INKOKIDS, AD(H)S, Hypo ADS, Ritalin

Hier geht es um das Thema Inkontinenz und Bettnässen bei Kindern und wie deren Eltern damit klar kommen.

Moderator: Helmut

hallo

Beitrag #11 von klaro (+16.05.2008) » 17 Jul 2006 10:47


hallo Chris

klar lese ich hier alle Beiträge. Nein, ich wollte dich nicht angreifen.

Ebensowenig greife ich hier alle an oder jammere herum.

Lach mal, "WIR SIND JA ALLE DUMM??" Wo hab ich denn sowas schon mal erwähnt. Ich behaupte eher das Gegenteil....

Wie gesagt, gern hätte ich zu gegebener Diskussionszeit mich gefreut auf einen Beitrag von dir.

Derzeit aber, hab ich meinerseits kein Interesse, an einer ADS Studie und Auslegung.

Ich war letzthin hier in dem Forum nicht sonderlich "aktiv" , deshalb hat mich dein Beitrag wohl noch mehr erstaunt.

der Tread hier wurde aber von wem anderes eröffnet, deshalb finde ich hier nicht der geeignete Platz, einen Dialog über ADS zu führen.

Dazu wäre ich auch sonst nicht bereit. Dazu gäbe es ja die speziellen ADS Foren.

Lieber will ich mich hier auf die Inko Probleme beschränken, als noch ausführlicher für eine Auslegung des ADS ( in welcher Form auch immer) , anzuregen.

Ich werde weiter lesen, falls du was zu sagen hast. Jedoch will und werd ich , HIER nicht mehr antworten. Deine Ausführungen hab ich zur Kentniss genommen, im übrigen schon vorher.....

hoffe damit ist das Thema, für meine Seite , abgeschlossen.

im übrigen waren meine letzten 2 Beiträge "Erfahungsberichte". Leider nicht so tolle. Dennoch dürften sie als solche gelesen und verstanden werden.

Was in den Jahren vorher, in Vorfeld war, darüber hab ich NIE und nirgends was erzählt. Ich denke, man sollte immer das Ganze sehen.... um Urteilen zu können. Was aber in Foren schlichtweg unmöglich ist.

Denke und hoffe, dass das auch verstanden wird. klaro
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ADS & einnässem

Beitrag #12 von Ratte » 04 Dez 2006 16:19


Hallo in die Runde,

Mit ADS habe ich Leider einige Erfahrungen gemacht. ICH selber leide Stark unter ADHS. Eine ruhige Minute, kenne ich nicht mehr. Dazu kommt noch eine schwere neurologisch Erkrankung ( Neurofibromatose bzw. Morbus Recklinghausen ) ich werde auf diese beiden Erkrankungen nicht näher eingehen . Außer das bei diesen Erkrankungen ADS/ADHS signifikant gehäuft auftritt.

Ich würde mich sehr gerne wieder auf Methylphenidat einstellen lassen. Ich habe vor Jahren mal bekommen. Leider habe dich von mir aus die Behandlung abgebrochen da ich sehr starke Schmerzmittel benötigte und keine Informationen bezüglich der Wechselwirkungen von Methylphenidat & Tilidin+Naloxon ( Ritalin & Valoron ) bekommen konnte.
Die zeit währen der Behandlung mit Methylphenidat war eine Zeit wo ich Ruhe hatte, mich Konzentrieren konnte und vor allem KONZENTRIERT LERNEN konnte.

Leider ist die Gesetzeslage so ( beschlossen zu einer Zeit das ADS mit 13 Jahren keine Rolle mehr spielen sollte ) das ich ( als Erwachsener )inzwischen nicht mehr Medikamentös mehr mit Ritalin behandelt werden darf. Auch Privat kann ich aufgrund der Gesetzeslage diese Medikamente nicht selber zahlen. ( wie mir mein Arzt mitteilte wenn er ein Privatrezept ausstellt und etwas Passiert ist er Haftungsmäßig dran ) ( Diese Bestimmung stammt scheinbar noch aus einer Zeit zu der noch davon ausgegangen wurde, das AD(H)S mit Vollendung des 13 Lebensjahr nicht mehr vorhanden ist )

UND das kommt durch die Folgen der Neurofibromatose ( Ich habe inzwischen temporär massive Tetraspatiken: Diese treten vor allem bei starken Stress auf )

Aber wo ist der Zusammenhang zur Inkontinenz .. Ganz einfach . Wenn es mit gut geht und ich ausnahmsweise mal einige ruhige Tage habe bin ich fast trocken. Wenn es mir schlecht geht. ( reaktive Depression od. starke Schmerzen, oder extreme Unruhe oder einfach alles zusammen ) ist meine Windel sehr oft nass.

Es kommt vor das ich erst wenige Sekunden vorher bemerke das die Blase voll ist und ich keine Zeit mehr habe auf die Toilette zu gehen.

Ich weiß nicht ob es bei anderen AD(H)S Patienten zu ähnlichen Problematiken kommt.

Gruß von einer Ratte
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Beitrag #13 von Chris00 » 05 Dez 2006 09:05


*lol* Na, wenn du doppelt postest, dann verweise ich auch hier mal auf meine Antwort in dem anderen Thread:

viewtopic.php?t=1223&highlight=
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Mein Doppeltes Posting

Beitrag #14 von Ratte » 05 Dez 2006 17:52


Sorry für das Doppelte Posting.

Leider habe ich zu spät gesehen das ich in der falschen Ruprik gelandet war. ( kommt davon wenn zuviele Fenster gleichzeitig Offen sind )

Ich bitte alle um ENTSCHULDIGUNG
:sm13: :sm13:
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Re: INKOKIDS, AD(H)S, Hypo ADS, Ritalin

Beitrag #15 von spider » 26 Mai 2007 01:48


klaro hat geschrieben:ich stell das mal heir rein.
hab soeben längere Disskusion hier im Forum gelsesn, wegen AD(H)S und RITALIN.
das Medikament wurd in dein Bieträgen zimlich runtergemacht, somit auch die betrofenen Personen sich"nicht verstanden fühlten"
da ich seler Inko bin, seit Kind her an Hypo ADS leide... 50 % meiner Kids... also 2 von 4, Auch je ein ADHS aufweisen wie ein Hypo ADS....
und dies bei denen auch mit einnäss Problemn zukam als kinder, tags wei nachts.... und
....etc... da möchte ich nur sagen.
mein Sohn, litt seit der schulbeginn... ADHS oder Hypo ADS isd nicht NUR das Zappeln oder zu still sein, es ist das Fehlende Botenstoff weiterleiten im Gehirn... so dass die Reize und Eindrücke einfach nicht weitdergeleitet werden... somit gar nicht wahrgenommen werden, oder viel zu späht.
Diesen kindern tut man GRUSAM untecht. zudem ist ADS vererblich.
mein Sohn mit AHDS durfte... nur weil ich als krank abgestempelt ward immer, erst mit 13 jährig abgeklärt werden.... er sagte selber Vor dem Ritalin:
"meine schule war die Hölle"
die andere Toochter, Wo nun endlcih ds Hypo ADS in 2 mal 2 std. Tests und dazu Fragebogen ausgefüllt wurden... sie klar im klinischen Bereich war...sie aber in ihrem Alter damals selbsd betstimmen konnte udn Medikation verweigerte.
ist ihr Recht mit damals 16 Jahren.
nun darauf aber der arzt ihr Antidepressivum verschreib, obwohl sie so tolle aufgestelt war. sie nahm sie dann von sich aus nicht ein.
mir wurd mein Hypo ADS nie angemerkt, bis ich durch Sohn selber draufkam.. mir fütterte man 20 Jahre immer wieder Antidepressivum.... wobei die Aerzte sagte...
"sei komisch.. dass mir ale nichts nützen."
nun ja.... ADS ist also nicht zu verachten als Diagnose. und was ich gelesen hab, wegen Aerzten und Geldmacherei.....
sind den n Antidepressiva billieger???
nein. Eins meiner Kids das kein ADS darlegt,bekam aber Elipesie.... dies sei scheinbar auch eine Folge.... der ADS veranlagung, die erbliche Veranlagung dazu gegeben sei.
möchte einfach nur sagen, inkoo ist eine scham-Schwelle, ebenso aber heute noch das ADS udn Ritalin.
dennoch möchte ich Mut machen an Eltern mit einnäss Kids... mal auch solche Seiten in Bedracht zu ziehen.
bibt im inet gute Seiten, um sich zu informierne.
denn einem nicht diagnostizterden ADS kind tut man reichlich unrecht... wenns Blase und dArm nicht unter Kontrolle halten kann.
stell das mal hier ein....weil wu spät "wir es "zu spät erkannt haben unds unsdseren Kids hätte das leben noch vereinfachn können.
mit ADS(hyper oder Hypo) zu leben, isd alles au andere als einfach. Der Alltag ist schwer zu struktuirieren. und vieles mehr:
klaro.....mich nerfen heut alle Beiträge, die GEGEN RITALIN und ADS DIAGNOSEN stehen
weil DIE LEUte, die das schreiben, haben KEINE AHNUNG... was sie da schreiben.


Ich bin nun 18 und in der 11ten Klasse am Gymi.
Bei mir selbst wurde in der 3ten Klasse AHDS festgestellt und durch einen IQ test auf einen wert von 130 eingestuft, was bedeutet, dass ich Hochbegabt bin. Ich war in der gGrundschule bei allem was mich interresierte voll dabei und meinen Klassenkamaraden einiges voraus aber alles was mich Unterforderte oder ich Langweilig fand das registrierte ich nicht ich schaute zum Fenster hinaus und träumte so vor mich hin.
Dank der AHDS entdeckung bei mir, habe ichs aufs Gymnasium geschafft in der 5 ten Klasse dachten meine Eltern von mir nicht dass ich das geschafft hätte und jetzt bin ich mit einem schnitt von 1,6 auf dem Weg zum abitur. Alles das wäre ohne Ritalin nicht möglich gewesen. Ich wäre auf der Hauptschule gelandet und hätte dort nur 4rer und 5 er geschrieben da ich einfach abschaltete wenn ich unterfordert war.
Ich war auch erst sehr spät am Tag erst mit 3,5 Jahren und in der Nacht erst mit 5 Jahren Trocken, was vielleicht auch am AHDS lag.
Ritalin muss man nicht für sein ganzes leben nehmen ich nehme es nur noch für arbeiten. ab der 8ten Klasse lies ich es an Wochenenden und in den Fehrien ganz weg. und nahm es nur für die Schulzeit.
ausserdem hat ADS wenig mit zappelfillip zu tun weil ADS Aufmerksamkeits deffizit syndrom bedeutet, der betroffene möchte einfach nur immer im Mittelpunkt stehen dies ist auch warum die Betroffenen öffters den Klassnklaun abgeben oderin vielen Gruppen(Klassengemeinschaft oder Ähnliches.) nicht akzeptiert werden.
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Beitrag #16 von Chris00 » 29 Mai 2007 08:26


Hallo,

es erstaunt mich immer wieder, wie gut das Dogma "AD(H)S führt ohne Medikation in den Untergang" in unserer Gesellschaft verankert ist. Nach übereinstimmender Meinung aktueller Forschung ist AD(H)S eine "Normvariante" beim Menschen, die über mehrere Genlokalitäten vererbt wird (wodurch es in unterschiedlich starken Ausprägungen vorkommt). Je nach Literatur sind in den westlichen Ländern etwa 10% bis 30% der männlichen Bevölkerung (jedes Alter) AD(H)Sler.

Davon sind zum Glück nicht alle durch Medikamente "normalisiert" (was auch immer "normal" sein mag). Trotzdem sind nicht alle ADHSler ohne Medikamente Verlierer der Gesellschaft. Denn, ein Blick in die Literatur offenbart: AD(H)S wird erst durch die Reaktion der Umwelt auf die Besonderheiten zum Problem.

Sprach man bis zur Jahrtausendwende noch gerne von "multimodaler Therapie" (also: Medikation, Ergotherapie, Information des Umfeldes), bricht bei ernsthaften Experten die Säule der Medikation immer mehr weg.

Udo Baer und Waltraut Barnowski-Geiser beschreiben in ihrem Buch "Innenwelten hyperaktiver Kinder" eindrucksvoll, wie allein durch die Aufklärung des Umfeldes viel erreicht werden kann. In einem ersten Beispiel (Protokolle aus den Gesprächen mit einem 11jährigen) wird klar, dass allein die absolut intolleranten und dummen Reaktionen von Familie und Lehrer den Jungen trotz seiner überragenden Intelligenz und seiner hochen Einfühlsamkeit zu aggressiven Handlungen treibt - aus schierer Verzweiflung über die Ungerechtigkeit, die ihm angetan wird. Auch die Reaktion des Vaters darauf, dass der Junge mit seinen 11 Jahren nachts noch nicht 100% trocken ist, wird angesprochen.

Im zweiten Teil des Buches sind kurze Texte von AD(H)S-Jugendlichen abgedruckt - ungekürzt. "Ritalin hat mir meine Gefühle gestohlen", "Ich war nur noch stumpf und roboterhaft" ... so beschreiben diese Jungen wie Mädchen ihre Erfahrungen. Und auch "... aber ich musste das ja nehmen wegen der Schule".

Mein Gott, in was für einer Gesellschaft leben wir, in dem wir auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die sich von der schlichten Masse abheben, so viel Druck ausüben, dass sie einsichtig starke Psychopharmaka schlucken.

Wir sind tollerant jedem und allem gegenüber, ob verdient oder nicht. Wir bauen für Körperbehinderte für viel Geld Schulen um, damit sie in der Mitte der Gesellschaft am Unterricht teilnehmen können. Wir ändern Gesetze, dass jede Art der Partnerschaft gleichen Rang hat. Minarette erheben sich über unseren Städten. Das alles tollerieren wir.

Aber eine besonderheit in Verhalten und in Denkmustern unserer EIGENEN KINDERN tollerieren wir nicht. Alles im Namen der Beschulbarkeit (was für ein schreckliches Wort. Könnte aus der DDR stammen) und der Uniformität der Gesellschaft.

Die Gesellschaft fürchtet, was sie nicht versteht. Also muss es eliminiert werden. Ich habe von vielen Leuten schon gehört, dass sie sich in meiner Gegenwart dumm und träge fühlen. Tja, wie muss es erst einem Lehrer gehen, der probiert gegen ein Hyperaktives und Hochbegabtes Kind zu bestehen. Aber da liegt ja schon das Problem: Warum MUSS er denn überhaupt "dagegen bestehen"? Warum müssen immer die AD(H)Sler sich anpassen? Warum dürfen wir nicht so sein, wie wir sind? Kreativität und Hochbegabung werden einfach von normalen Menschen gefürchtet, weil sie denen ihre Grenzen aufzeigen.

Klar, soll hier jeder seine persönliche Geschichte erzählen. Aber, das sind nur subjektive Erfahrungen -- genau wie meine eigenen auch!! Aber, ich möchte auch diesmal WIEDER, jedem, der zu AD(H)S etwas schreibt empfehlen, sich wenigstens ein bißchen mit der Materie zu beschäftigen, in dem Falle auch mit den Neurobiologischen Grundlagen und der Verhaltensbiologischen Auswirkungen. Das würde die Diskussion deutlich bereichern.

Ich habe mein Leben lang kein Ritalin angefasst. Ich bin in jeder Gruppe der, der irgendwie "anders" ist. Wo ich bin, bin ich im Mittelpunkt. Ich bin penetranter Fragesteller, alberner Klassenclown, Kämpfer für Gerechtigkeit, Adrenalinjäger und empathischer Freund. Ich mische mich ein, ich engagiere mich, ich opfere mich auf. Ich bin Ehemann, Vater, Freund. Ich bin hochbegabter Akademiker und Legastheniker. Ich bin kindisch und ich bin altklug. Ich habe viel geschafft. Und ich kann sagen, ICH habe das geschafft, sas bin ICH und MEINE Leistungen.

Es ist wirklich arm, seine Erfolge einer Droge zuzuschreiben.



Was zum Lesen:

Thom Hartmann, "Eine andere Art, die Welt zu sehen. Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom", Verlag: Schmidt-Römhild; Auflage: 10., Aufl. (August 1997), ISBN-10: 3795007356, ISBN-13: 978-3795007355

Die Homepage von Thom Hartmann mit vielen Artikeln zu AD(H)S: http://www.thomhartmann.com

Udo Baer, Waltraut Barnowski-Geiser, "Innenwelten hyperaktiver Kinder", Verlag: Affenkönig (Oktober 2005), ISBN-10: 3934933165, ISBN-13: 978-3934933163

Udo Baer, Waltraut Barnowski-Geiser, "Hyperaktive Kinder kreativ", Verlag: Affenkönig; Auflage: 1 (Juli 2005), ISBN-10: 3934933130, ISBN-13: 978-3934933132

Uta Reimann-Höhn, "ADS - So stärken Sie Ihr Kind. Was Eltern wissen müssen und wie sie helfen können", Verlag: Herder, Freiburg; Auflage: 7., Aufl. (Januar 2006), ISBN-10: 3451050951, ISBN-13: 978-3451050954

Lara Honos-Webb, "ADHS als Geschenk. Wie die Probleme Ihres Kindes zu Stärken werden können", Verlag: Junfermann; Auflage: 1 (Februar 2007), ISBN-10: 3873876566, ISBN-13: 978-3873876569

Meine Zitate zu ADHS: viewtopic.php?t=1429&highlight=
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Beitrag #17 von mehlbox2001 » 02 Jun 2007 01:54


Hallo Chris,

gerade dein letzter Absatz hat mich tief berührt, da hat's ein paar Parallelen ... Stell mir grade grauslig vor, ich wäre nicht an so einer liberalen Schule in den Siebzigerjahren gewesen, wo sie eingesehen hatten, dass es sinnlos ist, mir Hausaufgaben aufzugeben ... Und einfach Rücksicht zu nehmen ... Bibliotheken, Kurzwellensender, FAZ und taz, dazu die Sprachkurse an der Volkshochschule waren doch viel spannender ...

Auf das Thema AD(H)S wurde ich das erste Mal mit der Nase gestoßen, als mir vor ein paar Jahren eine Religionslehrerin erzählte, dass sie anlässlich einer Klassenreise mitbekommen hat, dass fast die Hälfte der Grundschüler der Klasse Ritalin nahmen (dafür gibt's ja Zettel von den Eltern). Kurz gegoogelt, und mir war klar, die Kinderärzte im Nürnberger Westend scheinen da zu übertreiben ...

Mag sich das decken mit meinen Erinnerungen an meine Zeit als Referendar in Berlin (1990-92), wo einige Eltern es ablehnten, auch nur für fünf Pfennig die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder anzunehmen? Ich glaube, wir sollten bei Kindern und Jugendlichen mal ein bisschen mehr hinhören ...

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Beitrag #18 von Cveta » 05 Jun 2007 12:49


Hallo Andreas,

mir war auch auf dem Gymnasium und der Berufsschule die Zeit zu schade für stupide Routine-Hausaufgaben. Ich habe die Aufgaben exemplarisch ein paar mal gemacht und die Ergebnisse bei der Besprechung vorgetragen und hatte dann meine Ruhe.

Durch Zufall war ich bei einem Therapeuten einer guten Freundin, der bei mir anhand meiner psychologischen Gutachten ADS diagnostizierte. Der Neurologe, mit dem der Psychologe zusammenarbeitet, verschrieb mir dann Stattera, ein selektiver Noradrenalinwiederaufnahmehemmer, der noch relativ neu auf dem Markt ist.

Mangelnde Toleranz scheint ein allgemeines Problem zu sein, worauf in den Schulen nicht eingegangen wird.

Liebe Grüße

Cveta
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Beitrag #19 von Chris00 » 05 Jun 2007 12:57


Hi,

auch hier möchte ich auf den Automatismus zwischen der "Diagnose" einer verbreiteten Normvariante Mensch und einer Medikation aufmerksam machen. Ist es denn SO SCHLIMM, etwas besonderes zu sein? Ach, übrigens: es gibt gar keine festen Diagnoserichtlinien für ADHS. Das liegt im Ermessen des Diagnostikers... Soso...

Wann kommt die Pille gegen Homosexualität? Als Jugendlicher, der offen zu seiner Homosexualität (oder Bisexualität) steht, gehst du in der Schule durch die Hölle auf Erden (glaubt mir!). Auch diese Jugendlichen haben Nachteile in der Schule und im Umgang mit ihren Klassenkammeraden aufgrund ihrer Andersartigkeit.

Alles Argumente, die für eine Normalisierung von ADHS durch Medikamente ins Feld geführt werden.

Kennt ihr den Film "Das Leben des Brian?"

Wir sind alles Individuen!
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Beitrag #20 von Cveta » 05 Jun 2007 21:09


Chris00 hat geschrieben:
Wann kommt die Pille gegen Homosexualität? Als Jugendlicher, der offen zu seiner Homosexualität (oder Bisexualität) steht, gehst du in der Schule durch die Hölle auf Erden (glaubt mir!). Auch diese Jugendlichen haben Nachteile in der Schule und im Umgang mit ihren Klassenkammeraden aufgrund ihrer Andersartigkeit.



Drum plädiere ich auch für eine Erziehung zur Toleranz gegenüber Andersartigkeit, egal ob Behinderung, Krankheit , Rasse, Geschlecht, Nationalität, sexuelle Orientierung oder sexuelle Identität.

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