seit Februar Ärger mit der KK und dem Lieferanten

In diesem Forum geht es um Recht und Gesetz in Fragen zu Krankenkassen, Kostenübernahme, Pflegeversicherung, Rehabilitationsmaßnahmen, GdB, Rente...

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seit Februar Ärger mit der KK und dem Lieferanten

Beitrag #1 von Inmaro » 01 Nov 2010 14:07


Hallo zusammen,

es sind schon einige Jahre her, dass ich zum letzten Mal hier geschrieben habe.
Das bedeutet, dass bisher alles gut geklappt hat :wink:
Aber wie im Betreff schon steht.... :roll:

Nachfolgend habe ich den ganzen Vorgang mal chronologisch aufgeführt.

27. Februar 2010
Schreiben an die Krankenkasse, dass sich die Probleme in Bezug auf die Versorgung mit Inkontinenzartikeln häufen (nur Teillieferungen, ausbleibende Lieferung, mangelnde Qualität)
Mit gleichem Brief erhielt die Krankenkasse eine ärztliche Dauerverordnung (wie gefordert ohne Mengenangabe) sowie einen Antrag auf Kostenübernahme geeigneter Inkontinenzhilfen

01.04.2010
Antwort der Krankenkasse, u. a. mit der Aussage, dass an die Firma S. eine monatliche Pauschale gezahlt wird, die eine ausreichende und zweckmäßige Versorgung gewährleistet.
Die Schwierigkeiten in Bezug auf die Lieferprobleme wären mit der Firma S. besprochen worden.

12.04.2010
Widerspruch nach dem Muster des BVKM

26.05.2010
Telefonat der KK mit dem Angebot, dass der Lieferant weitere Produktmuster ohne Aufzahlung als Alternative zur Verfügung stellen würde.

22.06.2010
Termin mit einem Berater des Lieferanten und Übergabe von zwei Windeln und Einlagen

26.06.2010
Alternativen wurden getestet und erwiesen sich als völlig ungeeignet (alles durchnässt)

10.07.2010
Schreiben an die Krankenkasse mit der Bitte um Wiederaufnahme des Widerspruchverfahrens. Diesem Brief wurden Bilder beigelegt, welche die Windeln nach Gebrauch zeigten.

07.10.2010
Schreiben an die Krankenkasse mit der Bitte um eine schriftliche Rückmeldung zum Sachstand.

14.10.2010
Nachricht einer Sachbearbeiterin auf unserem Anrufbeantworter mit der Bitte um Rückruf

18.10.2010
Telefongespräch mit der Sachbearbeiterin:
Mein Schreiben mit der Bitte um Wiederaufnahme meines Widerspruchs wäre bei der KK nicht angekommen. Auf mein Angebot, die Unterlagen am gleichen Tag zu faxen, bekam ich die Antwort „nein, das brauchen Sie nicht“.
Zudem könne ich nach Aussage der Sachbearbeiterin gar keinen Widerspruch einlegen, weil es Verträge zwischen der KK und der Firma S. gibt.
Die Sachbearbeiterin wies mich außerdem darauf hin, dass der Lieferant S. mein Ansprechpartner sei, und dass ich dort meine Unzufriedenheit hätte ausdrücken müssen. Ich teilte ihr mit, dass ich das mehrmals ohne Erfolg getan hätte. Ich sagte aber auch, dass ich keinen Vertrag mit der Lieferfirma hätte, sondern einen Vertrag mit der KK, so dass diese mein Ansprechpartner sei, was die Sachbearbeiterin erneut verneinte.
Die Sachbearbeiterin bot mir dann an, mir „entgegenzukommen“, und ich könnte die Inkontinenz-Artikel jetzt auch bei einem anderen Lieferanten einkaufen, da mich die Firma S. (Zitat) „wegen der ganzen Probleme“ aus dem Vertrag entlassen würde.
Jedoch ginge diese Alternative auch nur in Höhe der vertraglich vereinbarten monatlichen Pauschale in Höhe von 24,87 Euro. Aber ich könnte ja nach Angaben der Sachbearbeiterin das Pflegegeld nehmen, denn (Zitat) „dazu ist es ja schließlich da“. Da könnte man sich ja (Zitat) „auch mal eine Creme kaufen, wenn man sich da pflegen will“. Das Pflegegeld wäre (Zitat) „auf keinen Fall eine Entlohnung für Angehörige“.

27.10.2010
Schreiben der KK, dass der Widerspruch nicht vorliegt, Dann ein ellenlanger Schrieb, dass die gelieferten Inko-Artikel den Qualitätsanforderungen genügen würden, und die Nachfrage, ob ich meinen Widerspruch trotzdem aufrecht erhalten will...

Inzwischen habe ich auch das Bundesversicherungsamt (Rechtsaufsicht über die bundesunmittelbaren Träger der gesetzlichen Kranken-, Renten- und Unfallversicherung sowie der sozialen Pflegeversicherung) eingeschaltet und auch Antwort bekommen: die Angelegenheit wird geprüft.
Einem Rechtsanwalt habe ich den ganzen Bettel auch noch übergeben.

Obwohl ich schon so viel in Gang gesetzt habe, reicht mir das irgendwie noch nicht.

Ich habe hier schon ganz viel durchgeforstet, bin aber immer noch ziemlich ratlos.
Habt Ihr sonst noch einen Rat für mich?
Viele Grüße
Inge
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Beitrag #2 von Ramona » 07 Nov 2010 19:45


Hallo Inge!

Hast Du schon mal daran gedacht Dich beim Abteilungsleiter Deiner Krankenkasse zu beschweren? Das Verhalten von der Sachbearbeiterin ist nicht okay! Sie hat versucht Dich einzuschüchtern. Beschwere Dich auf jeden Fall schriftlich. Versuche auch noch den Widerspruch dabei zu legen.

Leider sagen die Sachbearbeiter oft, dass es keinen Zweck hat etwas zu beantragen oder Widerspruch einzulegen. Wenn man dann aber handelt und das schriftlich regelt geht das dann doch teils gut aus. Wenn man schriftlich handelt muss die Krankenkasse darauf reagieren.

Ich wünsche Dir viel Glück und halte uns bitte auf dem Laufenden!

Gruß Ramona
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Beitrag #3 von Inmaro » 28 Nov 2010 16:36


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Hallo zusammen,

nach fast neun Monaten mit Antrag, Widerspruch, Anwalt (der mich dann auch noch im Stich gelassen hat) und viel Nerven habe ich es jetzt geschafft, dass meine Krankenkasse eine ordentliche Versorgung für meine Tochter genehmigt hat.
Viele Grüße
Inge
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Beitrag #4 von Ramona » 11 Dez 2010 21:48


Hallo Inge!

Das freut mich zu hören!

Es ist nur traurig, dass es immer so mühsam für uns sein muss. :(

Gruß Ramona
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Beitrag #5 von schnaeuzchennrw » 11 Apr 2011 09:45


hallo alle miteinander,auch hier für die allgemeinheit :das LSG RHEINLAND-PFALZ urteilte:was ein arzt verordnet darf nicht als überflüssig abgelehnt werden.(Az. L5 KR 51/02) mit diesem gesetz habe ich alles durchgesetzt. (1124 vorlagen und 90 moliform für nachts,maßschuhe, botoxbehandlung,pflegegeld ohne pflegestufe,speedycath 14 pakete mon..natürlich bleibt nicht erspart daß man trotzdem immer für jeden mist wiederspruch einlegen muß.ich habe aber das gefühl daß die kk mitlerweile bei mir aufgegeben hat weil ich sowie auch immer die verbraucherzentrale ins gespräch werfe. gßuß an alle schnaeuzchennrw
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Beitrag #6 von schnaeuzchennrw » 16 Apr 2011 19:54


ich muß mich berichtigen.es sind natürlich nur 232 vorlagen pro monat.
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