Mictonorm - Minirin ???

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

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Mictonorm - Minirin ???

Beitrag #1 von Claudia » 13 Dez 2005 11:21


Hallo, ich habe gerade hier im Forum eine wenig gestöbert und bin auf dieses Medikament (Mictonorm) gestoßen ist es das gleiche wie Minirin? Dies hat unser Sohn nämlich 2 Monate erfolglos erhalten.

Gruß Claudia :lach:
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Beitrag #2 von Jens Schriever » 13 Dez 2005 12:15


Hallo Claudia

Mictonorm und Minirin sind zwei Unterschiedliche Medikamente.
Mictonorm wird bei einer Dranginkontinenz und bei Reizblasen eingesetzt. Sein Wirkstoff ist Propiverin hydrochlorid . Das ist ein Parasympathoytika.
Diese Medikamente hemmen die Kontraktion des Blasenmuskels.
Minirin ist ein Hormonersatz. Sein Wirkstoff ist Desmopressin. Desmoprssin kommt aus der Gruppe der Peptid-Hormone .
Minirin wird eingesetzt bei ADH-Mangel (ein Hormon der Hirnanhangsdrüse).Durch den ADH-Mangel wird die Nächtliche Urin Produktion nicht reduziert und es kommt so zum Einnässen.
Minirin gibt es als Tabletten und als Nasenspray.


Gruß Jens
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Beitrag #3 von Claudia » 13 Dez 2005 14:49


Hallo Jens,
danke für die Erklärung. Ich hatte bereits unter dem Forumspunkt Einnässen tagsüber das Problem das unser nun bereits 7 jähriger Sohn hat beschrieben.
Ansetzte in Richtung ADS oder KISS erwiesen sich als Sackgassen. Hilfreich war ein Belohnungssystem (pro halben Tag trocken 1 Stern, bei mit abgesprochener Sterneanzahl am Ende der Woche eine vereinbarte Belohnung für die ganze Familie, z.B.Eis, Pizza, ...)
was einige Wochen für trockene Hosen sorgte, bis durch den Alltag leider eine gewisse Nachlässigkeit ins System kam. Arbeite zur Zeit daran es wieder besser hinzubekommen.
Nachts klappt es allerdings gar nicht, er schläft immer noch mit Windeln, die manchmal auch überlaufen.
Seine tagsüber Urinmenge liegt immer noch nicht höher als 75 ml. Er muß also eigentlich oft zum Klo und wir denken dass ihm dies halt auch lästig ist.
Wäre dies solch ein Anwendungsfall für Mictonorm?
Gruß Claudia
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Beitrag #4 von Jens Schriever » 13 Dez 2005 23:21


Hallo Claudia

Das mit dem Belohnungssystem ist eine sehr gute Sache.
Auf deine Frage ob Mictonorm was für diesen Fall ist kann man mit Sicherheit ja sagen. Dadurch dass die Kontraktion des Blasenmuskels gehemmt wird, wird auch die Blasenkapazität erhöht. Zusätzlich solltet ihr auch ein Toilettentraining machen. Mictonorm wird auch eingesetzt zur Erhöhung der Speicherfunktion der Blase.
Für Kinder gibt es die Mictonetten. Spricht doch mahl euren Arzt darauf an.
Mictonorm/ Mictonetten sind Verschreibungsplichtig. Ein Arzt besuch ist so erforderlich.


Gruß Jens
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Beitrag #5 von Jens Schriever » 14 Dez 2005 11:25


Hallo Claudia

Ich habe eben mal alle deine Beiträge gelesen und habe nichts gefunden wo das Fassungsvermögen der Blase bei deinen Sohn gemessen wurde. Woher weißt du dass es 75ml sind?
In der Tat sind 75ml für einen 6.5 Jahre alten zu wenig. Es gibt da eine Faustformel bei Kindern die lautet: Alter x 30 in Jahre. Das währen ca. 200 ml bei deinen Sohn.
Du schreibst auch eine Urologisch Untersuchung wurde gemacht. Vielleicht solltest du mit deinem Sohn zu einem anderen Urologen gehen und gezielt auf das Problem der zu geringeren Speicherkapazität hinweisen.
Ich hoffe dir ein wenig geholfen zu haben.


Ps: In einen anderen Beitrag von dir gefällt es dir nicht dass man das Geburtsdatum Öffentlich sieht. Alle Daten die mit ** markierte Felder sind öffentlich abrufbar! Und müssen von dir nicht beantwortet werden. Du kannst wenn du das möchtest auch aus deinen Profil löschen.


Gruß Jens
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mal mein e Erfahrung erzählen mag

Beitrag #6 von klaro (+16.05.2008) » 14 Dez 2005 12:45


hallo Claudia

Jens fidnet es auch super, dass du mit dem Belohnungsprinzip, versucht den alltag zu meistern. (statt mit bestrafen). Ich wandte damals die Techniken auch an....Belohnungssystem!

Hat enorme Vorteile, aber auch Nachteile!!

2 meiner 4 Kids lietten an langem einnässen. Das 1.udn 3.!

das erste wird--> über 7 jährig... bis es dann auch nachts mehr oder weniger trocken wurd.

Der Druck, das drüber reden meinerseits, mit anderen, of tauch vor dem Kind... dem Kinddie Hoffnung zeigen... dass "ich"mich freuen würd.. udn es dann zur Belohnung dies oder jenes "dürfe".... hats wohl eher noch mehr geestresst mit der Zeit.

Zu unterscheiden lernte ich dann , Belohnungssystem NUR bei sachen, die es wierklich "kann".

Sonst entsteht das gegenteil. die Enttäuschung. Du schriebst udn ist gut gemeint... Eis essenmti der ganzen Familie...

was ist.... wenn das Kind ide ganze Familie enttäuscht...duch sich sleber!!??

Dieen Punkt, hatte ich NIE selber bemekrt. dass es dadurch einen noch grösseren dRUCK gibt.

das 3.Kind konte dann von meinem Fehlverhalten profitieren.

Er war nur bis 5 jährig nass. ich machte es nciht(MEHR) zum Hauptthema, sondern wechselte ihm lediglich immer die Hosen, wenn ein Unfall pasierte(obwohl es sehr oft war).

später bekam er(3.Kind) die ADHS diagnose, kannn sein, dass da Zusammenhang bestand!

Aber mit dem 1.Kind, machte ich das Kind, mich udn wohl alle....selsich zimlich fertig....

was mir im Nachhinein sehr sehr leid tat. dcoh es war zu spät.

Zum arzt musste ich deswegen mit keinem. es verging dann.
Jens fragte auch, wegen dem abmessen, wie du wüsstest, dass es 75 ml seien!

Nun... ich hab damals nie abgemessen...aber auch so.... mekrt das Kind...dass Mama ein Problem mit ihm hat. Ich wusste das damals auch nciht. Mama wills doch gut mit den eigenen Kindern.

der beitrag past wohl nicht hierzu. dennoch wolte ich das sagen zum Belohnungssystem.

WEnn nächmlich noch Geschwister dabei sind, udn s seine Sterne nicth hinkriegt, ent täsucht es diese mti dazu, udn fühlt sich schuldig...

Bitte nimm dies nur als meine Erfahrung hin...nicht als Vorwurf.
Nach wie vor bin ich fürs belohnungssystem...aber der Druck, darf nich zu enorm werdenund nur noch die sternchen zählen.

Das Kind will Mamas sternchen sein!! Und Mama nicht enttäsuchen!!!!

klaro hat in vielen Dingen versagt, als Mama. Aber gut gemeitn war es immer...


klaro....(dies mal zu meinen ERfahrungen mit einnäss-kids!)
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Beitrag #7 von Claudia » 14 Dez 2005 14:30


Hallo,
nach der urologischen Untersuchung in der Kinderchirugie sollten wir zwecks Trainings ein Mictionsprotokoll (mit ml-Angaben) führen. Dies haben wir dann auch über einen gewissen Zeitraum praktiziert.
Da sich daraufhin eine Besserung (tagsüber) ergab wurde seitens unserer Kinderärztin ein weiterer Besuch in der Urologie nicht für nötig gehalten. Es entwickelte sich ja auch alles "sehr gut". Anscheinend. Da er unbedingt in die Schule wollte und wir ihm sagten eine vorzeitige Einschulung wäre nicht möglich ,wenn er stets nasse Hosen hätte strengte er sich entsprechend an, so daß dieses problem sich anscheined erledigte und wir in Absprache mit der KiÄ überlegten, wie er das nächtliche Einnässen in den Griff bekommen könnte.
Wir weckten ihn gegen 22 Uhr und weil dies nicht alleine ausreichte nochmals gegen 2 Uhr Nachts. Dies lief ca. 4 monate super - keine Windel, fast kein nasses Bett.Doch dann kippte alles, egal wann man ihn nachts weckte, das Bett war schon naß. Und auch tagsüber waren es wieder 5-6 Hosen.
Darauf folgte dann die Minirinbehandlung - ohne Erfolg.
Dann kam die Überwisung zum Ki-Psychologen - der Ads und KISS ins Spiel brachte, aber keine wirklichen Hilfen anbot.
Auf privaten Rat von einer Heilpädagogin hin haben wir dann das Belohnungssystem eingeführt, ebenso wies sie wiel Klaro anführt darauf hin, das man das Thema nicht zu wichtig nehmen sollte und Druck aufbaut.
Jetzt haben wir den Weg zum Heilpraktiker gewählt und versuchen dies, mal sehen ob unser Junge hier Hilfe findet.
Gruß
Claudia
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Kind Inkontinent

Beitrag #8 von Schnicken » 23 Jan 2006 13:54


Hallo,
ich lese mich jetzt schon seit einiger Zeit durch verschiedene Foren. Unser Sohn wird jetzt im April 8 und ist nacht vor allem inkontinent. Wir sind in Urologischer Behandlung zur Zeit wieder (zweites mal) mit Minirin. Wir sind seit etwa 2 Jahren schon in Behandlung. Wir hatten das Nasenspray, die Klingelhose, die ihn gar nicht weckte, aber uns! :cry:
Jetzt weis ich wirklich nicht mehr weiter. Es wird tagsueber viel schlimmer auch das einkoten faengt wieder an. Er geht in die Schule und auch wen man ihn fraegt, warum er nichts sagt, da er in den nassen/verschmutzten Sachen bleibt, zuckt er mit den Schultern.
Wir haben es mit Belohnungstherapy versucht, mit schimpen sogar auch mit dem Kochloeffel gedroht.
Momentan wird gar nichts mehr gesagt sondern lediglich dann, wenn er nichts sagt. Da er sich einfach nicht von alleine umzieht. Dies passiert nurr dann, wenn man ihn daraufhinweist. Ansonsten scheint es ihm egal zu sein. Wen man ihn darauf ansprich, ob er dies merke, zuckt er Schultern. Ich weis nicht mehr ein noch aus.
Er wird jetzt 8 und schaft es nicht mehr wenigstens tagsueber, was vorher ok war trocken zu bleiben. Ich muss hinzufuegen, das er Entwicklungsverzoegert ist von 1 1/2 Jahre.
Hat jemand einen Rat fuer uns, da es auch unsere ganze Familienbeziehung recht belastend ist.

Danke
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Beitrag #9 von Helmut » 23 Jan 2006 15:42


Hallo Schicken,

du schreibst, dass ihr schon 2 Jahre in urologischer Behandlung seit und dass dein Sohn Entwicklungsverzögert ist. Was wurden bis jetzt denn alles für Untersuchungen gemacht?

Es kann gut sein, dass durch die Entwicklungsverzögerung seine Wahrnehmung für die Kontrolle der Schließmuskeln beeinträchtigt ist und er es einfach nicht mitbekommt, wenn er muss. In diesem Fall werden auch Medikamente wie Minirin keinen brauchbaren Erfolg bringen, da sie nur auf den Wasserhalshalt des Körpers einwirken, aber nicht auf die Wahrnehmung der Blase.

Eine weitere Möglichkeit könnte sein, dass eine Syringomyelie (eine relativ seltene Rückenmarkserkrankung) die Ursache dafür ist, dass er noch nicht trocken und sauber ist. Wenn dies der Fall ist, dann kann es durchaus sein, dass er sein Leben lang die Inkontinenz behält.

Gruß Helmut :wink:
Ich bin nicht ganz dicht .......na und!
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Hallo,

Beitrag #10 von Schnicken » 23 Jan 2006 21:29


vielen lieben Dank, fuer die schnelle Antwort. Ich weis echt nicht mehr ein noch aus, da wir ja schon so vieles versucht hatten. Ich aber nicht staendig pampers anziehen moechte.
Wir waren im Oktober in der Kinderklinik Prinzessin Margaret in Darmstadt wegen Darmproblemem/Stuhlgangproblemen, die Diagnose lautet wie folgt von dort
- Bekannte EWZ
- Mikrocephalie (perinatale Asphyxie)
- Enuresis nocturna . diurna
- V.a. habituelle Obstipation

So in Darmstadt wurde mir dann auch gesagt, es zwei Moeglichkeiten gaebe, die Darmmuskeln zu testen einmal in Mannheim, die sogenannte Sphinkter-Manometrie oder eine Muscularisbiopsie wobei die Muscularispiopsie in Bezug auf M. Hirschsprung keine klinischen rechtfertigung habe (Hinweis).
Nun bin ich eigentlich wieder genauso schlau wie vorher. Wobei mich diese Antwort mit der Rueckenmarkserkrankung doch sehr beunruihgt. :( Wie kann ich so etwas herausfinden. Auch wird in den Foren oft ueber dieses M. Hirschsprung gesprochen. Wie verbindet sich dies? Welchen zusammenhang hat es?
Nochmals Danke.

Gruss Schnicken :?
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