Schwerbehinderungsgrad

In diesem Forum geht es um Recht und Gesetz in Fragen zu Krankenkassen, Kostenübernahme, Pflegeversicherung, Rehabilitationsmaßnahmen, GdB, Rente...

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Schwerbehinderungsgrad

Beitrag #1 von snakedriver » 27 Jan 2004 08:55


Hallo zusammen,

ich wollte nur kurz ein Zwischenbericht vom Versorungsamt mitteilen. Als erstes wurde der Grad der Behinderung auf 40% ab 06.10.03 eingestuft. Leider musste ich jetzt den Schritt des Wiederspruchs einlegen. Hierbei versagte das Amt komplett. Es wurden z.B. meine 11 Op`s am Knie gestrichen, und geschweige meiner Harninkontinenz. Laut des Schreibens würde mich die Harninkontinenz nicht beeinträchtigen. Diesen Satz empfand ich als Unverschämtheit. Im Sinne des Amtes ist dies wohl richtig, kann ja meiner Arbeit nachgehen. Aber wie schaut es bei mir innerlich aus. Die Tatsache das ein Arzt mich durch seine Inkompitenz zum Windelträger machte, als dieser bei der Op die Nerven traf. Hier kann ich ja nicht vorgehen ( Leben leider nicht, wie Tom in der USA ). Nun bitte ich euch um etwas Hilfe wie ich am besten vorgehen soll. Wie Ihr wisst bin ich Busfahrer und solltet Ihr noch Fragen haben, stehe ich unter der Mailadresse info@michael-naegele.de zu Verfügung. Hier kann ich täglich meine Mails vom Handy holen. Wie Ihr wisst bin ich

In diesem Sinne, lliebe Grüße aus Laupheim

Michael ( Snakedriver )
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Beitrag #2 von frosch » 27 Jan 2004 09:56


Hallo snakedriver!

Ich glaube die kassenärztliche Vereinigung hat eine Stelle, wo Patienten sich bei Kunstfehlern hinwenden können. Diese suchen dann nach Lösungen und können Dich vielleicht auch bei Deinen Forderungen an die Ämter unterstützen. Ich wünsche Dir alles alles Gute. Und die Ämter sollen aufhören, Dir Knüppel zwischen die Beine zu werfen.
Lieber Gruß, René
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Inkontinenz ist auf jeden Fall...

Beitrag #3 von Regenmacher » 04 Feb 2004 00:39


... eine Behinderung. Ich habe die originale Anleitung, nach der eine Begutachtung des GdB erfolgt. Da lautet der Mindest-GdB bei Harninkontinenz 30% und geht rauf bis 100 Prozent.

Die meisten machen bei der Antragstellung folgenden Fehler:

"Ich bin harninkontinent und bin mit Inkontinenzhilfen versorgt." Der Gutachter denkt dann: OK, prima, der ist nicht eingeschränkt, der läuft ja nicht mehr aus. Richtig lautet das ganze aber so:

"Durch meine Inkontinenz muss ich vielerlei Einschränkungen hinnehmen. Ich bin in meiner Spontanität stark eingeschränkt, muss zeitlich immer Rücksicht auf meine Inkontinenz nehmen, kann spontan nicht irgend wohin fahren, wenn ich nicht weiss, wo ich die örtliche Möglichkeit habe, meine INkontinenzhilfe zu wechseln. Hinzu kommt der enorme Aufwand, alle notwendigen Utensilien zum Windelwechsel und auch neue Kleidung dabei zu haben, da es immer wieder zu Unfällen kommt, bei denen auch die Inkontinenzhilfe versagt. Ich lebe sehr eingeschränkt und gehe früheren Freizetibeschäftigungen nicht mehr nach. Ich kann nicht mehr schwimmen gehen. Im Sommer ist es die Hölle, weil ich mit der Kleidung Rücksicht auf meine Inkontinenz nehmen muss. Seelisch habe ich schwer an der Inkontinenz zu tragen. Mein Freundeskreis ist seither stark eingeschränkt. Meine Beziehung habe ich verloren oder traue mich nicht mehr, eine neue aufzubauen. Am Arbeitsplatz bin ich den ständigen Hänseleien der Kollegen ausgesetzt und befürchte mittlerweile arbeitsplatzmäßige Konsequenzen. Einen Berufswechsel traue ich mir aber nicht mehr zu. Häufig kommt es zu Blasenentzündungen." usw.

Der Gutachter muss sehen, daß das LEben nicht mehr das gleiche wie vor der Inkontinenz ist. Der Grad der Behinderung richtet sich nicht nach der Erkrankung, sondern NACH DER EINSCHRÄNKUNG im täglichen LEben. GdB bedeutet nicht eine Einschränkung der Arbeitskraft. Man kann einen GdB von 100 haben und immer noch voll berufstätig. Das ist möglich, man muß es nur darstellen. Wer nur die KRankheiten aufzählt und den Eindruck hinterlässt, alles in wie vorher, der ist auch nicht behindert im täglichen Leben.

Gruß Marco
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Beitrag #4 von Stephan11 » 19 Feb 2004 23:41


Hallo Ihr
wo kann ich denn überhaupt so einen Behinderten Ausweiß beantragen ?
Seit meiner letzten OP ist alles nur noch schlimmer geworden.
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Grad der Behinderung

Beitrag #5 von Thomas » 20 Feb 2004 19:19


Hallo,

ich habe seit dem Mai 2003 ( vorher 50 GdB ) einen Grad der Behinderung von 60 und das Merkzeichen "aG". Den Ausweiß kann man bei den zuständigen Versorgungsämtern beantragen.

In Sachsen-Anhalt dauert die Bearbeitung ca. 3 Monate und ich ahtte bisher keinerlei Schwirigkeiten damit. Alle Achtung...!

Gruß Thomas.
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60 & aG

Beitrag #6 von Stutzer » 25 Feb 2004 11:12


Hallo Thomas

ich freue mich das du so schnell zu deinem recht gekommen bist, ich selber kämpfe nun schon vor dem Sozialgericht um Gerechtigkeit.

Es wäre schön zu wissen wodurch du auf 60 und aG kommst.
Weil ich mittlerweile für jeden Rat dankabr bin.

Wenn du es nicht hier schreiben möchtest so sende es mir als Mail, ich werde sie sicherlich vertraulich behandeln.

Bis dahin
Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und verbleibe

freundlichst grüßend
der Lutz
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Beitrag #7 von True » 26 Feb 2004 15:13


Da habe ich aber einen Tipp für Euch:

Werdet Mitglied im Reichsbund. Die haben dann alles weitere für mich geregelt und ich habe die 50% bekommen. Klar, man muss nochmals zum medizinischen Dienst in ein Krankenhaus wo man nochmals genaustens (Blasendruck-Messung usw) untersucht wird. Aber dann erhält mann seine Rechte für 2 Jahre und kann später sehr einfach "keine Änderung" verlängern.
Mit freundlichem Gruß

True
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Beitrag #8 von Stutzer » 26 Feb 2004 22:14


Hallo True

Ich bin Mitglied im VdK und genau darum stehe ich nun vor dem Sozialgericht.

Auch die Helfen einem um die Durchsetzung der Bedürfnisse, aber auf der anderen Seite suche ich ja Tipps bezüglich der Forderungen die ich einreichen will und dem eigenen Vorgehen bei einer Begutachtung zum Zwecke der Beweissicherung durch das Sozialgericht.

Trotzdem Danke ich hoffe weiter und werde solange Fragen bis man mir den Mund verbietet. :mrgreen:
Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und verbleibe

freundlichst grüßend
der Lutz
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Grad der Behinderung

Beitrag #9 von Thomas » 27 Feb 2004 19:18


Hallo liebe Forumteilnehmer,

mein GdB wurde auf Antrag von mir vom 50 auf 60 % nach kurzer Zeit hoch gestuft. Ich hatte den Antrag, beim Versorgungsamt Magdeburg, Ende Mai2003 gestellt und Mitte September 2003 kam der Bescheid. Deweiteren habe ich noch das Merkzeichen "aG" . Die Höherstufung erfolgte uaf Grund meiner Glasknochenkrankheit ( 18 Knochenbrüche ) , einer Hüftversteifung li., einer Beinverkürzung re um 2 cm und einer Bewegungseinschränkung des rechten Hüftgelenkes bei degnerativen Veränderungen.

Mit dem Versorgungsamt Magdeburg hatte ich bis jetzt keinerlei Schwierigkeiten und muß immer wieder sagen: " Alle Achtung - es geht auch Kundenfreundlich.!"

Das ganze Genteil ist dagegen die BfA Berlin. Das mußte ich schon mal zur Sozialklage gereifen, weil mit eine Kur , wegen unwirtschaftlichkeit nicht bewilligt wurde.

Viele Grüße Thomas.
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