Inkontinenzartikel und private Kranken-/Pflegekasse

In diesem Forum geht es um Recht und Gesetz in Fragen zu Krankenkassen, Kostenübernahme, Pflegeversicherung, Rehabilitationsmaßnahmen, GdB, Rente...

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Inkontinenzartikel und private Kranken-/Pflegekasse

Beitrag #1 von joe » 09 Mai 2003 19:22


Ich hab da ein Problem mit meiner p r i v a t e n Kranken-/Pflegekasse.

Die Krankenversicherung lehnt die Kostenübernahme für Inkontinenzartikel total ab, weil sie (was stimmt) nicht im Hilfsmittelkatalog stehen.

Die Pflegeersicherung übernimmt Kosten für Verbrauchsmittel (das sollen Inkontinenzartikel angeblich sein) nur bis zu 31,-- ? im Monat. Damit ist natürlich übehaupt nicht auszukommen.

Ich verwende täglich Windelslips und mehrmals in der Woche ein Kondomuriinal.

Kann mir einer verraten, wie ich die Kasse dazu bringe, die vollen Kosten zu übernehmen?

Irgendwie müssen die Kassen doch verpflichtet sein oder werden, den Bedarf zu decken.

Bin für jeden Tip dankbar.

Joe



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joe
 
 

Beitrag #2 von Matti » 09 Mai 2003 20:55


hallo joe

mit den regelungen der privaten krankenkassen ist das immer so eine sache, weil vieles durch einzelpolicen geregelt wird. grundsätzlich stehen alle inkontinenzhilfmittel ab einer bestimmten saugstärke ( tenalady mini z.B. nicht) im hilfsmittelverzeichniss und sind demnach verordnungsfähig.
der knackpunkt liegt meist darin das die sogenannten markenprodukte zu teuer sind um den pauschalbetrag der krankenkassen zu decken. dabei gibt es aber einen weg um doch an die von dir gewünschte versorgung zu kommen.
auf dem rezept sollte zum einen nur die art der versorgung stehen z.b. windelhosen oder inkontinenzslip und die stückzahl z.b 120 stück ( nicht den markennamen des herstellers angeben)oder die monatsratsion. wenn du windeln der gr. 2 oder medium benötigst dann soll dein arzt gr. 3 verordnen das lässt dem apotheker mehr spielraum da die krankenkassen bei windeln gr.2 0,62 € bezahlen und bei gr.3 schon 0,81€. damit kannst du bei entsprechender vereinbarung mit der apotheke trotzdem gr. 2 bekomen und die stückzahl erhöht sich und es ist genug spielraum ein markenprodukt zu bekommen. der verbrauch variert bei jeden inkontineten teilweise erheblich so das ein verbrauch von 6 stück pro tag durchaus gerechtfertigt ist. 6x30 tage = 180 stck Monatsbedarf wenn dein rezept auf 180 ausgestellt ist du aber nur 150 verbrauchst /5 mal am tag wechsel) dann hast du auch duch die restlichen 30 auf der verordnunbg finanzielen spielraum für ein höherwertiges produkt.

ich mit pflegestufe 2 bekomme die windeln zusätzlich zum pflegegelt einfach mit rezept eingereicht bei der krankenkasse, hatte noch nie probleme.

lieben gruss
matti
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Matti
 
 

Problem Hilfsmitttelkatalog

Beitrag #3 von joe » 10 Mai 2003 13:24


Hallo Matti,
danke für deine Antwort.
Mein Problem ist, dass die benötigten Hilfsmittel nicht im Hilfsmittelkatalog der privaten Krankenverssicherung (DBV winterthur) aufgeführt sind, und laut deren Bedingungen nur ausdrücklich genannte Hilfsmittel erstattungsfähig sind. So besteht nach deren Aussage nur die Möglichkeiit, das als Pflegehilfsmittel aus der Pflegekasse zu erstatten. Da gibts maximal 31,-- ?.
Mein Ziel ist, die zu zwingen, das aus der Krankenversicherung voll zu ersstatten.

Hast Du Erfahrungen mit privaten Krankenversicherunge?

Irgendwie muss das doch gehen. Ich bin doch sicher kein Einzelfall bei privaten Krankenversicherungen, oder?

Wenn Du oder jemand anders mir da weiterhelfen könnte, wäre ich echt dankbar.

Viele Grüße

Joe
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joe
 
 

Stand des Verfahrens

Beitrag #4 von joe » 07 Jul 2003 21:39


Bin jetzt dabei, meine Versicherung zu verklagen. Mal sehen, was dabei herauskommt ....
Außerdem hab ich Kostenübernahme beim Sozialamt beantragt - abgelehnt - Widerspruch - Antrag auf einstweilige Anordnung beim Verwaltungsgericht. Auch mal sehen ...

Joe
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joe
 
 


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