » 31 Jan 2004 16:45


Hallo Frank,

ich melde mich noch einmal zu Wort - das Problem ist in erster Linie wie du/ihr damit umgeht. Wenn die Windeln für dich etwas "ganz normales" sind - dann sind sie es auch für die Kinder. Je selbstverständlicher du damit umgehst, um so selbstverständlicher ist es auch für die Kinder!

Na klar kommen die Kinder zu uns ins Bett - auch mit 12 und 13 Jahren und ich dränge mich nicht mit meiner Windel auf, ich zucke aber auch nicht zusammen, wenn sich ein Kinderfuß, eine Kinderhand in Richtung meiner Verpackung verirrt. Es kommt immer darauf an, was dahinter steckt. Aufziehen lasse ich mich nicht, da halte ich sachlich und bestimmt dagegen, aber "ganz normale" Berührungen - kein Problem, warum denn nicht. Ich bin wie ich bin und die Kinder sollen und müssen lernen "normal" mit Behinderrung oder Beeinträchtigung umzugehen.

Ich sehe eine Grundproblem in "der Gesellschaft" darin, dass Normalität so festgeschrieben ist. Es scheint, als wäre das eine der "herausragenden Eigenschaften der Deutschen". Da wehre ich mich auf meine Art, indem ich versuche den Kindern Tolleranz und "Weitblick" nahe zu bringen.

Grade das Thema - nicht weiter erzählen - versteht auch ein kleines Kind, wenn eine Parallele hergestellt wird, zu einer Eigenheit des KIndes, die es auch nicht weiter erzählt wissen will. So wie es da den Eltern vertraut, kann man an das Vertrauen des Kindes appelieren und auch darauf setzen. Es versteht sich, das dies keine Drohung für das Kind sein soll ggf. selber etwas auszuplaudern, sondern die als Hilfe einzusetzen, damit das Kind versteht um was es geht.

Gern können wir uns hierzu noch weiter austauschen, wenn du möchtest - schreib mir gerne.

Bleib ruhig und lass es auf dich zukommen

Chris
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Inkontinenz und Kinder

Beitrag #7 von Jürgen » 01 Feb 2004 18:19


Hallo zusammen,
auch ich möchte mich zu diesem Theme äußern. Meine Frau und ich können leider keine Kinder bekommen aber wir haben guten Kontakt zu unserer Nichte, Neffe, Patenkind und den Kindern unserer Freunde. Ich bin inkontinent und trage wie fast alle Windeln. In unserer Familie wissen alle über meine Inkontinenz bescheid. Auch unstere egsten Freunde wissen davon. Bisher haben die Kinder (Alter zwischen 4 und 9) noch nichts gemerkt. Sie sind bei Übernachtungen auch schon mal bei uns im Bett oder bei einer Kissenschlacht am morgen geht es schon mal zümpftig daher. Keines der Kinder hat bisher ewas gemerkt. Sollte es sich aus einer Situation heraus ergeben werden wir offen und ehrlich aber Kindgerecht sagen das ich Windeln benötige. Ich weis das durch den Rückhalt der Familie es deutlich leichter ist dieses anzusprechen. Sollten wir in der Öffentlichkeit von einem der Kinder angesprochen werden, so wollen wir dem Kind signalisieren, dass wir zu Hause darüber sprechen werden. Wir wissen noch nicht ob es funktionieren wird sind aber der Meinung das Offenheit und ein "normaler" Umgang mit dieser Thematik sinnvoll sind. Nach Möglichkeit sollte der Umgang mit der Inkontinenz zur normalsten Sache der Welt werden und dieses sollte nach unserer Meinung auch im Famileinkreis und Freundeskreis vertrerten werden. Ich weis das hört sich jetzt ein wenig von oben herab an, aber ich finde es schlimmer wenn es ein anderer herausffindet, das man inkontinent ist als wenn man selber darüber spricht. Wenn ich selber die "Aufklärung" mache habe ich das Steuer in der Hand und kann "lenken".

In diesem Sinne wünsche ich allen den Mut zur "Offenheit".
Jürgen
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Beitrag #8 von mike7 » 02 Feb 2004 21:41


Hallo zusammen.

Frank Entschuldigung das ich erst jetzt eine Antwort schreibe !

Chris und Jürgen super geschrieben.

Was das erkennen meinen Windeln betrifft, ich habe das Glück das ich nicht immer Windeln tragen muss (nicht gerade 24 Std, aber doch viel) und da ich schon über 20 Jahre damit leben muss, bin ich doch schon lockerer eingestellt (nicht immer). Auf alle Fälle, habe ich zuhause entweder die Strassenkleider oder Traineranzug mit langes T-Shirt an, so sieht und spürt mann die Windeln nicht so. Mein grosser Sohn hat auch schon ein paar mal bei uns im Bett geschlafen, setzt sich auch auf meinem Schoss und hat bis jetzt nichts bemerkt.

Viele Grüssli

Michel
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