Zuzahlung bei ambulanter Diagnostik

In diesem Forum geht es um Recht und Gesetz in Fragen zu Krankenkassen, Kostenübernahme, Pflegeversicherung, Rehabilitationsmaßnahmen, GdB, Rente...

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Beitrag #11 von Matti » 15 Feb 2005 11:47


Hallo,

also, laut Ausage von heute, eines Sachbearbeiters der DAK, gibt es bei Ambulanter Versorgung in der Praxis oder Ambulant im Krankenhaus keine Zuzahlung!. Wie Helmut schon sagte fällt dies unter den Praxisbedarf des Arztes und wird damit nur Indirekt vom Arzt mit der Krankenkasse für den Patienten abgerechnet. Anderes sieht es aus wenn der Arzt eine Kochsalzlösung verschreibt damit ich sie Zuhause anwenden kann. Dann geht das auf Patienten-Rezept und ist Zuzahlungspflichtig.

So, die Info der DAK.

Gruß
Matti
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Beitrag #12 von urselchen » 15 Feb 2005 11:54


Hallo,

bei mir ist im Oktober letzten Jahres eine Urodynamik durchgeführt worden, ambulant im Krankenhaus.
Ich hatte einen Vordruck *unter Protest* unterschrieben, wonach mir eventl. während der Untersuchung verabreichte Medikamente wie z.B. Kochsalzlösung in Rechnung gestellt werden würden.... sogenannte Zuzahlung ....

Die Rechnung kam nun Mitte Januar, anscheinend zwei mal Kontrastmittel und zwei mal Xylocain also betäubendes Gleitmittel.

Jetzt heißt es für mich abwarten !

es grüßt euch alle :fleissig: :fleissig: :fleissig:
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Beitrag #13 von eckhard11 » 15 Feb 2005 14:57


Hallo Leute,

auch wenn ich von derartigen Untersuchen - bisher - nicht betroffen bin, würde es mich doch interessieren :

Helmut, Matti und der Sachbearbeiter sagen "hü",
walker, Peter-Hamburg und Urselchen sagen "hott".

Wenn urselchen eine derartige Rechnung hat, wird es wohl doch so sein, wie sie sagt.....


Ich leg mich wieder hin .sleep:
Eckhard
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Beitrag #14 von Matti » 16 Feb 2005 11:34


Hallo,

da mich dieses Thema doch sehr Beschäftigt habe ich heute meinen Hausarzt gefragt, wie es nun mit den Zuzahlungen ist. Er Versicherte mir das es in seiner Praxis zu keiner Zuzahlung für den Patienten kommen würde, wenn z.B. Kochsalzlösung für eine Blasenspülung eingesetzt wird. Auch die Spritze die z.B. bei Rückenschmerzen gesetzt wird, bleibt von der Zuzahlung lt. seiner Ausage befreit. Er nehme diese Sachen aus seinem Praxisbedarf und Rechne diese direkt mit der Krankenkasse ab.
Es scheint also im Ermessen des Arztes zu liegen, den die Erfahrungen meiner Vorredner möchte ich ja nicht Abstreiten.

Ich habe Gestern unter anderem bei der AOK angerufen. Im Internet gibt es eine Telefonummer ( auf der AOK Seite ) die zu einer Service-Hotline führen soll.
Nach einer dreiminütigen Wartezeit in einer Endloschleife ( a 4,6 Cent pro Minute ) hatte ich eine freundliche Dame am Telefon. Ich erläuterte mein Anliegen, wie es den nun mit den Zuzahlungen sei. Daraufhin bat sie mich einen Moment zu Warten sie müsste auch erst nachschauen. Wieder vergingen 3 Minuten. Als die Dame wieder am Telefon war fragte Sie nach meiner Mitgliedsnummer. Die konnte ich Ihr aber nicht geben, da ich gar kein Mitglied bei der AOK bin. Daraufhin wurde ich doch recht Harsch abgwimelt, mit den Worten sie könnten keine Auskünfte für Nichtmitglieder geben und hätten auch keine Zeit dafür. das Gespräch war somit beendet , ohne das ich die Informationen hatte.
Was mich daran Ärgert ist zum einen: Nirgendwo auf dieser Internetseite der AOK steht das nur Mitglieder diese Hotline Anrufen dürfen. Bei 4,6 Cent die Minute mal 8 Minuten, habe ich also sowohl meine zeit als auch mein geld verschwendet. Für was die erhöten gebüren einen Sinn haben sollen, wenn man damit eh nur die eigenen Mitglieder "Abzocken" will verstehe ich nicht so ganz. In diesem Zusammenhang versteh ich auch den begriff "Service-Hotline" nicht. Durch meine gesteigerten Telefonkosten müsste sich dieser Service doch auch für Nichtmitglieder Rechnen, oder?
Vielleicht steht aber auch das Kürzel AOK für Arogante Orts Krankenkasse.


Gruß

Matti
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Beitrag #15 von Peter-Hamburg » 16 Feb 2005 16:35


Hallo

ich denke ews wird in den Bundesländern verschieden gehandhabt;
wenn ich vom Hausarzt z.B. eine Tetanol Impfung bekomnme, schreibt mir der Hausarzt
ein Rezept aus, welches ich in doie Apotheke gebe und dafür Rezeptgebühr zahlen muss.
Die Ampulle bringe ich dann meinem Arzt wieder zurück.
Sehe ich hier irgendwas falsch ??
Gruß
Peter
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Beitrag #16 von walker » 17 Feb 2005 13:45


Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Reaktionen.

Nach meiner Information besteht diese Zahlungspflicht bereits seit dem letzten Jahr und ist wohl recht ruhig umgesetzt worden.

Beachtet daher bitte das Merkblatt im Krankenhaus recht ausgiebig. Die Rechnungen brauchen recht lange, daher mache ich mir nun Notizen um die Rechnung zu prüfen.

Bei mir hatte sich auf der Rechnung eine Position eingeschlichen, die nicht erbracht wurde.

Grüsse Walker
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Beitrag #17 von Helmut » 17 Feb 2005 14:21


Hallo Walker,

so ich habe mich jetzt etwas schlauer gemacht. Nach unzähligen Telefonaten mit verschiedenen Institutionen habe ich herausgefunden, daß es hier keine einheitliche Regelung gibt!

Was alles zu Praxis - und Sprechstundenbedarf gehört, das wird in Verträgen zwischen den verschiedenen kassenärztlichen Vereinigungen und den Spitzenverbänden der Krankenkassen vereinbart. Die generelle Aussage ist aber, daß alles was im Rahmen einer Untersuchung oder deren Vorbereitung zur Diagnosefindung an Hilfsmittel (z.B. Katheter, ...) und Arzneimittel (z.B. Abführmittel zur Untersuchungsvorbereitung, Kochsalzlösungen, Röntgenkontrastmittel, ....) benötigt wird, als allgemeiner Praxisbedarf angesehen werden kann und von der Zuzahlung befreit ist. Allgemeiner Praxisbedarf sind die Materialien, die im allgemeinen Praxisbetrieb bei Untersuchungen gebraucht werden und nicht nur für einen bestimmten Patienten vorgehalten werden.

Anders sieht es aus, wenn sich im Rahmen einer Untersuchung gleich eine Behandlung anschließt, wie zum Beispiel die Verabreichung eines Schmerzmittels bei einer Beinverletzung. In diesem Fall ist für das verwendete Schmerzmittel eine Zuzahlung fällig. Wird das selbe Schmerzmittel aber im Rahmen einer Untersuchung, zum Beispiel bei einer Darmspiegelung gegeben, dann gehört dies zum allgemeinen Praxisbedarf. Genauso ist es mit Impfungen, da es sich hierbei um eine Behandlung handelt.

Warum nun Urselchen eine Zuzahlung leisten mußte, das liegt daran, daß die Kosten normal das Krankenhaus tragen müßte, da es sich um Marterialien zu Untersuchung handelt und somit zum normalen Praxisbedarf gehört. Das Krankenhaus versucht die Kosten damit zu sparen, daß sie ein Rezept ausstellen für das natürlich eine Zuzahlung fällig wird und so die Kosten auf die Krankenkasse umzulegen.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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