Inkontinenzversorgung der TK (NEU HIER)

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Re: Inkontinenzversorgung der TK (NEU HIER)

Beitrag #31 von Marco N. » 16 Jan 2017 18:49


Hallo zusammen,

also bei mir sieht es so aus, dass ich im Sommer 2016 gegen die Krankenkasse (TK) gewonnen habe und seit November wieder beim Anwalt bin.
Die Sachbearbeiterin versucht mit dem MDK, Lügen und anderen miesen Tricks Zeit zu schinden.
Habe heute diese Sachbearbeiterin der TK vor vollendete Tatsachen gestellt und einen Kostenvoranschlag von einem Leistungserbringer meines Vertrauens zukommen lassen. Sollte sie diesen ablehnen und an Hand der Tatsache das die gesetzliche Bearbeitungsfrist schon überschritten ist, kann ich endlich wieder vor Gericht gehen. :twisted:

Der einzige Wehrmutstropfen: Ich musste die Januarversorgung wider einmal vorfinanzieren. :aerger:

Liebe Grüße

MaNau
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Re: Inkontinenzversorgung der TK (NEU HIER)

Beitrag #32 von Carla Hegds » 16 Jan 2017 21:06


Hallo MaNau,

um welche Hilfsmittel handelt es sich bei dir? Bei mir sind es nämlich 3 von 4 die nicht übernommen werden.

Wie dem auch sei, du hattest ja scheinbar Erfolg mit rechtlichen Mitteln. Ich zumindest bin gerade noch eher am Anfang der ganzen Misere (Befreiung von Zuzahlungen), merke aber schon, dass es für mich ganz böse enden wird mit dieser Krankenkasse. Was ich hier schon alles gelesen habe, hat mir echt Angst gemacht.
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Re: Inkontinenzversorgung der TK (NEU HIER)

Beitrag #33 von Marco N. » 16 Jan 2017 21:15


Hallo Carla,

Bei mir geht es um den Attends Slip Regular 10 M.
Der Kampf geht aber schon soweit, dass die TK mir nurnoch Vorlagen genehmigen will.
Damit versucht die TK sich über ein Aut Idem-Rezept hinwegzusetzen.

Erfolg hatte ich bisher nur 2016. für 2017 fängt, wenn ich pech habe, der Spaß gerade erst an.

Liebe Grüße

MaNau
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Re: Inkontinenzversorgung der TK (NEU HIER)

Beitrag #34 von Carla Hegds » 17 Jan 2017 01:06


Hallo MaNau,

ich war bis letztes Jahr im Mai mein lebenslang privat versichert. Ich habe studiert und dann eine Beschäftigung aufgenommen und seit dem bin ich gesetzlich versichert. Ich muss sagen ich bin schockiert über die Unterschiede und die Ungerechtigkeit die die TK zu Tage legt seinen Versicherten gegenüber. Es scheint, als würde diese Sparte einfach ignoriert werden.

Leider ist es bei jeder gesetzlichen Krankenkasse absolut identisch und sollte es eine Möglichkeit geben, sich gegen diese Machenschaften zur Wehr zu setzen, erreicht man nichts ohne Kompromisse einzugehen.

Schwierig...
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Re: Inkontinenzversorgung der TK (NEU HIER)

Beitrag #35 von Marco N. » 17 Jan 2017 06:47


Hallo Carla,

ich muss ganz ehrlich sei. wenn es um Geld oder mein Recht geht, war ich noch nie kompromissbereit.

Gerade bei solchen Themen wie Inkontinenz, wo man von Diskretion in dr Öffentlichkeit lebt, hat die TK eine rote Linie überschritten. Ich wurde letztes Jahr ehrfach ausgelacht, weil der (mittlerweile) Kassenschtott nicht dicht gehalten hat. Bei jemanden der auch an Stuhlikontinenz leidet ist ein auslaufen doppelt peinlich.
Aber Menschenwürde dürfen wir ja nicht mehr haben. Ist zumindest mein Gefühl.

Liebe Grüße
MaNau
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Re: Inkontinenzversorgung der TK (NEU HIER)

Beitrag #36 von Carla Hegds » 17 Jan 2017 10:30


Hallo MaNau,

da hast du vollkommen recht. Ich habe weiter oben beschrieben was ich mit Kompromisse eingehen meine. Ich wollte der TK eine Chance geben und habe Windeln getestet, die sie mir angeboten haben. So konnte ich zumindest sagen, dass ich kompromissbereit war. Die Windeln jedoch,waren absolut minderwertig und hielten nicht dicht,vorallem nachts.

So...jetzt kann ich anfangen mich mit denen auseinander zu setzen, da ich zumindest auf sie eingegangen bin und den Schrott getestet habe. So kann mir keiner (Gericht) sagen, dass ich es nicht versucht habe, weil ohne etwas auszuprobieren und es direkt abzulehnen stößt vermutlich nicht auf offene Ohren.
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Re: Inkontinenzversorgung der TK (NEU HIER)

Beitrag #37 von Marco N. » 17 Jan 2017 13:00


Hallo Carla,

entschuldige bitte die vielen Fehler im letzten Beitrag. Den habe ich heute früh zwischen Tür und Angel geschrieben.

Mit dem rechtlichen Vorgehen kann ich Dir nur Mut zusprechen. Du solltest aber darauf gefasst sein, dass dieses Verfahren locker 1 Jahr dauern kann (spreche da aus Erfahrung). Dies hängt natürlich auch davon ab, wie gut dein Anwalt ist und wieviel das Sozialgericht zu tun hat.

Und wie gesagt: Nach aktuellem Stand des Patientenrecht muss niemand Kompromisse akzeptieren. Das wichtigste ist ein richtig ausgefülltes Rezept (hinter dem der Arzt auch wirklich steht) und notfalls eine schriftliche Begründung vom Arzt (warum genau dieses Produkt).

Nach meinem Stand schaltet die TK auch gern den MDK ein. Dies dürfen sie aber nach 5 Wochen Bearbeitungszeit zählt die Versorgung als genehmigt, wenn bis dahin keine Entscheidung vorliegt §13 Abs. 3a SGB V. Will die TK natürlich nichts von wissen.
Wenn der MDK nein sagt ist es auch kein Beinbruch. Der MDK ist genau so angreifbar wie die Krankenkasse an sich. Auch die kommen nicht um geltende Gesetze herum.

Der nächste Nachteil ist, dass die TK immer wenn es brennt eine Abhilfeentscheidug trifft. Dies bedeutet zwar das man recht bekommt, allerdigs auch das die TK sich immer um ein Urteil drückt. Somit halten die sich immer eine Hintertür offen um früher oder später wieder anzugreifen.
Deswegen habe ich auch wieder den Ärger.

So war jetz a bissl viel Input, deswegen höre ich auch auf.
Viel Erfolg

Liebe Grüße

MaNau
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Re: Inkontinenzversorgung der TK (NEU HIER)

Beitrag #38 von Marco N. » 20 Jan 2017 21:07


Hallo alle zusammen,

ich habe heute mit meinem Therapeuten herausgefunden, das die TK grundsätzlich nur Produkte für leichte bis maximale Anfang mittlere Inkontinenz in den Pauschalen berücksichtigt.

Dies bedeutet, dass nur Hilfsmittel bis maximal 1000 ml theoretischer Saugleistung unterstützt werden. Darauf sind die Inko-Pauschalen ausgelegt. Da wir alle wissen, das diese Produkte nur 30 bis 40 Prozent der theoretischen Leistung wirklich haben, ist es kein Wunder das wir permanent auslaufen.

Alles darüber wird als Komfortleistung angesehen und somit versucht über die wirtschaftlichen Aufschläge abzurechnen.

Wer auch Stuhlinkontinent mit vieleicht auch chronischem Durchfall ist, hat pech gehabt. Dies scheint bei der TK garnicht zu exisistieren. Der TK-Sachbearbeiter hat selbst gegenüber meinem Therapeuten immer nur auf der Harninkontinenz herumgehackt.
Ich solle halt nicht soviel trinken und der der ganze Schrott.

Meine Ärzte wurden sogar in eine Falle gelockt. Sie sollten eine Stellung gegenüber der TK und dem MDK abgeben, warum nicht auch alternatiev Vorlagen mit Netzhosen verwendet werden können.
Dies haben meine Ärzte beantwortet. Hinter den Kolissen wurde wahrscheinlich aber auch gleich meine Verordnung gekippt, da meine Ärzte natürlich nur auf die Frage eingegangen sind und nicht nocheinmal detalliert auf das verordnete Produkt.
Mehr kann ich erst dazu sagen wenn ich mit meinem Anwalt gesprochen habe und das MDK-Gutachten in der Hand habe.

Also ACHTUNG die TK arbeitet wirklich mit allen schmutzigen Tricks!!!!!

Die Leistungserbringer handen also im Auftrag der TK und deswegen braucht man auch keine Hilfe von der TK erwarten.

Ich bedanke mich bei meinem Therapeuten und dem TK-Sachbearbeiter (der mehr ausgequatscht hat als er denkt) für die heute erhaltenen Informationen.

Liebe Grüße
MaNau
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Re: Inkontinenzversorgung der TK (NEU HIER)

Beitrag #39 von Mike64 » 21 Jan 2017 11:56


Hallo MaNau,

besten Dank für die Info. Leider scheint sich diese Mafiamethode nicht nur auf die TK zu konzentrieren, viel mehr sind allem Anschein nach, die meißten KK in diesen Sumpf verwickelt. Mein sog. Leistungserbringer Medi-Center, liefert nämlich auch max. Attends Nr.: 7, was angeblich die saugfähigste sein soll, ohne wirtschaftliche Aufzahlung!!!. Meine Frau hat ein Loch in der Blase, ergo geht es nicht noch inkontinenter!

Und genau darum geht`s ja! Ich hab mitlerweile die Attends Nr.: 10, sowie die Tena Maxi Pands, per Rezept versucht zu bekommen, wird aber nix werden, so wie es ausschaut. Aber dann hab ich zumindest alle notwendigen Ablehnungsbescheide in der Hand, um vor`s Sozialgericht zu ziehen.

Ich bin jetzt, nach jeder Menge Pressemitteilungen, Schreiben an die zuständigen Ministerien, hunderte von E-Mails und gefühlten 150 Telefonaten mit Leistungserbringer und KK soweit, das ich bei der DAK schon zur "Chefsache" erklärt wurde, beim Bundesministerium schon ein Aktenzeichen habe und die jetzt, wie ja so üblich, alles auf den MDK abwelzen. Weil die armen, armen KK, oder Medi-Center können ja nun gar nichts für die böse Sache...*Süffisanz aus!*

Aktuell versuche ich mein "Kontingent" beim Leistungserbringer heraus zu finden, da die mir vor ein paar Wochen mitgeteilt haben, "mein Kontingent bis Ende Januar sei erreicht" und deswegen könnten sie nur gegen Zahlung liefern. Hab jetzt mind. 5 mal nachgefragt, schriftlich wie auch telef. aber die antworten nicht darauf, lenken sofort vom Thema ab und der Hammer!!! Kommt gestern wieder ein Karton...Attends Nr.: 7 :aerger: :aerger: :aerger:

Ich musste dann noch eine Blutdrucktablette nehmen, weil ich fasst geplatzt wäre vor Zorn. Irgendwann fahre ich persönlich nach Koblenz und stecke die Verantwortlichen bei Medi-Center in genau den Müll, den die uns liefern, es ist einfach zum kotzen, daß die den ganzen Preiskampf auf dem Rücken, z.T. totkranker Menschen austragen.

Meine Frau hat nicht mehr lange zu leben und selbstverständlich kaufe ich ihr die Produkte, mit denen sie klar kommt. Aber was bitte machen die ganzen tausend Menschen, die keinen haben der diesen Kampf führen kann???

LG
Micha
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Re: Inkontinenzversorgung der TK (NEU HIER)

Beitrag #40 von Marco N. » 21 Jan 2017 12:57


Hallo Micha,

ich wünsche deiner Frau und Dir viel Kraft und Erfolg.

Ich kenne viele Probleme. Ich habe Morbus Chron, dies ist eine Autoimunerkrankung die in vielen Fällen irgendwann zu Darmkrebs führt. Dadurch das mein Imunsystem nicht das beste ist und selbst die körpereigenen Bakterien schnell gefährlich werden können, muss ich einfach auch mehr trinken um die Nieren und die Blase permanent zu spülen. Ich war 2014 wegen einer bakteriellen Vergiftung zuletzt im Krankenhaus weil ich wegen meiner Harninkontinenz einfach zu wenig getrunken habe. Auf solch ein Erlebnis habe ich keine lust mehr. Es ist nicht schön mit fast 42 Fieber (Lebensgefahr).

Dies ist der TK bekannt aber völlig egal, da es nicht in ihr Raster passt. Solche sprüche wie "da muss er weniger trinken" oder "ein mensch scheidet nur soviel aus wie er trinkt" (was völliger Nonsinns ist) und "eine Blase fasst immer nur so und so viel" (noch größerer Nonsinns) nicht gelten.
Der Mensch ist keine Maschine und unterliegt auch keinen sinnlosen mathematischen Formeln. Jeder Mensch ist anders und hat individuelle anforderungen (körperlich oder gesundheitlich) an Produkte oder Medikamente.

Dies ist auch rechtlich und gesetzlich festgelegt. Das Problem ist nur, dass die Krankenkassen versuchen ihre eigenen Gesetze zu kreieren. Die Richtlinien des GKV-Spitzenverband, das SGB V und alles andere passen nicht in die Sparvorstellungen der KK und werden somit versucht zu umgehen.

Heute habe ich von der TK eine Ablehnung für den KVA meines Leistungserbringers bekommen. Grundlage ist ein (nicht näher erklärtes) Gesetz von 2010. Im Brief war kein Verweis wo man Nachschlagen kann und auch nichts anderes.
Kann auch nicht, da es kein Gesetz gibt, welches mir die Suche eines eigenen Leistungserbringers verbietet, wenn von der KK genannte Leistungserbringer nicht Liefern können oder wollen.

Ich hoffe das mein Therapeut das gestrige Gespäch meinem Anwalt bestätigt. Dann ist die TK in einer richtig miesen Position.

Liebe Grüße
MaNau
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