Uns gehts ja noch gold...

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Beitrag #1 von rokko » 02 Aug 2004 21:02


... so lautet ein Titel eines bekannten Schriftstellers und das kann ich nur bestätigen. Was haben wir für ein Glück, daß es Inkontinenzslips gibt, wie wir sie heute haben.
Mit Windelslip erfahre ich kaum Einschränkungen und ohne wäre ein Leben für mich nicht vorstellbar. Wenn ich daran denke, schon vor 30-40 Jahren mit dieser Krankheit hätte leben zu müssen und mir mit dicken Mullwindeln und Gummihosen behelfen zu müssen? Mal ehrlich, wer traut sich so raus und wie ist ein Arbeitstag unter solchen Umständen zu bewältigen. Wahrscheinlich wäre ich Frührentner.
Heute hingegen ist meine Inkontinenz kein Problem für mich. Eine Gelegenheit zu Windelwechsel ist genau so häufig zu finden wie eine Toilette und von ganz wenigen Einschränkungen abgesehen, führe ich mein Leben weiter wie vor dem Unfall (ich wurde 1987 durch einen Stromunfall inkontinent).
Die meißten Probleme, denke ich, spielen sich in unseren Köpfen ab, auch bedingt, durch eine gewisse unaufgeklärtheit und Verklemmtheit unserer Gesellschaft im Umgang mit allem was sich unterhalb der Gürtellinie abspielt.


:lach:


Gruß

Rokko
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Beitrag #2 von mehlbox2001 » 03 Aug 2004 02:31


Hallo Rokko,

schließ mich da voll und ganz an, mit einer kleinen Einschränkung: Auch mit früheren Hilfsmitteln konnte man was werden -- das hat uns die Lichtgestalt aller Rollifahrer des 20. Jahrhunderts vorgemacht, amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt. Zum Glück gab's damals noch einen Ehrenkodex bei den Fotojournalisten ... Ich möchte nicht hdie Sommerloch-Artikel zum Thema im heutigen Stil lesen ...

Andreas
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Schlaraffenland wohl dann doch nicht...

Beitrag #3 von frosch » 03 Aug 2004 19:26


Hallo Rokko, hallo Andreas!

Stimmt... Ich glaube 1981 hatte ich den ersten Inkontinenz-Slip von der Firma "Certina". Vorher gab es für mich auch die klassische Gummihose mit Vlieseinlage. Es ist wirklich viel geschehen in der Zwischenzeit, auch wenn man an Medikamente wie Destrusitol und Minirin (Inkontinenz/Bettnässen) denkt. Auf einer Seite sehe ich aber auch eine Gefahr: Die Allgemeinheit ist über die Einzelprobleme nicht gut aufgeklärt, weil es (noch) eine Tabuzone ist, denkt aber den Leuten würde wohl schon gut geholfen und man kümmere sich schon um ihre Probleme. Da ärgern mich dann Beiträge, in denen die Ärzte nicht richtig untersuchen oder nur die Windel als große Hilfe anpreisen. Wir müssen diesen Ort als Stimmungsbarommeter hier gut pflegen. Wir können die Meinungen auffangen und sinnvoll kanalisieren wie z.B. in Fernsehbeiträge oder als Themenbereich in den Selbsthilfegruppen.
Allen alles Gute!

immer... Euer René
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elektrounfall

Beitrag #4 von Boernie » 07 Aug 2004 12:04


hallo rokko,

entschuldige bitte, aber ich bin elektriker und mich interessieren e-unfälle. du schreibst das du durch einen e-unfall inkontinent wurdest.
falls es dich nicht stört schreib mir doch wie es passiert ist.
danke
Bernd aka Boernie
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Beitrag #5 von Helmut » 07 Aug 2004 18:19


Hallo rokko,

ja es stimmt, die heutigen Hilfsmittel sind wirklich brauchbar. Wenn ich so an meine "Anfangszeit" der Inkontinenz zurück denke, vor etwa 13 Jahren, dann sind die Erwachsenenwindeln richtige Hightechprodukte geworden. Ich hatte zu Beginn noch Windeln, die hatten weder seitliche Auslaufsperren, noch hatten sie einen Superabsorber, damit sie die Haut besser trocken halten. Diese Windeln waren im Vergleich sehr dick und sind oft sehr schnell ausgelaufen. Von Diskretion war auch noch nicht so viel zu spüren, die Folie der Windeln waren zwar immer Dicht, aber dafür raschelten sie sehr stark.

Noch früher wurden richtige Baumwollwindeln und Gummihosen verwendet, was für mobile inkontinente Personen nicht gerade der Hit war, besonders wenn sie noch voll m Berufsleben standen. Ich weis, daß die ersten richtigen Erwachsenenwindeln erst etwa 1980 auf dem Markt kamen und im Prinzip nur gefaltete und in der Mitte zusammengeklebte Krankenunterlagen waren. Erst so gegen 1985 kamen die ersten Inkoslips vom Schnitt her heraus, wie wir sie Heute kennen.

Erst seit kurzem ist es den Herstellern der Windeln bekannt, daß auch eine nicht ganz unerhebliche Anzahl von Personen von Inkontinenz betroffen sind, die noch voll im Berufsleben stehhen, oder noch Mobil sind. Wir von Verein sind daran nicht ganz Unbeteiligt, denn bis jetzt wurden die Produkte ja ausschließlich für pflegebedürftige und bettlägrige Personen entwickelt. Wir mobilen Inko's haben halt etwas andere Anforderungen an ein Inkontinenzhilfsmittel, als jemand der den ganzen Tag nur im Bett liegt.

In anderen Bereichen der der Inkontinenzhilfsmittel gab es eine ähnliche Entwicklung bis zur heutigen Zeit.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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