Verschreibungsfähigkeit von PVC-Hosen

In diesem Forum geht es um Recht und Gesetz in Fragen zu Krankenkassen, Kostenübernahme, Pflegeversicherung, Rehabilitationsmaßnahmen, GdB, Rente...

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Beitrag #11 von Helmut » 18 Aug 2003 22:43


Hallo Katharina,

hat deine Apothekerin bei der Kasse nachgefragt ob sie das Rezept einlösen kann oder hat sie dir das nur so gesagt?

Wenn du Probleme hast, dann sprich doch einfach mit deinem Sachbearbeiter bei deiner Kasse und erkläre ihm dein Problem. Ich bin mir Sicher, daß da eine Lösung gefunden wird, die für dich annehmbar ist.

Also wenn du mehr zum Thema DL's wissen willst, dann gehst mal auf diese Seite unserer Homepage, da findest die Erklärung.

Gruß Helmut :sm4:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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die Kasse zahlt doch nicht

Beitrag #12 von Ginevra » 03 Sep 2003 11:57


Hallo,

ich habe mein Rezept über Gummihosen an meine Krankenkasse (Techniker Krankenkasse) geschickt, mit der Bitte um Bestätigung der Erstattungsfähigkeit. Darauf hat mich die Kasse angerufen und mir gesagt, dass Gummihosen nie erstattet werden. Auf meine Entgegenung, dass ich weiß, dass die TK Gummihosen erstattet, hat die Sachbearbeiterin gesagt, dass das nicht stimme. Auch für alle weiteren Argumente blieb sie unzugänglich. Es blieb beim NEIN.

Habt Ihr Tipps, wie ich nun weiter vorgehen kann ?

Viele Grüße

Katharina
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Beitrag #13 von Helmut » 03 Sep 2003 12:27


Hallo Katharina,

was steht denn genau auf dem Rezept drauf?

Der Arzt muß eine genaue Begründung draufschreiben, warum er dir die Gummihosen verordnet. Dann nämlich ist die Kasse in Zugzwang und muß ihrerseits genau begründen, warum sie es ablehnen. Dabei genügt es nicht, daß sie nur sagen daß sie diese Gummihosen generell nicht zahlen.

Eine mögliche Begründung die dein Arzt auf das Rezept schreiben kann, wäre zum Beispiel der Hinweis, daß du trotz der entsprechend verwendeten Hilfsmittel öfter "Unfälle" hast und die Hose nass wird. Du hast nämlich ein Recht darauf, entsprechende Hilfsmittel erstattet zu bekommen, die dir eine Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen. Ist nun deine Hose oft nass weil die Hilfsmittel nicht entsprechen vorhanden sind, dann ist es eine Einschränkung.

Die Kassen begründen oft ihre Ablehnung damit, daß sie Kosten sparen müssen. Aber wenn du ihnen dann eben die Reinigungskosten für die Hose zum Beispiel bringst, dann sind das ja auch Kosten die gezahlt werden müssen. Also lasse nicht locker, gehe zum Chef der Sachbearbeiterin und erkläre ihm die Sachlage. Sag ihm auch, daß du weist, daß es bei vielen Kassen üblich ist, 3 bis 5 Gummihosen pro Quartal zu zahlen. Sollte das auch nichts bringen, dann sagst ihm daß du notfalls zum Sozialgericht gehst und es dort per Grundsatzentscheidung klären lässt.

Gruß Helmut :sm4:
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Beitrag #14 von Ginevra » 03 Sep 2003 13:12


Hallo Helmut,

ich weiß nicht mehr , was auf dem Rezept steht, ich glaube: Teilnahme am öffentlichen Leben.

Ich habe der Sachbearbeiterin gesagt, dass ich im Falle einer Ablehnung einen widerspruchsfähigen Becheid haben möchte. Aber es wäre natürlich besser, wenn ich vorher noch einmal mit dem/r zuständigen Chef/in sprechen würde.

Danke für Deine Tipps.

Viele Grüße

Katharina
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Gummihosen auf Rezept

Beitrag #15 von konrad » 03 Sep 2003 13:41


Wenn die TK solche Schwierigkeiten mit der Bezahlung macht, die Krankenkasse wechsel, zumindestens androhen. Eine andere, nicht legale Möglichkeit ist, mit dem Stammsanitätshaus, zu dem man eine gute Beziehung hat sprechen und für den Preis von 2 Gummihosen nach Wahl mehr Windeln oder Vorlagen vom Arzt verschreiben lassen und das mit den Gummihosen verrechnen. Manchmal sind solche Handlungen erforderlich, um unsere verkrusteten Bestimmungen und Auslegungen von untergeordneten Mitarbeitern, welche selber bestimmt damit keine Probleme haben, zu unterlaufen.
Recht bekommt nicht der wer Recht hat, sondern wer am besten lügen und betrügen kann und sich vor Gericht am besten Darstellen kann. --Eine Erfahrung welche ich selber gemacht habe und nicht immer , aber immer öfters zutrifft.

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Kostenübernahme durch Kasse

Beitrag #16 von Chris » 05 Sep 2003 17:40


Hallo an alle,

heute habe ich versucht mal wieder eine Schtzhose bei meinem Sanitätshaus zu bestellen. Da sagte man mir, dass um Schwierigkeiten zu vermeiden, das Rezept mit Kostenvoranschlag zur KV eingereicht wird. Mit der Techniker Kasse habe es aber noch keine Schwierigkeiten gegeben, dies sei also eigentlich nur eine Formsache zu meiner Absicherung.

Ich gehe mal davon aus, dass nicht nur die TK so vorgeht und in aller Regel die Kosten übernommen werden.

Allerdings war ich auch in Lübeck in einem großen Sanitätshaus und siehe da, ich bekam die Auskunft, dass die Kasse die Kosten für Schutzhosen gar nicht mehr übernehmen würde.

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden, wies weitergeht.

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aktuelle Lage

Beitrag #17 von Ginevra » 22 Sep 2003 10:25


Hallo,

inzwischen hat sich die Krankenkasse schriftlich bei mir gemeldet und die Ablehnung der Übernahme von Kosten für Gummihosen begründet:
Sie sind nicht im Hilfsmittelkatalog erfasst.

Stimmt das ?

Viele Grüße
Katharina
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Beitrag #18 von Helmut » 22 Sep 2003 11:48


Hallo Katharina,

ja es ist richtig, daß die Gummihosen keine Hilfsmittelnummer haben. Nur so einfach können es sich Krankenkassen auch nicht machen, denn wenn der Arzt dir die Gummihosen verschreibt und dazu auch noch eine medizinische Begründung liefert, dann müssen die Kassen die Gummihosen auch zahlen, wenn sie nicht im Hilfsmittelverzeichnis stehen. Sollten sie dennoch die Zahlung verweigern, so müssen sie dies genau begründen, da reicht dann nicht der Hinweis auf die fehlende Hilfsmittelnummer.

Also wende dich nochmal an deinen Arzt und erkläre ihm den Sachverhalt. Ich denke schon, daß der Arzt dann eine entsprechende Begründung schreiben kann, so daß die Kassen dann im Zugzwang sind.

Gruß Helmut :wink:
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Gummihosen auf Rezept

Beitrag #19 von konrad » 22 Sep 2003 13:18


Hallo Katherine, wenn du solche Probleme mit deiner Kasse hast, dann erklären denen doch mal das sie zur Bezahlung von W i e d e r v e r e n d u n g s f ä h i g e n Schutzhosen verpflichtet sind, da dies im Katalog stehen. Diese Schutzhosen sind aber relativ teuer und sind natürlich auch für mobile sehr unpraktisch. Wenn du solche Hosen dir verschreiben lässt und argumentierst das du die weit billigere Variante von Suprima lieber nimmst, dann dürfte auch die Kasse nicht mehr kneifen. Man muss den Leuten auch mal klarmachen, wie peinlich solche Bettelei ist und noch dazu bei so einen Thema wie Inkontinenz, wo doch jeder leichte Hemmungen hat, sein Recht sehr laut durchzusetzen. Die Mitarbeiter der Krankenkasse sollten sich mal selber in solch eine Lage versetzen. Bleib dran und lass dich nicht entmutigen.
Viel Erfolg Konrad
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Kostenübernahmeerklärung ist da

Beitrag #20 von Chris » 23 Sep 2003 11:01


Hallo Katharina,

wie versprochen melde ich mich wieder. Heute kam die "Hilfsmittel - Bewilligung" der TK. Ich habe das Rezept über das Sanitätshaus eingereicht, die machen das als kostenlosen Service und senden einen Kostenvoranschlag mit Kopie des Rezepts an die Kasse. Paralell dazu wird bei Supprima bestellt, so dass ich mit Bewilligung die Hose abholen kann.

Du siehst, die Techniker Kasse bewilligt, wenn das Rezept den Anforderungen entspricht.

Ganz davon ab, ich empfinde die Prozedur als ausgesprochen nervig, aber wenn die Bürokratie so bedient werden möchte - bitte schön. Ich möchte aber nicht wissen, was diese Vorgehensweise an unnötigen Kosten verursacht, bestimmt mehr als die 17,33 EUR, die die Hose kostet

In diesem Sinne allen einen schönen Tag

Christoph
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