Der Urlaub naht!

Hier könnt ihr eure Erfahrungen mit der Inkontinenz im täglichen Leben, wie zum Beispiel: welche Kleidung ist geeignet, wie mache ich das im Beruf, beim Sport ...... austauschen.

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Der Urlaub naht!

Beitrag #1 von wasser » 20 Mai 2005 17:48


Hallo liebe Mitbetroffenen,

hier ist mal wieder Wasser der halt in Urlaub fahren möchte, zunächst nach Lanzerote!
Dann im September nach Namibia (Anflug Windhoeg)!

Wer nunmehr ein paar gute Tips zur Hand haben sollte wo man ggf. Windelslips oder Vorlagen bekommt, der kann mir gerne helfen.

Bei Fernreisen, wird es meistens sehr problematisch, so das man denn nur mit einer normalen Gummi - lieber Krankenhose (der Begriff ist etwas netter) sich helfen kann
mit einlegen von Handtüchern für Nachts! Doch Tagsüber wird es denn sehr schwierig
- schon mal mit Watte probiert, doch der Erfolg war nicht so beglückend!

Würde mich jedenfalls über ein paar gute Informationen freuen. Vielleicht war
mein Nachttip ja nicht so schlecht - für den einen oder anderen! Nur bei der hohen
Menge die ich verliere (benötige meistens 3-4 Vorlagen und einen starken Windelslip
von Molicare) und Tagsüber ist es meistens recht schwierig irgendwo zu wechseln und
denn soviel Zeug mitnehmen bei der Gepäckkontrolle auch nichtgerade so "prickelnd!"
Freue mich jedenfalls auf ein paar Antworten Viele Grüße von Wasser - das Wetter
muntert mich nicht gerade auf! Wo ist der blaue Himmel??
Wasser versucht zu helfen und braucht auch ein paar gute Ratschläge "Jeder hilft halt Jedem" DANKE!
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wasser
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Beitrag #2 von Matti » 20 Mai 2005 19:44


Hallo Wasser,

nachdem Du mich ins Schwärmen gebracht hast, fällt es mir fast ein wenig schwer Dir eine Antwort zu geben.

Ich Versuchs aber trotzdem mal.
Wie wäre es den mal mit einer Alternative zum Windelslip? Als Mann hast Du den riesen großen Vorteil das Du ein Urinalkondom benutzen könntest. Das würde zum einen das Beschaffungsproblem und zum anderen das Platzproblem lösen.
Eine weitere Alternative wäre der Intermittiernde Selbstkathterismus für diese Zeit.
Von Dauerkathetern würde ich eher abraten.

Ich bin immer wieder geschockt was für Utensilien alles zum Aufsaugen des Urins Anwendung finden. Handtücher, Watte oder sonstiges, allesamt für eine Inkontinenzversorgung ungeignet. Es geht nicht nur um das Saugvolumen sondern auch um den Hautschutz. Die Rüchnässung und der Reibungswiederstand sind geradezu Gift für eine Gesunde Haut. Kommt dann noch der aggressive Urin Stundenlang an die Haut sind Hautiritationen Vorprogramiert. Der Säureschutzmantel der Haut wird nämlich dadurch Zerstört. Die Haut wirds Dir zur Zeit vieleicht noch nicht so Übel nehmen, aber werd mal noch ein wenig Älter, dann ändert sich auch die Haut.

Eine Gummihose, gerade in dem Klima Afrikas dürfte den " Treibhausefekt " beschleunigen, zumindest an Deinem eigenen Körper.

Wenn Du des Nachts 3-4 Vorlagen benötigst ist meiner Ansicht nach deine Inkontinenzversorgung schlecht gewählt. Ein Liter Ausscheidung in der Nacht sind schon Spitzenwerte, wenn Du noch in der Lage bist deine Blase willentlich zu Entleeren dürftest Du niemals auf einen solchen Wert kommen.

Ich weiss nicht ob Du Vereinsmitglied bist, aber in der nächsten Ausgabe der Mitgliederzeitung wird ausführlich auf das Thema Hautschutz eingegangen.

Schönen Urlaub

Matti
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Beitrag #3 von eckhard11 » 21 Mai 2005 14:08


Hallo Wasser,

ich verliere nächtens immer so um die 1.000 ml und bin - wie Du aus vielen meiner Beiträge erlesen kannst - immer auf der Suche nach der "optimalen" Lösung, da bisher keine Vorlage oder Windel in der Lage war, diese Menge sicher aufzunehmen.

Ein entsprechendes Einnässen der Bettunterlage war 3 - 4 Mal wöchentlich vorprogrammiert, natürlich auch deshalb, weil ich des Nachts zum Pinkeln keineswegs aufstehen will und werde.

Jetzt verwende ich seit einigen Tagen Urinalkondome, welche ich zugegebenermaßen monatelang ablehnte. Das war ein Fehler. Ich bin begeistert.
Etwas Besseres kann es nicht geben, nicht bei einem nächtlichen, größeren Urinverlust und schon gar nicht für einen Urlaub !!
Sicher in der Handhabung, kleine Packungen, gut zu händeln und zu entsorgen.

Keinen Extrakoffer für Windeln/Vorlagen, keine Entsorgungsprobleme im Hotelzimmer,
keine Bitte um einen geeigneten Behälter zur Lagerung benutzter Hilfsmittel, kein Waschen und Trocknen der Schutzunterlage usw. usw.
Äußerst praktisch !

Vielleicht solltest Du einmal solche Urinalkondome - für die Nachtversorgung - testen.

Für tagsüber kann ich Dir keinen Tipp geben, da ich meine Inko tagsüber im Griff habe.

Ich lege mich - momentan kondomfrei, aber heute abend kondombewehrt - wieder hin .sleep:
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Beitrag #4 von Helmut » 22 Mai 2005 12:05


Hallo Wasser,

wasser hat geschrieben:Bei Fernreisen, wird es meistens sehr problematisch, so das man denn nur mit einer normalen Gummi - lieber Krankenhose (der Begriff ist etwas netter) sich helfen kann
mit einlegen von Handtüchern für Nachts! Doch Tagsüber wird es denn sehr schwierig
- schon mal mit Watte probiert, doch der Erfolg war nicht so beglückend!


also wirklich, das ist doch nicht ernst gemeint von dir, solche Experimente im Urlaub zu machen!

Ich selbst war aus beruflichen Gründen schon oft im Ausland (überwiegend Südamerika) unterwegs und dort habe ich überall meine Hilfsmittel bekommen. Sicher ist es etwas problematisch je nach verwendetem Hilfsmittel, aber fast alles ist machbar. Wie Matti und Eckhard schon sagte, für dich könnten Kondomurinale eine echte Alternative zu den Windeln sein, falls du nur eine Harninkontinenz hast. Der Platzbedarf ist dabei echt minimal und du hast auch keine Probleme mit der Entsorgung. Die heutigen Kondomurinale sind von der Qualität und Ausführung her deutlich besser als früher und können von fast jedem benutzt werden. Selbst für schwierige Fälle gibt es spezielle Kondomurinale die auch unter diesen Bedingungen noch sicher halten.

Wenn du aber auf deine Windeln nicht verzichten willst, so ist das auch kein Problem. Für etwa 3 Wochen kannst du deinen Bedarf mitnehmen, danach wird es wegen der Menge etwas schwieriger. Die meisten Fluggesellschaften befördern auf Antrag und Vorlage eines Attestes die Hilfsmittel auch kostenlos als zusätzliches Gepäckstück. Willst du nicht so viel mitnehmen, so kannst du auch in Absprache mit deiner Krankenkasse die Hilfsmittel Vorort besorgen. Hier solltest du dich mit den Herstellern der Windeln in Verbindung setzen und fragen, ob dieses Produkt in deinem Urlaubsland Verfügbar ist und wo du es bekommst.

Die Planung für den Bedarf spielt dabei eine wichtige Rolle. Bei entsprechender Vorbereitung kannst du praktisch fast überall hinfahren und den Urlaub geniesen.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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URLAUB und Planung

Beitrag #5 von wasser » 25 Mai 2005 16:59


Hallo Matti, Eckhart 11 und Helmut,

erst einmal vielen Dank für die Ausführungen - habe allerdings mit den Urinalen nicht so gute Erfahrungen gemacht. Mit der Befestigung habe ich immer etwas Probleme, zumal mein rechtes Bein ca 8 cm dicker wie das linke ist und somit denn auch die Hose etwas eng sitzt. Nachts hätte ich ebenfalls etwas Schwierigkeiten, da ich immer im Bett herumwüle (im Schlaf natürlich!) - daher besteht die Gefahr, das der Schlauch abgeht und denn hat man den Kram im Bett und plätschert vor sich her.

Werde jedoch nach der Anleitung von Ekhard11 - die Sache erneut probieren,
die Firma hat er ja schon einmal geschrieben.

Auch Danke an Helmut - komme nun wieder in den Bereich hinein, warscheinlich hatte
mein PC zuviel Datensalat, Wollte keine Verwirrung stiften! Danke für die schnelle Antwort.

Habe noch eine Frage zu dem mitnehmen als Gepäck - habe ich bis her noch nie
gemacht und auch jedesmal Panik im Auge, sollte der Zoll den Koffer öffnen, zumal
es denn im Ausand schon recht blöde werden kann. Gibt es denn mal ohne Attest
sondern irgend eine Beschreibung die man denn vorlegen kann in mehrere Sprachen?
Zumal ich noch ein künstliches Hüftgelenk habe, dafür habe ich so eine Bescheinigung
um durch die Alamkontrolle zu kommen, zeige diese jedoch denn nur vor, wenn das
Teil reagiert und alles auf mich zustürmt.

Bin ab Samstag erst einmal in der Sonne von Lanzarote, hierbei dürfte es nicht so problematisch werden.
Nochmals Danke Für EURE Hilfe Wasser (schreibe gleich an alle Antworten - da ich nicht so viel schreiben möchte :lach: )
Wasser versucht zu helfen und braucht auch ein paar gute Ratschläge "Jeder hilft halt Jedem" DANKE!
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Beitrag #6 von papa0861 » 26 Mai 2005 00:04


eckhard11 hat geschrieben:Jetzt verwende ich seit einigen Tagen Urinalkondome, welche ich zugegebenermaßen monatelang ablehnte. Das war ein Fehler. Ich bin begeistert.



hallo ecki,

ich muß zu diesem thema mal ganz doof fragen. dein nächtlicher urinverlust spielt sich doch bestimmt so pö a pö ab. da kann ich mir die sache mit dem urinal ganz gut vorstellen. hilft diese wunderwaffe auch bei spontaner blasenentleerung? das kann ich mir nun nicht vorstellen. ich denke da, daß das kondom wegfliegt, weil es die abgegebene menge einfach nicht fassen kann.

lg
jürgen
:-)) Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten und einrahmen. :-))
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Beitrag #7 von eckhard11 » 26 Mai 2005 00:52


Hallo papa,

soweit ich auf der URL von Sauer gelesen habe, gibt es die Kondome in verschiedenen Ausführungen. ( Längen und Durchmesser )
Die Kondome haben vorn eine Art Ballon, ( Pufferzone ), welcher einen gehörigen Schwall aufnehmen soll.
Leider geht aus den mir vorliegenden Unterlagen nicht hervor, wieviel ein solches Kondom maximal auf einmal aufnehmen kann.
Da ich "permanent" auslaufe, ( in so süßen, kleinen, enorm erotischen Intervallen ), komme ich mit der kurzen Ausführung aus, welche wohl so um die 150 ml Urinschwall aufnimmt.
Es gibt aber wohl auch welche mit einer Kapazität von 300 - 400 ml.
Da ja gleichzeitig auch Urin durch den Schlauch in den Beutel geleitet wird, ( wenn auch wohl nicht so schnell wie das Reinstrullen ), denke ich, daß eine Kapazität von ca. 500 ml auf einen Strull erreicht werden kann.
Da ich den Urinbeutel mehrfach nutze, ( nicht jeden Tag einen neuen ... ), klemme ich des Morgens das Kondom über den Wasserspeiher und lasse langsam heißes Wasser durchlaufen, um Schlauch und Urinbeutel zu reinigen.
Wenn ich das Wasser zu schnell laufen lasse, bildet sich ein Wassersack, halt diese Pufferzone. Aber diese Menge Wasser wäre schon eine Menge Urin.
Allerdings wird das Teil ja auch um so schwerer, je voller es wird. Wie sich dann der Kleber verhält, besonders, wenn man einen retrahierten Penis ( Schlupfpenis ) hat, muß man wohl erfragen oder - besser - selbst feststellen.
Gut, des Nachts liegt das Kondom sicherlich teilweise auf dem Schenkel oder auf der Matratze auf und reduziert das Gewicht des Urines und daher den Zug auf die Klebeverbindung.
Der Kundenberater von Sauer für Dein Gebiet heißt Maik Kretzschmar, Tel/Fax : 0375 - 52 31 34, E-Mail: maik.kretzschmar@manfred-sauer.de

Eventuell solltest Du Dich einmal mit dem Manne in Verbindung setzen.
Der ist übrigens selbst querschnittgelähmt. ( Wie alle Kundenberater von Sauer )

Papa, morgen mache ich einfach mal einen Versuch mit einem meiner - kurzen - Kondome.
Ich zieh so´n Ding über, setze mich in die Wanne und strulle, was ich drinhabe.
Schätzungsweise um die 800 ml.
Mal sehen, ob das Teil abreisst bzw. wieviel es - geschätzt - am Original aufnimmt

Ich leg mich - noch unbehangen - wieder hin .sleep:
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Gepäck

Beitrag #8 von Kerstin » 26 Mai 2005 13:48


Hallo Wasser,

ich bin gerade wieder von einer Reise aus Israel gekommen. Dort sind ja die Gepäckkontrollen etc. besonders intensiv. Die Koffer wurden auch bei einigen aufgemacht. Ich hatte jedoch Glück, meine blieben verschont. In einem kleineren Koffer waren meine med. Hilfsmittel verstaut, dafür hat sich aber keiner interessiert. Ein Attest hatte ich nicht dabei. Ich denke, die israelischen Polizisten hätten schon gewußt was sie da vorfinden.
Ich würde mir da echt keine Panik machen, das Flughafenpersonal sieht sowas bestimmt öfter. Du kannst Dir höchstens noch von Deinem Hausarzt ein Attest in Englisch geben lassen, die Sprache kann jeder auf dem Flughafen.
Wegen dem Übergepäck solltest Du Dir aber echt ein Attest geben lassen, damit Du nicht draufzahlen mußt. Du kannst auch mal bei Deiner Fluggesellschaft anrufen, wie die das regeln. Das habe ich auch gemacht.

Schönen und erholsamen Urlaub wünsche ich Dir.

Liebe Grüße,
Kerstin
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Beitrag #9 von eckhard11 » 26 Mai 2005 18:15


Hallo papa,

ich habe mich wahrscheinlich etwas unglücklich ausgedrückt :

Ich verwende den Urinbeutel mehrfach, nicht das Urinalkondom.
Dieses Urinalkondom ist ein Einwegartikel !

Wenn ich den Urinbeutel ausspüle, lasse ich das Urinalkondom am Schlauch des Urinbeutels stecken und rolle dieses Urinalkondom über den Wasserhahn. ( Ich habe an der Armatur so eine kleine Dusche, da passt das Kondom genau drüber )
Die "Pufferzone" des Urinalkondomes bläht sich bei zu schnell laufendem Wasserstrahl auf und nimmte die bezeichnete Menge Flüssigkeit auf, nicht der Urinbeutel.
Der füllt sich natürlich ebenfalls mit Wasser, aber das soll er ja auch, damit ich ihn spülen kann. ( Geht übrigens recht gut )

Ich werde nachher den o.a. Test machen und mich dann hier wieder melden.

Ich leg mich jetzt aber erst einmal wieder hin .sleep:
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Beitrag #10 von eckhard11 » 26 Mai 2005 21:49


Hallo papa
( und alle anderen, die schon ganz gespannt warten ) :

Ich habe gerade den Versuch durchgeführt :

Ich habe das Kondom übergestreift, mich in die leere Wanne gesetzt ( so kann ich restlos entleeren ) und kräftig gepinkelt.
( Allerdings habe ich, da mir der Blasenmuskel fehlt und ich nur über den Beckenbodenmuskel Druck aufbauen kann, keinen kräftigen Strahl mehr, sondern es ist nur noch ein mittelkräftiger Strahl, na ja, sagen wir “etwas weniger als mittelkräftig” )
Ich habe 16 Sekunden lang gepinkelt, ( Stoppuhr ! ) das waren ca. 500 ml.
Dann noch ein paar kräftige Drücke hinterher, sodaß etwa 600 ml in dem Kondom waren.
Das Kondom hatte ich mittels eines dafür vorgesehenen Verschlusses am Schlauchende verschlossen.
So weit, so gut......
Durch den Zug an der Klebestelle zog sich mein Pimmelchen vornehm zurück, da ich seit der OP einen retrahierenden Penis habe. ( Er wird beim Pinkeln immer kürzer und zieht sich zurück. Klar, ist ja auch nix mehr hinter, was ihn abstützen könnte )
Im Sitzen ging es noch, aber als ich aufstand, um zu sehen, ob die Klebestelle hält, ist das Kondom abgerutscht ( Gut, daß ich in der Wanne war, hi,hi.... )
Es ist runtergefallen, aber nicht geplatzt, da der Urin mit einem Schwall aus der großen Öffnung herausbrach und mich besudelte. Kein Problem, meine Dusche steht direkt daneben.....
Daher konnte ich die Menge Urin nicht nachmessen, aber es waren um 600 ml.
Daraufhin habe ich den Wasserhahn soweit aufgedreht, bis gleiche Menge Wasser ( 500 ml ) in gleicher Zeit ( 16 s ) rauslief, das Kondom über den Wasserhahn gezogen und 16 s füllen lassen.
Ich wollte sehen, ob die Menge in der Zeit zumindestens ungefähr die gleiche Menge war wie beim orignalen Reinpinkeln.
War es.
Ich entfernte den Stopfen. Das Wasser lief aus dem Schlauchansatz schneller raus als es oben reinlief. Nach einigen Sekunden war die Pufferzone leer und das Wasser lief durch.
Dann habe ich das Wasser weiterlaufen lassen, den Schlauch am Kondom angebracht, um jetzt zu kontrollieren, ob sich das Kondom auch dann aufbläht, wenn der Urinbeutel angeschlossen ist.
Hier hatte sich dann ergeben, daß das Wasser erheblich langsamer in den Beutel floss als Wasser durch den Hahn in das Kondom. Ich schätze, nur zu 2/3 respektive 20 ml/s.
Das Kondom schwoll recht stark an. Ich habe dann das Wasser abgestellt.
Dies zeigt, daß die Schwachstelle nicht das Kondom ist, sondern der Schlauchdurchmesser bzw. die Spitze der Schlauchverbindung.
Diese ist eindeutig viel kleiner als der Durchmesser des Schlauchansatzes am Kondom.

Wenn jemand einen richtig kräftigen Strahl hat und eine komplette Blasenfüllung in kurzer Zeit, sagen wir 600 ml in 12s, entleert, wird das von mir verwendete Kondom dies wahrscheinlich nicht aufnehmen können ( es ist das kürzeste Kondom im Angebot ). Es bläht sich zu sehr auf und wird dadurch zu schwer.
Der resultierende Gegendruck des Urines drückt zusätzlich den Penis zurück bzw zieht die Vorhaut nach vorn, sodas die Klebestelle immer mickriger wird.
Aber erstens glaube ich nicht, daß eine nächtliche Blasenentleerung so stark ist, weder in der Strahlstärke noch in der Menge,
und rechnerisch gesehen füllt sich das Kondom in diesen 10s - bedingt durch das gleichzeitige Entleeren in den Urinbeutel - mit max. 360 ml. Immer unter dem Aspekt, daß ich das kürzeste Kondom von Sauer verwendete. ( Pufferzone 60 mm )
Ein Kondom mit einer längeren Pufferzone ( 75 mm ) wird sicherlich um einiges mehr aufnehmen, aber dadurch selbstverständlich auch schwerer.

Natürlich habe ich auch das - wieder durch den Stopfen verschlossene - Kondom auf seine Flüssigkeitsaufnahme prüfen wollen, habe aber bei 4 Litern aufgehört, da ein platzendes Kondom nicht unbedingt mein Badezimmer unter Wasser stellen sollte.......

Der - sein Badezimmer trocken haltende - Ecki legt sich wieder hin .sleep:
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