selbstkatheterisieren/GdB/Pflegestufe ?

In diesem Forum geht es um Recht und Gesetz in Fragen zu Krankenkassen, Kostenübernahme, Pflegeversicherung, Rehabilitationsmaßnahmen, GdB, Rente...

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selbstkatheterisieren/GdB/Pflegestufe ?

Beitrag #1 von Hogin » 05 Mär 2004 12:37


Moin,

viele meiner Fragen wurden schon beantwortet. Ich hoffe nicht das ich ein Doppelposting schreibe :shock: Ferner hoffe ich ja auch, das ich habe das richtige Forum erwischt.

Erstmal zur Vorgeschichte. Ich habe einen neurogene Blasenfunktionsstörung und kann nicht mehr auf dem normalen Wege Wasser lassen. Zur Zeit bin ich mit einem Cystofix versorgt, was aber sehr unbefriedigend ist. (häufige Blasenentzündungen, Wundschmerz, Verband, etc.pp). Ein Versuch die Blase zu stimulieren (Neurostimulation) schlug fehl. Jetzt habe ich nur noch eine einzige Alternative - der Selbstkatherismus. Botox Injektionen habe ich bereits erhalten und soll nun den Selbstkatherismus erlernen.

Das dazu.

Ich frage mich, ob es stimmt, das man mit dem Selbstkatherismus eine Pflegestufe 1 zu erkannt bekommt. Ein Pfleger sagte zu mir, ich müsse mich in Zukunft alle 3 Stunden selbstkatherisieren und der Aufwand betrage dafür 25 Minuten pro Eingriff. Und vor allem ich soll bei dem Eingriff immer liegen? Wo bleibt da denn noch die Lebensqualität? Werde ich nicht dann berufsunfähig? :(
Inwiefern ist diese Aussage richtig? :roll:
Und was bringt mir die Pflegestufe dann, wenn ich sie erhalten sollte?

Naja über die Schwerbehinderung weiß ich ja selbst ein wenig bescheid. Habe aufgrund der Erkrankung + Rückenprobleme eine Einstufung von 50% GdB bekommen (geschah im letzten Jahr - die Einstufung). Ist das zu wenig? Ist es sinnvoll eine Änderung auf Erhöhung zu stellen?

Vielleicht kann mir einer von Euch helfen.

Bis bald

Hogin

In eigener Sache, wer Schreibfehler findet darf diese gerne behalten .... :lol:
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Beitrag #2 von Helmut » 05 Mär 2004 16:44


Hallo Hogin,

also daß du wegen dem ISK (Selbstkatherismus) diePflegestufe 1 zuerkannt bekommst, das stimmt so nicht.

Es ist schon richtig, daß du dich dann alle 3 bis 4 Stunden kathetern mußt, aber das ganze dauert nur wenige Minuten und nicht 25 Minuten wie dir gesagt wurde. Du mußt auch nicht liegen dabei, es geht in fast jeder Körperhaltung, die meisten machen es im Sitzen auf der Toilette. Zum ISK gibt es fertige Katheter die bereits mit einem Gleitgel beschichtet sind und auch einen Urinbeutel fest angeschlossen haben wie etwa der Actreen® von B.Braun. Mit so einem Katheter kannst du das überall machen, auch unterwegs. Die Technik selbst ist sehr leicht zu erlernen und nach wenigen Versuchen unter Anleitung hast du es heraus. Probiere auch verschieden Körperstellungen aus, bei einigen klappt das Kathetern besser im Stehen, andere mache es lieber im Sitzen.

Gruß Helmut
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Hygiene???

Beitrag #3 von Hogin » 05 Mär 2004 18:38


Moin Helmut,

danke für Deine rasche Antwort.

Sag mal wie stehst denn mit der Hygiene? Ist das bei dem Selbstkatherismus nicht das A und O? Wie machst Du das mit dem desinfizieren? Vorher und nachher? Ist es nicht ein höhere Aufwand? Wie kommst Du dann darauf das es nur wenige Minuten dauert? Ich frage mich, wie kann man sich außerhalb der eigenen vier Wände katherisieren? Während einer Fahrt zum Beispiel? Naja über die Reinlichkeit der Rasthöfe muss ich wohl nichts sagen, oder? Die Gefahr einer Infektion ist doch enorm oder?

Wie ist denn das mit der Pflegestufe 1? Wer bekommt sie und wer nicht?

bis denne

Hogin
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Beitrag #4 von der Blinki » 05 Mär 2004 19:29


hallo Hogin und ein freundliches Moin aus den sonnigen Bremen.

das mit der Hygiene bei der ISK ist so eine Sache.
Die meistens Katheder haben schon eine Bakterien abtötene Substanz, so das die Gefahr einer Blaseninfektion ziemlich gering ist .
:P :P
Das soll aber nicht heißen das du eine gewisse Grundhygiene nicht an den Tag legen solltest.
Auch wie dir Helmut schon gepostet hat , ist der Zeitaufwand ziemlich gering.
Ich brauche in alllen keine 10 Minuten und bin dann fertig.

2 Frage :

Wer die Pflegestufe eins bekommt . liegt ganz an den Sachbearbeiter der deinen Antrag bearbeitet.
Du solltest , wenn du ihn schon gestellt hast und er abgelehnt worden ist , ruhig noch einmal einen stellen und evtl. auf deiner privaten und beruflichen Situation aufmerksam machen.
In dieser Pflegestufe ist nicht nur die Krankheit der grosse Pfosten sondern auch das Umfeld in der der Patient lebt und wie er mit seiner Krankheit umgeht.

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LIEBER BLINKI DIE GRÜNDE DIE DU ANFÜHRST ZUR ENTSCHEIDUNGFSFINDUNG TREFFEN SO NICHT ZU. ( SIEHE NÄCHSTEN ARTIKEL)

Ich weiss das dieser Satz ziemlich schwer zu verstehen ist, aber ich hoffe du verstehst den Sinn den ich dir mit teilen möchte.
:lach:

Andere Frage. :

Wie stehst du zur ISK ?
Möchtest du es ?

Wenn du dich weiter darüber unterhalten willst dann schreibe mir doch einfach eine Mail.
Mail-Adresse kannst du im meinen Profil lesen.

Marco
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Beitrag #5 von Matti » 05 Mär 2004 19:30


Hallo Hogin,

Was ich merke ist eine gewaltige Unsicherheit im Bezug auf das Selbstkatheterisieren.
Das Katheterisieren sollte dir von einer Medizinischen bzw. Pflegerischen Fachkraft gezeigt, erläutert und geübt werden.
Es gibt Kathetersysteme die Steril und hygienisch verpackt sind und schon in der Verpackungseinheit komplett mit Gleitgel und Desinfektion Ausgerüstet ist. Bei Sachgemäßem Gebrauch ist das Risiko der Infektion gering. Darum ist eine Ausführliche Beratung auch absolut notwendig bei dir.
Nach einer kurzen Übungsphase Lässt sich die Katherterisierung in Minuten auch im stehen vollbringen.
Die Sache mit der Pflegestufe hast du glaub ich komplett falsch Verstanden. Nicht die Tatsache an sich das du " Pflegehilfsmittel" benutz führt zu einer Einstufung in eine Pflegestufe.
Dies wäre nur dann der Fall wenn du das Kathetrisieren aus Körperlichen oder Geistigen Gründen nicht SELBST durchführen könntest und somit auf Hilfe ANDERER angewiesen wärst.
Um eine Pflegestufe 1 zu bekommen wird ein Hilfebedarf von täglich 90 Minuten benötigt der sich aber auf 45 Minuten Grundpflege (Waschen, Duschen, Essen usw.) und 45 hauswirtschaftliche Versorgung zusammenstellt. Du benötigst 2 Verrichtungen der Grundpflege und zusätzlich Hauswirtschaftliche Versorgung von einer Fremdperson um Eingestuft zu werden.
Das Katheterisieren an sich fällt im übrigen nicht unter die Grundpflege sondern unter die Behandlungspflege und die ergibt gar keinen Zeitraum beim Berechnen der 45 Minuten sondern läuft separat. Nur ein evtl. Ausziehen, Transfer von z. B Rollstuhl ins Bett wurde zur Grundpflege Gerechnet und dann auch nur wenn es nicht von dir Selbst sondern einer Fremdperson ausgeführt wird und das auch wiederum nur dann wenn du aufgrund deiner Diagnosen Selbst nicht in der Lage bist es Selbst zu tun.
Inkontinenz oder Katherisieren alleine führt in den allermeisten Fällen auch nicht zu einer Berufunfähigkeit. Da Inkontinenz aber keine eigenständige Erkrankung ist sondern ein Symptom einer anderen Erkrankung kann dies im Einzelfall sehr unterschiedlich sein. Um eine Berufunfähigkeit zugesprochen zu bekommen müssen aber schon erhebliche Krankheitsymptome vorhanden sein.

Hoffe dir etwas Klarheit vermittelt zu haben

Gruß
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Matti
 
 

Beitrag #6 von Hogin » 05 Mär 2004 20:32


Moin an Alle!

Ich bin überwältigt von der Vielzahl der Antworten.
Eigentlich wollte ich ja nur Antworten zum Thema Pflegestufe / Schwerbehinderung.
Ich denke es schweift ab und dürfte neue Leser irritieren. Aber nun gut.
Ich habe mal ein bißchen gegoogelt und habe das gefunden.

Wie wird der intermittierende Katheterismus durchgeführt?
Grundsätzlich soll der Einmalkatheterismus der Harnblase steril durchgeführt werden. “Steril" ist immer besser als nur “sauber", besonders bei einer vorgeschädigten, gelähmten Blase. “Steril" bedeutet das Verwenden steriler Materialien, die Desinfektion des Harnröhreneingangs, das Verwenden eines sterilen Gleitmittels und das sterile Einführen des Katheters.

Nun gut, wer mal ne Blasenentzündung gehabt hat dürfte wissen warum man darauf achten sollte. :wink:

Der Vorgang kann doch nicht nur wenige Minuten dauern, selbst das Desinfizieren dauert ja nun ein wenig länger. Wirkdauer usw.

Ich kann Euch beruhigen, ich habe nicht vor mit soviel Unwissenheit mich selber zu katherisieren. Es wird noch 14 Tage dauern bis ich im Krankenhaus das erlernen werde. Das Problem stellt der Schließmuskel der Blase dar, aufgrund der fehlenden Stimulation verkrampft er derart das man mit einem Kather nicht hinein kommt. :!:
Darum wohl auch im Liegen katherisieren bzw. weitere Botulin Injektionen in den Schließmuskel selbst.

Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht?

Wenn ich die Wahl hätte Marco, dann ziehe ich den suprapubischen natürlich vor. Ich finde den erheblich praktischer. Aber leider fördert der noch mehr Blaseninfektionen und vorallem den Blasenkrebs. Man könnte sich natürlich von der Universitätsklinik Lübeck ne neue Blase basteln lassen. Aber das soll wohl nicht so gut sein, noch nicht. Darum muss ich halt auf den intermettierenden Selbstkatherismus zurückgreifen. Ob ich dann meine Arbeit im sogen. Controller Bereich aufnehmen kann, ist in meinen Augen zweifelhaft. Eine 24 Stunden Überwachung darf man noch nicht mal zum Rauchen unterbrechen. Auf das Rauchen kann man ja verzichten aber auf das Wasser lassen?

Bis bald

Hogin
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Beitrag #7 von Matti » 05 Mär 2004 21:28


Noch ein paar Informationen zum Thema Berufunfähigkeit:

Die bezeichnung Berufsunfähigkeit gibt es nur noch im Privatversicherungsrecht. Das heisst eine Versicherung bei einem Privaten Versicherung (Z.B Allianz) Versichert in der regel die Berufsunfähigkeit. Zur erfüllung der Berufsunfähigkeit sind allerdings oftmals ganz andere Kriterien als bei den Rentenversicheren notwendig. Eine anerkannte Erwerbsunfähigkeit durch einen Rentenversicherungsträger führt nicht Automatisch zur Annerkennung der Berufunfähigkeit eines Privatversicherers was vor allem an den Geschäftsbedingen und dem Kleingedruckten liegt.

Die Berufsunfähigkleit galt nur bis zum 31.12.2000 und wurde durch den Begriff Erwerbsunfähigkeit ersetzt. Bei der Erwerbsunfähigkeit wird noch folgender Maßen Unterschieden:

Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung





Voraussetzungen
Diese Rente erhalten Sie, sofern Sie teilweise erwerbsgemindert sind, in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt und die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben.

Teilweise erwerbsgemindert ist, wer aus gesundheitlichen Gründen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt täglich mindestens drei, aber keine sechs Stunden tätig sein kann.

Auf das Lebensalter kommt es nicht an.

Auf die allgemeine Wartezeit sind anzurechnen:

Beitragszeiten (Pflicht- und freiwillige Beiträge)
Kindererziehungszeiten
Zeiten aus dem Versorgungsausgleich und dem Rentensplitting unter Ehegatten
Zeiten geringfügiger Beschäftigung mit Beitragszahlung des Arbeitgebers
Zuschläge an Entgeltpunkten für Arbeitsentgelt aus geringfügiger versicherungsfreier Beschäftigung
Ersatzzeiten (z.B. Kriegsdienst, Kriegsgefangenschaft)
Die Wartezeit gilt als erfüllt, wenn die Minderung der Erwerbsfähigkeit u.a. aufgrund eines Arbeitsunfalles oder einer Schädigung während des Wehr- oder Zivildienstes eingetreten ist.

Es genügt dann bereits ein Pflichtbeitrag



Zurechnungszeit
Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung wird aus allen bis zum Eintritt der teilweisen Erwerbsminderung zurückgelegten Zeiten errechnet. Tritt die teilweise Erwerbsminderung vor dem 60. Lebensjahr ein, kommt zu den zurückgelegten Zeiten noch eine Zurechnungszeit hinzu. Die Zeit vom Eintritt der Leistungsminderung bis zum 60. Lebensjahr wird so berücksichtigt, als ob Sie in dieser Zeit gearbeitet hätten.

Betrug die Zurechnungszeit bisher 1/3 der Zeit zwischen Vollendung des 55. und 60. Lebensjahres, wird sie künftig in diesem Zeitraum voll gewährt. Die Anhebung der Zurechungszeit erfolgt seit Januar 2001 stufenweise und wird ab Dezember 2003 in vollem Umfang berücksichtigt.




Rentenabschlag
Bei Inanspruchnahme einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung vor dem 63. Lebensjahr sind Rentenabschläge hinzunehmen. Für jeden Kalendermonat, für den die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung vor Vollendung des 63. Lebensjahres beansprucht wird, beträgt der Rentenabschlag 0,3 %, höchstens jedoch 10,8 %.

Der Rentenabschlag wurde aus Vertrauensschutzgründen schrittweise eingeführt Er wirkt erstmalig bei einem Rentenbeginn im Januar 2001 und hat seine volle Wirkung im Dezember 2003 erreicht. Versicherte, die eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ab Dezember 2003 und vor dem 60. Lebensjahr erhalten, müssen dann mit Rentenabschlägen in Höhe von 10,8 % rechnen.

Abgemildert wird diese Kürzung durch die Erhöhung der Zurechnungszeit.


Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit
(Recht ab 01.01.2001)




Voraussetzungen
Diese Rente erhalten Sie, sofern Sie vor dem 02.01.1961 geboren und berufsunfähig sind, in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Berufsunfähigkeit (BU) drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt und die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben.

Berufsunfähig ist, wer aus gesundheitlichen Gründen in seinem oder einem anderen zumutbaren Beruf weniger als 6 Stunden täglich leisten kann, wie vergleichbare gesunde Berufstätige.

Auf die allgemeine Wartezeit sind anzurechnen:

Beitragszeiten (Pflicht- und freiwillige Beiträge)
Kindererziehungszeiten
Zeiten aus dem Versorgungsausgleich und dem Rentensplitting unter Ehegatten
Zeiten geringfügiger Beschäftigung mit Beitragszahlung des Arbeitgebers
Zuschläge an Entgeltpunkten für Arbeitsentgelt aus geringfügiger versicherungsfreier Beschäftigung
Ersatzzeiten (z.B. Kriegsdienst, Kriegsgefangenschaft)
Die Wartezeit gilt als erfüllt, wenn die BU u.a. aufgrund eines Arbeitsunfalles oder einer Schädigung während des Wehr- oder Zivildienstes eingetreten ist.

Es genügt dann bereits ein Pflichtbeitrag.


Rente wegen voller Erwerbsminderung
(Recht ab 01.01.2001)




Voraussetzungen
Diese Rente erhalten Sie, sofern Sie voll erwerbsgemindert sind, in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt und die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben.

Voll erwerbsgemindert ist, wer aus gesundheitlichen Gründen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt täglich keine drei Stunden mehr tätig sein kann.

Auf das Lebensalter kommt es nicht an.

Auf die allgemeine Wartezeit sind anzurechnen:

Beitragszeiten (Pflicht- und freiwillige Beiträge)
Kindererziehungszeiten
Zeiten aus dem Versorgungsausgleich und dem Rentensplitting unter Ehegatten
Zeiten geringfügiger Beschäftigung mit Beitragszahlung des Arbeitgebers
Zuschläge an Entgeltpunkten für Arbeitsentgelt aus geringfügiger versicherungsfreier Beschäftigung
Ersatzzeiten (z.B. Kriegsdienst, Kriegsgefangenschaft)
Die Wartezeit gilt als erfüllt, wenn die Minderung der Erwerbsfähigkeit aufgrund eines Arbeitsunfalles oder einer Schädigung während des Wehr- oder Zivildienstes eingetreten ist.

Es genügt dann bereits ein Pflichtbeitrag.

Für Berufsanfänger gilt die Wartezeit ebenfalls als erfüllt. Berufsanfänger in diesem Sinne sind alle Versicherten, die vor Ablauf von sechs Jahren nach Beendigung einer Ausbildung voll erwerbsgemindert geworden sind und in den letzten zwei Jahren vor Eintritt der vollen Erwerbsminderung mindestens ein Jahr Pflichtbeiträge haben. Der Zeitraum von 2 Jahren vor Eintritt der vollen Erwerbsminderung verlängert sich um Zeiten einer schulischen Ausbildung nach Vollendung des 17. Lebensjahres bis zu 7 Jahren.


Das heisst im Fazit das ausser bei der Rente wegen voller Erwerbsunfähigkeit dir jeder zumutbare Job angeboten werden kann und das ist ein deutlicher Unterschied zum früheren Begriff der Berufunfähigkeit.

Hoffe ein paar Nützliche Informationen gegeben zu haben

Matti
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Beitrag #8 von der Blinki » 06 Mär 2004 15:08


hallo Matti

bezugnehmend auf :

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ich stimme dir zu das es so nicht in den Statuten steht, aber wie ich schon in meinen Posting geschrieben habe, kommt es auf den Sachbearbeiter an.

Meine Frau arbeitet in einen ambulanten Hauspflegeverbandund hatte schon Fälle wo die Pflegestufe abgelehnt worden ist.
daraufhin hatte sie einen neuen Antrag ( für den zu pflegenden ) abgegeben.Dieser war weiter ausgeführt mit den privaten und beruflichen begebenheiten.
genauso hat sie es auch bei der Feststellung des GdB`s gemacht.

Matti , bevor du nun vor lauter Wut in deinen Schreibtisch beißt,möchte ich dir noch sagen das ich deine Ausführungen prima finde, aber es giebt nicht nur Sachbearbeiter die Strikt ihre Richtlinien im Kopf haben. :roll:

Bis dann

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Beitrag #9 von der Blinki » 06 Mär 2004 15:10


das wichtigste habe ich natührlich vergessen.
:oops: :oops: :oops: :oops:

DIE ANTRÄGE WURDEN GENEHMIGT!!!!!!!! :lach:

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Beitrag #10 von Matti » 06 Mär 2004 19:00


Lieber Blinki

ich habe überhaupt keinen Grund in irgenwelche Tische zu Beißen. Ich wollte auch nicht den Schlauen Max geben. Hab nur Gedacht das du einem Irrtum Unterliegst und wollt dies Aufklären.
Was du schreibst vor allem in deinem 2 Posting stimmt bedingt. Allerdings wird die Pflegestufe ja nicht durch einen Sachbearbeiter ermittelt und Eingestuft sondern durch einen Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes (MDK Arbeitet unabhängig und ist nicht !! teil oder Angestellter der Krankenkasse).Das es dabei durchaus Unterschiede gibt ist eine tatsache. Bei einer für dich nicht Nachvollziehbaren Entscheidung kannst du zum einen Akteneinsicht verlangen und gegebenenfalls Wiederspruch einreichen was in den meisten Fällen zu einer neuen Begutachtung führt. Bei der Einstufung zählt die Diagnose oder die Gründe die zur Behinderung bzw. Einschränkung überhaupt nicht. Nur die am Begutachtungstag vorgefundenen Situation und die Dokumentation (Pflegedienst oder Privatperson) führen dazu ein Zeitbedarf zu ermitteln der dann zu Einstufung führt.
Der Denkfehler bestand meiner meinung nach darin das ja nur Pflege von Anderen und nicht Pflege durch sich selbst zu einer Einstufung führen kann.

Lieben Gruss
Matti
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